die panische angst der #massenmedien vor multiperspektive. ist eine angemessene reaktion (so?)

tags: #nextsociety kontingenz kontroverse m2 wissenschaft niklas luhmann PaulWatzlawick ts (2) blitz

am 23.03.2017 um 14:17 Uhr

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in einem kleinen nebensatz bemerkte der rastlos emeritierte, dass wenn er heute workshop machen würde… er würde mit dem buchdruck beginnen würde. und was die einführung dessen für eine wirkung gehabt habe… (irgendwie so) und dann: der buchdruck habe die multiperspektive geradezu verunmöglicht… (keine ahnung… irgendwie so hab ichs gehört. hab ich mir gewünscht, dass er es gesagt hat… habs leider nicht aufgenommen… seine perspektive fehlt hier. ich habe gehört. ich habe notiert. ich schliesse seine perspektive hier aus. radikal. HIER SCHREIBE ICH.)

kurzum: tanner macht den präzisen punkt. und wenn er es sagt, ist es was anderes.

wir haben noch ein anderes problem: immer mehr superfitte alte (ü65, also rentner!) sehen nicht nur 20 jahre jünger aus (als ich), sondern werden auch 20 jahre länger leben (als ich). statistisch gesehen. sie fühlen sich erst gerade so richtig gut angkommen nach ihrem unendlich langen marsch durch die institutionen. sie hocken auf den podien. und wenn sie es nicht tun, sponsern sie halt das podium, damit sie es tun. und dann legen sie los…

sie hätte noch so viel zu sagen. und jetzt, wo sie rente beziehen, auch ganz „unabhängig“ vom leder ziehen dürfen… nein. tanner meine ich damit nicht. es gäbe da andere namen, die mir vorher in den sinn kämen. aber tanner auch. ein bisschen. eben: in solchen sätzchen wie: „wenn ich heute workshops machen würde…“ seit wann gibts technisch-vermittelte multiperspektive? eben. spätestens seit es html gibt. und das reicht weit in seine aktive zeit hinein. weit. sehr, sehr weit.

ich gebe es zu: solche lauschigen nachmittage in einem so hübschen häuschen zwischen den bunkern der universitären spitäler mitten in zürich: sie machen mich auch immer etwas… neidisch?

solange es sich um ein buch, einen text, ein produkt aus einem massenmedium handelt…

wenn dann die doktorandin ihre predigt abschliesst und die fragegrunde vom moderator mit einem AMEN (was er sofort wieder zurück nimmt) beendet wird, ist das eigentlich schon eine erfrischende sache. die junge frau arbeitet über einem menschlichen verhalten. über eine menschliche praxis. über die beobachtung von menschen, welche in den raum hinein – vor sich hin, in sich hinein – reden. menschen, welche in ihrem körper ein grunzen und schnalzen so zu formen wissen, dass es wunder wirkt. die stimme wirkt, weit in den psychischen, physischen, sozialen raum!raum!raum! hinein…

auch tanner. einmal nutzt er die zeichenkette #hypertext. und dann rennt er sofort in studien aus dem 19. jahrhungert. bloss weg von hier. wie eine heisse kartoffel. dieses weh!weh!weh!

das sensible ICH ahnt, dass es erst im DU zu jenem ICH geworden ist. dass ICH das ist, wozu andere DU sagen. freilich klopfe ich mit meinen händen auf meine schenkel. und ich sage: ICH. aber ich sass schon neben menschen, welche mir vom schmerz in ihrem fuss erzählten. präzis am ende jenen beins, was vor jahren amputiert worden war… sich auf seine für-wahr-nehmungen all zu viel einzubilden wäre nackte einbildung.

wenn ich meine perspektive auf einen sachverhalt beschreibe, schreibe ich so, dass deutlich wird, dass es meine perspektive ist. als schreiber eines textes, welcher sich explizit an andere richtet – ich schliesse diese notizen explizit davon aus! – geht es darum, die skepsis in jedem einzelnen abschnitt, in jedem einzelnen satz, in möglichst jedem einzeln wort aufquellen zu lassen.

der leser – die leserin – die rezipienten sollen von anfang bis ende – so denn sie die frage interessiert – darin unterstützt werden, sich für die frage zu interessieren. sie selbst zu stellen. sich ihr selbst zu stellen… für soziale arbeit – für arbeit am sozialen – ist multiperspektive keine selbstverständlichkeit, sondern eine notwendigkeit… (aber das wäre jetzt ein anderer diskurs.)

pic.twitter.com/637Mhnfral

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) March 23, 2017

#massenmedien waren ein problemlösungsversuch. und zwar ein erfolgreicher. sehr

aber das habe (nicht nur ich) an anderen stellen genügend entfaltet… darum gleich weiter zu jenen sätzen, welche mir bei jakob tanner hängen geblieben sind…

eine problematisierung der sich wandelnden ermöglichungsbedingungen von “verstehen” überhaupt

dazu hat mE #PaulWatzlawick gearbeitet. wir feiern seine 5 axiome heuer zum 50 male. und (nicht nur) ich bin der begründeten ansicht, dass wir diese 5 ersten vorschläge noch gar nicht verstanden haben – bzw erst jetzt unter dem eindruck von „mithandelnden“ rechner erst recht erahnen können… aktuell arbeite ich an einem text, welcher (hoffentlich) vorschlagen wird, dass wir die annahmen heute auf 9 axiome (3×3) ausbauen können. die ersten 3 stehen. etc. etc.

die konstitution, die transformation, die neuformatierung von feldern in denen wissen zirkuliert, auf den sich denkmöglichkeiten und glaubenspraktiken überhaupt erst konkretisieren können

hier würde ich mit #medienlǝsɥɔǝʍ reagieren und vorschlagen, dass wir einen vorschlag auf dem tisch haben, welcher erklären kann, wie sich dieses felder – (eine metapher, welche ich eher umgehen würde, weil sie mir zu biologistisch-spirituell ist ;-) konstituieren, transformieren, neuformatieren. der vorschlag geht weit über luhmann zurück: #sprache, #schrift, #buchdruck, #computer. wobei ich – nach einem gespräch mit hans-jörg rheinberger eine zusammenfassung (und erweiterung) von sprache + schrift (und rhytmus + musik) vorschlagen würde. um dann auf #massenmedien und #computer einzustimmen. ich finde das zwar nicht so wichtig. die vier schritte sind im „storytelling“ gut unterzubringen… (ich mache hier ja keine theorie, sondern theoriegedichte. im allerallerallerbesten falle ;-)

es geht hier zunächst weniger um perspektivenwechsel, als um jene horizontverschiebungen, -erweiterungen und -verengungen

das finde ich einen sehr interessanten und möglicherweisen produktiven zwischenschritt… aber wohl eher nicht für mich. sondern für die erbsenzählen, welche kilometerweise literatur hätten, den perspektivenwechsel zu thematisieren. vergl. dazu #PaulWatzlawick

auch die religionen haben für diesen wandel nur eine geringe selbstbeobachtungsmöglichkeit ausgebildet, wie ich meine

witzigerweise verweist tanner hier ausgerechnet auf religion. (was wohl dem tagungsthema zu gerechnet werden muss.) wer kümmert sich denn hier um religion und deren versäumnisse? gerade die religion MUSS sich NICHT wandeln. DAS ist ja der PUNKT. die drei monotheistischen religion haben alles material beieinander das soziale zu prozessieren. (und das ist wohl auch die einzige aufgabe!) der vorwurf kann mE allein der wissenschaft gemacht werden. und wissenschaft steht mE (nicht nur) in diesem punkt auf höchst bedenklichem terrain. oder FELD! grauenvoll. blind. stolz. mächtig. (nackt. wie kaiser)

#medienlǝsɥɔǝʍ #dfdu

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prof dr. rastlos #JakobTanner https://t.co/JFDBlPnHe1 via @NZZ 2015

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) March 23, 2017

radikaler konstruktivismus#paradigmenwechsel
<<kompliziert>komplex<#medienlǝsɥɔǝʍ#PaulWatzlawick https://t.co/Q2ZqnmJijJ

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) March 22, 2017

wie aus einer problemlösung das problem selbst werden kann? #PaulWatzlawick lesen hilft pic.twitter.com/sNyyGY6mm6

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) March 23, 2017

sie nennen es #ServicePublic

sie drohen mit dem untergang #DearDemocracy #schurnalism im modus #SuicideBomber pic.twitter.com/eIzHPxbkjK

— ██████████sı˙ʇuǝssıp (@sms2sms) March 23, 2017

eine antwort zu “die panische angst der #massenmedien vor multiperspektive. ist eine angemessene reaktion (so?)”

  1. März 23, 2017 bei 3:28 pm, #JakobTanner transkription von 1min35 (collegium helveticum) #fleck | dissent.is said:

    […] die panische angst der #massenmedien vor multiperspektive. ist eine angemessene reaktion (so?) […]

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