Was veränderte sich, wenn ich nicht von einem #TotalKapitalismus ausgehe, sondern von einer dominant gewordenen #ReligionWissenschaft? — Eine Spurensuche. #metanoia

Textsorte: (1) Traum
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: Bir­git Mat­ter (via Twit­ter | Thread)
URL/Hashtag: (…)

Mem­os & Links zum #SNAPer­i­ment vom 15.04.2021
Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch Pro­dUs­ing #DataL­it­er­a­cy

LIVE-BLOGGING — 15. April 2020 (Vormittags)

Naja. Konzen­tri­ert ist was anderes :-( Aber­nu…

Warum mich die Vorstel­lung fasziniert, nicht Kap­i­tal­is­mus, son­dern Wis­senschaft zu prob­lema­tisieren?
- Es passt viel bess­er in meine 20-jährige Arbeit an einem #Mod­ell von “Die Welt ist ein Gespräch”. Und auch meinem seit Monat­en gepflegten Spruch:
- “Ich gehe jeden Tag ungläu­big in die Kirche (- auss­er Sam­stags, da habe ich kirchefrei ;-). Mein Prob­lem ist, dass ich gläu­big im Tem­pel der Uni­ver­sität lebe.” Oder vielle­icht den noch:
- Kon­ver­titen zur Reli­gion der Wis­senschaft wer­den in ihrem Trau­ma bloss noch von jenen übertrof­fen, welche an ihrer Dis­ser­ta­tion gescheit­ert sind. Ich hab bei­des in mein­er BiografWie? (so?)

#metanoia

Reload für aktuellen Schreibstand

“Die Wis­senschaft ist zur Reli­gion unser­er Zeit gewor­den, und die Men­schen glauben, an sie zu glauben – das ist seit langem offen­sichtlich. Im mod­er­nen West­en koex­istierten und koex­istieren bis zu einem gewis­sen Grade weit­er­hin drei grosse Glaubenssys­teme: Chris­ten­tum, Kap­i­tal­is­mus und Wis­senschaft. In der Geschichte der Mod­erne haben diese drei «Reli­gio­nen» einan­der notge­drun­gen oft­mals gekreuzt, sind dabei von Zeit zu Zeit in Kon­flikt ger­at­en und haben sich dann auf ver­schiedene Weise ver­söh­nt, bis sie schliesslich zunehmend eine Art von friedlichem, geregel­tem Zusam­men­leben erre­icht­en, wenn nicht gar eine echte Zusam­me­nar­beit im Namen gemein­samer Interessen.”

Giror­gio Agam­ben, NZZ 14.05.2020

“GELD REGIERT DIE WELT”

Ich bin mich am Vor­bere­it­en auf eine erste Begeg­nung mit Christoph Pfluger. Ok. Er wollte ein “Vorge­spräch”. Was ich son­st nie mache. Es wurde ein tur­bu­lentes Tele­fonge­spräch. (Oder sollte ich noch erwäh­nen, dass ich ihn schon ein­mal — vor Coro­na — um ein Gespräch ange­fragt habe? Er hat­te damals aber wichtigeres zu tun, als mit unzugänglichen Blogs stun­den zu ver­brat­en ;-) Egal. Hier also die Doku der “zweit­en” Begegnung: 

Ich werde insb. das Gespräch bei KEN.fm auswerten. Das Inhaltsverze­ich­nis dort, scheint mir so, als wür­den sie “durchs The­o­riegelände” des Christoph Pfluger galop­pieren. Ein Find­eergeb­nis bei Google — auf der ersten Seite der Liste — hat mich aber noch auf ein Video ver­wiesen von @Higgsmag von Dr. hc Beat Glog­ger:

Ich bin in ein­er Fam­i­lie von Bilder­stürmern sozial­isiert wor­den. Der Fernse­her zog in unser Haus ein, wie meine Eltern ein Alter­sheim eröffnet haben und es dort “ungläu­bige” “Pen­sionäre” gab, welche nach einem solchen Teufels­d­ing ver­langten. Der bloss 5 Jahre ältere, sou­veräne, kom­pe­tente, das kom­plizierte ein­fach ver­mit­tel­nde Beat Glog­ger bei “Men­schen Tech­nik Wis­senschaft” wurde mir so zu ein­er mein­er ersten grossen TV-Per­sön­lichkeit. Ich spreche ihn — nicht nur darum — ganz ver­traut mit “Du” an, weil ich ihn schon sehr lange kenne. Nein, weil auch schon mein (elek­trisiert­er) Gross­vater in Konolfin­gen gesagt haben soll: “Es gibt nur einen Her­rn. Und der ist im Him­mel.” Und danach nie mehr Aufträge vom Bern­er Regierungsrat erhal­ten haben soll. Was solls. Wo war ich? — Ahja:

Dieses Video von Beat Glog­ger, in welchem gemäss Google der Name “Christoph Pfluger” vorkom­men soll, habe ich in meinem täglichen #SNAPer­i­mente angeschaut. Das sind während dem Tag neben­her laufend­en Video-Noti­zen. (“Vloggen­des Schreiben”, will ich es nen­nen ;-) Kaum war das Ding von Snapchat zu Youtube gewan­dert, wurde ich via DM (Direct Mes­sage) gefragt, ob ich gese­hen hätte, dass #Der­Fak­tist auf Radio 1 von Johnson&Johnson gespon­sert sei. Ist das ein Problem?

Meine Antwort heisst seit einem vier­tel Jahrhundert: 

“Geld beeinflusst. Kein Geld auch.”

Der Kaiser ist nackt. Jedes Kind weiss es. Ins­beson­dere die Kinder wis­sen es. Seit dem 12. Jahrhun­dert kur­siert dieses Wis­sen durch Europa. Es waren wohl mau­rische Händler aus Ara­bi­en, welche früh dieses Wis­sen einge­han­delt haben. Das Ver­bot Zin­sen auf aus­geliehens Geld zu nehmen ist fes­ter Bestandteil der drei Monothe­is­tis­chen Reli­gio­nen. Abschätzigst auch das Wort des Pro­feten Jesus: “Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist.

Warum die Beherrscht­en, welche sich nun­fort selb­st beherrschen woll­ten in ihre “Demokratie” (1789 — 1831 — 1848) aus­gerech­net die Her­stel­lung von Geld, nicht in das Dreieck der Gewal­tenteilung — Leg­isla­tive, Judika­tive, Exeku­tive — aufgenom­men haben: Das wäre ein her­rlich­es Feld für Ver­schwörungs­the­o­rien. (so?)

Das Prob­lem Kap­i­tal­is­mus ist bekan­nt. Beschrieben. Benan­nt.
- Und doch gar nicht so wichtig?

Ganze Gen­er­a­tio­nen von Pro­fes­soren­den und anderen Schreiber­lin­gen — auch Frauen (Juli­et Rhys-Williams oder die Sozialar­bei­t­erin Mary Park­er Fol­let ;-) — haben ihre Wis­senschaft ver­schwen­det mit Kap­i­tal­is­muskri­tik.
- Aber dieses nicht-stink­ende Schmier­mit­tel in men­schlichen Aus­tausch­prozessen, ver­weist gar nicht auf eine viel grössere Herausforderung?

In der Liste der men­schlichen Laster ist Geld fast immer mit dabei.
- Aber eben doch nicht der entschei­dende Unter­schied, welch­er einen prak­tis­chen Unter­schied macht?

DIE WELT IST EIN GESRPÄCH

Dass Geld — und Staatsver­schul­dung — gar kein Prob­lem ist, scheint #Coro­n­aVirus zu beweisen. Die gle­ichen Poli­tik­er, die gle­ichen Wis­senschafter, die gle­ichen Jour­nal­is­ten, welche vor weni­gen Monat­en die Welt am Abgrund gese­hen haben ob all den riesi­gen Schulden­ber­gen, feierten später BESONDERE HELDEN:

Kinder, bleibt zu Hause. Macht dort, was ihr wollt. Wir schick­en euch Geld. Ihr seid Helden, wie eure Grossväter, welche als Nazis durch Europa ran­nten und morde­ten und ver­gas­ten, was sie halt eben ger­ade so gelehrt bekom­men haben, was zu has­sen sei.
- (so?)

Ist es wirk­lich so ver­wun­der­lich, dass Poli­tik, Wis­senschaft, Jour­nal­is­mus jed­wedes Ver­trauen ver­lieren?
- Eben.

Braucht es dazu Ver­schwörungs­the­o­rien?
- Nein.

Die Zurücksetzung auf die Narrative der Modernen Gesellschaft, welche die Narren so erfolgreichst genarrt haben, ist keine Option. 

Die Liste der Aus­nah­mezustände, in welchen gewalt­bere­it Mächtige gezeigt haben, um was geht, ist viel zu lange. Michael Fou­cault hat es ent­lang sein­er #BioPoli­tik durchge­spielt: Lep­ra, Pest, Pock­en (Thread). Um zwis­chen 1789 und 1989 zu bleiben:

Kaum waren die jun­gen Demokra­tien instal­liert — Schulen haben ihren Betrieb der Umerziehung von herum­stre­unen­den Kindern aufgenom­men — wurde von drama­tis­chen Massen­er­werblosigkeit­en berichtet. Der Nährbo­den für das Men­schen­ma­te­r­i­al, was in soge­nan­nten Weltkriegen ver­bran­nt wer­den konnte:

1914–1945 Zwei Weltkriege. Zwei Atom­bomben.
1955–1975 Die Prax­is im Umgang mit Gas — dem Entzug der für Men­schen nöti­gen Leben­sumwelt — nutzten die Amerikan­er mit Agent Orange in Viet­nam.
1972 Wurde “Die Gren­zen des Wach­s­tums” beschrieben. Von “Par­a­dig­men­wech­sel” ging die Rede.

Genau 200 Jahre nach der franzö­sis­chen Rev­o­lu­tion, implodierte die dig­i­tale, ein­deutige, entwed­er-oder, Freund:Feind Unter­schei­dung unter dem Label “Links — Rechts”. Eine der best bewacht­en Mauern der Welt pul­verisierte sich in ein­er Nacht: Am 9. Novem­ber 1989. Die deutsche Rev­o­lu­tion löschte die zen­trale Unterscheidung. 

Bazon Brock 1967

Weil ich jet­zt aufhören muss…
Weil ich am Nach­mit­tag im 2. Teil des Work­shopf #Mod­ell bin… 

matthias erdbeer, uni münster, @textpraxis

Zum Thread:

2008 Die soge­nan­nte Bankenkrise. Noch 2 Jahre vorher, sprachen ein­er der erfol­gre­ich­sten Banker der Schweiz noch so:

Es waren die Banken, welche sich als erste “in die Soziale Hänge­mat­te” gelegt haben. Sie nan­nten es #TooBigTo­Fail.

Um 2000 hat aber nicht nur die SPD mit Agenda2010 Bürg­erin­nen und Bürg­er zu ein­er atom­isierten ICH AG umfor­muliert, welche sich zu liq­ui­dieren haben — sich ver­flüs­si­gen, ver­duften, … hörst du es? #GAS — ein anderes Ereig­nis, scheint mir wichtig:

Die Entschlüs­selung des Men­schlichen Genoms.

https://twitter.com/sms2sms/status1382592464712794112

Was würde sich verän­dern, wenn ich nicht mehr davon aus­ge­hen würde, dass die graus­li­gen auswüchse eines per­vertierten Kap­i­tal­is­mus die bes­tim­mende Her­aus­forderung wäre?

Käme es zu einem Ver­bot von Wis­senschaftern, wie es zw. 1848 und 1973 ein Ver­bot der Jesuit­en gegeben hat?

DIE HEILIGEN RITUALE DER RELIGION WISSENSCHAFT

  • Das Peer-Review-Ver­fahren
  • Die Unter­schei­dung Closed, Gat­ed, Open, Free
  • Die Kop­pelung mit Poli­tik und Massen lei­t­en­den Medien
Die Mech­a­nis­che Ente, Jacques de Vau­can­son (1709–1782)

Was war der Men­sch? — #KlausKu­sanowsky

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Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der): Twit­terWikipediaYoutube (aktuell), Sound­cloudInsta­gramSnapchatTik­TokTwitch

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studi­um der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialar­beit­er, Künstler.

Ausstel­lun­gen und Per­for­mances in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don (Frieze/Swiss Cul­tur­al Fund UK), im Deutsches His­torisches Muse­um Berlin (Kura­tion Bazon Brock), in der Cryp­ta Cabaret Voltaire Zürich (Kura­tion Philipp Meier) uam. Gewin­ner Migros Jubilée Award, Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung. Diverse Ehrun­gen mit rocketboom.com durch Web­by Award (2006–2009). Jury-Mit­glied “Next Idea” Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010. Pen­delte bis 2010 als Mach­er von rebell.tv zwölf Jahre zwis­chen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Infor­ma­tion auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Ver­lag Ham­burg. Ruhen­des Mit­glied im P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Er war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung Gym­na­si­um Kloster Dis­en­tis. Seit Ende 2018 entwick­elte er in Zürich-Hot­tin­gen in vie­len Live-Streams – u.a. in Zusam­me­nar­beit mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz – den Work­flow WikiDienstag.ch, pub­lizierte während der Coro­na-Krise in der NZZ einen Text über Wikipedia, ini­ti­ierte das #PaulWat­zlaw­ick-Fes­ti­val 2020 mit und schreibt aktuell an: #DataL­it­er­a­cy – Ele­mente ein­er Kul­tur­form der Dig­i­tal­isierung im Carl Auer Ver­lag, Hei­del­berg. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegrün­de­ten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträ­gen der FH St. Gallen, Gesund­heits­di­rek­tion Kan­ton St. Gallen, Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) und der EU aus ein­er Anstel­lung als Leit­er Impuls- und Pilot­in­ter­ven­tio­nen für die Aids-Hil­fe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mit­ten in die Schweiz­er Alpen.


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