MYZELT EUCH

/WhtsNxt?

MAKING OF

Das ist ein Live-Blog­ging ab dem 18.08.2022: ReLoad für den aktuellen Schreib­stand | Textpro­duk­tion für meinen Input am 26.08.2022 Sum­mer­school mit Prof. Dr. #Pod­cast Moritz Klenk an der Fiasta-Da-Bulius.ch/programm Teil­gabe 7 | Eine Weit­er­en­twick­lung und Über­set­zung ins Englis­che wird für die Luh­mann Kon­ferenz in Dubrovnik (16.09.22, 15:50h-16:40h, remoted) nach der #Fias­taD­aB­u­lius gemacht.

🍄
👾
🚀

MY CURRENT WRITINGS (August 2022)
Anam­ne­sis: #Caputal­ism
Diag­no­sis: #Default­Change
Prog­no­sis: #Lib­er­al­Pa­ter­nal­ism
Ther­a­py: #Com­monism

MYZELT EUCH — in einem Tweet

Nar­ra­tive nar­ren Nar­ren. “Die Meta­pher vom Myzel”, nar­rt die Nar­ren, welche im #Caputal­ism par­a­sitär davon gelebt haben, dass ihre Nar­ra­tive Nar­ren nar­rten. Es ist vor­bei. Jet­zt geht es anders weit­er. GOTT SEI DANK (so?) | Zum Tweet

MYZELT EUCH — in 30 Sekunden (Skizze)

MYZELT EUCH — Das was du an der Ober­fläche siehst, ist der Fruchtkör­p­er des Pilzes. Es geht um das unsicht­bare Myzel. Das was die klare Tren­nung in eigen­stäm­mige Bäume ins absurde treibt.

Die men­schlichen Sinne täuschen. So wie die Sonne auf- und unter. Aber du aber weisst…

Fokussiere auf das Unsicht­bare, was dich verbindet. Nicht nur mit Men­schen. (so?)

@sms2sms

MYZELT EUCH https://dissent.is/MyzeltEuch

♬ Orig­inal­ton — sms2sms
(dieser Test auf Youtube | Die ganze Playlist auf WikiDienstag.ch)

MYZELT EUCH — in 3 Minuten (Skizze)

MYZELT EUCH — Das was du an der Ober­fläche siehst, ist der Fruchtkör­p­er des Pilzes. Das Myzel entzieht sich den Sin­nesor­ga­nen von Men­schen. Die Fasz­i­na­tion an Pilzen auf die Ober­fläche zu Reduzieren, wäre ober­fläch­lich (so?)

Das Myzel irri­tiert die Abgren­zun­gen zwis­chen einzel­nen Bäu­men. So wie die Haut des Men­schen, auch nicht die grösste Berührungs­fläche mit der Um:Welt ist.

Die trib­ale Kul­tur­form, küm­merte sich um das Über­leben von Men­schen in der wilden Natur.
Die antike Kul­tur­form, küm­merte sich um den Sinn des Lebens.
Die mod­erne Kul­tur­form, küm­merte sich um “ein eigen­stäm­miges Leben” und sah am Ende vor lauter Bäu­men den Wald nicht mehr.

Jet­zt geht es anders weiter.

Vom Caputal­is­mus zum Commonismus.

Wie das geht?
- Mit Xerokratis­chen Aktionsformen.

Kennst du nicht?
- Egal. Jene, welche solche Aktions­for­men nutzen, wis­sen auch nicht was sie tun. Aber es funktioniert. 

Warum?
- Weil es geht.

Ein Beispiel?
- Uffff: Viele

Eines?
- Cre­ative Com­mons.
- Copy­right ist ein Rigth to Copy. Oder?

Kannst du das noch genauer erk­lären?
- Ja

MYZELT EUCH

MYZELT EUCH — Als Lesetext in 10 Minuten

(…)

(…)

(…)

Rules For Rad­i­cals, Saul D. Alin­sky, 1971

WORK IN PROGRESS

LIVE-BLOGGING — re:load für aktuell­sten schreibstand

Was ich dann tatsächlich gesagt habe… “sprechendes denken”, 30 min (so?)

#Summerschool mit Prof. Dr. Moritz Klenk, Mannheim, an der #FiastaDaBulius - Input #JakWirth, Berlin

Sum­mer­school mit Prof. Dr. #Pod­cast @MoritzKlenk (“sprechen­des denken”), Mannheim, an der 2. #Fias­taD­aB­u­lius in der #Sur­sel­va 2022 — Input #Jakob­Wirth, Berlin: MYZELT EUCH 

Wie ich arbeite?

Piazzi/Seydel DIE FORM DER UNRUHE #dfdu — Band 2, 2010 — Junius Verlag Hamburg
Piazzi/Seydel DIE FORM DER UNRUHE #dfdu — Band 2, 2010 — Junius Ver­lag Hamburg

Letzte Vorbereitung:

Ok, Ok. danke für die Rück­mel­dung auf die 1. Lesung… Ich mache mor­gen, Don­ner­stag, Fas­sung 3 ;-)

  1. Fas­sung: Grund­struk­tur, welche ich auch für Dubrovnik vorge­se­hen habe
  2. Fas­sung: Das was ich bei 1. Lesung ein­ge­le­sen habe… (und ich ein­se­he, dass es so nicht geht…)
  3. Fas­sung: Kommt mor­gen früh ;-)
  4. Fas­sung: Das, was ich dann am Fre­itag in Teil­gabe 7 auf Acad­e­mia Vivian tat­säch­lich machen werde :-P

3. Fas­sung: Was mich an DIE METAPHER VOM MYZEL inter­essiert? (Freie Rede/MindMap)

  1. ich bin sozialar­beit­er, ein arbeit­er am sozialen… 
  2. ich suche, finde und erfinde “xerokratis­che #aktions­for­men
  3. die meta­pher vom myzel lässt #caputal­ism hin­ter sich und erk­lärt #com­monism

DIE METAPHER VOM RHIZOM #JosephVogl

  1. ohne anfang & ohne ende
  2. zen­trum ist über­all & per­iferie nir­gends #Niko­lausVonKues
  3. abkürzun­gen & umwege

Die Metapher vom Myzel

  1. Inten­tion­al & orgiastisch
  2. anar­chisch & sophrosyn
  3. trans­par­ent & unsichtbar

Myzelt Euch (2. Lesung, bzw. “3. Fas­sung” vom 25.08.2021 | Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch Pro­dUs­ing #DataL­it­er­a­cy

Worauf ich schaue, wenn ich XEROKRATISCHE AKTIONSFORMEN suche, finde und erfinde?

Selbstverständlich werde ich später argumentieren, dass XEROKRATISCHE AKTIONSFORMEN leichter stabilisieren lassen, wenn diese im Kontext von “Computer vermittelter Kommunikation” #CvK #CmC gestaltet werden. Der Ausdruck wird dann wohl #SmartSetting sein ;-) 

Die Entwicklung der Gedanken, am Beispiel der Beschreibung im Januar 2022:

Die Entwicklungen während der #FiastaDaBulius werden hier weiter ausformuliert:

keine sorge:
ich weiss, wie publizieren geht.
du bist aber gerade in meinem blog ;-P
und tschüss ;-)

ARCHIV und MAKING OF

1. Lesung des Inputs vom 24.08.2022, 10h LIVE | Zugang für Kommentare/Fragen nach der Lesung

/anfang:

Sehr verehrte An- und Abwesende

So eröffnete auch Albert Ein­stein im August 1930 die 7. Deutsche Funkausstel­lung in Berlin. Er stand in Char­lot­ten­burg — nahe an jen­em Ort, wo ich 12 Jahre meinen Wohn­sitz hat­te — vor einem Mikro­fon mit “Radio-Access” und brachte zum Aus­druck, dass er sich sich­er ist, dass er nicht wis­sen kann, zu wem er jet­zt ger­ade spricht:

  • zu jenen, welche mit ein­er Cur­ry-Wurst in der Hand vor ihm ste­hen und zam­pelig darauf warten, bis sie endlich!endlich Zugang zu den neuesten Inno­va­tio­nen der Kom­mu­nika­tions-Indus­trie erhal­ten? Oder 
  • zu jenen, welche Zuhause, in Büros, in der Uni­ver­sität vor dem Radio-Gerät knien, um durch das Knis­tern im Äther hin­durch, die neuesten Worte jenes genialen Pro­fes­sors mit sein­er hirn­verquir­rlen­den Rel­a­tiv­ität­s­the­o­rie zu erheis­chen hof­fen? Remot­ed. LIVE.

Wer hätte damals gedacht, dass es diese schlichte Begrüs­sungs­formel von Albert Ein­stein sein wird, welche 100 Jahre später noch immer rasendes Herzk­lopfen und unruhige Schweis­saus­brüche garantiert?

Die Kriegs­gen­er­a­tion in Europa — hüben und drüben — leben mit dem Trau­ma von: “Feind hört mit”.

Kom­mu­nika­tion ist nichts, was mit etwas Spucke angere­ichert von Men­sch zu Ohr geflo­gen kommt. Die Vorstel­lung von einem Mod­ell “Sender — Medi­um — Empfänger” ist zwar bis heute noch tech­nisch nachvol­lziehbar, aber die psy­chis­che Ver­ar­beitung dieses Prozess­es hat­te in der Lösung der Inge­nieure und Tech­niker bis heute keinen sicheren Ort gefun­den: Stell dir vor, du bist ein Funker ein­er mil­itärischen Ein­heit und ruf­st in den offe­nen Raum hinein: 

Meine Gruppe ver­schiebt sich 500 Meter nach Nor­den.

Wenn du nicht vergessen kannst, dass alle mithören — Fre­und und Feind — wird deine Gruppe mit jed­er Garantie ganz sich­er eben ger­ade das nicht tun, was eben als “Break­ing News” dis­tribuiert wurde.

Ok. Das war ein biss­chen eine lange Ein­leitung für eine Ein­leitung.

Aber sich­er kann unschw­er die Aktu­al­ität dieses vor 100 Jahren etablierten “kom­mu­nika­tiv­en Set­tings” erah­nt werden:

  • Ich gucke in ein Handy und lese einen Blog­post vor, welch­er vor Tagen fer­tiggestellt wor­den ist.
  • Du guckst auf einen anderen Screen. Und liest hier mit. Oder wo ganz anders, irgend etwas ganz anderes.
  • Und selb­st, wenn du das gle­iche liest, ver­stehst du was ganz anders. (so?) Oder:
  • Du hast viel früher schon den Pod­cast gefun­den und mit dop­pel­ter Geschwindigkeit ange­hört und bist dafür jet­zt ganz frei, das Feuer zu beobacht­en, hier — direkt vor mir, während du konzen­tri­ert am lauschen bist — am Lager­feuer bei der Acad­e­mia Vivian am let­zten Woch­enende im August 2022, um deine (veg­ane?) Wurst rechtzeit­ig zu drehen und zu wenden.
  • Oder du find­est Jahre später diesen Ein­trag in meinem Blog dissent.is/MyzeltEuch, das Video auf Youtube, den Pod­cast auf Sound­cloud… und…
  • Und immer so weiter.… 
Ich weiss, dass ich es nicht wis­sen kann, zu wem — oder zu was — ich hier und jet­zt am sprechen bin.

Der Clou?

Mit dieser Beschrei­bung habe ich erst beschrieben, was 100 Jahre vor jen­er trau­ma­tis­chen Erfahrung vor 100 Jahren, Samuel Morse mit seinem sein­er telegrafis­chen Über­mit­tlung am erkun­den war. Paul Wat­zlaw­ick und Niklas Luh­mann haben bloss nach ihrer Erfahrung als Teil von Krieg “passendere Kom­mu­nika­tion­s­mod­elle” entwick­elt. Später werde ich diese Vorschläge “Land­karten des Sozialen” nen­nen. Sich­er ist: Von den Möglichkeit­en von Inter­netz und der heute längst instal­lierten “Ver­net­zung von Men­schen mit ihren Maschi­nen und deren mitkom­mun­zieren­den Rech­n­ern” hat­ten wed­er Paul noch Niklas eine blasse Ahnung. Unsere dom­i­nan­ten Annah­men über das Soziale, sind 200 Jahre im Verzug, wer­den von #Dick­häutern — wie ich sie in ein­er Blei­wüste in der NZZ genan­nt haben — aggres­siv geschützt und wem dies nützt, ist längst deut­lich geworden…

Schluss jetzt: Das war der Anfang.

Ob in Kom­mentaren auf Social Media, in meinem Blog oder im per­sön­lichen Gespräch: Ich freue mich und bedanke mich im Vor­raus für alle Hin­weise, die Benen­nung mein­er blind­en Fleck­en, für alle Links, was es alles noch zu bedenken gibt und zu inkludieren nötig wäre. d!a!n!k!e ;-)

Noch ein­mal: Ich gehe davon aus, dass durch die Dom­i­nanz von mitrech­nen­den und mitkom­mun­zieren­den Com­put­ern, der Overkill von viel zu viel “Dat­en, Infor­ma­tion, Wis­sen” sich die Kul­tur­form von Welt­ge­sellschaft ändert — sich verän­dern muss! — genau so wie vor 500 Jahren. Damals ermöglicht­en Fly­er, Zeitun­gen und Büch­er den Infor­ma­tion­süber­schuss, welch­er “Herrschaft, Schich­tung und ihre Legit­i­ma­tion” unter­laufen und verän­dert haben. Ich gehe davon aus, dass nicht weniger Dat­en, weniger Infor­ma­tion, weniger Wis­sen hil­fre­ich sein wird, son­dern einen anderen Umgang damit. Als Sozialar­beit­er suche ich nach Unter­schei­dun­gen, welche mir einen prak­tis­chen Unter­schied machen, damit ich Prob­leme machen kann, welche ich mir wün­sche und von welchen ich mir erhoffe, dass sie Musterun­ter­brechun­gen her­vor­brin­gen. Wenn sich die Form ändert, ändert sich die Struk­tur. Konkret: Ich beobachte, suche und erfinde “Xerokratis­che Aktions­for­men”: Xero­c­ra­cy is Anar­chy by Design.

Hier möchte ich nun meine “Vor­lesung” abb­grechen und den Work­flow mein­er Arbeitsweise zeigen:

Piazzi/Seydel DIE FORM DER UNRUHE #dfdu — Band 2, 2010 — Junius Verlag Hamburg
Piazzi/Seydel DIE FORM DER UNRUHE #dfdu — Band 2, 2010 — Junius Ver­lag Hamburg

Ich arbeite gle­ichzeit­ig, par­al­lel, “orgiastisch” — um einen Aus­druck von Aby War­burg zu wählen — an mein­er inten­tionalen Frage, in dem ich bei allem was ich tue — “unter­schei­den, beobacht­en, han­deln” ver­ste­he ich als Tätigkeit­en — zwis­chen zwei Polen pen­dle: Ich ordne dabei mein Lager­raum immer wieder neu um. Aby nan­nte es “Sophrosyne”. Diese bei­den Pole — Orgiastik und Sophrosyne, welche wir unter ((( rebell.tv ))) genutzt haben — nenne ich unter WikiDienstag.ch “Feed­log und Sprint”. Das muss hier nun aber nicht beschäfti­gen. Im Laufe dieses Exper­i­mentes haben sich aus dem Mate­r­i­al her­aus vier Häufchen mit vier Clus­tern gebildet:

Meine inten­tionale Frage als Sozialar­beit­er, welch­er am Sozialen Arbeit­et, kreist um “Die Meta­mor­phose der Sozialen Frage”:

  1. Anam­ne­sis: #Caputal­ism | Die Phase von Human­is­mus (Neuzeit, Aufk­lärung, Mod­erne etc.) ist abgeschlossen. 
  2. Diag­no­sis: #Default­Change | Die im Caputal­is­mus dom­i­nan­ten Werte haben sich ver­dreht. (Pol­sprünge, Umgang mit dem Kör­p­er des Men­schen, der Natur etc.)
  3. Prog­no­sis: #Lib­er­al­Pa­ter­nal­ism | Ein neuer Feu­dal­is­mus ist fotografierbar.
  4. Ther­a­py: #Com­monism | Xerokratis­che Aktions­for­men sind beobacht­bar, beschreib­bar, herstellbar.

“Die Meta­pher vom Myzel” ist ein hil­fre­ich­es Nar­ra­tiv, um sich in der Tra­di­tion der Entwick­lung von einem lin­ear-kausal-deter­min­is­tis­chen Welt­bild über die Meta­phern vom Kreis­lauf, Net­zw­erk, Sys­tem, Rhi­zom zu verabschieden. 

Je nach Zeit und Setting: 

  1. Klärungs­fra­gen?
  2. Gibt es spon­tane Vertiefungswünsche?
  3. Grup­pen­bil­dung und Diskussion

Axiome, Definitionen, Katjekte

In der Tra­di­tion des Radikalen Kon­struk­tivis­mus — welche lock­er auf Imman­u­al Kant oder auch den Pro­feten Jesus zurück zurück ver­fol­gt wer­den kön­nte — sage ich nicht:

“SO UND SO IST ES.“
son­dern:
“DAS UND DAS MACHT MIR EINEN PRAKTISCHEN UNTERSCHIED.”

Ich bin Sozialar­beit­er. Ich arbeite am Sozialen. Nicht an Kör­pern. Nicht an Psy­chen. Nicht an Cyber.

  • Soziale Arbeit erfind­et Prob­leme, welche erwün­scht sind,
  • Prob­leme, welche Musterun­ter­brechun­gen hervorbringen. 
  • Lösun­gen erken­nt Soziale Arbeit daran, dass Prob­leme verschwinden.
  • Somit ist Soziale Arbeit #Irgend­was­MitKom­mu­nika­tion.
  • etc.

Inge­nieure, erken­nen die Lösung daran, dass sie beispiel­sweise eine Brücke über ein Tal ges­pan­nt haben. Sie kön­nen im vorhinein pla­nen, die Risiken abschätzen, die Kosten ihrer Inter­ven­tion benen­nen. Sie sprechen dabei von Wasser­fall­pro­jek­ten.

Soziale Arbeit macht seit 500 Jahren — um eine Brücke zu Moritz Klenk zu bauen — nichts anderes als “Exper­i­mente”. Wenn Inge­nieure uns beobacht­en, sprechen sie von “Enten­tests”.

Es gäbe viele weit­ere Aspek­te zu den Voran­nah­men — Axiome, Def­i­n­i­tio­nen, Kat­jek­te — zu machen. Ich will mich aber hier beschränken und vielle­icht noch das Fol­gende erwähnen:

Niklas Luh­mann hat den Vorschlag gemacht, dass sich das Soziale Gefüge verän­dert — verän­dern muss — wenn sich das dom­i­nante Kom­mu­nika­tion­s­medi­um ändert. Er benan­nte 1998 vier solch­er Medi­en­wech­sel, welche im uni­ver­sitären Kon­text hem­mungs­los erzhäl­baren “Kul­tur­wech­sel” bewirkt haben: 

- Sprache
+ Schrift
≠ Buch­druck
# elek­tro­n­is­che Medi­en, oder auch ein­fach­er: Computer.

Es wird leicht zu sehen sein, wie ich mich diesem Vorschlag — welch­er ins­beson­dere Dirk Baeck­er ent­fal­tet hat — bedi­ene. Aber wenn ich es tue, immer mit dem Hinweis:

Die Land­karte ist nicht das Land.”

Wenn du von Berlin in die Sur­sel­va reist, nimmst du nicht die Wan­derkarte her­vor. Wenn du von der Acad­e­mia Vivian das Vitg Dissent.is/Muster erre­ichen willst, würdest du auf dein­er Bahnkarte aber nicht ein­mal mehr die Wege sehen, welche dir zur Ver­fü­gung stehen… 

Ich habe als Sozialar­beit­er ganz bes­timmte — hier nicht weit­er bes­timmte — Anforderun­gen, nach denen ich meine “Land­karte” auswäh­le. Wenn also Moritz Klenk fragt: “Wie zusam­men leben?”, dann schlage ich zunächst vor, einan­der zu zeigen, mit welchen “Land­karten” auf “das Land” des Sozialen geschaut wird, um danach clever gewählte Exper­i­mente einzuge­hen, von welchen sich über­raschende, provozierende, faszinierende Ergeb­nisse erwarten lassen.

Anamnese

Als Sozialar­beit­er weiss ich — aus kollek­tiv­er Erfahrung — dass der Lösung völ­lig egal ist, wie das Prob­lem ent­standen ist. 

Die Entwick­lung ein­er Anam­nese soll hier als eine Such­be­we­gung nach ein­er kollek­tiv­en Erin­nerung aufge­fasst sein, welche aufgerufen wer­den kann, ohne sich im uni­ver­sitären Kon­text anrüchig zu machen.

Aktuell arbeite ich mit zwei solchen — ich sage jet­zt schon wieder — “Meta­pher”:

  1. Die 4 indus­triellen Revolutionen

DIE METHAPHER VOM MYZEL

  • ist eine Kri­tik an der Meta­pher vom #Rhi­zom
  • und diese ist eine Kri­tik an der Meta­pher vom #Sys­tem
  • und diese ist eine Kri­tik an der Meta­pher vom #Net­zw­erk
  • und diese ist eine Kri­tik an der Meta­pher vom #Kreis­lauf
  • und diese ist eine Kri­tik an der Meta­pher der lin­ear-kausal-deter­min­is­tis­chen Welt­sicht (so?)

Sys­tem vs Rhi­zom (Joseph Vogl, 1974)

3 Kri­te­rien Rhi­zom (Joseph Vogl, 2007)

2. Die Erfind­ung des Individuums

Als Ersatz für Begriffe wie Neuzeit, Aufk­lärung, Mod­erne, Human­is­mus etc. schlage ich den Begriff #Caputal­ism vor. Caput, lat. “den Kopf betreffend”.

so wende ich das nicht mehr an: aber hat ev. noch hin­weise dazu:

Video Gilles Deleuze erk­lärt sein Beispiel mit der postal­is­chen Adresse.

(…)

(…)

(…)

Diagnose

Diag­nose? Gedenken

(…)

(…)

(…)

Prognose

Prog­nose? Erneuern

(…)

(…)

(…)

Therapie

Ther­a­pie? — Der näch­ste, kleine Schritt in die gewün­schte Rich­tung.

@sms2sms

Xerokratis­che Aktions­for­men dissent.is/Aktionsformen dissent.is/Xerorcracy

♬ Orig­inal­ton — sms2sms

(…)

(…)

(…)

:ende/

Superstition (Eine Erzählweise, welche aus der Zukunft zurück schaut und berichtet, wie eine andere Welt möglich wurde.)

Um zu einem Abschluss zu kom­men und damit einen Anfang zu markieren:

Dass diese spezielle Erzählform “Super­sti­tion” genan­nt wer­den kön­nte, habe ich später bei Armen Avaness­ian in Kon­text von Akzel­er­a­tionis­mus gefunden. 

Weiss nicht mehr genau wo.
Weiss nicht mehr genau wann.

Sich­er ist, dass ich 2007 genau diese “ressourcen- und lösungs­fokussierte Erzählweise” — wie ich es als Sozialar­beit­er diese Textsorte charak­ter­isieren würde — genutzt habe. Bei Tage der Utopie:

wer ist meine mut­ter, wer sind meine brüder?

Der Vor­trag ging ziem­lich bru­tal schief. Für das Pub­likum. Ich meinte, ich kön­nte m/eine Per­for­mance in einem freien Vor­trag gestal­ten. Es war furchtbar.

Ein­er­seits wur­den nach diesem Abend alle meine Vorträge vor Pub­likum wiederum das, was sie vorher waren: “Ein Vor­lesen eines eigens dafür gemacht­en Blog-Ein­trages.” Zum Beispiel. ZhdK 2009, FH;P 2012 etc. Was aber nicht (nur) die Folge eines Trau­mas ist. 

Der Büh­nen­rand als Meta­pher — eine schar­fkantige Unter­schei­dung — war das Elix­i­er von #Caputal­ism, welch­er durch einen mächti­gen Orch­ester­graben bespielt und geschützt wurde.

dissent.is/MyzeltEuch

Die Bühne, die Unter­schei­dung von Podi­um und Pub­likum, von Pro­duzieren und Kon­sum­ieren, von Präsen­tieren und Nachvol­lziehen: Diese sehr erfol­gre­iche Prob­lem­lö­sung wurde zum Prob­lem selb­st. Das berühmte 6. Axiom von Paul Watzal­wick (in: Lösun­gen, 1974), welch­es die Unter­schei­dung Wan­del 1. und 2. Ord­nung set­zte, kann es erk­lären. “Bühne War Fake”. Der Büh­nen­rand als Meta­pher — eine schar­fkantige Unter­schei­dung — war das Elix­i­er von #Caputal­ism, welch­er durch einen mächti­gen Orch­ester­graben bespielt und geschützt wurde. 

Ander­er­seits, hat der Vor­trag 2007 mir vorher gän­zlich unbekan­nte Men­schen zuge­führt, welche zu wun­der­baren Fre­un­den gewor­den sind. Zum Beispiel der Empfänger dieses Textes: Können. Steine. Denken ;-)

Und nicht zulet­zt: Ich habe dort m/ein Glaubens­beken­nt­nis for­muliert, welch­es ein­er der ganz weni­gen Texte wurde, welche ich auch Jahre später noch lesen kann, ohne dass ich mich davon dis­tanzieren wollen würde.

Und, um die Erzäh­lung noch ein näch­stes Mal hin­aus zu zögern und eine Ref­erenz zu machen, an den Ort, welch­er mich aufgenom­men hat im mir zuge­wor­fe­nen, später frei gewählten, Leben­sraum: Hier noch eine wun­der­volle rätoro­man­is­che Sage, welche über die Schwierigkeit­en erzählt, das Neue in die Welt zu brin­gen. (Leo Tuor hat mir die Geschichte in rätoro­man­isch ein­ge­le­sen.)

carl-auer.de/magazin/kulturwechsel | Il cud­isch dil striegn | Lim­mat-Ver­lag | “Sagen sägen am sag­baren” @sms2sms

Wie sich dieser #Commonism realisiert hat? — Es war am Ende von #Caputalism sehr einfach. Und es ging sehr schnell:

(…)

(…)

(…)

22.08.2022: Vortrag in Dubrovnik definitiv zugesagt

Supervision 23.08.2022:

Ich frage jet­zt mal Moni­ka und Rolf, ob sie sich näch­sten @Wiki­Di­en­stag den hier entste­hen­den Blog-Ein­trag anhören und kom­men­tieren wollen ;-)

@sms2sms

Xerokratis­che Aktions­for­men dissent.is/Aktionsformen dissent.is/Xerorcracy

♬ Orig­inal­ton — sms2sms
Piazzi/Seydel DIE FORM DER UNRUHE #dfdu — Band 2, 2010 — Junius Verlag Hamburg
Piazzi/Seydel DIE FORM DER UNRUHE #dfdu — Band 2, 2010 (pdf) — Junius Ver­lag Hamburg
https://teaching.experimentality.org/summer-school-myzel-euch/

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­terWikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloudMastodonInsta­gram (ges­per­rt), SnapchatTik­TokTwitcht.me/WikiDienstag

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studi­um der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialar­beit­er, Künstler.

Ausstel­lun­gen und Per­for­mances in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don (Frieze/Swiss Cul­tur­al Fund UK), im Deutsches His­torisches Muse­um Berlin (Kura­tion Bazon Brock), in der Cryp­ta Cabaret Voltaire Zürich (Kura­tion Philipp Meier) uam. Gewin­ner Migros Jubilée Award, Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung. Diverse Ehrun­gen mit rocketboom.com durch Web­by Award (2006–2009). Jury-Mit­glied “Next Idea” Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010. Pen­delte bis 2010 als Mach­er von rebell.tv zwölf Jahre zwis­chen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Infor­ma­tion auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Ver­lag Ham­burg. Ruhen­des Mit­glied als Ex-Vice-Präsi­dent im P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Er war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung Gym­na­si­um Kloster Dis­en­tis. Ab 2018 arbeit­ete er in Zürich-Hot­tin­gen im unter rebell.tv entwick­el­ten Work­flow u.a. in Zusam­me­nar­beit mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter dem Label “WikiDienstag.ch”. Er pub­lizierte während der Coro­na-Krise im Früh­ling 2020 in der NZZ einen Text über Wikipedia, ini­ti­ierte Jahres­fes­ti­vals #PaulWat­zlaw­ick, #StanisławLem (doi: 10.55301/9783849770006), #Kathari­naVonZ­im­mern und sam­melt im Blog von Carl Auer Ver­lag, Hei­del­berg, “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegrün­de­ten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträ­gen der FH St. Gallen, Gesund­heits­di­rek­tion Kan­ton St. Gallen, Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) und der EU aus ein­er Anstel­lung als Leit­er Impuls- und Pilot­in­ter­ven­tio­nen für die Aids-Hil­fe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mit­ten in die Schweiz­er Alpen.

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)


0 Kommentare für “MYZELT EUCH

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese HTML Tags kannst du verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>