WAS WAR PACIFISM #TFFG 19.11.2022 @sms2sms

24.11.2022 | Feed­logs: WikiDienstag.ch/WhtsNxt | Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch #Medi­enthe­ater

(W2TGSPOF) 1. Der zen­trale Gedanke in diesem Ein­trag: Die Sehn­sucht, ein Leben ohne Anwen­dung von Gewalt zu gestal­ten — wie Paz­i­fis­mus zusam­men gefasst wer­den kön­nte — lässt sich in der jüdisch-christlich-islamis­chen Tra­di­tion dadurch erzählen, dass diese Men­schen sich als “Teil der Schöp­fung Gottes” inter­pretierten. Ein Tier, ein Wurm, eine Pflanze, die Sonne, ein Berg, ein Fluss: Alles Schöp­fung Gottes. Unter­schied­s­los. “Was ich dem Ger­ing­sten dieser Schöp­fung antue, das tue ich Gott an.” (Matth 25,40) Das nan­nte sich später verkürzt “Die unan­tast­bare Würde des Men­schen”. Und das nen­nt sich heute vielle­icht #Acht­samkeit. Aber die Idee bezieht sich in dieser Tra­di­tion nicht auf “Men­schen”, nicht auf “Gefüh­le von (anderen) Men­schen”, son­dern umstand­los auf “Schöp­fung”. Die Schöp­fung Gottes. Und wer ist dieses “Gott”? Kein Mann. Nicht alt, nicht weiss, nicht mit Bart. JHWH, Allah, Gott, war die Beze­ich­nung für das prinzip­iell Abwe­sende. “Ihre Göt­ter sind aus Sil­ber und Gold…” Psalm 115.
meta: dissent.is ist der name von meinem blog. hier arbeite ich und bin an wirkung nicht inter­essiert. wenn du etwas pub­lika­tions­fähiges zu diesem the­ma von mir suchst: hier find­est du es nicht.
2. Anlass zu diesem Ein­trag: Balthasar Glät­tli, der Präsi­dent der Grü­nen in der Schweiz, welch­er unter Coro­na Virus die Grü­nen zu ein­er Big-Phar­ma-Fan-Truppe umge­baut hat, erk­lärte in der Ele­fan­ten­runde beim Schweiz­er Fernse­hen, was Paz­i­fis­mus ist: Eine Krieg­sor­gan­i­sa­tion.
3. Wie es zum aktuellen Schreibpro­gramm passt: #Default­Change (#dfdu)

SOZIALE ARBEIT ist ARBEIT AM SOZIALEN
- nicht an Kör­pern
- nicht an Psy­chen
- nicht an Code

die SOZIALE FRAGE the­ma­tisiert MACHT
- Herrschaft (Kon­stel­la­tion von Men­schen)
- Schich­tung (Kon­stel­la­tion von Dinge)
- Legit­i­ma­tion (Kon­stel­la­tion von Werte)
- Durch­set­zung (Kon­stel­la­tion von Gewalt)

#Com­monism ist das neue #Caputal­ism
dissent.is/rules4radicals

Ein unge­fragt vorgeschla­genes Gruss­wort von Ste­fan M. Sey­del an die “Tagung des Täuferischen Forums für Frieden und Gerechtigkeit” #TFFG vom 19. Novem­ber 2022 | 1. Entwurf. 1. Lesung: Es gilt das gesproch­ene Wort (so?) | Die Ton­spur als Video

Han­suli Ger­ber et Charles-André Broglie

Mer­ci beau­coup.

Bon­jour.

Je t’aime.

Das sind die einzi­gen Worte, die mir von meinem franzö­sisch Unter­richt geblieben sind.

Merde ;-)

Présentes et absentes estimées
Geschätzte An- & Abwesende

Die Frage, welche heute in Biel an der Tagung des Täuferischen Forums für Frieden und Gerechtigkeit reflek­tiert wer­den soll, lautet: 

“Welch­er Paz­i­fis­mus heute?”

Die Antwort ist freilich sehr ein­fach: Den genau gle­ichen Paz­i­fis­mus, für welche unsere Vor­fahren seit hun­derten von Jahren einge­s­tanden sind. 

Das erste was die Men­schheit passierte — nach dem sich der Schöpfer­gott einen ganzen Tag lang eine Schaf­fenspause gegön­nt hat — war ein Brudermord. 

Der Feind ist kein Tier.
Der Feind ist nicht die Natur. 

Der Brud­er ist der Feind ist der Bruder.

Wenn ich hier schon bei Adam & Eva anfange: Inter­essiert vielle­icht auch, dass der Acker­bauer den von Gott geliebten Nomaden erschlägt.

Inter­es­sant zudem, dass sich später diese Ort­san­säs­si­gen, die die Natur kul­tivieren­den, diese besitzen- und kon­trol­lieren wol­len­den sich in einem riesi­gen Turm übere­inan­der Schicht­en lassen. In vie­len sich gegen­seit­ig belas­ten­den Schicht­en. Und dann der Schöpfer­gott die Erfind­ung der Sprachen als Ange­bot zur Ver­fü­gung stellt, dass sich die Men­schen in einem einem genü­gen­den Abstand zu einan­der, neben einan­der, miteinan­der bewe­gen können.

Wie zusam­men leben?

Das Schweiz­er Fernse­hen hat am 28. Okto­ber 2022 alle Präsi­den­ten von poli­tis­chen Parteien, welche min­destens eine Per­son in den Bun­desrat — die Exeku­tive der Schweiz — entsenden (oder gerne entsenden wür­den) in die #SRFAre­na ein­ge­laden. Der Domp­teur dieser Runde, nan­nte seine Gäste Ele­fan­ten. Eine Belei­di­gung der Ele­fan­ten. Denn wenn es gewaltig mächtige und hoch sen­si­ble Dick­häuter gibt, dann käme wohl nicht nur mir spon­tan die Ele­fan­ten in den Sinn. Nun gut: So standen diese 6 Män­ner in jen­er “Ele­fan­ten­runde”. Und tat­säch­lich fiel bere­its in den ersten 10 Minuten das Wort “Paz­i­fis­mus”. Aus mein­er Sicht ist das sehr erfreulich. Diese Grund­hal­tung scheint also auf aller höch­ster, poli­tis­ch­er Ebene noch immer unumgänglich und präsent zu sein. Der Paz­i­fis­mus ist eine moralis­che Instanz und als diese offenkundig akzep­tiert und unaus­löschbar Teil der Geschichte Europas und der Schweiz. Also gut:

Welch­er Paz­i­fis­mus heute?

Nun wurde als am 28. Okto­ber 2022 der Präsi­dent der Grü­nen Partei der Schweiz vor laufend­er Kam­era als Paz­i­fist ange­sprochen. Balthasar Glät­tli akzep­tiert diese Ansprache. Er antwortet im Namen des — des! — Pazifismus: 

“Das Ziel von Paz­i­fis­mus darf es nicht sein, dass die Putins dieser Welt gewinnen.” 

Unir­ri­tiert argu­men­tierte er zusam­men mit den anderen 5 Ele­fan­ten, dass der fürchter­liche Krieg an der Ost­front der NATO die Aus­ru­fung des Not­standes — wie sich dieser unter #Coro­n­aVirus doch bewährt habe — recht­fer­ti­gen würde. So kön­nte “unseren” Fre­unde beige­s­tanden wer­den, dass diese ihre Feinde bekämpfen kön­nen. Das ist Paz­i­fis­mus heute. Was für ein Desaster.

Lasst uns beten, wie der Herr uns gelehrt hat zu beten: “Herr vergib ihnen, denn sie wis­sen ganz präzis, was sie tun.” (so?)

Die Schweiz hat in den weni­gen Monat­en des Aus­nah­mezu­s­tandes unter #Coro­n­aVirus in den Jahren 2020 und 2021 zwei höchst erstaunliche Geset­ze erlassen:

  • Zuerst das soge­nan­nte #PMT. Es erlaubt der Bun­de­spolizei, Gefährdende “präem­tiv” — nicht nur “präven­tiv”! — zu ent­fer­nen. Das bricht mit jed­er Grun­dan­nahme, jedem Ver­sprechen von Rechtsstaatlichkeit, jed­er Tra­di­tion der Rechtssprechung, nicht nur in der Schweiz. Aber natür­lich nicht nur, weil damit die aktuell­sten Tech­nolo­gien etabliert wer­den, um flächen­deck­ene Überwachung zu erzwingen…
  • Das Zweite Gesetz — was eben­falls von den Wahlberechtigten an der Urne bestätigt wor­den ist — wurde #Covid19Gesetz genan­nt. Es löst die seit der franzö­sis­chen Rev­o­lu­tion heilige Gewal­tenteilung von “Leg­isla­tive — Judika­tive — Exeku­tive” in Not­stand­szeit­en auf. Wenn es also den gewalt­bere­it Mächti­gen gelingt, einen Aus­nah­mezu­s­tand zu erk­lären, bes­timmt danach die Exeku­tive die “Kri­te­rien und Richtwerte” ihre han­dels gle­ich selbst.

Die Schweiz wurde zwis­chen 1939 und 1952 genau so regiert. Ein CEO mit allen Kom­pe­ten­zen — der Gen­er­al — mit fein­füh­li­gen Echokam­mern von Bun­desrat und Par­la­ment. Ich habe mich entsch­ieden, wie diese aktuelle Staats­form heute genan­nt wer­den kön­nte. Nein: “Kom­mis­sarische Dik­tatur”, wie diese damals geschimpft wurde, wäre meines Eracht­ens zu harm­los für unsere Sit­u­a­tion. Aber das wäre ein anderes The­ma. Sich­er ist, dass die Schweiz keine Demokratie mehr ist. Sich­er ist, dass Men­schen mit anderen Grund­hal­tun­gen nicht mehr sich­er in der Schweiz sind. Sich­er ist, dass die Ide­ale von Frei­heit und Autonomie nicht mehr staat­srechtlich gesichert sind. Was der Berufsver­band von Soziale Arbeit (Avenir­So­cial) durch ihren Präsi­den­ten der Fachkom­mis­sion Beruf­sethik im April 2020 ver­schriftlicht und als Sozialer Zugewinn gefeiert hat. Das Stich­wort heisst #Sol­i­dar­ität. Die gewalt­bere­it Mächti­gen sind untere­inan­der sol­i­darisch. Marc Walder, der CEO von Ringi­er und Grün­der von Dig­i­tal­Switzer­land argu­men­tierte genau gle­ich: Die grossen Massen lei­t­en­den Medi­en, bericht­en “sol­i­darisch” mit der Regierung in schwieri­gen Tagen. Dafür beziehen selb­stver­ständlich gle­ich auch noch Geld von der Regierung.

Nein: Keine Ver­schwörungs­the­o­rie.
Nein: Kein Geschwurbel.
Nein: Keine Lügen. 

Alles nach­le­se­bar. Alles juris­tisch ein­wand­frei in schweiz­erisches Gesetz ver­wan­delt und an der Urne durch die wahlberechtigte Bevölkerung bestätigt.

Wenn es Repräsen­tan­ten gibt, für diese drama­tis­che Umstel­lung, dann gehören die Präsi­den­ten der poli­tis­chen Parteien, welche einen Bun­desrat stellen — oder stellen wollen — zu diesem Net­zw­erk. Und dort beant­wortet ein Paz­i­fist, die Frage auf die heutige Frage: “Welch­er Paz­i­fis­mus heute?” mit dem Satz:

“Das Ziel von Paz­i­fis­mus darf es nicht sein, dass die Putins dieser Welt gewinnen.”

Der Paz­i­fist Balthasar Glät­tli erläuterte, was Paz­i­fis­mus damit meint.: Wer die Feinde nicht gewin­nen lassen will, muss halt eben han­deln. Etwas tun. Etwas machen. Eben: Waf­fen liefern. Oder wenig­stens mithelfen, dass andere Waf­fen liefern. Keine Pro­duk­te von den Fein­den “unser­er Feinde” kaufen. Die Bankkon­ten der Feinde “unser­er” Fre­unde sper­ren. Der Paz­i­fis­mus des Balthasar Glät­tli klärt damit als aller erstes die Frage, welche Carl Schmitt für das Nazi-Deutsch­land auf total geset­zt hat:

Bist du Fre­und oder Feind?
- Sei vor­sichtig was du sagt: Die Bun­de­spolizei hört zu.

Der Paz­i­fist Balthasar Glät­tli, weiss was Paz­i­fis­mus heute bere­it ist zu leis­ten:
- Im Not­stand den Not­stand aus­rufen.
- Damit die Gewal­tenteilung aus­set­zen lassen.
- Die Fre­unde im Kampf gegen ihre Feinde mit allen erden­klichen, hin­ter­triebe­nen und nüt­zlichen Mit­teln unter­stützen. (Zum Beispiel den Fein­den die Bankkon­tos sper­ren.)

Expliz­it.

Keine Ver­schwörungs­the­o­rie.
Kein Geschwurbel.
Keine Lügen.

Was für ein Desaster. Das dies empörend ist, ist klar. 

(hier bess­er Jesa­ja 28:10 | dafür den späteren psalm nicht…?!?)

Aber: Was würde ich eigentlich Balthasar antworten?

Der Clou von Paz­i­fis­mus, ist die evi­dente Annahme, dass der Stärkere der Stärkere ist. Dass der Frechere der Frechere ist. Dass der Unflätigere der Unflätigere ist.

Das ver­ste­ht jedes Kind und jede Gross­mut­ter bestätigt es nach einem lan­gen Leben. 

Klar ist das so. 

Aber das Prob­lem liegt doch nicht darin, erst­ma­lig in der Men­schheits­geschichte beant­worten zu müssen, wie der Unflätigere, Frechere, Stärkere besiegt wer­den kann. Das ist doch ein­fach. Das ist doch klar:

Du hast nur zwei Hände?
- Ich habe einen Stein.

Du hast nur ein Speer?
- Ich habe Pfeil und Bogen.

Du hast nur ein Pferd?
- Ich habe einen Panzer.

Du hast nur eine Kanone?
- Ich habe Drohnen.

So schwurbelt die Eskala­tion­sspi­rale seit Kain und Abel. Was daran ist so schwierig zu verstehen?

Die Stärk­eren wer­den siegen. Weil sie die Stärk­eren sind. So ist das. So war es immer.
- Wird es so bleiben? Ja. Ver­mut­lich. Ja.

Paz­i­fis­mus ist eine ganz konkret gelebte Prax­is, welche auf die Musterun­ter­brechung von Eskala­tion­spir­alen fokussiert. Die Pos­tulierung des radikalen Verzicht­es auf die Anwen­dung von Gewalt gegenüber anderen Men­schen, war aber noch gar nie der Aus­gangspunkt dieser Grund­hal­tung. Ganz im Gegen­teil. Es beze­ich­net den im Flucht­punkt beze­ich­neten, schreck­lich­sten Moment des Scheit­erns ein­er Musterun­ter­brechung ein­er Eskalationsspirale.

Um es in der religiösen Sprach­welt zu for­mulieren — was in diesem Kon­text des Täuferischen Forums für Frieden und Gerechtigkeit ja nicht befremdlich ist:

  • Gott hat den Men­schen nach seinem Eben­bild geschaffen.
  • Was an einem der Ger­ing­sten getan wird, wird Gott angetan.

Diese Grund­hal­tung wird heute #Acht­samkeit genan­nt. Mit dem Unter­schied, dass in der jüdisch-christlich-islamis­chen Tra­di­tion, diese sich radikal auf die ganze Schöp­fung Gottes zu beziehen hat.

Men­schen in dieser Tra­di­tion ver­ste­hen sich selb­st als Gäste, als Teil der Schöp­fung Gottes, in — in (sic!) dieser Erde. Nicht VON dieser Welt. Aber IN dieser Welt. Die Psalmis­ten sin­gen es seit hun­derten Jahren bei Num­mer 115 so:

Unser Gott ist im Him­mel.
Alles, was er will, voll­bringt er.

Ihre Göt­ter sind aus Sil­ber und Gold.
Mach­w­erk sind sie von Menschenhand.

Sie haben einen Mund und reden nicht,
sie haben Augen und sehen nicht,

sie haben Ohren und hören nicht,
sie haben eine Nase und riechen nicht,

ihre Hände, sie tas­ten nicht,
ihre Füsse, sie gehen nicht,
nichts brin­gen sie her­vor mit ihrer Kehle
.

Es wer­den ihnen gle­ichen, die sie machen,
alle, die auf sie vertrauen.

Ver­trau auf Gott!
Das ist dein Schild und deine Hil­fe
.

(und später)

Der Him­mel ist der Him­mel unseres Gottes.
Die Erde aber gab Gott den Menschen.

Paz­i­fis­mus — ob in ein­er religiösen oder ein­er poli­tisch Sprache for­muliert — bringt zum Aus­druck, dass Men­schen die Ver­ant­wor­tung für ihr NICHT VON DIESER WELT zu übernehmen bere­it sind und ihr IN DIESER WELT SEIEND übernehmen, gestal­ten und kultivieren.

Für Paz­i­fis­mus ist der Ref­eren­zpunkt das prinzip­iell Abwesende.

Das nen­nt die jüdisch-christlich-islamis­che Tra­di­tion “Gott”. Die späteren Verkürzun­gen der Idee, nan­nte dann bloss noch: “Die unan­tast­bare Würde des Men­schen”. Welche zwar eben so unan­tast­bar ist, wie Gott. Aber der Satz, welche nach dem Holo­caust in die UNO-Men­schen­recht­skon­ven­tion über­nom­men wurde und im deutschen Grundge­setz unter Trä­nen an den Anfang in Artikel 1,1 geset­zt wurde, wieder­holt aber irrwitziger­weise ja bloss die unendlichen Arro­ganz des Men­schen, sich selb­st ins Zen­trum zu stellen, über­haben über allem Lebendi­gen und von dort alle anderen Teile der Natur als ihre Ressource hem­mungs­los miss­brauchen zu dürfen.

Religiös gesprochen: Die Men­schen müssen heute nicht mehr ermuntert wer­den, sich ihren Platz IN der Welt zu vertei­di­gen. Wir müssen uns heute viel mehr gegen­seit­ig darin ermuntern und bestärken, dass wir uns nicht als VON dieser Welt begreif­f­en. Und darin eine Ver­ant­wor­tung tra­gen für die Schöp­fung Gottes.

Welchen Paz­i­fis­mus heute?

In vier Dimen­sio­nen skizziert, kön­nte vielle­icht gesagt werden:

Paz­i­fis­mus

  1. ver­mei­det die Verkrus­tun­gen von Hier­ar­chien zwis­chen Men­schen. (Herrschaft)
  2. sucht im Aus­tausch mit Men­sch und Natur nach kom­ple­men­tär begrif­f­en­er “Für­sor­glichkeit & Gerechtigkeit”. (Schich­tung)
  3. pflegt einen “Kon­sens zur Uneinigkeit”. (Legit­i­ma­tion)
  4. verzichtet radikal auf jed­wede Anwen­dung von Gewalt zwis­chen Men­schen. (Gewalt)

Erin­nert ihr Euch, wie unseren Vor­fahren sich die glänzen­den Knöpfe von ihren Klei­dern geris­sen haben, um sie demon­stra­tiv zu erset­zen durch “hook and eye”?

Geschwis­ter, lasst uns deut­liche Zeichen erfind­en für unseren offe­nen Wider­stand gegen gewalt­bere­it Mächtige.

  • Ich bin ges­pan­nt auf EURE Ideen.
  • Ich wün­sche euch ein freudi­ges Weben an der Tra­di­tion unser­er Tradition.
  • Ich freue mich auf eure Hyperlinks.

Mer­ci beaucoup.

Aktuelle Schreibpro­gramm: #rules4radicals
Anam­ne­sis: #Caputal­ism
Diag­no­sis: #Default­Change
Prog­no­sis: #Lib­er­al­Pa­ter­nal­ism
Ther­a­py: #Com­monism

Archiv des Eintrags, wie dieses entstanden ist. (unbearbeitet)

“Das Ziel von #Pazifismus darf es nicht sein, dass die Putins dieser Welt gewinnen.”

Balthasar Glät­tli Präsi­dent @GrueneCH, 28.10.2022, #SRFare­na

Balthasar antwortet als Pazifist?
Und für den Pazifismus?

Ganz ohne Gegen­wehr?
- Ok. Ich beobachte fast nur Twit­ter. Wobei… Gemäss NZZ ist hier “DIE ELITE”… Also gabs doch kein­er­lei Gegen­wehr gegen diese Ver­schwurbelung… Grund genug für diese rasche Notiz…

Du @sms2sms, was hättest du ihm geantwortet? fragt @AnarchKonf ;-)

Im Sinne des Charts — was ich gerne #How2Disagree nen­nen würde — hätte ich Balthasar zuerst bloss eines gesagt, dass er ein verd*** Arschloch sei :-(

#how2disagree

Widerspruch ist Zuspruch, denn…

Die Frage, was Paz­i­fis­mus war, scheint höchst dringlich. 

Darum finde ich es pri­ma, dass diese “Geis­te­shal­tung”, diese “kul­turelle Rich­tung”, über­haupt noch im Gespräch vor “den dick­en Kam­eras” gehal­ten wird. Obwohl das freilich nicht der Ort ist, welch­er für mich Rel­e­vant ist… Wie auch immer…

Wie wär’s weiter gegangen?

Ich ver­mute, er hätte gesagt: “Du mich auch…” Und das wärs dann gewesen. 

Balthasar kommt ger­ade aus zwei Jahren, in welchen er seine Grüne Partei der Schweiz bru­talst und hem­mungs­los umge­baut hat. Höchst erfol­gre­ich. Er beschreibt es selb­st so: 

Er will umsver­reck­en Bun­desrat wer­den. (Minute 17, 15.09.2021, SRF) Er wird es nicht wer­den dür­fen. Er hat Stress, wenig­stens noch einen ersten Bun­desrat in der Geschichte für die Grü­nen zu holen… Ich benei­de ihn nicht… 

Balthasar war ein Hoff­nungsträger für eine andere Poli­tik. Für eine andere Art, Poli­tik zu machen. Er hat es verbockt.

Ganz offen erzählte er, wie ihn Christoph Blocher zum Nation­al­rat gemacht hat. Seit Blocher nicht mehr mit ihm stre­it­et, ist es vor­bei. Und er gle­icht mit seinen Aktio­nen Christoph Blocher mehr, als ihm lieb sein kann… Der Paz­i­fist ist ein Kriegstreiber gewor­den. Er wird später sagen: “Ich erin­nere mich an nichts…” (so?) Aber das wäre ein andere Geschichte…

Was war die Frage?

Was war Pazifismus?

Beim zweit­en Nach­denken hätte ich Balthasar wohl gesagt:

Doch, Balthasar, Pazifismus geht eben gerade davon aus, dass “die Putins dieser Welt” siegen werden. Das ist ja der Clou…

Es waren die Täufer — die Amish, die Quäk­er, die Men­non­iten — die Pietis­ten, welche Europa fluchtar­tig ver­lassen haben. In eine ver­meintlich kultufreie Neue Welt. Sie wur­den mit Gewalt ver­fol­gt von den Fanatis­chen des “Neuen Glauben”, welche gar nicht erst an die Macht gekom­men wäre, ohne die Tra­di­tion der Radikal Sozial Lib­eralen Täufer, welche so gerne abw­er­tend “Fun­da­men­tal­is­ten” genan­nt werden…

Nun gut. Ich will diese Bewe­gung in der Gegen­wart nicht vertei­di­gen. Aber ihre Ursprünge sind für das, was all­ge­mein “West­en” oder “alt-europäis­che Tra­di­tion” genan­nt wird, gar nicht zu unterschätzen.

Human­is­mus, Neuzeit, Aufk­lärung, Mod­erne… Das, was ich heute — weil es vor­bei ist — rück­blick­end als #Caputal­ism nen­nen will… Jeden­falls:

Pazifismus ist im Krieg geboren. 

Und natür­lich nicht 1994, wie der Gym­nasi­ast und Jungjour­nal­ist Mau­rin Jost in die Bun­deswehr einge­zo­gen wor­den ist und beim ersten Angriff­skrieg — welch­er er meint miter­lebt zu haben (sic!) — dann doch ins Grü­beln gerät über seine dama­li­gen paz­i­fistis­chen Gefühlchen… (so?)

(…)

(…)

ich sollte da mal weiter arbeiten ;-)

(…)

(…)

(…)

Die Frage bei mein­er Gerichtsver­hand­lung:
- Angenom­men, bewaffnete Män­ner drin­gen in dein Haus ein. Deine Frau ist schwanger. Dein Kind schre­it. Du vertei­digst deine junge Fam­i­lie nicht?

  1. Es ist ein Unter­schied, ob sich zwei Män­ner prügeln oder ob zwei Staat­en mit ihrem Mil­itär aufeinan­der los gehen, richtig? (Will sagen: Das fik­tive Beispiel ist strate­gisch verquir­rl­ter Quatsch.)
  2. Wenn schon: Das verquir­rlte Beispiel macht den auf Gewal­tan­wen­dung verzich­t­en­den zum Schuldigen und nicht den Angreifenden.
  3. Die Beobach­tung von Kon­flik­ten im Schema ((Nicht)Schuld) ist eine mögliche Art, einen Kon­flikt zu beobacht­en… Dieser passt zur viel zu ein­fachen Inter­pre­ta­tion von ((Vergbung)Schuld) im Kon­text von Reli­gion und zur viel zu ein­fachen Inter­pre­ta­tion ((Schuld)Strafe) von Rechtsstaat.
  4. Die Frage kön­nte zum Beispiel laut­en, wie es dazu gekom­men ist, dass da bewaffnete Män­ner durch die Gegend ren­nen und junge Fam­i­lien angreifen… Es gin­ge dann um Beobach­tung von Dynamiken, Prozessen, Aus­tauschver­hält­nis­sen, Anord­nun­gen von Herrschaft, Schich­tung, Legit­i­ma­tion und Gewalt.
  5. Ich akzep­tiere nicht, dass Krieg die Fort­set­zung von Poli­tik mit anderen Mit­teln sei. Poli­tik welche Dro­hun­gen, Sank­tio­nen, Krieg als Option sehen, ist keine. (Ver­gl. dazu #Pater­nal­is­mus)
  6. Denn es kön­nte ja es sein, dass diese “Poli­tik” offen­sives Inter­esse haben kann an Krieg, weil es mit Inter­esssen­bindun­gen der soge­nan­nten “Volksvertretern” zu tun hat? (Aktuell­stes “Diener des Volkes” im Ein­fluss­bere­ich der @NATO.)
  7. Meine Mut­ter lehrte mich: “Es braucht immer zwei zum Streiten.”
  8. Seit vie­len Jahrzehn­ten gibt es viel ele­gan­tere Möglichkeit­en, Men­schen zu töten. Der Krieg Mann gegen Mann ist Mit­te­lal­ter­lich und war schon pein­lich mit anzuse­hen in den soge­nan­nten zwei Weltkriegen mit­ten in Europa. Ok: War es schon immer. Prügel­nde Jungs ist quatsch. Die Steigerungs­for­men mit Waf­fen etc. elend. (so?)
  9. Die Her­aus­forderung lautet: Wie zusam­men leben? Als Men­schen. Als Men­schheit. Als Lebe­we­sen auf einem lebendi­gen Plan­eten. Die Äch­tung von Gewal­tan­wen­dung wäre eine Min­destanforderung an eine “Gesellschaft der Gesellschaft”, welche sich selb­st als die zivil­isierteste aller Zivil­isierten hyperventiliert.
  10. Im Anfang war eine Rei­he von axioma­tis­chen Unter­schei­dun­gen. Danach ein Tag Son­ntag. Und am näch­sten hat ein Brud­er seinen Brud­er ermordet… Und das lässt sich 2022 nicht anders beobacht­en? Echt etzt?

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Zum Schreibpro­gramm im Novem­ber 2022 @sms2sms
Anam­ne­sis: #Caputal­ism
Diag­no­sis: #Default­Change
Prog­no­sis: #Lib­er­al­Pa­ter­nal­ism
Ther­a­py: #Com­monism

WORK IN PROGRESS

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­terWikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloudMastodonInsta­gram (ges­per­rt), SnapchatTik­TokTwitcht.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb)

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studi­um der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialar­beit­er, Künstler.

Ausstel­lun­gen und Per­for­mances in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don (Frieze/Swiss Cul­tur­al Fund UK), im Deutsches His­torisches Muse­um Berlin (Kura­tion Bazon Brock), in der Cryp­ta Cabaret Voltaire Zürich (Kura­tion Philipp Meier) uam. Gewin­ner Migros Jubilée Award, Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung. Diverse Ehrun­gen mit rocketboom.com durch Web­by Award (2006–2009). Jury-Mit­glied “Next Idea” Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010. Pen­delte bis 2010 als Mach­er von rebell.tv zwölf Jahre zwis­chen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Infor­ma­tion auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Ver­lag Ham­burg. Ruhen­des Mit­glied als Ex-Vice-Präsi­dent im P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Er war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung Gym­na­si­um Kloster Dis­en­tis. Ab 2018 arbeit­ete er in Zürich-Hot­tin­gen im unter rebell.tv entwick­el­ten Work­flow u.a. in Zusam­me­nar­beit mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter dem Label “WikiDienstag.ch”. Er pub­lizierte während der Coro­na-Krise im Früh­ling 2020 in der NZZ einen Text über Wikipedia, ini­ti­ierte Jahres­fes­ti­vals #PaulWat­zlaw­ick, #StanisławLem (doi: 10.55301/9783849770006), #Kathari­naVonZ­im­mern und sam­melt im Blog von Carl Auer Ver­lag, Hei­del­berg, “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegrün­de­ten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträ­gen der FH St. Gallen, Gesund­heits­di­rek­tion Kan­ton St. Gallen, Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) und der EU aus ein­er Anstel­lung als Leit­er Impuls- und Pilot­in­ter­ven­tio­nen für die Aids-Hil­fe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mit­ten in die Schweiz­er Alpen.

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)


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