#SendaDilsCaputschins #Kapuzinerweg #Surselva (Brescia — Mustér)

nossaistorgia.ch (1826) Kannst du dir vorstellen, was Pater Flo­ri­ano sah, wie er genau an dieser Stelle 1695 stand? | “Ach gäbe es hier eine Brücke, welche noch sehr viel länger wäre, als die ganze Baustelle des Klosters…”

Wegtech­nis­ches & Net­work­ing dazu, samm­le ich unter: #LaPen­den­ta & #ViaFran­cis­cana | 15.11.2022: 3. Lesung vom 1. Entwurf für einen möglichen Ein­stieg in eine #MiniS­erie (so?)

Über hunderte von Jahren, haben die Caputschins da Brescia die Surselva geprägt. Diese Geringen aus der Kongregation der geringen Kapuziner haben das Gefühl, zu leben, zu lieben und zu sterben massiert, geknetet und zu einem barocken Gesamtkunstwerk verwandelt. Vergleichbar vielleicht nur, wie später die Eisenbahn mit gewaltiger Macht die Landschaft durchpflügte und Täler, Tiere und Menschen für die aufstrahlende Globalisierung herrichtete.
- Aber das wäre eine andere Geschichte.

Die Geschichte, welche hier geschichtet werden soll, erzählt von einem ganz besonderen #Schichtwechsel, welche so nur sehr selten in dieser Dichte die Menschen passiert. Es erfühlt sich wie aktuell.
- Aber das wäre eine andere Geschichte.

Die Geschichte will sich selbst auf den Zeitraum von 1695 bis 1720 verdichten. Es ist eine Geschichte, welche sich tatsächlich in Dissentis/Mustér vor genau 300 Jahren so zugetragen hat. Der Krieg zwischen dem Alten und dem Neuen Glauben tobte also schon 200 Jahre lang. Zur Zeit unserer Geschichte, stand das Kloster der Benediktiner also bereits 700 Jahre an jener Kreuzung, an welcher sich die Machtkirche zwischen Osten und Westen teilte. (Byzanz in Dissentis.) Und ganze 300 Jahre stand das Kloster an jener Achse an welcher viele Wege nach Konstanz führten: Die päpstlichen Kuriere der pervertierten Machtkirche eilten von Rom, Avignon und Pisa kommend über den am leichtesten und sichersten zu überquerenden Pass des Alpenmassivs. Niemand wollte hier bleiben. Alle wollten bloss möglichst schnell wo ganz anders hin. Einzig Nikolaus von Kus(anus) notierte zur Zeit des Konzils von Konstanz: “Das Zentrum ist überall. Die Peripherie nirgends”. Hat ihn den Gedanken im Nachdenken über den Ort Dissent.is/Mustér gefunden? War der umtriebige Pfründejäger darum so engagiert an Dissentis interessiert? Aber die Alpenmönche wussten sich zu schützen vor diesen Elon Musk´s ihrer Tage. Die Patres gehen hier seit 1400 Jahre unter: “Stabilitas in progressu.” 

Nein: Die Geschichte ist nicht wahr.
Nein: Die Geschichte ist nicht erfunden.

Wahr ist, dass die Geschichte mich gefunden hat.
- Aber das wäre eine andere Geschichte.

Schluss jetzt — Das war kein Anfang. Die Geschichte hat sich den folgenden Namen gegeben:

“Das Wirken des Pater Floriano da Brescia in der Dorfkirche zu Dissentis.”

WORK IN PROGRESS

Pater Flo­ri­ano wird seit seinem Abstieg vom Luk­manier­pass von trau­rig weinen­den Glock­en begleitet.

Schon beim Löf­feln ein­er Suppe auf der Passhöhe nach der Mit­tagshore in der Kirche San­ta Maria, hat ihm ein etwas spleeniger Mönch aus dem Kloster Dis­sentis den Grund in barock­er Fülle aus­ge­führt. Das unter­set­zte, drahtige Män­nchen — eher eine kraxlige Berggeiss, denn ein würde­voller Priester — ist für Pater Flo­ri­ano der erste per­sön­liche Kon­takt mit Ange­höri­gen von dem alles beherrschen­den Kloster Dis­sentis in Mustér. 

Als wäre der kurlige Mönch von der all­wis­senden Statthal­terei ganz absichtsvoll zur Begrüs­sung eines jen­er näch­sten Kapuzin­ers hin­auf zum Pass geschickt worde: Dem Jungspund soll gle­ich beim ersten Ein­tritt ins Tal klar wer­den, mit wem er es zu schaf­fen haben wird.

Die Kapuzin­er in der Tra­di­tion des heili­gen Franziskus, stellen sich ganz in den Dienst der Bedürfti­gen. Sie sehen sich selb­st als die Ger­ing­sten unter den Gerin­gen. Ganz anders die Benedik­tin­er: Sie loben den Allmächtig­sten mit den über­bor­den­den Seg­nun­gen des über allem Erhabenen. Gescheit. Gebildet. Weise und Elo­quent beobacht­en sie das wüste Treiben dieser Welt. 

Ganz unaufge­set­zt — als wärs das Nor­mal­ste mit einem Frem­den so zu par­lieren — hat­te das Mönch­lein gän­zlich ansat­z­los unserem Pater Flo­ri­ano begonnen die Welt zu erk­lären. Unter sein­er Kutte schien er unendliche viele Säcke mit Wörtern für jedes einzelne Wort zu hort­en: Alles was er sagte, beobachtete, bedeutete, wieder­holte er in selt­samen schlaufen in anderen Sprachen. Er wieder­holte sich zwar dabei end­los und schien doch einem ganz spez­i­fis­chen Gedanken nachzueilen, welchem er fol­gte, als gin­ge es darum, einen los­ge­lassen­er Pfeil aufz­u­fan­gen, bevor dieser zu Boden fällt und um tiefen Gras für immer ver­loren sein wird. Er liesse seine Worte kreisen wie Murmeln. Er wählte das eine und wägte es mit einem anderen ab. Er schmatzte die Wörter wie süsse Bon­bons. Er sann über ein jedes nach und pro­bierte es in ein­er anderen Spache aus. Bald zeigte er mit seinem Stock hin­auf zu den Bergen und hat­te für jeden Zick und Zack am Hor­i­zont eine ganz ein­deutige Beze­ich­nung. Selb­st Wiesen, Auen, Wälder, auf­fäl­lige Stein­brock­en, Wasser­fälle hat­ten einen Namen. Schon zeich­nete er dem jun­gen Flo­ri­ano mit schnellen Strichen eine präzise Karte von der neuen Heimat. Unter­schied­s­los neugierig erzählte er von botanis­chem, sozialem, erfühltem und erfun­den­em. Pater Flo­ri­ano merk­te ins­beson­dere dort auf, wie der Mönch eine Sprache nutzte, welche er noch nie gehört hat­te und ihm doch genü­gend Ver­traut war. Aber gedanklich zu ver­weilen war unmöglich. So hört der noch nicht ein­mal am Ziele angekommene so viele hin­ter­riebene Beschrei­bun­gen von dem, was im Kloster vor sich ging, dass Pater Flo­ri­ano in sich kicherte: “Das kön­nte ein Fre­und wer­den”. Aber noch sehr viel lauter lachte er viel später vor sich hin: Endlich merk­te er, dass dieser Kerl im Wesentlichen auch bloss sagte, was ihm lange vor seinem Auf­stieg zum let­zten Berg berichtet wor­den ist.

Seit mehr als ein­er Woche ist unser Pater Flo­ri­ano nun schon unterwegs.

Wie er in Bres­cia von seinen Brüdern in ein­er speziell für ihn gele­se­nen Messe ver­ab­schiedet wor­den ist, steck­te ihm sein Ober­er ein ganzes Bün­del von Briefen zu, welche er unter­wegs abzugeben hat­te. Davon ist ihm jet­zt bloss noch ein aller let­zter einziger geblieben. Ein beson­ders gross­er und sehr schön beschrifteter, um damit der Wichtigkeit des Empfängers noch vor dem öff­nen gebührende Ehre zu erweisen. 

Der Abschied im Bres­cia war fröh­lich. Und die aller­let­zte Umar­mung — der aller­let­zte Frieden­skuss — über­flutet von ein­samen Trä­nen. Pater Flo­ri­ano wusste, dass er der ihm in prallen Jahren vom Ret­ter, zum Vater, zum Brud­er, zum Fre­und gewor­dene Alte nie mehr sehen wird. Nicht ein­mal das Loch für dessen Kör­p­er wird er schaufeln dürfen.

“Sei mutig!”, flüsterte es Pater Flo­ri­ano ins Ohr. 

Er ver­sprach es nick­end, den Kopf tief ver­graben in der Kaputze seines Gegenübers. Ohne sich noch ein einziges Mal umzu­drehen, ran­nte der eben erst zum Priester gewei­hte aus der Kirche. Hin­aus aus der Stadt. Hin­aus über den Feld­weg. Hin­aus heulte er. Einem Schlosshund gle­ich. Den ganzen Weg, welchen er gut kan­nte. Nach Berg­amo wurde er oft geschickt. Aber der erste Ort, an welchem er einen ersten Brief abzugeben hat­te wird Lec­co sein. 

Warum er den weit­en Umweg über das ihm völ­lig fremde Como und Varese gehen musste, wurde ihm nicht gesagt. Es hätte schnellere Wege gegeben. Aber er lernte früh, dass drän­gende Fra­gen zu stellen zu noch viel bizarreren Antworten führten. So murmelte er seine täglichen Gebete. Sang die ihm längst ins Herz gebran­nten Psalmen. Schüt­tet sein beben­des Herz der Mut­ter Gottes in den Schoss. 

Und was tat diese? Sie krauste ihn am Hin­terkopf und erzählte ihm Geschicht­en. Bald war er rot vor Scham. Bald blies es ihm die Brust vor über­mütig­stem Taten­drang auf. Bald — und am aller­meis­ten — kicherte er ob all ihrer Ideen lau­thals vor sich hin. Das ging ihm schon als klein­er Junge so. Das ging ihm so, wenn er von seinem Präfek­ten gezüchtig wurde. Das ging ihm gar so, wie er seinen grob­schlächti­gen Bauern, bei welchem er als Verd­ingkind vom Berg hin­unter nach Bres­cia geschickt untergekom­men war, wie er diesen mit pech­schwarzen Beulen über­sät, röchel­nd zwis­chen den Kühen im dun­klen Stall in der Scheisse der Tiere liegen sah.

So kam er früh ins Kloster. So wurde er Priester. So wurde er in faszinierend ferne Gegen­den geschickt. Wir müssen uns Pater Flo­ri­ano als einen glück­lichen Mann vorstellen.

Wo wir jet­zt sind?
- Beim Abstieg vom Pas­so del Lucomagno. 

Wie das erste Haus im Ein­gang zu sein­er neuen Heimat heisst?
- San­ta Maria.

nossaistorgia.ch

Pater Flo­ri­ano war es ein Zeichen. Er fühlte sich aufgenom­men, wie er den aller ersten Schritt in sein neues Zuhause machte. Das prächtige Tal, in welchem die ver­schlun­gene Medel dem jun­gen Rhein ent­ge­gen purzel­nd, ihre sie lei­t­en­den Steine zu wun­der­samen Land­schaften ver­wan­delte. Hier wollte der Her­rgott ihn haben? Dieses Tal hat ihm die Mut­ter Gottes ver­mit­telt? Sein Herz sprang schneller als seine Beine es nach­machen konnte.

Nein: Er wurde nicht vom strate­gisch abge­sandten Mönch des Statthal­ters auf der Passhöhe abgepasst. Seine über alles geliebte Mut­ter Gottes selb­st, hat ihn an seinem Bes­tim­mung­sort emp­fan­gen. Hier gehört unser Pater Flo­ri­ano hin. Hier will er leben, lieben und sterben.

Was sein Leben so lebendig macht? Der Tod.
Was sein Leben so far­ben­froh macht? Der Tod.
Was seine Leben so fröh­lich macht? Der Tod.

Jed­er Per­son, welch­er Pater Flo­ri­ano in den let­zten Tagen begeg­nete, erzählt ihm das Gle­iche. Bei sein­er Ankun­ft, gibt es nur ein einziges The­ma. Das The­ma seines quir­rlig-lebendi­gen Lebens: Der Tod. 

Mit jedem Schritt wird das Gefühl inten­siv­er. Die Verdich­tung schaf­fen nun aber nicht die Häuser. Nicht die Men­schen. Kein Ver­gle­ich zu sein­er Heimat­stadt. Kein Ver­glich zu seinem wirbli­gen Kloster voller junger Män­ner welche nur durch streng Regeln, präzise Prozesse und unendliche Proze­duren kon­trol­liert werden.

Hier macht die Weite die Verdich­tung. Der offene Him­mel. Die Berge. Die Wälder. Das Rauschen des Wassers. Die schnellen, böi­gen Winde. Ein schlicht­es, ein grandios­es Spek­takel der Schöp­fung Gottes.

Schon wieder kommt er zu einem Weil­er. Auch da ste­hen Frauen in Grup­pen zusam­men und weinen hem­mungs­los. Die Män­ner fal­ten ihre Sor­gen. Reiben ihre Hände in der frischen Kälte und besprechen die kom­menden Tage.

Aus allen Fen­stern hän­gen schwarze Tüch­er. An jedem Glöckchen eines jeden Kirch­leins hängt ein Kind. Was sage ich? Ganze Grup­pen von Kinder ste­hen sie um das zap­pel­nde Seil. Was son­st ver­boten ist, ist jet­zt Pflicht: Die Glocke muss läuten. Tag und Nacht. Wenn es gar allzu lustig wird, beruhigt der Blick der vie­len Gross­müt­ter, welche auf den Knien liegend, unabläs­sig die Holzkügelchen durch die Hände schieben. Sie beten so viele Rosenkränze, wie andere es ihr ganzes Leben lang nicht tun.

Der Abt ist tot.

44 Jahre prägte er das Kloster. Ein Mann aus diesem Tal. Ein mächtiger, ein­flussre­ich­er, wirkungs­freudi­ger Mann. Der let­zte Brief, welch­er Pater Flo­ri­ano noch bei sich trägt, ziert also den falschen Namen? 

Pater Flo­ri­ano beschle­u­nigt seinen Gang. Zwis­chen­druch hat er bere­its eine riesige Baustelle in der Ferne gese­hen. Er hat grosse Baustellen in der Stadt gese­hen. Er ken­nt grosse Gebäude. Aber ein der­art riesige Arche? In Mit­ten dieser riesi­gen Berge? Das ken­nt er nicht. Das hat er noch nie gese­hen. Das hat ihm nicht ein­mal die Mut­ter Gottes als eine ihrer frechen Ideen in den Kopf geset­zt. Jet­zt muss er bloss noch ein­er einzi­gen schwarzen, schäu­menden, tiefen Schlucht unmit­tel­bar vor seinem Ziel auswe­ichen. Ein aller let­ztes Mal einen schar­fen Anstieg unter die Füsse packen.

Da tritt er aus dem Wald. Es stockt ihm der Atem. Vor ihm hat sich eine Empore eröffnet, auf welch­er er die Baustelle des Klosters Dis­sentis, unten in Mustér, in allen Details bewun­dern kann. Jet­zt sieht er erst, was ihn schock­iert und aufwühlt. Nein. Ärg­ert. Diese ach so gescheit­en Benedik­tin­er. Es wird dieser aller erste Blick auf diese riesige Baustelle sein, welche sein ganzes Wirken in der Sur­sel­va prä­gen und erk­lären wird.

So tut er was er immer macht: Er ren­nt zu sein­er Mut­ter Gottes. Sein erstes Gebet in Dis­sentis. Sein let­zte Gebet als Priester ohne jede Ver­ant­wor­tung. Eine kleine Kap­pelle vor dem Abstieg zum jun­gen Rhein. Eben erst völ­lig neu erbaut von seinen Kapuzin­ern. Dann muss er aber los. Ob er die Kom­plet schon zusam­men mit seinem Brud­er beten kann?

Ach gäbe es hier eine Brücke, welche noch sehr viel länger wäre, als die ganze Baustelle des Klosters: Er wäre gle­ich bei ihm. Er, welch­er bes­timmt schon sein Bün­del gepackt hat, bloss noch auf ihn wartet, damit der alte Mann noch vor dem ersten Schnee über den Luk­manier­pass nach Hause, zurück nach Bres­cia, wan­dern kann. Weg von diesen “ach so gescheit­en Benedik­tin­ern”, hin zu seinen ein­fachen, gerin­gen, gläu­bi­gen Brüdern, den Kapuzin­ern in Brescia.

NEIN — diese Geschichte ist weder zu Ende, noch ist ihr Anfang gefunden… In meinem Blog “publiziere” ich nicht. Hier arbeite ich. Und bin dabei nicht an Wirkung interessiert… Ich weiss, was publizieren ist. Das mache ich gelegentlich auch. Aber nicht hier ;-)

LEITMOTIVE
  • Anfänge und Enden sind Interpunktionen
  • Über die Ausweitung der Gegen­wart ins Unendliche
  • Unter­schei­dun­gen Löschen:
    - ((Natur)Mensch)
    - ((Wissen)Glauben)
    - ((Ohn)Macht)
    - …

Um eine Geschichte in der heute aktuellen Form der Serie erzählen zu kön­nen, braucht es THEMENFELDER, KONFLIKTE & ROLLEN. Arbeit an diesen Dimensionen

Die Idee der Gewal­tenteilung. Wer hat es erfun­den? Wo? #SendaDilsCaputschins

THEMENFELDER
  • Lebens­ge­fühl: Musse & Ver­schwen­dung (Peter Hersche)
  • Kun­st Hand Werk (Gesamtkunst­werk | Car­o­line Arni: #KathAInaVonZ­im­mern: Mis­chen)
    - Musik (Die Sprache wurde erfun­den, wie eine Mut­ter ihr Kind in den Schlaf gesun­gen hat)
    - Sprache (For­mal­isierung ein­er eige­nen Sprache)
    - Weben, Stick­en, Klöp­peln, Tra­cht­en, Klei­der
    - Die Frau als Gottes­ge­bärerin
    - Architek­tur, ein Haus für Kun­st Hand Werk
    - Schnitzen (Der Wald in der Kirche)
    - Malen (Das Votiv­bild als Quelle der Psychoanalyse?)
  • Soziale Erfind­un­gen gestal­ten… Tren­nen um Teilen zu kön­nen (Muster­hafter Umgang mit Dis­sens, Gewal­tenteilung, Prozessualisieren)
  • Die Ent­deck­ung der Kommuniktion
KONFLIKTE
  • Die erste Begeg­n­ng von Pater Flo­ri­ano mit dem Abt Adal­bert III. Defuns
  • Eine ange­bliche Hexe zeigt Pater Flo­ri­ano, wo der alte Flüge­lal­tar von Mom­pé Medel ver­steckt wurde
  • Die Suche nach erwün­scht­en Prob­le­men: Die Not der Fam­i­lien, ihre Tot­ge­burten nicht beerdi­gen zu dürfen.
  • Der Stre­it zwis­chen Sogn­Martin und Sogn­Jo­hannBap­tist (die Nor­dung der Kirchen)
  • Der Stre­it zwis­chen Der Marienkirche und der Dorfkirche
  • Pater Flo­ri­ano wirft den Altar der Jakobus­brud­er­schaft aus der Dor­fkirche zu Dis­sentis und warum der Pil­ger­weg nach Com­postela das Prob­lem selb­st war.
  • Byzanz in Dissentis
  • Die Wun­der­heilun­gen der Mut­ter­gottes in der Klosterkirche zu Dissentis
  • Wie Pater Fridolin Eggert das Malen von Ex Voto Tafeln einführte
  • Die drei Brud­er­schaften. Warum Eifer den Mächti­gen nüt­zlich ist
  • Die drei Brud­er­schaften: Mit­glied in der Rosenkranzbrud­er­schaft sein, meint: Aufträge zu erhal­ten (s224)
  • Stre­it mit dem Statthal­ter von Abt Adalbert
  • Wie sich Johann Ritz überre­den lässt, Pater Flo­ri­ano einen Altar der Sieben Schmerzen Marias zu machen
  • Suche nach Stre­it mit der Pfar­rei, um eigene Ziele gegen die eige­nen Kloster­brüder durch­set­zen zu kön­nen. Warum 1655 Abt Adal­bert II. de Medell die Kapuzin­er aus Bres­cia in die Pflicht nahm und warum Pater Flo­ri­ano keine Zufälle Abor­d­nung nach Dis­sentis war.
  • Wie Pater Flo­ri­ano die rätoro­man­is­che Sprache formalisierte.
  • Die Idee der Gewaltenteilung…
ROLLEN
  1. Pater Flo­ri­ano
  2. Der Mönch
  3. Die Hexe von Tavetsch
  4. Die Tot­ge­burt aus Sumvix
  5. Der Statthal­ter
  6. Abt Adal­bert III. Defuns
  7. Der Bischof von Chur: Ulrich VII von Federspiel
  8. Pater Jus­tus Berther
  9. Die Jesuit­en Pater Ful­vius Fontana und Pater Johann Anton Mar­tiani 1704
  10. Der Nun­tius von Luzern…

QUELLEN

  • Ragisch (Mom­pé-Medel) | Eine Burg? Eine Familie…
  • Caschlatsch
  • “Das Klos­ter­dorf Disentis/Mustérverfügte über eine fast unfass­bar­grosse Anzahl von­Tür­men und Bur­gen sowie divers­er heute meist aufge­hoben­er Weil­er. Anhand alter Schrift­doku­mente hat der Gemein­dearchivar Gion Ten­ner eine Karte zusam­mengestellt, welche nun auf 13 Türme und Bur­gen sowie 49 Weil­er kommt!” (pdf)
PS: Der Maler selb­st hat seine Zeich­nung 1894 mit “Dis­sentis” beschriftet… (Apro­pos Akku­ratheit der Historikernden ;-)
Naja. Ich habe noch viel mehr Vari­anten gefun­den: Di ENA IS, DISSENT IS etc. inbs. englis­che Karten­maler tren­nten bei engen Platzver­hält­nis­sen nicht DI SENTIS, son­dern eben: DISSENT IS (Logo: als gel­ern­ter Hochbauze­ich­n­er kenne ich solche Probleme ;-)

Dürfte wohl griechisch sein: Zwei — Eins — Ist

- + ≠ #kul­turlǝsɥɔǝʍ ¯\_(ツ)_/¯

In der Kul­turkämpferischen Zer­falls­form, hört sich das dann so an:

  • “man ver­langte antwort vom stein, man frug das feuer, und man frug das wass­er; erst das chris­ten­tum gab die ganze antwort.” (Chris­tianus Caminada)

Inspiration & Synergien

Placdius a Spescha (1752–1833)

Von wem hat­te Placidus all seine Ideen? Und hat­te es Tra­di­tion im Kloster, “kurlige Gestal­ten” einen Ort zu geben? Sie gal­ten als Spin­ner, Irre, Idioten. Und waren doch bloss frühe Wis­senschafter. (so?)

Anna Catrina

Pater Flo­ri­ano da Bres­cia erzählt immer wieder von ein­er jun­gen Frau “in der grossen Stadt”… Bin auf Spuren­suche und an der Frage, ob er damit die Anna Cat­ri­na gemeint haben kön­nte… annacatrina.ch ober er sie — ihr Tochter? — kan­nte? Vielle­icht gar viel zu gut?

Luis (Alois) Carigiet (1902 — 1985)

Er stellte sich hem­mungs­los in die Tra­di­tion der Votiv-Bild malenden… 

Votiv-Bild in Maria Licht, Trun (Nos­sadun­na dal­la Glisch, “Maria vom Licht”, bess­er wohl: “Maria zum Licht”)

Die Liste der Kappellen, welche Maria gewidmet sind

Mich inter­essiert zunächst nur:
1 Wann erbaut? (vorher/während/nachher)
2 Was ist das The­ma?
später:
3 welche Heili­gen wer­den erwähnt

  • Caplut­ta Nos­saduna da la neiv (Val Sumvitg)
  • Maria zum Licht (Trun)

Versionsgeschichte

Zweite (kom­men­tierende) Lesung der ersten Skizze am 11. Novem­ber 2022, am Tag von #Sogn­Martin
00:05:00 start EINLEITUNG #SendaDilsCaputschins
00:10:00 start “Das Wirken des Pater Flo­ri­ano da Bres­cia in der Dor­fkirche zu Dissentis.”

Erste (kom­men­tierend) Lesung der ersten Skizze am 10. Novem­ber 2022

Publizieren & so (im Kontext dieses Themas)

Links und Bezüge

https://dissent.is/2022/11/09/viafranciscana/

Über Bedürfnis, Angst und Unmöglichkeit das Neue in die Welt zu bringen – Eine rätoromanische Sage

Alessandro Manzoni. Wie die die gewaltbereit Mächtigen die Pest für ihre Ziele genutzt haben… (so?)

Kontext

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­terWikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloudMastodonInsta­gram (ges­per­rt), SnapchatTik­TokTwitcht.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb)

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studi­um der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialar­beit­er, Künstler.

Ausstel­lun­gen und Per­for­mances in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don (Frieze/Swiss Cul­tur­al Fund UK), im Deutsches His­torisches Muse­um Berlin (Kura­tion Bazon Brock), in der Cryp­ta Cabaret Voltaire Zürich (Kura­tion Philipp Meier) uam. Gewin­ner Migros Jubilée Award, Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung. Diverse Ehrun­gen mit rocketboom.com durch Web­by Award (2006–2009). Jury-Mit­glied “Next Idea” Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010. Pen­delte bis 2010 als Mach­er von rebell.tv zwölf Jahre zwis­chen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Infor­ma­tion auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Ver­lag Ham­burg. Ruhen­des Mit­glied als Ex-Vice-Präsi­dent im P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Er war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung Gym­na­si­um Kloster Dis­en­tis. Ab 2018 arbeit­ete er in Zürich-Hot­tin­gen im unter rebell.tv entwick­el­ten Work­flow u.a. in Zusam­me­nar­beit mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter dem Label “WikiDienstag.ch”. Er pub­lizierte während der Coro­na-Krise im Früh­ling 2020 in der NZZ einen Text über Wikipedia, ini­ti­ierte Jahres­fes­ti­vals #PaulWat­zlaw­ick, #StanisławLem (doi: 10.55301/9783849770006), #Kathari­naVonZ­im­mern und sam­melt im Blog von Carl Auer Ver­lag, Hei­del­berg, “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegrün­de­ten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträ­gen der FH St. Gallen, Gesund­heits­di­rek­tion Kan­ton St. Gallen, Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) und der EU aus ein­er Anstel­lung als Leit­er Impuls- und Pilot­in­ter­ven­tio­nen für die Aids-Hil­fe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mit­ten in die Schweiz­er Alpen.

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)


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