#Frag­Den­Ku­ra­tor micro­blog­ging zwi­schen mar­ke­ting & dra­ma­tur­gie. 2 fall­bei­spie­le #Tele­Gen #tu_shz3 + 1 hand­lungs­an­lei­tung

#fall­bei­spie­le

wie ein kom­mu­ni­ka­ti­ons­ap­pa­rat auf ein dis­tri­bu­ti­ons­ap­pa­rat redu­ziert wer­den konn­te? @radiotheorie

nein!nein!nein!
die­ser text ist nicht für dich!

NEIN.
bloss weil die­ser text so abge­legt ist, dass du die­sen fin­den konn­test, meint dies nicht, dass die­ser an dich gerich­tet ist. es gibt fan­ta­sti­sche grün­de, eige­ne noti­zen so (und nicht ganz anders) abzu­le­gen. aber das haben wir in «die form der unru­he», band 2, ver­lag juni­us ham­burg 2010 lang­sam und aus­führ­lich beschrie­ben.

 

NEIN.
wenn ich über micro­blog­ging nach­den­ke, zielt mein tun nicht dar­auf, mög­lichst gros­se auf­merk­sam­keit, mög­lichst gros­se reich­wei­te, mög­lichst lan­ge ver­weil­dau­er zu erzeu­gen. mich inter­es­sie­ren ganz ande­re her­aus­for­de­run­gen. aber das haben wir in «die form der unru­he», band 2, ver­lag juni­us ham­burg 2010 lang­sam und aus­führ­lich beschrie­ben.

 

NEIN.
das ist kei­ne publi­ka­ti­on. eine publi­ka­ti­on rich­te­te sich tüpi­scher­wei­se an ein (ziel)publikum. ein sol­ches ding wür­de dann – nach #Paul­Watz­la­wick – ein digi­ta­les ziel ver­fol­gen: fal­si­fi­ziert, zitiert, inklu­diert, gekauft wer­den. ich aber inter­es­sie­re mich um das fäno­men der «ana­lo­gen kom­mu­ni­ka­ti­on». ich gehe davon aus, dass es unter den bedin­gun­gen von #com­pu­ter – im gegen­satz zu den bedin­gun­gen von #buch­druck – gar kei­ne «öffent­lich­keit» mehr gibt. geben KANN! aber das haben wir in «die form der unru­he», band 2, ver­lag juni­us ham­burg 2010 lang­sam und aus­führ­lich beschrie­ben.

und tschüss!

der nut­zen von «fall­bei­spie­len»

sla­voj žižek erin­ner­te am 13. febru­ar 2016 @gessnerallee an eine situa­ti­on, wel­che wohl vie­le men­schen ken­nen. du sitzt mit einem suprRei­chen typen – oder ein­fach einem deut­lich wohl­ha­ben­de­ren freund als du selbst es bist – am tisch. ihr habt suprTeu­er geges­sen. und allen am tisch ist klar, wer bezah­len wird. selbst­ver­ständ­lich greifst auch du in dei­ne taschen. auch du legst geld oder kre­dit­kar­ten auf den tisch. und eine gan­ze wei­le geht das so nun hin und her. du weisst, dass er weiss. er weiss, dass du weisst. aber der anstand ver­langt es. die freund­lich­keit. die sitt­lich­keit.

wür­de uns jemand zuschau­en, wel­cher mit unse­ren kul­tu­ren nicht bekannt ist, wür­de mei­nen, dass die zwei per­so­nen mit­ein­an­der ver­han­deln, wer den nun bezah­len wür­de. wenn du aber teil der kul­tur bist, kennst du das spiel. und es käme dir nie – ich mei­ne: nie. ich mei­ne: GAR NIE. in den sinn – die­ses selt­sa­me spiel zu expli­zie­ren.

übri­gens: «der kai­ser ist nackt.» ein hüb­sches mär­chen, mit ganz ähn­li­chem bedeu­tungs­in­halt. wie auch immer. es geht dar­um, zu erzäh­len, dass wir um ganz vie­le situa­tio­nen wis­sen, in wel­chen alle betei­lig­ten wis­sen, dass jetzt ein spiel gespielt wird. und alle tun so, als wüss­ten sie es nicht. selbst wenn du sie fra­gen wür­dest, wür­den sie sagen, dass sie es nicht wüss­ten. und immer so wei­ter.

seit die elek­tri­zi­tät in die kom­mu­ni­ka­ti­on gefah­ren ist – und das ist schon ziem­lich lan­ge her – hat sich etwas sehr grund­le­gen­des geän­dert. etwas der­art grund­le­gen­des, dass sich ein­fach alles – und das ist immer­hin ziem­lich viel – ändern muss. natür­lich brau­chen men­schen wei­ter­hin luft zum atmen. was­ser zum trin­ken. alle paar stun­den ein paar stun­den schlaf. es wer­den kin­der gebo­ren. essen gekocht. häu­ser gebaut. es schaut fast so aus, als wür­de sich nichts ändern. es fühlt sich an, als konn­te sich auch gar nichts ändern. aber wenn du noch ein­mal hin­schaust: «und sie­he, es ist anders.»

mir geht in die­ser samm­lung dar­um, klei­ne bei­spie­le zu sam­meln. rund ums the­ma «micro­blog­ging». ich ver­su­che dabei zu zei­gen – mir selbst zu zei­gen! – wie ich es mache. wor­auf ich gucke. was ich beob­ach­te. mit die­ser «induk­ti­ven metho­de» möch­te ich via ein­zel­fäl­len und ver­glei­chen von ein­zel­nen fäl­len klar­heit schaf­fen. mir selbst ein set von wör­tern, begrif­fen, kon­zep­ten ent­wickeln, wel­che mir hel­fen sol­len, mein tun syste­ma­ti­scher zu tun und es beob­ach­ten­den ein­fa­cher machen, mich zu beob­ach­ten. weil ich mir – und damit ande­ren – zei­ge, was ich sehe. und sie mehr zei­gen kön­nen, was sie sehen… (irgend­wie­so?)

#Frag­Den­Ku­ra­tor

in DIE FORM DER UNRU­HE (band 2) haben wir uns – ja. ich mei­ne damit: «nicht ich allei­ne mit allen von mir»! – ins­be­son­de­re mit jour­na­lis­mus beschäf­tigt. das hat­te öko­no­mi­sche grün­de. um unse­rem sen­sa­tio­nal­len angel-invest­ment eine mög­lich­keit für die mög­lich­keit zu einem nach­fol­gen­den ven­ture-capi­tal ein­zu­hau­chen, ver­such­ten wir unse­re über­le­gun­gen zum UMGANG MIT INFOR­MA­TI­ON AUF DER HöHE DER ZEIT am bei­spiel von #schur­na­lism durch­zu­spie­len und zu kon­kre­ti­sie­ren. wir dach­ten, dass die kul­tur- und kunst­ber­ses­se­nen ver­le­ger (jaja: wir dach­ten an hub­si bur­da oder micha­el rin­gier, von bazon brock an die für­sorg­li­che hand genom­men) am ehe­sten erah­nen könn­ten, welch mas­si­ves pro­blem durch die umstel­lung VOM BUCH­DRUCK ZUM COM­PU­TER (niklas luh­mann, dirk baecker, maren leh­mann etc.) auf sie ein­don­nert. und dass die­se an unse­rem WORK­FLOW inter­es­se zei­gen wür­den. sie haben sich inter­es­siert. und wie. sie bau­en mit höchst­druck ihre unter­neh­men um. zu unter­hal­tungs­kon­zer­nen. zum bei­spiel. (ach, ja… wo war ich? ach ja! also:) wir haben uns dra­ma­tisch getäuscht. und gin­gen ins klo­ster. zu jenen, wel­che medi­en­re­vo­lu­ti­on rea­li­siert hat­ten. VON SPRA­CHE ZU SCHRIFT. was heisst da «schrift». zur umstand­los zur HEI­LI­GEN SCHRIFT. kurz­um. der aus­flug war inspi­rie­rend. (aber davon spä­ter – wei­ter unten! – mehr.)

wenn ich nach 6 jah­ren unter­tau­chen wie­der hoff­nung schöp­fe, dass die zeit gün­sti­ger sein könn­te für ein revi­val der ansät­ze, dann set­ze ich die­ses mal an einem ande­ren punkt an. wäh­rend rebell.tv waren auf­fäl­li­ger­wei­se insb. drei fel­der für uns immer wie­der am inspi­rie­rend­sten:

  • ARCHI­TEK­TUR: es geht um (sozia­len) raum!raum!raum.

  • THEA­TER: es geht um die insze­nie­rung von sinn durch wider­sinn.

  • BIBLIO­THEKS­WIS­SEN­SCHAF­TEN: es geht um das pro­blem des her­stel­lens von ord­nung in kom­ple­xen ver­hält­nis­sen.

ver­mut­lich wer­de ich die liste von bei­spie­len hier, ent­lang die­ser drei «fel­der» aus­bau­en. begin­nen will ich aber mit dem auf­fäl­li­gen hash­tag #Frag­Den­Ku­ra­tor. die­sen habe ich ken­nen­ge­lernt, wie wir frisch aus den ber­gen zurück in zürich ange­kom­men sind und ich mich neu ori­en­tier­te. ich sah den hash­tag zum ersten mal im muse­um riet­berg. ein hash­tag, ange­sie­delt zwi­schen mar­ke­ting und kunst­ver­mitt­lung. also AN DEN RäN­DERN DER KUNST. das scheint mir ein sehr inter­es­san­ter ort zu sein. frei­lich aus­schliess­lich aus öko­no­mi­schen grün­den. kul­tur und kunst wird – sogar in der selbst­be­schrei­bung(!) – als «indu­strie» beschrie­ben.

NEIN.
ich habe nix gegen mar­ke­ting. es inter­es­siert mich ein­fach nicht. ich habe ver­ständ­nis für wer­bung. (ver­ste­hen zu ent­wickeln, ist ver­mut­lich die ker­nig­ste kern­kom­pe­tenz von #SOZI­AL­AR­BEIT.) pro­duk­te her­zu­stel­len und zu ver­kau­fen bedingt, dass ande­re wis­sen, dass es die­ses pro­dukt gibt und das süch­ti­ge gefühl ent­wickeln, die­ses ding haben zu wol­len. für sozi­al­ar­beit ist sol­ches ein höchst inti­mes, bekann­tes, gut erforsch­stes pro­blem. das GOOG­LE ART PRO­JECT nimmt sich die­ser the­ma­tik innigst an. und wir kön­nen uns leicht ima­gi­nie­ren, in wel­che UBER­flüs­sig­keit ein muse­um schon bald getrie­ben wird und wei­ter­hin inten­sivst in die schon heu­te film­ba­re «kir­chen­er­satz­funk­ti­on» inve­stie­ren wird. wäh­rend sich die kul­tur­in­du­strie inten­siv mit der ver­än­de­rung von indu­stri­el­len ver­hält­nis­sen beschäf­tigt, scheint sie selbst aber reich­lich blind gegen­über ihrer eige­nen «indu­strie» zu sein. (aber auch das inter­es­siert mich nicht.) was mich inter­es­siert ist die unter­schei­dung im arbeits­pro­zess von «DRAMATURGIE>MARKETING< für das mar­ke­ting habe ich hier kei­ne hin­wei­se. wie mar­ke­ting gemacht wird, weiss jedes kind. JUST DO IT. aber wenn es dar­um geht, wie SOCI­AL MEDIA und das sub­ver­si­ve­re MICRO­BLOG­GING in die gan­ze – ich mei­ne: die gan­ze (das ist ziem­lich viel!) – pro­duk­ti­on von pro­duk­ten in der kul­tur­in­du­strie ein­greif­fen wird… ähm.. also… das inter­es­siert mich sen­sa­tio­nell. ich gehe davon aus – und bei­spie­le sind ja schon da – wer­den in die­sem kon­text labo­ra­to­ri­en grös­se­ren stils nötig wer­den, um ECHO­RAUM zu erhal­ten… will sagen…

(WORK IN PRO­GRESS – ReL­OAD ;-)
stand/letzte spei­che­rung: 18.2.2016, 17:17h

original

TEIL 1

a) fall­bei­spiel #tu_shz3

b) fall­bei­spiel #Tele­Gen

c) fall­bei­spiel 3 @G_der_Gegenwart

d) fallbspiel 4 #DADA­afri­ka

über 12 stun­den nach der ver­nis­sa­ge der vier­ten gros­sen #DADA aus­stel­lung im 100 jah­re jubi­lä­ums­jahr, gibt es nur 3 tweets von 3 accounts wel­che nicht von mir abge­setzt wor­den sind.

even­tu­ell wei­te­re bei­spie­le:

e) fall­bei­spiel 5 @hek_basel

f) fall­bei­spiel 6 #swiss­pro­pa­gan­da

g) fall­bei­spiel 7 rafa­el ball (1968kritik 21)

h) fall­bei­spiel 8 #crea­ti­ve­week

TEIL 2

meta-kom­mu­ni­ka­ti­on

(auf­fäl­li­ges, was mir auf­fällt)
(was wir vom barock ler­nen könn­ten)
(das bild. der rah­men. die schnör­kel)

TEIL 3

hand­lungs­an­lei­tung

(kunst, wis­sen­schaft, kri­tik)
(kon­tin­genz, impe­ra­tiv des mit­den­kens des unter­schie­de­nen, medi­en­wech­sel)

«ANALOG>DIGITAL<

(paul watz­la­wick, niklas luh­mann, dirk baecker, maren leh­mann)
(spra­che, schrift, buch­druck, com­pu­ter)
(#kon­tin­genz­af­fir­ma­ti­on)
(count23, kon­stel­la­to­ri­sche kom­mu­ni­ka­ti­on)

«DIALOG>DISKURS<

 #Count23

(kon­stel­la­to­rik, kom­mu­ni­ka­ti­on mit prin­zi­pi­el­le abwe­sen­dem…)

TEIL 4

(abschluss, links, ver­wei­se, über den autor)

ANHANG

viel­leicht lies­se sich hier noch ein wei­te­res fall­bei­spiel ent­wickeln… da beginnt eine grup­pe von wissenschafter!nnen ein blog… umgeht also ihre tra­di­tio­nel­le #form des publi­zie­rens. etwas zwi­schen «paper» und «press». sie nut­zen also – nach 20 jah­ren weh!weh!weh! die selbst­ver­ständ­li­che mög­lich­keit, ganz anders zu kommun­zie­ren. gleich­zei­tig hal­ten sie fix an ihren begrif­fen (und den damit ver­bun­de­nen vor­stel­lun­gen) fest. insb. der begriff der «öffent­lich­keit» ken­nen sie unir­ri­tiert…

#kon­tin­genz­HY­PERaf­fir­ma­ti­on

even­tu­el­le wei­te­re bei­spie­le

archiv

#mist

sta­ti­stik

abspann

bonus

die ein­zel­nen tweets


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