#DataLiteracy – Eine (andere) Definition

[Textsorte: Traum, Blitz, Bekenntnis]
Arbeitsform: Listenbildung, Work in Progress
Anlass:
TL;DR:

Glossar: meta.wikimedia.org/wiki/Dienstag/Glossar

Aktuell arbeiten wir an einer Publikation mit dem Arbeitstitel:

#DataLiteracy – Elemente einer Kulturform der #Digitalisierung

Es ist auch ein Versuch, einigen häufig genutzten Zeichenketten eine Bedeutung zuzuschreiben, welche diese so noch nicht haben. Wir würden diese Wörter zu den Neologismen zählen wollen.

Digitalisierung ist so ein Wort, was ständig im Mund geführt wird. Und wie ein Hammer funktioniert. Dagegen anzukommen ist schwierig. Wir schlagen vor, Digitalisierung nur als Titel für die Vierte Industrielle Revolution zuzulassen und ansonsten möglichst zu meiden.

Der Gewinn liegt darin, dass wir mit diesem weitläufig genutzten Narrativ der Industriellen Revolutionen eine Geschichte erzählen können. Die gewaltig mächtig gewordene Idee, dass wir uns die Welt als eine riesige Maschine vorstellen. Wir konzentrieren uns auf lineare, kausale, deterministische Abläufe und bauen Maschinen, Motoren, Automaten.

< Kompliziertheit
1 Mechanisierung
2 Motorisierung
3 Automatisierung
4 Digitalisierung
> Komplexität

Der Fokus rückt durch diese Definition von einem Wandel der Welterschliessung von Kompliziertheit zu Komplexität. Digitalisierung verlangt, dass wir von Komplexität aus gehen müssen.

Auch die Worte Elemente – ein Verweis auf Mathematik – oder Kulturform (Form und Kultur) sind sehr bewusst gewählt. Hier soll es nun aber noch um eine Notiz rund den Begriff der Alphabetisierung gehen:

Alphabetisierung – Literacy.

Alphabetisierung meinte schon unter Neuzeit, Aufklärung, Moderne nicht nur das Alphabeth der geschriebenen Sprache. Es bezeichnete viel mehr eine Reihe von «Kulturtechniken», welche den einzelnen Menschen Befähigen sollte, Teilhabe an der Mitgestaltung von Gesellschaft zu erhalten.

Lesen. Schreiben. Rechnen. Stillstitzen. Gehorchen. (So?)

Das wir den Fokus auf DataLiteracy legen, soll ein Verweis darauf sein, dass

  1. Daten das Potenzial in sich tragen zu Informationen verbunden und zu Wissen verarbeitet werden können.
  2. es darum geht, die Beobachtung auf Zusammenhänge, Korrelationen, Konstellationen zu bringen.
  3. gelernt werden muss, mit Komplexität einen umgang zu finden.

Der Wechsel könnte so beschrieben werden:

NEGATIV

  • post-heroisch
  • post-demokratisch
  • post-kapitalistisch
  • anti-disziplinär

POSITIV

  • kollaborativ, kooperativ, inklusiv ()(
  • anarchisch, xerokratisch
  • produsing, cocreative, shareeconomy, longtail, access
  • free data, free information, free knowledge
  • #OpenScience
  • #NextSociety

Thread:

(…)

user:sms2sms in #ZuercherFestspiel1901 (2019) sms2sms:
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Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialarbeiter, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Bis 2010 Macher von rebell.tv. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Ruhendes Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Sommer 2014 lebt und arbeitet er in Zürich: #dfdu.org AG, Konstellatorische Kommunikation. (Entwicklung von Pilot und Impulsprojekten, gegründet 1997 mit Tina Piazzi.)


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