ana­lo­ge uräng­ste in einer digi­ta­len welt #Paul­Watz­la­wick #digi­ta­li­sie­rung

hier gings spä­ter wei­ter

digi­tal. ana­log. kom­plex.

es geht schon. von #digi­ta­li­sie­rung zu reden. es geht bloss nicht mehr…

a) es geht schon:

digi­ta­li­sie­rung meint bei den elek­tri­kern, dass ein ana­lo­ges irgend­et­was über­setzt wird in digi­ta­les irgend­et­was. gran­dio­ser­wei­se spre­chen die­se tech­ni­ker bei die­sem über­set­zungs­vor­gang offen­bar von «auf­lö­sung». und sie kom­men (wun­der­ba­rer­wei­se) auf prä­zis drei dimen­sio­nen (hal­lel­uh­ja. #Count23 ;-)

Die Auf­lö­sung kann sich hier auf ver­schie­de­ne Dimen­sio­nen bezie­hen:

  • den Signal­pe­gel, d. h. die Abstu­fung der Inten­si­tät der Grö­ße (z. B. die Farb­tie­fe oder Laut­stär­ke),
  • den räum­li­chen Abstand (z. B. die Bild­auf­lö­sung) oder
  • den zeit­li­chen Abstand (die Abtast­ra­te).

will sagen: wenn ich hier huste – oder einen schö­nen satz sage. zum bei­spiel: «ich lie­be dich!» – spielt das für das mikro­fon null rol­le. mein ana­lo­ges geräusch wird über­setzt – oder eben: auf­ge­löst! – in eine (jaja: ich kür­ze ab!) rei­he von nul­len und ein­sen. mein com­pu­ter jagt die­ses auf­ge­lö­stes irgend­was mit licht­ge­schwin­dig­keit durchs glas­fa­ser­ka­bel, wel­che prä­zis – oh wun­der! – bei dem von mir gewünsch­ten ande­ren com­pu­ter «ver­stan­den», über­setzt und das eben auf­ge­lö­ste nun wie­der­um gerin­nen lässt. zu einem für ein mensch­li­ches ohr, an- und umschlos­sen von  einem kopf­hö­rer – natür­lich von senn­hei­ser – zu einem für wahr nehm­ba­ren geräusch macht.

 

wenn heu­te die inhalt­li­chen abfül­ler von #mas­sen­me­di­en (sie nen­nen es jour­na­lis­mus!) – und die in ihrem sub­or­di­nier­ten ver­hält­nis ste­hen­den schlau­mei­er  (sie nen­nen es wis­sen­schaft!) – pau­sen­los die zei­chen­ket­te #digi­ta­li­sie­rung durch den äther pres­sen, dann neh­men sie auf einen dra­ma­ti­schen umbau bezug:

 

immer mehr wird com­pu­ter­ver­mit­telt kommun­ziert.

nicht nur wir men­schen, schrei­ben nicht mehr brie­fe. las­sen also unse­re gedan­ken nicht mehr über tin­te in papier ein­trop­fen und von schnau­ben­den pfer­den durchs land zie­hen. nein. wir tip­pen eMails. aber jetzt machen das eben auch maschi­nen so. den­ken wir an ein auto. eine ente. von citro­en. zum bei­spiel. da reden maschi­nen noch mit maschi­nen. dar­um braucht das teil so viel öl. und dann den­ken wir an einen tes­la. da kommun­zie­ren com­pu­ter mit ande­ren com­pu­tern. und die tau­schen sich aus und ent­schei­den dann, was die an ihnen jeweils ange­schlos­se­nen ein­zel­tei­le machen sol­len. dar­um braucht das teil so viel strom. und  jetzt kommt noch etwas drit­tes (sic!) hin­zu: daten­ban­ken. all das kommun­zier­te kann in dem auf­ge­lö­sten zustand zusätz­lich anders­wo abge­spei­chert wer­den. auf sol­che daten­samm­lun­gen grei­fen wie­der­um com­pu­ter zu. und die beob­ach­ten. wie auch men­schen es lie­ben zu beob­ach­ten. und die com­pu­ter ler­nen. wie auch men­schen es lie­ben zu ler­nen. will sagen: DU MUSST MIT ALLEM RECH­NEN. eine uralte devi­se. die­se hat prof. dr. maren leh­mann erzählt. der traum der auf­klä­rung hat sich trau­ma­tisch auf­ge­klärt. dar­um:

 

was kommun­ziert, wird auf­ge­löst.

vom ana­lo­gen ins digi­ta­le. dafür gibt es prä­zis zwei zustän­de. ein und aus. eins und null. die­se geschich­te hat sadie plant erzählt. dar­um: ein (frü­her noch sicht­ba­re) modem zwi­schen mensch und com­pu­ter modu­liert und demo­du­liert. löst auf und lässt gerin­nen. baut auf und demo­liert. das wirkt auf vie­le men­schen demo­ra­li­sie­rend. und ande­re baut es auf. will sagen: doch­doch. von digi­ta­li­sie­rung kann schon so gere­det wer­den. es geht schon.

 

b) es geht bloss grad gar nicht mehr.

 

paul watz­la­wick hat die wör­ter ana­log und digi­tal für uns sozi­al­ar­bei­ter – das sind arbei­ter am sozia­len, sagt ja schon das wort – ganz anders defi­niert. bevor #schur­na­lism das wort #digi­ta­li­sie­rung zu hyper­ven­ti­lie­ren begon­nen hat. die unter­schei­dung ist ganz ein­fach:

 

#Paul­Watz­la­wick «analog>digital<

  • digi­tal ist ein­deu­tig, klar, prä­zis.

  • ana­log ist mehr­deu­tig, offen, ambi­gue.

um ein bei­spiel zu machen: jour­na­li­sten ken­nen die­se unter­schei­dung auch. sie unter­schei­den «geschlos­se­ne» und «offe­ne» fra­gen. auf geschlos­se­ne fra­gen gibts nur zwei arten der ant­wort: ja oder nein. («ein biss­chen schwan­ger geht nicht.») bei offe­nen fra­gen, wird es kom­pli­ziert. nein. eben: kom­plex!

 

dirk baecker in ausgangspunkte_theorie_digitalisierung (pdf | kon­text: zum ein­trag im zet­tel­ka­sten) im anschluss an Watz­la­wick, Bea­vin, Jack­son (1969):

https://twitter.com/sms2sms/status/763999971704135681 

uräng­ste. ana­lo­ge.

vor­be­rei­tun­gen auf unse­ren bei­trag:

war­um @PaulWatzlawick get­wit­tert hät­te? – wir wer­den es erklä­ren :-)

wie es hier wei­ter­ge­hen wür­de? mit #kon­tin­genz (ein ander mal ;-)

#VOR­FREU­DE


Ein Kommentar für “ana­lo­ge uräng­ste in einer digi­ta­len welt #Paul­Watz­la­wick #digi­ta­li­sie­rung

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