#DieMaschinenstürmer

Wikipedia: Lud­dis­mus | M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

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work in progress

Anlass zu diesem Eintrag:

Maschi­nen­sturm richtet sich nicht gegen Tech­nik, son­dern gegen Ord­nun­gen, die sich als Tech­nik tar­nen.

Nicht alles, was mach­bar ist, ist sozial legit­im.

Maschi­nen­sturm ist die Prax­is, Zukun­ft offen zu hal­ten.

dissent.is/luddism

English

Summary/Spoiler/TL;DR

(…)

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

#TheLuhmannMap
#TheStaubBernasconiMatrix
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Maschinensturm revisited

Warum der Kampf gegen Maschi­nen nie gegen Tech­nik gerichtet war – und heute dringlich­er ist als je zuvor.

Maschi­nen­sturm ist keine Tech­nikfeind­schaft. Er ist eine soziale Prax­is des Unter­schei­dens. Damals wie heute richtet er sich nicht gegen Maschi­nen, son­dern gegen Ord­nun­gen, die sich als Tech­nik tar­nen.

Der his­torische Maschi­nen­sturm der Lud­diten war kein irra­tionaler Wutan­fall. Er war eine präzise soziale Reak­tion. Zer­stört wur­den nicht „Maschi­nen an sich“, son­dern bes­timmte Maschi­nen: jene, die Arbeit entwerteten, Kön­nen zer­störten, Abhängigkeit schufen und eine neue Ord­nung irre­versibel macht­en.

Der Ham­mer richtete sich nicht gegen Zukun­ft, son­dern gegen eine Zukun­ft, die ohne die Betrof­fe­nen ent­wor­fen wurde.

Maschi­nen­sturm war damit ein früher Ein­spruch gegen die Nat­u­ral­isierung von Ord­nung durch Tech­nik. Die unaus­ge­sproch­ene These lautete:

Nicht alles, was mach­bar ist, ist sozial legit­im.

Maschi­nen­sturm set­zte sich ein für Autonomie statt fremdge­set­zter Ord­nung, für Kön­nen statt Entwer­tung, für soziale Aushand­lung statt tech­nis­ch­er Autorität, für Rück­wege statt Irre­versibil­ität, für verteilte Möglichkeit statt konzen­tri­ert­er Macht.

Maschi­nen­sturm revis­it­ed übern­immt exakt diese Logik. Nur das Mate­r­i­al hat sich verän­dert.

Damals wurde Holz und Eisen zer­schla­gen.
Heute wer­den Del­e­ga­tio­nen, Black Box­es und Scheinob­jek­tiv­itäten in Frage gestellt.

Nicht gegen alle Maschi­nen.
Son­dern gegen jene, die Ord­nung ver­steck­en.

Der Unter­schied zwis­chen Maschi­nen­sturm 1 und 2 liegt nicht im Prinzip, son­dern im Medi­um:

Macht­di­men­sionMaschi­nen­sturm 1 (19. Jahrhun­dert)Maschi­nen­sturm 2 (heute)
Anord­nungFab­rik erset­zt handw­erk­liche AutonomieSys­teme erset­zen sit­u­a­tives Urteil
ZugangMaschi­nen entziehen ArbeitPlat­tfor­men monop­o­lisieren Infra­struk­tur
Legit­i­ma­tion„Fortschritt“ als unhin­ter­frag­bares Argu­ment„Objek­tiv­ität“ von Algo­rith­men als Autorität
Durch­set­zungMil­itärisch­er Schutz von Maschi­nenLock-in, Stan­dard­zwang, Alter­na­tivlosigkeit

Maschi­nen­sturm ist kein Ereig­nis der Ver­gan­gen­heit.
Er ist eine wiederkehrende soziale Form.

Immer dort, wo Ord­nung sagt:
„So ist es jet­zt eben“,
entste­ht Maschi­nen­sturm.

Nicht als Wut.
Als Unter­schei­dung.

Nicht um Zukun­ft zu ver­hin­dern.
Son­dern um sie bewohn­bar zu hal­ten.

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster

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