Hans Eggimann - Plakat ‚Grand Hotel & Belvedere, Davos‘ (1905)

ZEIT DER ZAUBERER @WEilenberger OHNE FUNDAMENT

Textsorte: (1) Traum
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

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Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch Pro­dUs­ing #DataL­it­er­a­cy

17. März 1929

WORK IN PROGRESS

Klett-Kot­ta: Zeit der Zauber­er, Wolf­gram Eilen­berg­er, 2018

OHNE FUNDAMENT, Seite 27

(Her­vorhe­bun­gen, for­matierung, aufzäh­lung etc. durch sms)

Doch ganz gle­ichgültig, welch­er Prä­gung oder Schule sich die Teil­nehmer der Davos­er Tagung zuge­hörig fühlten — Ide­al­is­mus, Human­is­mus, Leben­sphiloso­phie, Phänom­e­nolo­gie oder Logiszis­mus -, in einem wesentlichen Punkt herrschte unter den anwe­senden Philosophen Übere­in­stim­mung: Das weltan­schauliche und vor allem wis­senschaftliche Fun­da­ment, auf dem Kant einst sein beedin­druck­endes philosophis­ches Sys­tem errichtet hat­te, war aus­ge­hölt oder zumin­d­est stark reformbedürftig. Kants “Kri­tik der reinen Ver­nun­ft” basierte, nicht zulet­zt in ihrem Ver­ständ­nis der Anschau­ungs­for­men von Raum und Zeit, deut­lich auf der Physik des 18. Jahrhun­derts. Doch war das new­ton­sche Welt­bild durch Ein­steins Rel­a­tiv­ität­s­the­o­rie (1905) rev­o­lu­tion­iert worden.

  1. Wed­er kön­nen Raum und Zeit als voneinan­der unab­hängig betra­chtet wer­den, noch
  2. waren sie in benennbaren Sinne a pri­ori, also vor aller Erfahrung gegeben.
  3. Bere­its zuvor hat­te Dar­wis Evo­lu­tion­s­the­o­rie der Idee ein­er dem zeitlichen Wer­den enthobe­nen, auf ewig vorgegebe­nen men­schlichen Natur Entschei­den­des an Plau­si­bil­ität genommen.
  4. Mit der durch Dar­win vol­l­zo­ge­nen Aufw­er­tung des Zufalls für die Entwick­lung aller Arten auf dem Plan­eten — Niet­zsche ein­flusss­re­ich auf den Bere­ich der Kul­tur über­tra­gen — sah sich zudem die Aus­sicht auf einen ziel­gerichteten, gar ver­nun­ft­geleit­eten Ver­lauf der Geschichte entschei­dend geschwächt.
  5. Auch die vol­lkommene Trans­parenz des men­schlichen Bewusst­seins für sich selb­st — als Aus­gangspunkt von Kants trans­dzen­den­taler Unter­suchungsmeth­ode — schien spätestens mit Sig­mund Freud nicht mehr selbstverständlich. 
  6. Mehr als alles andere aber hat­ten die Greuel des anonymisierten, mil­lio­nen­fachen Tötens im Ersten Weltkrieg der aufk­lärerischen Rhetorik eines zivil­isieren­den Fortschritts der Men­schheit durch die Mit­tel der Kul­tur, Wis­senschaft und Tech­nik jede Glaub­würdigkeit geraubt.

Die Frage nach dem Men­schen zeigte sich im Lichte der poli­tis­chen und wirtschaftlichen Krisen dieser Dekade als drängern­der denn je. Allein die ein­stige Grund­lage ihrer Beant­wor­tung war endgültig fraglich geworden.

Der 1928 über­raschend ver­stor­bene Philosoph Max Schel­er — Autor des Werkes “Die Stel­lung des Men­schen im Kos­mos” (1928) — fasste dieses Krisen­ge­fühl in einem sein­er let­zten Vorträge fol­gen­der­massen in Worte:

“Wir sind in der unge­fähr zehn­tausend­jähri­gen Geschichte das erste Zeital­ter, in dem sich der Men­sch völ­lig und rest­los prob­lema­tisch gewor­den ist in dem er nicht mehr weiss, was er ist, zugle­ich aber auch weiss, dass er es nicht weiss.”

In der Liste fehlt:


16.02.21, 17h: Prof. Dr. Dr. hc Hans-Jörg Rheinberger: Der Wille zum Nützlich sein.

Auf und Davos (so?) #TheGreatReset @wef NOT

Wer will sich schon zurück­set­zen lassen auf die Nar­ra­tive der Mod­er­nen Gesellschaft, welche die Nar­ren so erfol­gre­ich genar­rt haben? 

ANGST TRIFFT IMMER ZU @maren_lehmann

@BirgitMatter 6. März 2021

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der): Twit­terWikipediaYoutube (aktuell), Sound­cloudInsta­gramSnapchatTik­TokTwitch

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studi­um der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialar­beit­er, Künstler.

Ausstel­lun­gen und Per­for­mances in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don (Frieze/Swiss Cul­tur­al Fund UK), im Deutsches His­torisches Muse­um Berlin (Kura­tion Bazon Brock), in der Cryp­ta Cabaret Voltaire Zürich (Kura­tion Philipp Meier) uam. Gewin­ner Migros Jubilée Award, Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung. Diverse Ehrun­gen mit rocketboom.com durch Web­by Award (2006–2009). Jury-Mit­glied “Next Idea” Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010. Pen­delte bis 2010 als Mach­er von rebell.tv zwölf Jahre zwis­chen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Infor­ma­tion auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Ver­lag Ham­burg. Ruhen­des Mit­glied im P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Er war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung Gym­na­si­um Kloster Dis­en­tis. Seit Ende 2018 entwick­elte er in Zürich-Hot­tin­gen in vie­len Live-Streams – u.a. in Zusam­me­nar­beit mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz – den Work­flow WikiDienstag.ch, pub­lizierte während der Coro­na-Krise in der NZZ einen Text über Wikipedia, ini­ti­ierte das #PaulWat­zlaw­ick-Fes­ti­val 2020 mit und schreibt aktuell an: #DataL­it­er­a­cy – Ele­mente ein­er Kul­tur­form der Dig­i­tal­isierung im Carl Auer Ver­lag, Hei­del­berg. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegrün­de­ten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträ­gen der FH St. Gallen, Gesund­heits­di­rek­tion Kan­ton St. Gallen, Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) und der EU aus ein­er Anstel­lung als Leit­er Impuls- und Pilot­in­ter­ven­tio­nen für die Aids-Hil­fe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mit­ten in die Schweiz­er Alpen.


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