Das disziplinierte Schweigen der Disziplin: #Sozialarbeit ohne #Tripelmandat

Textsorte: (1) Traum
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: Seit März 2020 setzen sich viele meiner Streams mit der Beobachtung der Beobachtung im Umgang mit #CoronaVirus auseinander. Videos wurden von Youtube gelöscht. Accounts auch bei Twitter habe ich verloren. Bei allen Bemühungen in meiner eigenen Disziplin der Sozialen Arbeit Austausch zu finden, sind gescheitert. Ich meine: Viele eMails. Viele Telefonate. Viele Gespräche. Aber nicht so, wie ich es für nötig halte: Abgelegt im #Internetz. Hier die Dokumentation eines nächsten Versuchs, in einer Tradition, welche rund um die Umdefinierung von Bürerinnen und Bürgern in eine ICH AG begonnen haben und unter #CoronaVirus ins unerträgliche gesteigert wurde…
TL;DR: (…)
Bildquelle: dissent.is/sms ;-)
URL: https://dissent.is/tripelmandat
Hashtag: #Sozialarbeit #Tripelmandat

Hier entsteht eine Lesetext – nicht nur für Studierende – der Sozialen Arbeit. Die Schreibarbeit wird durch diverse #Feedlogs – Arbeitsgespräche in Live-Streams im Rahmen von WikiDienstag.ch – realisiert.

WORK IN PROGRESS – Live-Blogging

Reload für aktuellen Schreibstand: dissent.is/tripelmandat

29. Dezember 2020 – 14h #Tripelmandat (Fortsetzung)

Zum kollaborativen Arbeitsdokument, in welchem wir eventuell Arbeiten. Auf Grund der langsamen Aktualisierung ist es ratsam, mit diesem Link direkt ins Dokument zu wechseln.

Willst du dazu kommen? Für Professorende an Fachhochschulen und Universitäten werde ich gerne ein spezielles Zeitfenster reservieren. (Logo: Für Studierendengruppen sowieso ;-) Nutze Chrome-Broswer und wenn du dich nicht vorgängig «Anmelden» magst: stelle während dem Live-Stream deine Frage/dein Input zur Diskussion via Kommentarfunktion kurz vor… Wenn du auf Social Media über diesen Tag etwas ablegst: Bitte nutze unseren Hashtag #Tripelmandat d!a!n!k!e :-)

Verlauf & Archiv

Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch ProdUsing #DataLiteracy

Am Abend vom 15.12.20 hat Prof. Dr. Frank Wittmann, der Direktor der des Studiengangs Soziale Arbeit an der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaft, zugesagt, dass er nächsten Dienstag – #WikiDienstag.ch vom 22.12.2020 – um 11h in den Live-Stream (Feedlog) zum Thema #Tripelmandat kommt… Einen Tag später, sagt Prof. Dr. Peter Sommerfeld, @fhnw zu, um 16h über diese hier gestellten Frage zu sprechen. Prof. Dr. Nikola Biller-Andorno ist dann leider schon im Urlaub und lässt sich entschuldigen… Peter Pantuček schickt liebe grüsse an Peter Sommerfeld und wir ein herzliches «Gute Genesung» zurück nach Wien… ;-/ Das Line-Up wird bis am Dienstag noch viel Bewegung haben

Feedlog von WikiDienstag.ch vom 22. Dezember 2020

08.00 – täglicher Wetterbericht aus Dissent.is/Muster

11.00h – Prof. Dr. Frank Wittmann @zhaw und Martial Jossi
16.00h – Prof. Dr. Peter Sommerfeld @fhnw

Teil 1/2 (Morgens) Zugangscode 1/2

Teil 2/2 (Nachmittags) Zugangscode 2/2

M/eine Tagesauswertung vom 22.12.2020:

21.01.2021: Automatische Transkription der beiden Gespräche Wittmann/Sommerfeld:

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die profilierteste #Blockalsammlung im ganzen Land?

Hallo Berufsverband Avenir Social,

Hier entsteht gerade ein Lesetext. Willst du diesen später abpressen? Es wäre ein dritter Text von mir in eurem Heft.
..

2001 wurde mein Text vollständig abgelehnt. Ich durfte dann ein Glosse nachreichen. Dafür gab es dann aber auch kein Geld mehr. Hätten sie den «grossen Text» abgedruckt, hätte ich Geld bekommen. Die (heilige) Ruth Brack – welche bis heute keinen Wikipedia-Eintrag hat – renzensierte für «Monitor» der «Blätter der Wohlfahrstpflege» (Nomos) das Heft… (Was aber auch nicht grad hilfreich war in der Beziehungspflege zur Redaktion Sozial Aktuell ;-) 2004 haben sie einen 2. Text übernommen: «Soziale Arbeit als professionelle Rebellion». Aber danach war definitiv Schluss… Bis zum heutigen Tag ;-) Wo war ich? – Ah, ja: Also: Es geht los:
/start

Das disziplinierte Schweigen der Disziplin: #Sozialarbeit ohne #Tripelmandat

Ein Lesetext von Stefan M. Seydel/sms ;-)

Du weisst gar nicht, was das Tripelmandat der Sozialen Arbeit ist?

Gehen wir dem Wort nach: «Tripel» verweist auf ein Dreifaches hin. Eben: Auf ein dreifaches Mandat. Unter einem «Mandat» (mandare, lat., «aus der Hand geben») soll ein Auftrag – eine Ermächtigung, eine Befugnis, eine Kompetenz – verstanden sein, welche keine genaue Handlungsansweisung beinhaltet.

Wenn du jemanden mandatierst, ist diese Person befugt, in deinem Namen zu handeln. Konkret: Angenommen du bist vom Staat mandatiert, «die Rechte der Kinder zu schützen», dann bist du nicht nur befugt, sondern du hast eine Verpflichtung einzuschreiten, wenn der Staat – dein eigener Auftraggeber – diese Recht verletzten sollte. Zum Beispiel. – Doch! Genau das will dieser Staat von uns so. Weil dieser Staat sich selbst ja als ein «Rechtsstaat» versteht und weiss, dass die eigenen Organe versagen können. Aus Erfahrung. Wenn der Staat Kindergefängnisse einrichten wollte, könnte er die Aufgabe ja Vollzugsbehören übergeben. Tut er aber nicht. Der Auftrag ging ja an dich, als Teil einer Professionelle Organisation Sozialer Arbeit. Kurzum: «Mach’s einfach.» – Mach einfach deinen – verdammten! – Job, ok?

#Aufschrei bei Berufsverband, Fachhochschule, Universität? – Fehlanzeige.

Jeder Job, jeder Beruf, jede Profession, jede Disziplin – vier Unterscheidungen, welche einen praktischen Unterschied machen – pflegt ihre je spezifische Perspektive auf ihren Problem-Gegenstand. Konkret: Wenn die Medizin auf #CoronaVirus guckt, sieht sie was anders, als die Jurisprudenz. Die Soziologie etwas anders, als die Psychologie. Die Geschichtswissenschaft etwas anders, als die Chemie. Und immer so weiter. Wäre es nicht so, genügte ja eine einzige Disziplin. Im Jahr 2020 jene der Virologie. Aber: Was ist eigentlich die Perspektive von Sozialer Arbeit?

Wir Sozialarbeitenden, die transdisziplinäre Handlungswissenschaft Sozialer Arbeit – ganz egal, welchen theoretischen Traditionen wird uns verpflichtet fühlen – reflektieren unser ganzes Tun unter der hintertriebenen Annahme, dass wir in einem dreifachen Mandat eingespannt seien:

«Ohne dreifaches Mandat, keine professionelle Soziale Arbeit.»

Ein doppeltes Mandat, würden sofort problematisiert und als «unprofessionell» zurückgewiesen (vergl. Staub-Bernasconi zu: Böhnisch/Lösch, 1973, Seite 3). Professionelle Soziale Arbeit ringt darum, dass unsere Arbeit am Sozialen von drei Mandaten spannend gehalten wird: Das hat ethische Gründe. Wären wir nur in einem «doppelten Mandat» eingespannt, würde unsere Hilfe auf die Funktion der «Kontrolle» zerfallen. Wir würden zwar «Hilfe» hauchen, aber wir wären knallharte Durchsetzungsbehörden unserer Auftraggeberschaft. Zum Beispiel von staatlicher Gewalt.

Professionelle Soziale Arbeit leistet traditionellst «Hilfe zur Selbsthilfe». Sie befördert Sozialen Wandel, oder wie es der internationale Verband von Sozialarbeitenden sagt: «Social work is a game changerMir gefällt das subversive, rebellische – insbesondere aber das – «spielerische» in diesem Claim.

Soziale Arbeit sichert nicht die bestehenden Verhältnisse. Sonst würden wir unsere Tätigkeit «Sozialstablisiation» nennen. Soziale Arbeit unterstützt Menschen und Gruppen von Menschen – sich selbst befreien zu können von ungerechtfertigten Zuschreibungen, von Herrschaft, vom Zwang Integration durch Anpassung leisten zu müssen. Die Tradition ist klar:

SOLA SCRIPTURA
SAPERE AUDE
«Die Würde des Menschen ist unantasbar.»
SEI MUTIG

Übrigens: Journalismus ist ein ähnliches «Kind der Aufklärung» wie Soziale Arbeit, ringt ähnlich um Anerkennung innerhalb der Universität und hat sich in der deutschsprachige Kulturtradition zur ähnlichen Zeit als Profession etabliert: während den Nationalsozialismus. Andere Handlungswissenschaften sind älter und fragloser auch als Disziplin innerhalb der Universität anerkannt: Medizin, Jurisprudenz, Theologie. Aber das wäre ein anderes Thema.

Die Ausformulierung der Denkfigur des Tripelmandates, ist ein besonders eingänglicher und leicht nachvollziehbarer Zugang, die Wichtigkeit einer eigenständigen Disziplin zu begründen.

Für professionelle Soziale Arbeit ist unabdingbar – das ist das Thema dieses Textes – dass stets drei Mandate nachweisbar sein müssen. Es sind wie drei Sicherungen unserer Arbeit. Wenn du nicht mehr drei Mandate hast, musst du zu deinem Vorgesetzten rennen. Und Supervision einfordern. Eine der ältesten qualitätssichernden Massnahmen unserer Arbeit, frag Prof. Dr. Gisela Hauss. Zum Beispiel. Der Reihe nach:

  1. DAS MANDAT DER GESELLSCHAFT
    Wir ringen zunächst um ein gesellschaftliches Mandat. In der Regel sind das dann auch ganz alltaspraktisch die Institutionen, welche professioneller Sozialer Arbeit mit ganz konkreten Zielen beauftragen: Der Staat. Eine Stifung. Ein Verein. Eine Initiative. Vielleicht ein eigenes Unternehmen. Eine Selbstbeauftragung aus Sinn und Geist von Neuzeit, Aufklärung, Moderne, Humanismus. Wenn der Staat Mandate vergibt, dann gehen wir von einem Rechtsstaat aus. Wenn die Gewaltenteilung nicht mehr gegeben ist, wenn der Staat mit Notstandsverordnungen arbeitet, wenn Soziale Arbeit zu Vollzugsbehörden werden: Dann hast du ein Mandat verloren. Und du hast ein dramatisches Problem.

  2. DAS MANDAT DER ADRESSATEN
    Alle Aufträge an professionelle Soziale Arbeit beziehen sich stets auf Adressantengruppen. Nie Einzelpersonen, auch – und insbesondere – dann nicht, wenn wir mit einer Einzelperson in einem Büro sitzen. Wir nennen diese (imaginierten) Gruppen «Adressaten» und fragen: «Was ist der Fall?» Weil diese Adressatengruppen aus (einzelnen) Menschen bestehen – und keine Apparate oder Maschinen sind, können wir gar nicht anders, als jenen Menschen das voraussetzungslose, das bedingungslose, das immanente Recht, die Würde des Menschen zu schützen. Nein, das ist nicht das Gleiche wie die «Menschenrechte» der UNO, aber das übersteigt die Möglichkeiten dieses Textes hier. Geh mit dem Stichwort «Lebenswelt» in die Bibilothek suchen. Das heisst: Wenn wir «für» Menschen etwas tun, wenn wir helfen, dann können wir gar nicht anders, als vorgängig hinzugehen und bekennend zu fragen: «Du, ich wurde beauftragt, Menschen mit Herausforderungen wie jene von dir zu helfen. Kannst du mir sagen: Was dir helfen würde?» – Wir ringen um das zweite Mandat. Du fragst, was ich mache, wenn die Antwort ist: «Lass uns in Ruhe!»? – Ich will hier und jetzt bloss wiederholen: «Ohne dreifaches Mandat, keine professionelle Soziale Arbeit.» Ende der Durchsage.

  3. DAS MANDAT DER PROFESSION
    Das dritte Mandat formuliert die Disziplin Sozialer Arbeit selbst aus. Darum wurde über viele Jahrzehnte dafür gerungen, den «Beruf», von einer «Profession» zu einer «Disziplin» werden zu lassen. Ein Beruf – zertifiziert an einer Höheren Fachschule – handelt fachlich begründet und routiniert. Eine Profession – zertifiziert an einer Fachhochschule – reflektiert die fachliche Begründung kritisch. Eine Disziplin – zertifiziert an einer Universität – leistes Grundlagenforschung und definiert fachliche Herleitungen und Begründungen. Es geht darum, fachliche Autonomie gegenüber anderen Disziplinen zu sichern und mit der Reflexion von Funktion und Leistung professioneller Sozialer Arbeit in der jeweiligen «Gesellschaft der Gesellschaft» zu verknüpfen.

Sicher erahnst du mühelos, dass dieses dreifache Mandat – das Tripelmandat – voller konfliktiver Konflikte, gegensätzlichster Gegensätzlichkeiten und unmöglichsten Unmöglichkeiten steckt. Aber genau darum geht es uns. Genau darum haben es unsere Altvorderen formuliert. Soziale Arbeit will präzis diese Spannung spannend halten, diese mit allen Kräften aufspannen und subversiv, rebellisch und spielerisch zu gestalten:

Soziale Arbeit ist Arbeit am Sozialen.
- Nicht an Körpern.
- Nicht an Psychen.

Und das alles wird ja umso interessanter, weil wir nach 500 Jahren des bestehens unseres Tätigkeit nicht umhin kommen, belegt beobachten zu können, dass sich eben erst eine vierte Ebene der Realisation autopoietischer Systeme etabliert hat. Wir nennen diese nach Bio, Psycho, Sozio: Cyber. Aber das wäre ein anderes, grosses Thema. Unsere Altvorderen arbeiteten an dieser Idee unter dem Titel «Paradigmenwechsel». Wir sprechen heute von einem – + ≠ #Kulturlǝsɥɔǝʍ ¯\_(ツ)_/¯

Lass es uns für hier und heute langsamer und eingegrenzter angehen: Am Beispiel und unter dem Eindruck der langen Monate von #CoronaVirus im Jahr 2020, soll in diesem Text gefragt werden:

  1. Wie kam es eigentlich dazu, dass sich Soziale Arbeit dieses Tripelmandat formuliert hat?
  2. Setzte das Tripelmandat während #CoronaVirus aus? Und:
  3. Woran würde ich erkennen, dass Soziale Arbeit das Tripelmandat in der aktuellen Herausforderung formuliert?

1. Wie kam es eigentlich dazu, dass sich Soziale Arbeit dieses Tripelmandat formuliert hat?

#ZwingliFilm als metapher
katharina von zimmer
zwingli
die täufer

der hass der aufklärer auf ihre unterdrücker
schwarzer tod (pest)
schwarzer pädagogigk
wasser predigen – wein trinken

das recht auf unversehrtheit
- hedwig richter (suchen)

https://www.ethikrat.org/

die würde des anderen menschen ist unantasbar. art 1,1

recht auf leben, art 2,2

vs.

recht auf meinungsfreiheit, versammlungsfreihet etc.

2. Setzte das Tripelmandat während #CoronaVirus aus?

Ganz offensichtlich. Fotografierbar. Belegbar. Klar.

Innerhalb von Stunden ist es der Politik und ihren Massen leitenden Medien gelungen eine Stimmung von Angst und Panik zu verbreiten und damit Alternativlosigkeit zu inszenieren. Dies führte zum Aussetzen von Parlamenten und Notverordnungen. (Belege, Daten, Links)

Im März 2020 waren es in meiner Praxis #WhtsNxt Fachpersonen aus den Bereichen der Virenforschung (Karin Mölling), der Medizin (Wolfgang Wodarg), der Geschichtswissenschaft (Herbert Lippenberger), der Politikwissenschaft (Bashar Humeid), der Soziologie (Dirk Baecker, Maren Lehmann, Stephen Roth, Lars Clausen), der Sozialen Arbeit (Heiko Kleve), der Staatswissenschaft (Christoph Frei), Bio-Statistik (Servan Grüninger), Kulturwissenschaften (Felix Stalder, Dominik Landwehr), Aktivismus (Kai Stuth), Philosophie (Gunnar Kaiser), Journalismus (Dirk Pohlmann) eingebracht haben. Beeindruckt hat das Engagement der Juristin Viviane Fischer mit ihrem Corona-Ausschuss. Der Zugewinn war, dass hier der Disziplin Jurisprudenz zugeschaut werden konnte, mit welchen Fragen, mit welcher Art und Weise an eine chaotische, hektische, panische Herausforderung herangetreten wurde. Ähnliches im Kontext für Soziale Arbeit war Unauffindbar. Im Gegenteil: Ich habe Accounts verloren auf Social Media Plattformen und wurde mit den üblichen Abwertungen belegt.

Die Liste der Zeichen, welche Soziale Arbeit umgehend hätte aufschrecken lassen:

  1. Wenn der Staat Alternativlosigkeit inszeniert – und alle Rechtsstaatlichen Elemente, auch die Gewaltenteilung etc. – aufgehoben sind.
  2. Das Aussetzen der Parlamente
  3. Das Aussetzen von Uni, Fh, Berufsverbänden… (Kirchen reden wir etzt nicht.)
  4. Die Koppelung von Politik und Wissenschaft
  5. Die Koppelung mit Massen leitenden Medien
  6. Das Framing von Kritik mit Verschwörungstheorie, Lüge (Viren, Wissenschaft etc.), ToxicUser, Troll, …
  7. Ehemals positive Begriffe werden verungklimpft und Gegenteilig verwendet: Skeptiker, Querdenken…)
  8. Wenn Fragen-stellen zu einem Zeichen werden…
  9. Die Digitalisierung der Gesellschaft (Freund:Feind)
  10. Das disziplinierte Schweigen der Disziplin.
DIE KINDER
  1. Panik-Papier, 28.04.20 Bundesministerium des Inneren: «Um die gewünschte schockwirkung zu erzeugen…»
SANS PAPIERS
  1. 18. März 2020: https://www.swissinfo.ch/ger/covid-19_coronavirus-bringt–sans-papiers–in-der-schweiz-in-prekaere-lage/45741332
  2. https://www.heks.ch/corona-pandemie/projekte/permanences-volantes
  3. https://www.zhkath.ch/kirche-aktuell/gesellschaft-politik/lebensmittelpakete-fuer-menschen-auf-der-gasse
DIE ALTEN
  1. «Marsfrauen»
  2. Kontaktsperren
  3. Einsames Sterben.
  4. Impfen: Lebendexperimente

3. Woran würde ich erkennen, dass Soziale Arbeit das Tripelmandat in der aktuellen Herausforderung formuliert?

Es geht um das Verfahren.

FAKTEN GEHÖREN ZUR AUFGABE
- NICHT ZUR LÖSUNG.

Das Tripelmandat erfordert eine Auslegeordnung:

  1. Zeige mir deinen Auftrag seitens deiner Auftraggebenden.
  2. Zeige mir deinen Auftrag seitens deiner Adressaten.
  3. Zeige mir deinen Auftrag seitens Profession und Disziplin.
    - spätestens hier muss nachgewiesen werden, wie die Aufträge kontextualisiert und in der Perspektive der eigenen Disziplin – das gilt für alle Disziplinen, so sie denn eine eigene Disziplin behaupten zu sein! – zur Darstellung kommt. Wenn Jurisprudenz die gleiche Sicht auf #CoronaVirus hat wie Virologen oder Soziologen, muss es sich um eine Einengung der für wahr Nehmung handeln. FAKTEN GEHÖREN ZUR AUFGABE – NICHT ZUR LÖSUNG. frag #MichaelBakunin ;-) Wenn der Auftrag der Regierung gemacht wird: Sperrt Alte und Kinder in Isolation, damit sie länger leben und/oder niemand anstecken, gehört eine (eigene) fachliche Einordnung unumgänglich mit dazu…) Soziale Arbeit versteht sich als eine Transdisziplin. (Wo führe ich das ein?) Das heisst auch, dass die Möglichkeiten und Verfahren anderer Disziplnen – alltagspraktisch interdisziplinär – genutzt werden. Zb die Zusammenarbeit mit Jurisprudenz, Medizin, Public Health, Geschichtswissenschaft etc.)
  4. Gibt es gemeinsame Anliegen?
  5. Gibt es divergierende Anliegen (Dilemmata)?
Was tun?


/end

Das Schaulager von Geschehnissen, während der Tipperei für nächsten Dienstag ;-)

Das Schaulager früherer Textteile. Ohne jede weitere Korrekturen der spontanen Tipperei ;-)

Das Intro

Hier schreibt ein alter, weisser, privilegierter und vor allem verbitterer Mann?
- Wenn du dich getraust, solches zu äussern, sagst du möglicherweise: «Du bist ein Arschloch. Halt die Klappe.»

Vielleicht aber auch nur viel freundlicher und verkappter:
- «Dein Charakter ist liederlich».
- «Deine Autorität eine Aussage zu machen, sei dir hiermit genommen.»
- «Wenn du in einem solch respektlosen Ton redest, darfst du freilich keine Replik von deinen Berufskollegenden erwarten.»

Du kennst es: Es sind Klassiker der Abwehr, auf Kritik eingehen zu wollen. Es funktioniert so nicht. Aber davon später mehr.

Wir nennen es #OralHistory
- Ich erzähle so, wie ich kann. In einem späteren Text, werde ich es anders können. In früheren Texten habe ich es anders gemacht. Du wirst Links, Videos, Tweets, Zeichnungen finden, dort, wo der Text entwickelt wird: https://dissent.is/tripelmandat

Hier mache ich einen Lesetext. Möglichst ohne Quellenangaben. Es interessiert mich nicht, wer ähnliches – oder gar wortwörtlich Gleiches anderswo gesagt hat. Es ist mir völlig klar, dass mein Denken ohne das Denken Anderer so nicht gedacht werden kann.

NICHTS ZU SAGEN.
Bloss zu zeigen.

Ich verfüge über keinerlei (Behinderungs)Macht.
Ich habe #Internetz: Ich lege meine Beobachtung so ab, dass andere – zum Beispiel du, andere oder Bots – es finden und verlinken und kritisieren können.

Logo: Das nervt. (Aber darum geht es ja.) Die jeweilige Antwort auf «Die Soziale Frage» ist das Ergebnis einer Arbeit am Sozialen. Und nichts weniger will Soziale Arbeit:

Soziale Arbeit arbeitet am Sozialen
- nicht an Körpern.
- nicht an Psychen.
- nicht an Cyber. (Aber das wäre ein anderes Thema ;-)

Wir nennen es #Kritik
- Kritik hat kein «Eingabeformular».
- Kritik kennt kein Knigge. Kritik kann unter einem Haufen Sch****e versteckt sein:
- Es gehört zur Aufgabe jener, welche eine Aussage machen, Kritik zu suchen und zur Darstellung zu bringen, wie darauf reagiert wird.
- Dazu mehr im Abschnitt, wie Wissenschaft Wissen schafft.

Dieser Text in eine Anklage:
Ich erzähle und verlinkte hier Dokumente, Argumente, Gründe, Belege, Verweise, selbst erlebte Geschichten etc., welche die hoch dotierte Professorenschaft von Fachhochschulen und universitären Lehrgänge Sozialer Arbeit anklagen. Sie sind es, welche in der Pflicht stehen, ihre Arbeit zu tun, ihre Publikationen zu zeigen oder von sich aus – sofort! – konsequente Konsequenzen zu ziehen.

Genau darum haben wir uns die Entwicklung zu einer Disziplin so sehr gewünscht: Es geht darum, die fachliche Autonomie zu schützen und die Reflektion von Funktion und Leistung professioneller Sozialer Arbeit in der Gesellschaft der Gesellschaft zu garantieren. (So?)

Wenn ich hier schreibe, denke ich an Vollzeit-Bachelor-Studierende und Studierende in Masterlehrgänge. Ich möchte ihnen eine – wie wird derzeit so gerne gesagt? – «eine Handreichung» entwickeln, im Kampf – ja, klar: Kampf! – gegen ihre Zertifizierenden.

Es liegt eine grosse Last auf Job, Beruf, Profession, Disziplin Sozialer Arbeit. Unsere Altvorderen haben diese uns ins Aufgabenheft geschrieben. Sie heisst: NIE WIEDER.

Der Holocaust – und unsere fachliche Verwicklung in jenen verquirrlten Zeiten – ist Dreh- & Angelpunkt der Selbstreflektionen Sozialer Arbeit.

Höre ich dich #GodwinsLaw rufen?
- Ich würde solches #Framing nennen.

Es muss gelingen, Referenzpunkte zu löschen, damit sich Geschichte irritationslos wiederholt werden kann.

Wolfgang C. Müller hat 1988 in seinem «Wie Helfen zum Beruf wurde» die Verwicklung – und gerade dadurch, die Etablierung – von professioneller Sozialer Arbeit in den Euthanasie-Programmen der Nationalsozialisten erzählt.

Die Herstellung einer «Digitalen Gesellschaft» – einer Gesellschaft der Gesellschaft, welche sich ganz präzis in Freund:Feind unterscheiden lässt, ist das, was wir «Faschismus» nennen. Es war Paul Watzlawick, welcher uns1967 in seinem 4. Axiom die Worte Digital:Analog definiert. Und ja: Auch er tat solches, in der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen in seiner Jugend.

Siehst du, wie mühsam denken ist: Selbst wenn ich mich an – angehende – Fachpersonen wie dich wende, zitiere ich Männer. Die Geschichte Sozialer Arbeit ist aber weiblich. Davon gleich anschliessend mehr. Und so will ich diese Einführung zu diesem Text abschliessen:

  • Wenn du merkst, dass dir in deinem Handeln Alternativlosigkeit vorgesetzt wird: Sag einfach: NEIN.
  • Wenn du beobachtest, dass dissente Meinungen und Hinweise abgwertet werden, Denkblockaden eingezogen werden mit Begriffen wie #Verschwörungstheorie, Lügner, #ToxicUser, Troll, Skeptiker – ein eben noch ganz positiver Beriff… Sag einfach: NEIN.
  • Wenn du deine Professorenden bittest, dir am Beispiel von #CoronaVirus zu demonstrieren, wie Beruf, Profession und Diziplin das Tripelmandat expliziert und du bekommst keine Antwort: Sag einfach NEIN.

    Vielleicht musst du den Mut haben, das Studium abzubrechen und die (Applied) University (natürlich möglichst laut ;-) verlassen.

SAPERE AUDE – SEI MUTIG

Denk immer daran: Die besten Generationen von Studierenden, waren jene, welche ihre Profs zum Teufel gejagt haben.
- Das war vor 500 Jahren so.
- Das war vor 200 Jahren so.
- Das war vor 60 Jahren so.

JUST DO IT

Du willst wissen, wer ich bin?
- «ICH ist das, wozu andere DU sagen.» Sagte Vilém Flusser einmal. @sennhauser von Radio SRF2 stellte mich einmal als «Medienkunstphilosoph» vor. (so?)

Wie Hilfe zum Terror wurde – SCHON WIEDER

Wie Hilfe zum Beruf wurde (8. Dezember 1524, Katharina von Zimmern)
Wie Hilfe zur Profession wurde (1. Schulen für Soziale Arbeit?)
Wie Hilfe zur Disziplin wurde (Silvia Staub-Beransconi fragen: Start 1. Masterlehrgang in Berlin als Zeichen?)
Wie Hilfe zum Kommerz wurde (2001, ICH AG /sms ;-)
Wie Hilfe zum Terror wurde (2020, #CoronaVirus #Tripelmandat)

Eine kurze Geschichte der Sozialen Arbeit
frei nach C. Wolfgang Müller und Silvia Staub-Bernasconi: S.111, Handlungswissenschaft, 2. Auflage (So?)

Hilfe/Kontrolle

Der dramatische Vorwurf an Soziale Arbeit: «Hilfe als Kontrolle»

Die Steigerung des Vorwurfs: «Die Genese des Klienten» @vorinstanz

Die Inklusive Kraft von Neuzeit, Aufklärung, Moderne, Humanismus Kritik zu inkludieren – und damit Kritik zu töten?

Wie schafft Wissenschaft Wissen?

Medienwechsel als Kulturwechsel

Paradigmenwechsel

Systemtheorien

Das bio-psycho-soziale-crypto Menschenbild. Vergl. dazu: Intervision einer Supervision mit Dirk Baecker am #PaulWatzlawick-Festival 2020:

Das Tripelmandat

Das Mandat der Gesellschaft
- Rechtsstaat («Demokratie»…)
- Auftraggeberschaft (Geld), Vereine, Stiftungen etc.

Das Mandat der Adressaten
- Gruppen von Menschen (Nie Einzelperson, «Körper»)

Das Mandat der Profession
- Komplementarität von Fürsorglichkeit & Gerechtigkeit
- Das Vierte Feld
- Social Change & Developement:

Social Work is a game changer.

GLOBAL DEFINITION OF SOCIAL WORK

The following definition was approved by the IFSW General Meeting and the IASSW General Assembly  in July 2014:

Global Definition of the Social Work Profession

“Social work is a practice-based profession and an academic discipline that promotes social change and development, social cohesion, and the empowerment and liberation of people. Principles of social justice, human rights, collective responsibility and respect for diversities are central to social work.  Underpinned by theories of social work, social sciences, humanities and indigenous knowledge, social workengages people and structures to address life challenges and enhance wellbeing. The above definition may be amplified at national and/or regional levels.”

#DasVierteFeld nach Silvia Staub-Bernasconi

Die Tradition im Umgang mit Ambiguität

Die Tradition im Umgang mit Dilemmata

Hilfe zur Selbsthilfe – reloaded

Sich selbst überflüssig machen – #Post-Ökonomie durch #CoronaVirus?

Für #Sozialarbeit ist nicht-bezahlte Soziale Arbeit bloss der erhalt des Status Quo.

Der Angriff auf die Fachhochschulen als Verräter. (Parallele zu Kunsthochschulen, in welchen sich einzelne Personen ein «Grundeinkommen» ausbezahlen lassen und dabei Menschen ausbilden, welche nie in ein Erwerbsleben wechseln können.)

Vielleicht schaffe ich es, den Text heute Nachmittag zu machen…

15.12.2020. Vor genau 10 Jahren, haben wir in der Crypta des Cabaret Voltaire ((( rebell.tv ))) vom Netz genommen. Einen Monat später, hat die Wochenzeitung den unausgesprochenen Knüppel aus dem Sack gepackt und meine Person rechtsoffen verunglimpft. Es gab keinen einzigen Sozialarbeiter, welcher mir zu Seite gestanden wäre. Keinen Einzigen. Und schon gar nicht der Berufsverband: Ganz im Gegenteil. Jeder meine Texte – 200 und 2004 – hat bloss gestört. «Die Form der Unruhe» wurde erfolgreich still gemacht.

Wenn ich dann zu schreiben beginne, werde ich versuchen, die Verbitterung zu verstecken. (so?)

Meine eigenen Versuche – 20 Jahre vor #CoronaVirus (so?)

Verzeichnis der Live-Streams seit Neuaufsetzung des Blogs: dissent.is (mit Link in die Archive)

M/eine Vorgeschichte mit dem Berufsverband Soziale Arbeit

«Soziale Arbeit als professionelle Rebellion» (2004) #GAS

Mit Soft-Skills softer killen (2001)

Rezensions Ruth Brack

Benchmarking #Journalismus

#Gegenöffentlichkeit herstellen, war bis 1989 notwendigerweise 1 Aufgabe von #Sozialarbeit ;-)

Freie Sammlung

Professionsdiskussion

Das Vorbereitungsvideo vom Tag mit allen Links:

  • karin mölling bei nzz: https://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/corona-und-ein-ende-das-lange-warten-auf-den-impfstoff-ld.1587461
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Wildes_Denken
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Die_fr%C3%B6hliche_Wissenschaft
  • peter weibel: https://www.youtube.com/watch?v=UaIk401Ytt4
  • https://www.ifsw.org/what-is-social-work/global-definition-of-social-work/
  • karin mölling über die aktuellen gefahren: https://twitter.com/sms2sms/status/1330548087316754433
  • gilles deleuze über das links-sein: https://www.dailymotion.com/video/x2o8fpv
  • i want you to panic: https://twitter.com/sms2sms/status/1328294125163180035
  • bush: https://www.youtube.com/watch?v=5uyH3f5JSaI
  • bush: https://www.youtube.com/watch?v=gMStCHtUNeY
  • esther wehling: framing: https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-framing-gutachten-der-ard/
  • hedwig richter bei deutschlandfunk: https://twitter.com/sms2sms/status/1299395167443705858
  • Barbara Slowik https://www.youtube.com/watch?t=95&v=hMVEsTpojtE&feature=youtu.be

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia, Youtube (aktuell), Soundcloud, Instagram, Snapchat, TikTok, Twitch

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialarbeiter, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Pendelte bis 2010 als Macher von rebell.tv zwölf Jahre zwischen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Ruhendes Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Ende 2018 entwickelte er in Zürich-Hottingen in vielen Live-Streams – u.a. in Zusammenarbeit mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz – den Workflow WikiDienstag.ch, publizierte während der Corona-Krise in der NZZ einen Text über Wikipedia, initiierte das #PaulWatzlawick-Festival 2020 mit und schreibt aktuell an: #DataLiteracy – Elemente einer Kulturform der Digitalisierung im Carl Auer Verlag, Heidelberg. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegründeten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträgen der FH St. Gallen, Gesundheitsdirektion Kanton St. Gallen, Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der EU aus einer Anstellung als Leiter Impuls- und Pilotinterventionen für die Aids-Hilfe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mitten in die Schweizer Alpen.


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