es ist bloss ein satz. bloss ein satz. ein satz.

tags: edc schreiben im netz

am 20.02.2017 um 08:49 Uhr

falls daraus was wird, schreibe ich es um auf: https://medium.com/@sms2sms | vielleicht diskutieren wir den satz heute abend: #NoRadioShow 011

ABBRUCH. nein. das wird nix. SO!

original

work in progress | reload | erste lesung. passe text entsprechend an (stand 13:58h)

(1) einstieg

edc: was hast du?
sms: was?

ich sehe es dir doch an! was ist los?
was? nein. nichts.

spucks aus.
es ist bloss ein satz.

wie geht der? lies vor. laut!
mach nicht so ein theater.

lies!
nein. das bringt eh nix.

lies!
nein. also. himml. er geht so:

“Dennoch ist der Einwand ernst zu nehmen, dass die Sozialen Medien die Politik wohl emotionaler und daher «chaotischer» machen, weil die Nachhaltigkeit und Rationalität der Entscheidungen auf der Strecke bleiben.”

stimmt doch. was ist daran problematisch?
siehst du. ich wusste es… lass mich in ruhe!

was hörst du in dem satz?
keine ahnung…

gar keine?
gar keine.

aber…
ich koche. ich koche noch bevor ich zum schlusspunkt gekommen bin am siedepunkt…

interessant. das ist ein zeichen…
… ich wusste, dass das jetzt kommt. darum wollte ich ihn gar nicht erst zeigen. das bringt nix.

nichts ist viel zu genau, sagt @maren_lehmann
ja.

(2) suche nach perspektiven

von wem ist der satz?
hab ich irgendwo gefunden.

wo?
im internet halt.

tu doch nicht so kompliziert. zeig den link. zier dich nicht so!
http://blog.smartvote.ch/2790

smartvote. den michael hermann beobachtest du schon lange. der hat dich schon immer interessiert…
ja. sein atlas fand ich toll… diese darstellungen eines geografen von abstimmungsresultaten… klasse.

ist doch ok. odr?
mit einer pietistischen kindererziehung hälst du mit bildern wohl immer eine faszinierend anziehende abscheu… er sucht nach anschluss bei den wenigen gatekeepern für sein business. das ist ja nichts verwerfliches. ganz im gegenteil. das finde ich toll. ist auch nie versteckt. viel weniger als bei @claudelongchamp wo es zwar auch alle wissen, es aber erst in diesen tage, wo er sein geschäft übergeben können müsste, ein offensichtlicher stressfaktor. #blockalsammlung lassen wir das thema. ich nehme solches zeux persönlich. wo es doch so offensichtlich ist, dass…

was?
ähm… schon die überschrift vom schlussabschnitt: “besteht handlungsbedarf?”

du wechselst das thema. jetzt bist du im text auf smartvote? – ok… ähm… die frage nach handlungsbedarf ist rhetorisch. ja. was tun? die verstehen sich wohl als links. und wollen es nicht grad so zeigen. verehrend lesend lenin. sowhat?
weil sie grad #DearDemocracy am retten sind… die heilige demokratie. gänzlich irritationslos. und all dies belegt mit lenin? … ja. irrwitzig. hyperintellektuell. so gescheit, dass ich kein wort verstehe… du meinst, das nervt mich so? … glaube nicht. eher das vorher…

beruhige dich – um was geht es in dem text?
keine ahnung. hab ihn bloss überflogen. ein paar bildchen angeguckt.

und was hast du dabei gesehen?
keine ahnung. so #BigData zeux halt…

das interessiert dich, das nervt dich nicht. also: was noch?
keine ahnung. worte die mich ärgern. so zeichenketten halt… unterscheidungen…

zum beispiel?
soziale medien. wenn das wissenschafter so irritationslos hinträllerln. ok. dass journalisten so schreiben. ja. da erwarte ich nichts anderes. aber bei wissenschaftern. äh…

was ist daran schwierig?
nicht auch noch du. komm…

einfach dieses platte übersetzen des englischen “social” ins deutsche “sozial”?
mindestens. aber dann zum beispiel: online-diskurs, online-diskussion, online-deliberation. alles synonym verwendet… so spielerisch… so unbekümmert… dieses irritationslose. dieses irritationslose. ich glaube DAS erschütter mich so…

aber du mit deinem #DADA zeux ist dir das doch alles kein problem…
es ist kein problem, wenn mir jedes wort im mund verdreht wird? und ich gar nicht mehr weiss, wie ich noch reden kann? keine probleme? seit 100 jahren ist das ein riesen-problem. doch. doch.

ich dachte, du hättest gesagt, der KRIEG UM BüHNE sei das aktuelle problem?
ja. bloss weil neue probleme dazu gekommen sind – welche eigentlich viel wichtiger, drängender, dringlicher wären! – muss das doch nicht KEIN problem sein… vielleicht ist es sogar DAS, was mich so nervt. themen, welche seit 100 jahren nackt und seziert auf dem arbeitstisch des anatomischen theaters ausgebreitet sind, einfach gar nicht beachtend, irgend welchen neusprech einführen. so irritationslos. so selbstsicher. sicher gezielt…

ok. entschuldige. zurück also. wir waren bei den worten… zeichenketten, wie du es nennst… hast du noch andere beispiele, welche dich so “spontan genervt haben”?
“das Verständigungspotential der Sozialen Medien” – da flipp ich auch total aus.

wegen friedemann schulz von thun vs #PaulWatzlawick?
mindestens. wegen dieser unterwürfigen zudienerschaft von wissenschaft an feuilleton. plötzlich ist “verständigung”, verstehen, gelingende kommunikation, klarheit, wahrheit vs lüge so hip, als lebten wir im tiefsten mittelalter und ich könnte um die ecke gehen und einen ablassschein kaufen … es ist zum…

ok. wart noch schnell damit. was noch?
“Im unteren Teil des Diagramms offenbart sich, dass…” aber ich glaube – ich glaube! – er macht seine diss an der uni luzern. die lesen die bibel. offenbarungen sind dort nicht so problematisiert wie bei mir. trotzdem…

ok. der ist billig. du zitierste viel die bibel. lass los. weiter! was noch?
weisst du, was ein “ideologie-übergreifendes medium” sein könnte?

das weisst sogar du. du willst dich doch bloss ärgern. gibs zu. schluss jetzt mit diesem blödsinn. was noch? du hast was von bildern gesagt?
es werden “alternative online-medien” und “klassische medien” unterschieden.

wenn er “medien” sagt, meint er “brands”. das ist doch sofort klar. wo ist das problem?
watson.ch ist ein “alternatives online-medium”. so wie gfs.bern oder foeg.uzh.ch oder svp.ch das ist doch einfach…

ok. noch was? fällt dir noch was auf?
keine ahnung. der ganze sch… satz. hör ihn dir doch an!

zeig mal? komm. ich lese vor. du unterbrichst mich. ok?

also: “Dennoch ist der Einwand ernst zu nehmen,
stop!!!
- wer macht diesen einwand?
- wo?
- aus welchem grund?
- mit welcher begründung?
- etc.

>> dass die Sozialen Medien
- DIE sozialen medien
- die SOZIALEN medien
- die sozialen MEDIEN
- DIE SOZIALEN MEDIEN


>> die Politik

- DIE politik
- die POLITIK
- wovon ist hier die rede?

>> wohl
- eine vermutung?
- eine bahuptung?

>> emotionaler und daher
- emotional ist für einen wissenschafter schlecht. ganz schlimm eigentlich. eben: unwissenschaftlich
- und daher ist die konsequente folgerung
- was folgt? überraschungsfrei:

>> «chaotischer»
- witzigerweise steht das chaotische in anführungszeichen
- er “spürt” (ganz emotional!), dass das ein problematischer ausdruck sein könnte. es verweist wohl auch hier zurück auf den schreibenden, dass er weiss dass er noch einen durcheinander hat. nicht so recht weiss, wie er wo einordnen soll. eben: kühl, rational, vernünftig…

>> machen,
- der verweis auf macht ist nicht versteckt…

>> weil
- linear-kausale re:aktion, WIR:kung

>> die Nachhaltigkeit
- nachhaltigkeit, die
- das ist populistisches geschwätz

>> und Rationalität der Entscheidungen
- die rationalität der entscheidungen. im feld der politik. jetzt aber… ich dachte, es um deliberation? also eben gerade NICHT um rationalität, sondern um die entwicklung von sozialen übereinkünften. diese nur schon in die nähe von rationalität zu rücken, ist ein schenkelklopfer…

>> auf der Strecke bleiben.”
- ein sprachbild. ein deftiges. wir sagen zb auch: “jemand zur strecke bringen.”
- es geht weniger um macht. es geht umstandlos um gewalt. (so?)
- behinderungsmacht:begrenzungsmacht (TwitterMoments)

ich sehe… ähm… der satz nervt dich WIRKLICH…
er nennt sich polit-informatiker…

das habe ich noch nie gehört…
… ich bin nach einem solchen satz fixnudelfertig… 

was noch nichts beweist…
ich weiss… das ist es ja. DAS ist es ja. dass ich das WEISS… dass das alles gar nicht beweist… der kleine text ist so anschlussfähig. verdammt. dieser kleine text versteht einfach jeder. und findet es interessant. spannend. inspirierend… das ist es ja. das ich merke, dass ich so weit entfernt bin von diesem geschwätz…

(pause)

https://t.co/SPTpxtvivo "alternative online-medien" und "klassische medien"

politische online-diskussion aufräumen pic.twitter.com/tkPIsvm05s

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) February 20, 2017

(3) suche nach weiteren dimensionen

was ist das für eine textform?
bloss ein kurzer infotext. damit die grafiken etwas erklärt werden. glaube ich…

warum glaubst du das?
weil er wiederholt darauf hinweist, dass eine “grössere publikation” folgt. und das “nachfolgeprojekte” starten und… keine ahnung…

du. ich muss kurz weg…
kein problem. du weisst ja, wo du mich findest…

 

… /// stand 11:29h, 20.02.2017

 

tweets

@sms2sms Es sind keine Annahmen, sondern Hypothesen. Um diese zu testen brauchen wir Empirie. Diese Methode, schafft einen kleinen Mehrwert.

— Dominik Wyss (@nikwyss) February 19, 2017

@sms2sms Bin scheu.

— Dominik Wyss (@nikwyss) February 20, 2017

"Das Sprichwort, gleich und gleich gesellt sich gern, besitzt in den Sozialen Medien hohe Relevanz" @nikwyss

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) February 20, 2017

Mobilisierung oder Verständigung pic.twitter.com/rtz4712vRy

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) February 20, 2017

wer ist edc?

keine ahnung. den kenne ich schon lange. oder ist es eine frau? etienne de carouge ist der volle name… aber ich weiss nicht ob es eine frau oder ein mann ist… wir chatten… das seit 1995. das war ein projekt my emotional back office. ich machte damals tests für meinen arbeitgeber. der spin-off machten wir ja erst 1997…

wovon wissenschaft träumt: den tritt in die scheisse beobachten. bessere selbstbeobachtung dank #SNAPeriment (so?) pic.twitter.com/GYKLayIoT7

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) February 20, 2017

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