Stadt der Ströme

Textsorte: Märchen, Drama
Arbeitsform: Dokumentation, Work in Progress
Anlass: Bibliothekswissenschaften, Architektur, Theaterwissenschaften haben wir immer wieder als Orte bezeichnet, in welcher wir am freisten über unsere Entwicklungen nachgedacht haben. Die Einladung an einen Bibliothekskongress auch darum eine besondere Freude. Zumal wir 2010 (ziemlich schmerzlich) rebell.tv vom Netz nehmen mussten und als Teil der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis mit der Freude beschenkt worden sind, eine «Entwicklung einer Pädagogik auf der Höhe der Zeit» zu formulieren.
TL;DR: – + ≠ #medienlǝsɥɔǝʍ ¯\_(ツ)_/¯ #DataLiteracy
Bildquelle: Vermutlich @hobohm
URL/Hashtag: http://www.stadt-der-stroeme.de/

Die Stadt Bozen baut eine Bibliothek. (aber bloss wegen dem studiensaal (September 2012 in den Bozener Nachrichten. Link funktioniert nicht mehr.) Der Trend war mir spätestens seit der Einladung zu http://www.stadt-der-stroeme.de/ bekannt.

(Doku: Stadt der Ströme – Statt der Ströme… der gelesene text als pdf)

Nach dieser Performance der Star-Wissenschaftlerin (Sasika Sassen, AdR.) nahm die Tagung tatsächlich (und ganz folgerichtig) performative, ja künstlerische Züge an. Stefan M. Seydel und Tina Piazzi wagten eine veritable Performance mit einer Lesung aus ihrem, den aktuellen gesellschaftlichen Wandel so klar auf den Punkt bringenden Werk “Die Form der Unruhe” [1. Piazzi, Tina; Seydel, Stefan M.: Die Form Der Unruhe. 2 Bde. – Hamburg: Junius, 2009-10. Vgl. meine Rezension in: Information. Wissenschaft und Praxis, 62 (2011),6–7, S. 324–325].  Das Internet als Stadt erfordert neue “Handlungsprinzipien zum Umgang mit Informationen auf der Höhe der Zeit“. Wie z.B. „Vergiss das Schaufenster. Kümmere dich um den Lagerraum“. Es geht in der aktuellen Zeit des digitalen Wandels nicht um den selbstdarstellerischen Diskurs, sondern um das Ausloten der neuen Möglichkeiten, die sich „im Material, nicht in den Fragen“ der alten Ordnung aufspüren lassen. Die mögliche Menge an präsentierbaren und analysierbaren Informationen ist so groß geworden, dass „auch die schnellsten Computer nicht mehr ausreichen, „alle nötigen Zusammenhänge in den Blick zu nehmen“. Künstlerische Irritation bleibt die einzige Möglichkeit des Nachdenkens über den clash der Welten.

Quelle: @hobhom (co.organisierender Professor des Kongresses in seinem eigenen Blog.)

Aber wenn die Sachlage so klar ist, warum dann nicht auch gleich konsequent reagieren. wie zb in Aarhus, DK: http://www.urbanmediaspace.dk/

Wir im http://gkd.ch/internat pflegen einen stillen Studiensaal in zwei Teilen «susurro» (flüstern) und «silentium» (stille). Ganz ohne Bücher. Die Bücher sind wo anders. Das geht nicht gegen die Bücher. es meint bloss:

lege first

ora, lege et labora? während der bekannte «Claim» der Benediktinier «ora et labora» in der regula benedicti so gar nie vor kommt, ist aber für Pater Bruno das Wort «lege» aus der Regula eben gerade zentral. (Das muss er mir noch einmal zeigen!) Wie auch immer:

lege, lat.  #gesetz

leggere, lat. schreiben

Zum sammelnden Haupteintrag: http://dissent.is/2013/09/30/auf-der-suche-nach-einer-benediktinischen-paedagogik-auf-der-hoehe-der-zeit-igkd-arbeitsstand-092013/

Eintrag in Arbeit

19.10.2020 (Aufräumen, verlorene Links geflickt, ergänzt)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019):
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Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialarbeiter, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Pendelte bis 2010 als Macher von rebell.tv zwölf Jahre zwischen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Ruhendes Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Ende 2018 entwickelte er in Zürich-Hottingen in vielen Live-Streams – u.a. in Zusammenarbeit mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz – den Workflow WikiDienstag.ch, publizierte während der Corona-Krise in der NZZ einen Text über Wikipedia, initiierte das #PaulWatzlawick-Festival 2020 und schreibt aktuell an: #DataLiteracy – Elemente einer Kulturform der Digitalisierung im Carl Auer Verlag, Heidelberg. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegründeten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträgen der FH St. Gallen, Gesundheitsdirektion Kanton St. Gallen, Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der EU aus einer Anstellung als Leiter Impuls- und Pilotinterventionen für die Aids-Hilfe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mitten in die Schweizer Alpen.


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