Wie­der wie Neu bei Wiki­pe­dia? – Alles was du Wis­sen musst… #how2manuals

[Text­sor­te: Memo]
Arbeits­form: Doku­men­ta­ti­on, Listen­bil­dung, Work in Pro­gress
Anlass: #Wiki­Ate­lier vom 3. Mai 2020
TL;DR: In weni­gen Schrit­ten zum Wie­der­Neu­Ein­stieg – Ver­zeich­nis aller #how2manuals

Die­sen Ein­trag ist mei­ne per­sön­lich Vor­be­rei­tung für einen Input im #Wiki­Ate­lier vom 3. Mai 2020: Arbeits­grup­pe 2.

War­um ich #how2manuals baue?

How to do #how2manuals?

(1) TEASER (10 sec)
Die­se Fra­ge, die­ses Pro­blem, die­se Her­aus­for­de­rung will ich beant­wor­ten.

(2) CLAIM (3 sec)
#1minWikipedia

(3) STO­RY (40 sec)
Ich beant­wor­te die Fra­ge «induk­tiv» – vom spe­zi­el­len Bei­spiel aus zum All­ge­mei­ne­ren kom­mend.

(4) END (7 sec)
Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

(5) Hoch­la­den, Tag­gen mit #1MinWikipedia und ein­tra­gen bei: https://meta.wikimedia.org/wiki/Dienstag/how2manuals

Mit­ein­an­der reden in Video­kon­fe­renz – Die wich­tig­sten Hand­zei­chen:

Wie in der Arbeit mit Gross­grup­pen, haben sich auch auch in Video­kon­fe­ren­zen bestimm­te Hand­zei­chen bewährt: Das sind die wich­tig­sten:

Wenn du in eine Video­kon­fe­renz mit ganz vie­len Teil­neh­men­den kommst:
1: Kame­ra ein­stel­len, Mikro­fon nur dann ein­stel­len, wenn du das Wort bekommst.
2. Wenn du eine Klä­rungs­fra­ge hast: Zei­ge den Zei­ge­fin­ger
3. Wenn du einen Wort­bei­trag hast: Zei­ge die Hand­flä­che
4. Wenn jemand zu lan­ge redet: Mach vor­wärts
5. Komm zum Punkt
6. Jetzt genügts
7. Wow! Toll! Dan­ke!

Jeder Ein­trag auf Wiki­pe­dia (Lem­ma) hat eine «Vor­der­sei­te» und eine «Rück­sei­te» (Dis­kus­si­on­sei­te), sowie eine Ver­si­ons­ge­schich­te.

Ein Ein­trag in der Wiki­pe­dia ver­än­dert sich stän­dig. Und das ist gut so.

Unter­schei­de die «Vor­der­sei­te eines Ein­trags» bei Wiki­pe­dia zur Dis­kus­si­ons­sei­te und der Ver­si­ons­ge­schich­te.

Wenn du neu bei Wiki­pe­dia mit­ar­bei­ten und du eine grös­se­re Ver­än­de­rung in einem Ein­trag machen willst, ände­re das nicht ein­fach auf der Vor­der­sei­te. Frag zuerst auf der Dis­kus­si­ons­sei­te ob eine sol­che Anpas­sung ok wäre. Wenn du nach 3 Tagen nichts hörst, trag es ein.

Wie sich ein Ein­trag ver­än­dert, kannst du in der Ver­si­ons­ge­schich­te dir anzei­gen las­sen. Es gibt auch eine gra­fi­sche Dar­stel­lung davon. (Das zei­ge ich in die­sem ersten Übungs­schnipp­sel aber nicht. Du wirst es fin­den. Suche nach einem Icon, was aus­sieht wie eine Pin-Nadel ;-)

Was sind Kol­la­bo­ra­ti­ve Schreib­sy­ste­me? Und war­um wer­den die nach 500 Jah­ren wie­der so wich­tig?

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Du hast frü­her schon ein­mal bei Wiki­pe­dia mit­ge­ar­bei­tet und möch­test damit wie­der anfan­gen? – Dar­auf musst du ach­ten:

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Du willst ab jetzt Wiki­pe­dia nicht nur nut­zen, son­dern beim her­stel­len mit­wir­ken? (from: «Using» to: «Pro­dU­sing») – Dar­auf musst du ach­ten:

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Wenn du einen eige­nen Account bei Wiki­pe­dia hast, hat das vie­le Vor­tei­le. Das sind die drei Wich­tig­sten:

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Wiki­pe­dia hat kei­ne Regeln. Aber Prin­zi­pi­en. – Das sind die Wich­tig­sten:

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Defi­ni­ti­on 1/2 #Smart­Set­ting

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Defi­ni­ti­on 2/2 #Com­mu­ni­ty­Ca­re

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Tip 1/3: WP:GVGAA Geh von guten Absich­ten aus.

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Tip 2/3: WP:KPA Kei­ne per­sön­li­chen Angrif­fe

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Tip 3/3: Die Pyra­mi­de #how2disagree

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Vor­la­ge

(1) TEASER
(2) #1minWikipedia
(3) STO­RY
(4) Das war «1 minu­te wiki­pe­dia» von user:sms2sms

Was ist der Unter­schied zwi­schen #Open «Offen» und #Free «Frei»?

Das zwei­te Erklär­vi­deo zu «Free» ist nicht auf dem aktu­ell­sten Stand. (Vergl. Aus­füh­run­gen unten.)

2001 hat W3C um Tim Ber­ners-Lee #Open defi­niert. Die letz­ten zwei Jahr­zehn­te wur­den aber für ganz ande­res genutzt. Die #Coro­na­Kri­se zeigt grad das gan­ze Elend die­ser ver­pass­ten Jah­re. Was wäre eigent­lich ein #Ser­vice­Pu­blic auf der Höhe der Zeit? Wir arbei­ten inten­siv an die­sem The­ma:

Heu­te ist #Open ein Syn­onym für «Gut» gewor­den. Offen ist bes­ser als Clo­sed, Gated, App­lied. Wir aus den «Kol­la­bo­ra­ti­ven Schreib­sy­ste­men» der Wiki­me­dia-Foun­da­ti­on, wol­len aber nicht nur etwas frei zugäng­lich im Inter­netz haben, wir ver­lan­gen eine «Infor­ma­tio­nel­le All­men­de». Das nen­nen wir «Frei». Dar­um heisst Wiki­pe­dia auch «The Free Enzy­klo­pe­dia». Wir wol­len «Freie Daten», «Freie Infor­ma­ti­on», «Frei­es Wis­sen». WikiDienstag.ch arbei­tet in Anleh­nung und Wei­ter­füh­rung von «5 Star Open», an einer Serie «5 Cross Free». Den aktu­ell­sten Stand der Tabel­le fin­dest du im Glos­sar. Mit ande­ren Wor­ten: Das zwei­te Erklär­vi­deo zu «Free» ist nicht auf dem aktu­ell­sten Stand.

WIKI­PE­DIA IS NOT PAPER

Vor­be­rei­tun­gen auf #Wiki­Ate­lier #Sprint46 im März 2020

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Syn­chro­ne, Video-ver­mit­tel­te Mee­tings

Guten Mor­gen zum #Wiki­Ate­lier. Das ist kein Work­Shop – es gibt hier nichts zu shop­pen. Wir gestal­ten eine Umge­bung, wel­che es erlaubt, dass wir syn­chron mit andern zusam­men – wel­che an ganz unter­schied­li­chen Orten leben und arbei­ten – an unse­ren per­sön­li­chen Fra­gen arbei­ten.

Weni­ges noch bevor der offi­zi­el­len Begrüs­sung:
- Mein Name ist Ste­fan M. Sey­del, sms, oder user:sms2sms – es freut mich, dass ich hier mode­ra­tiv durch den Tag beglei­ten darf.
- Beden­ke, dass ande­re Fotos von unse­rem Set­ting machen könn­ten und die­se auf Soci­al­Me­dia mit dem Has­thag #Wiki­Ate­lier tei­len. Wenn du das nicht willst, musst du die Kame­ra jetzt abstel­len.
- Wenn jemand den Stream auf­nimmt, um die­sen danach bei­spiels­wei­se auf You­tube als Doku zur Ver­fü­gung stel­len: bit­te sage dies vor­gän­gig und fra­ge in dei­ner Grup­pe, ob das für alle ok ist.
- Es macht Sinn, dass du bereits jetzt den Chat geöff­net hast. Du fin­dest den But­ton dazu am unte­ren Bild­schirm­rand. Du kannst dort ein­tra­gen, wenn es zu Irri­ta­tio­nen, Fra­gen, Hin­wei­se kommt.
- Jetzt freue ich mich, Sil­va­na Koh­ler vom GZ Bach­wie­sen das Wort über­ge­ben zu dür­fen.
(…)
- Lan­tus von WMCH beglei­tet den Auf­bau von WikiDienstag.ch von Beginn weg. Er hat es nicht leicht mit mir. Umso­mehr freue ich mich, dass wir auch heu­te wie­der­um einen näch­sten Tag mit­ein­an­der gestal­ten dür­fen. Er stellt uns weit mehr als die­se Umge­bung von Zoom hier zur Ver­fü­gung.
(…)
- Ohne Micha­el Grüeb­ler gäbe es WikiDienstag.ch nicht. Er ist der aktu­el­le Amts­chef von Sta­ti­stik Stadt Zürich. Die Sta­ti­sti­schen Ämter sind zu offen­si­ven Trei­bern der Open-Bewe­gung aus der Ver­wal­tun­gen her­aus gewor­den. Durch alle Hier­ar­chie­stu­fen hin­durch, wird die­ses Anlie­gen beför­dert. User:GrandGrue – wie er inner­halb von Wiki­pe­dia sei­ne Edits kenn­zeich­net – ist aber einer der weni­gen, wel­che sich nicht nur für #Open­Da­ta, son­dern eben auch für das für uns Wiki­pe­dia­nern­den so wich­ti­ge #Free­Da­ta (freie Daten, freie Infor­ma­ti­on, frei­es Wis­sen) enga­giert. Ganz herz­li­chen Dank, Micha­el Grüeb­ler, dass du heu­te den Tag mit uns gestal­test:
(…)
Wie du aus dem Arbeits­pro­gramm siehst, folgt jetzt eine kur­ze Sequenz zu den Arbeits­wei­sen, bevor Lan­tus und ich dir die 5 Arbeits­grup­pen vor­stel­len. Wenn dich das nicht inter­es­siert, ab 10:50h wird dich Lan­tus in Arbeits­grup­pen auf­tei­len. Du hast ja das Tages­pro­gramm.

Ein­füh­rung in Prin­zi­pi­en:

«Wiki­pe­dia is not Paper»
- das ist eine der älte­sten Fest­stel­lun­gen, wel­che wir von Beginn weg des Pro­jek­tes – seit 2001 – gebets­müh­len­ar­tig wie­der­ho­len. «Wir brau­chen kein näch­stes Chat­fo­rum.» Wir woll­ten eine Enzy­klo­pä­die bau­en aus frei­en Inhal­ten, zum frei­en Gebrauch, an wel­cher alle – ALLE – alle, wel­che kom­mu­ni­zie­ren kön­nen mit­wir­ken kön­nen. Dafür kämp­fen wir bis heu­te. Und der ganz gros­se Trei­ber in die­sem Anlie­gen ist seit 2012 Wiki­da­ta. Dazu arbei­ten wir heu­te in Arbeits­grup­pe 5.

Wenn das was wir hier tun, etwas ande­res ist – als PAPIER -, was ist es dann?

Der Nach­teil die­ser Video­kon­fe­renz ist, dass es so aus­se­hen könn­te, als wäre es das glei­che, wie wenn wir uns in einem phy­si­schen Raum tref­fen wür­den. Bloss etwas schlech­ter, mit vie­len tech­ni­schen Pro­ble­men und unter PER­MANT RECORD. Gleich­zei­tig erle­ben wir, dass die­ses ver­teilt-sein, die­ses gewon­ne­ne Distanz, die­sen Abstand gewis­ses Wis­sen ledig­lich ver­deut­li­chen, sicht­ba­rer, erleb­ba­rer machen: Und genau in die­sem Loch, was sich da Auf­tut, liegt die Her­aus­for­de­run­gen, die Sor­ge, die Chan­cen.

Schluss: Dar­über habe ich ver­sucht in mei­nem Text in der NZZ zu spre­chen. (Der Text in mei­nem Blog.)

Ich will für den Ein­stieg 3 Tipps und 2 Defi­ni­tio­nen machen.

Zuerst aber: Auf glo­ba­lem Level kämp­fen wir dar­um, dass Wiki­pe­dia kei­ne «Regeln» hat. Wir beschrei­ben «Hal­tun­gen», «Prin­zi­pi­en». Der wich­tig­ste Tipp bleibt also: IGNO­RE ALL RULES. WP:IGNORE – Sei Mutig. Nicht über­mü­tig. Aber mutig. Du kannst hier nichts kaputt­ma­chen.

Wich­tig ist aber, dass du weisst, was du willst, was dich inter­es­siert, auch für heu­te: Wir bie­ten dir nichts an, was du kon­su­mie­ren kannst. Du bist hier in einer Umge­bung, wo kol­la­bo­ra­tiv an einer «infor­ma­tio­nel­len All­men­de» gear­bei­tet wird.

Arbei­ten in einer Video­kon­fe­renz:

Wenn du in eine Video­kon­fe­renz mit ganz vie­len Teil­neh­men­den kommst:
1: Kame­ra ein­stel­len, Mikro­fon nur dann ein­stel­len, wenn du das Wort bekommst.
2. Wenn du eine Klä­rungs­fra­ge hast: Zei­ge den Zei­ge­fin­ger
3. Wenn du einen Wort­bei­trag hast: Zei­ge die Hand­flä­che
4. Wenn jemand zu lan­ge redet: Mach vor­wärts
5. Komm zum Punkt
6. Jetzt genügts
7. Wow! Toll! Dan­ke!

3 Tipps:

  1. WP:GVGAA
  2. WP:KPA
  3. #how2disagree

Kanal-redu­zier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on – also wenn du nur so ein paar Zei­chen auf dei­nem Screen zuge­jagt bekommst – lässt unglaub­lich viel Inter­pre­ta­ti­on zu. Die Art, wie du reagierst, sagt – mit jeder Garan­tie – mehr dar­über aus, was du für wahr nimmst, als dar­über, was gemeint wor­den ist. Dar­um: Geh von guten Absich­ten aus. Wun­de­re dich. Fra­ge nach. Und: Ver­zich­te, wo immer es geht – das geht nicht immer! – auf per­sön­li­che Angrif­fe.

Wir bau­en an einer Enzy­klo­pä­die. Das ist distan­ziert, das ist unauf­ge­regt, das ist ohne Enga­ge­ment, das Ergeb­niss soll «absti­nent» sein und eine WP:NPOV ermög­li­chen. Und hier üben wir, was Men­schen üben, seit wir wis­sen, dass es Men­schen gibt: How to Dis­agree. Wir wol­len etwas mit ande­ren gemein­sam tun. Und wir sind ein­ver­stan­den damit, dass wir nicht ein­ver­stan­den sind mit­ein­an­der. Das ist kei­ne Schwä­che, son­dern die Quel­le für Kri­tik. Und dar­um geht es uns hier: Wir expli­zie­ren impli­zi­tes und set­zen es scho­nungs­los aus. Eben: Weil wir wis­sen, dass wir blin­de Flecken haben und es uns rei­cher macht, wenn wir uns ver­schen­ken.

2 Defi­ni­ti­on

#Smart­Set­ting + #Com­mu­ni­ty­Ca­re
https://meta.wikimedia.org/wiki/Dienstag/Glossar

Für heu­te ist dar­aus viel­leicht bloss wich­tig:

Der domi­nan­te Zugang ist nicht der Video-Stream. Was zählt ist ein­zig und allein, was in Wiki­da­ta, Wiki­pe­dia, meta.wikimedia.org – oder heu­te auch noch ins Arbeits­do­ku­ment in Goog­le­Docs ein­ge­tra­gen wird.

Wir unter­schei­den alles was wir tun in WAR­TEND, AKTIV, ABGE­SCHLOS­SEN ein. Wir haben nur ein Arbeits­do­ku­ment, damit wir alle dort arbei­ten. Tra­ge auch dei­ne eige­nen Fra­gen und Arbeits­schrit­te dort ein. Das ver­lang­samt dein Arbei­ten. Und genau das macht es schnel­ler, ermög­licht Koope­ra­ti­on und Kol­la­bo­ra­ti­on. Für uns Sozi­al­ar­bei­ten­de ist das auch eine Moment von Inklu­si­on. Jemand, wel­cher nicht sieht, nicht hört, zu einem ande­ren Moment dazu­kommt, kann sofort ein­stei­gen und mit­wir­ken.

Ihr merkt, das ist eines mei­ner Lieb­lings­the­men. Wir nen­nen es «Data­Li­ter­a­cy».

Ich fas­se zusam­men: GVGAA, KPA, egal was du tust: zei­ge, wie du dei­ne Tätig­kei­ten in War­tend, Aktiv, Abge­schlos­sen unter­schei­dest und öff­ne dein Han­deln der Mög­lich­keit zur Kol­la­bo­ra­ti­on.

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Hal­lo, mein Name ist Ste­fan M. Seydel/sms ;-)

Will­kom­men in mei­nem Blog dissent.is | Fast jeden Tag fin­dest du auf WikiDienstag.ch ein neu­es Video, in wel­chem ich zei­ge, wor­an ich aktu­ell arbei­te. | Die­sen Ein­trag ist mei­ne per­sön­lich Vor­be­rei­tung für einen Input im #Wiki­Ate­lier vom 3. Mai 2020 | Nein. Das sind alles kei­ne «Publi­ka­tio­nen». Stell es dir eher vor wie ein «Making Of»: Prof. Dr. Ste­phan Poromb­ka erklärt es in die­ser Pod­cast­se­rie. | Wenn dich mein Work­flow inter­es­siert, wie ich (für mich selbst) Wis­sen schaf­fe, emp­feh­le ich dir ger­ne unse­ren Band 2 von «Die Form der Unru­he», 2010, Juni­us Ver­lag, Ham­burg. (pdf)

Ste­fan M. Sey­del, aka /sms ;-) in «Zuer­cher Fest­spiel 1901″ (NZZ, 2019) | Soci­al Media: sms2sms: Twit­terYou­tubeSound­cloudInsta­gramSnap­chatTik­Tok etc. | Wiki­pe­dia: user:sms2sms | Per­sön­li­che Home­page: dfdu.org/sms | Vor­stel­lung bei Wiki­pe­dia | Vor­stel­lung 2010 in der Welt.de: «Kanal Gei­stes­wis­sen­schaf­ten» | Bücher: Die Form der Unru­he (2 Bän­de, 2009/2010)

Der Text vom 18. April 2020 in der Neu­en Züri­cher Zei­tung (NZZ) hat so vie­le Nach­fra­gen aus­ge­löst, dass ich die­se nicht ein­zeln beant­wor­ten kann. Aber genau dar­um geht es doch:

Wiki­pe­dia ist bloss ein leicht zugäng­li­ches Bei­spiel für «Kol­la­bo­ra­ti­ve Wis­sens­ar­beit.» Es geht nicht um mich als Autor. Und es geht auch nicht dar­um, dass ich mich hier wich­tig zu machen ver­su­che.

Als Sozi­al­ar­bei­ter arbei­te ich am Sozia­len.
Die aktu­el­le «Kom­mu­ni­ka­ti­ve Her­aus­for­de­rung» ist grös­ser als ich und du. Wich­ti­ger, ob ich Mann oder Frau bin, Jung oder Alt, hübsch oder nett, schwarz, gelb oder bleich. Und auch wich­ti­ger, als die Spra­che, wel­che mich mei­ne Mut­ter gelehrt hat oder wel­che Gewür­ze ich beson­ders ger­ne in mei­nem Essen habe.

  • Es ist nicht GELD, was mich antreibt.
  • Es ist kei­ne ORGA­NI­SA­TI­ON, wel­che irgend­et­was von mir ver­langt.
  • Was ich aber von «öffent­li­chem Geld» erwar­te, ist, dass damit ein «öffent­li­ches Gut» her­ge­stellt wird. ögög.wikimedia.orgÖffent­lich» ist als das, was alle etwas angeht und eben dar­um auch alle mit­wir­ken kön­nen müs­sen – hat Jür­gen Haber­mas 1972 ein­mal vor­ge­schla­gen.)
  • Heu­te gilt erfahr­bar, was Niklas Luh­mann 1986 sich vor­zu­stel­len ver­such­te: «Kom­mu­ni­ka­ti­on kommun­ziert. Nicht Men­schen.» Maschi­nen kom­mu­ni­zie­ren mit. Bäu­me, Elek­tro­mo­to­ren, Leucht­kör­per auch. Und wir wol­len nicht ein­mal mehr auf unse­ren Schrit­te­zäh­ler am Smart­pho­ne ver­zich­ten. Aus Grün­den.

ERIN­NERN:
Wiki­pe­dia ist Gegen­re­for­ma­ti­on: Es zeigt noch ein­mal, wie «Die Gesell­schaft der Gesell­schaft» vor 500 und 200 Jah­ren auf die Pro­ble­me der dama­li­gen «Dick­häu­ter» reagiert hat: Wis­sen ist Macht. Und wir schaf­fen eben die­ses Wis­sen, in dem wir Impli­zi­tes Expli­zit machen und es radi­kal der Kri­tik aus­set­zen.

GEDEN­KEN:
Der simp­le Work­flow von «Tren­nen, Tei­len, Häuf­chen bil­den» hat die Macht der gewal­tig mäch­ti­gen pul­ve­ri­siert. Die Teil­ha­be der Men­schen an der Gestal­tung ihrer eige­nen Lebens­be­din­gun­gen konn­te mas­siv aus­ge­wei­tet wer­den. Aber die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von Neu­zeit, Auf­klä­rung, Moder­ne haben gera­de wir, wel­che wir deutsch spre­chen, bit­terst durch­lit­ten: Die letz­te Spal­tung des letz­ten, win­zig­sten Teil­chens, jagt unse­re gan­ze Um:Welt in einen ande­ren Zustand. Der ein­zel­ne Kör­per eines Men­schen – ato­mi­siert in der Gesell­schaft der Gesell­schaft – wird vom Staat als eine ICH AG beschrie­ben, wel­che sich selbst als Dienst­lei­sten­de («juri­sti­sche Per­son») fröh­lich lächelnd zum Aus­schluss bereit zu stel­len hat und sich sel­ber liqui­diert, sich zu ver­flüs­si­gen hat und sich in Nichts auf­löst, wie GAS.

ERNEU­ERN
Wiki­da­ta ist Refor­ma­ti­on. Das Pro­jekt wird zu einem Sym­bol dafür, wie instantan «ganz Vie­le mit ganz Vie­len» – ganz Vie­les mit ganz Vie­lem – am Work­flow von dem mit­ar­bei­ten kann, was als eine «Infor­ma­tio­nel­le All­men­de» erleb­bar gemacht wird: Wir stel­len das her, was wir sel­ber nut­zen. Wir tra­gen unser Wis­sen zusam­men, wel­che für uns rele­vant gewor­den ist und rei­hen die­se listen­för­mig auf, ver­bin­den und kon­stel­lie­ren. Wir suchen radi­kal, zen­tra­le Argu­men­te zu wie­der­le­gen und fin­den dar­in Kom­ple­men­ta­ri­tä­ten und ent­wickeln Wer­te- und Ent­wick­lungs­qua­drat. «Das Zen­trum ist über­all. Die Perife­rie nir­gends.»

Hier will ich dir zei­gen, was aus mei­ner prak­ti­schen Erfah­rung gut ist, (wie­der­um) einen Zugang zu fin­den, zu die­ser drin­gend grund­le­gend zu über­ar­bei­ten­den, über 20-jäh­ri­gen Umge­bung des Wiki­uni­ver­sum.

SOLA SCIRP­TU­RA – SAPE­RE AUDE – SEI MUTIG


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