#RingierVSiP | Das #Meme vom #MedienWechsel, was einen #KulturWechsel erzwingt (so?)

Mem­os & Links vom 21.11.2021, 21.30h LIVE | WikiDienstag.ch/WhtsNxt | Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch #Medi­enthe­ater | Es gilt das gesproch­ene Wort (so?)

Guten Abend, Lukas Hässig

Heute mor­gen fragten sie mich um 6.16h via eMail: “Was schla­gen Sie vor? — Ich antwortete spon­tan und ähn­lich knapp: “einen hash­tag? #RingierVSiP und habe ver­sprochen mich noch zu melden. Hier meine Reaktion:

Ich schlage Ihnen 3 Aspek­te vor, wie sie auf die Anklage von Ringi­er AG, Michael Ringi­er und Marc Walder reagieren kön­nten. “Die drei Stre­itgenossen” ver­lan­gen von einem Gericht in Zürich, dass 61 Kom­mentare gelöscht wer­den und dass eine Genug­tu­ung von CHF 35’000 bezahlt werden. 

1. DER HASHTAG #RingierVSiP

Es geht darum, die Anklage als ein Angriff zu zeigen, welche für viele Blogs drama­tis­che Kon­se­quen­zen hat. Recht hat, wer stark ist. Die Starken müssen nicht mehr reden, nicht mehr ver­han­deln, sie schick­en ein­fach ihre Recht­san­wälte los. Die Strate­gie via persoenlich.com, kleinreport.ch & co zu arbeit­en, ist mE ein Fehler: “Jour­nal­is­mus ist Teil von Prob­lem. Nicht Teil von Lösung.” Fra­gen Sie #JulianAs­sange. Ger­ade dafür ste­ht der Unter­hal­tungskonz­ern Ringi­er beispielhaft. 

Konkret: Die Kon­se­quen­zen eines solchen Urteils mit Juris­ten und Kri­tik­ern von #Net­zDG disku­tieren… Und darüber offen­siv immer mit dem Hash­tag erzählen und nach neuen Beteiligten suchen.

PS: Kon­rad Humm­ler wusste 2006 noch, dass #Inter­netz Teil von Lösung ist. Und nicht Teil von Prob­lem. Die ersten Sekun­den in dieser Begegnung:

2. DER RECHTSSTAAT (Kontextualisieren)

Wenn ich schon bei Koni Humm­ler bin: In$ide Parade­platz hat Ide­ale Voraus­set­zun­gen, die Implo­sion des Nationalen Rechtsstaates zu the­ma­tisieren. Marc Walder hat mit #Dig­i­tal­Switzer­land und seinem Net­zw­erk rich­tung WEF und Bun­desrat gezeigt, woran gear­beit­et wird: An einem #PPP­switzer­landAG. Die Aufrufe zu #Sol­i­dar­ität der Newsin­dus­trie mit der Exeku­tive, ermöglicht­en 2 Geset­ze (#PMT und #Covid19Gesetz) und die Rück­kehr zu “Nor­male­Lage” (von 1939–1952), welche Alain Berset präzis am 1. April 2022 aus­rufen liess. Weil der Nation­al­staat nichts mehr taugt — und das weiss der deutschsprachige Raum seit 100 Jahren — so hat dieses Net­zw­erk eine Intrans­par­ente Lösung gefun­den und in “trock­ene Tüch­er” gebracht. 

Daran kön­nte in Gesprächen gear­beit­et werden:

  • Prof. Dr. Mar­tin Dumer­muth, Ex-Direk­tor Bun­de­samt für Jus­tiz, welch­er die Pri­vatisierung des Rechtsstaates durch den Rechtsstaat selb­st aus­ge­sprochen hat.
  • Prof. Dr. Andreas Kley, Uni­ver­sität Zürich
  • Prof. Dr. Rain­er Schweiz­er, Uni­ver­sität Zürich
  • Dr. Ste­fan Schlegel, Uni­ver­sität Bern, oper­a­tion libero

3. Die Arbeit an der Sprache

Es geht darum zu beto­nen und zu erk­lären, dass ein SCHREIBEN IM NETZ nicht dem Pub­lizieren in einem Massen­medi­um (Medi­um ohne Rück­kanal) gle­ichgestellt wer­den kann. Es geht darum, Ungle­ich­es ungle­ich zu behan­deln. #aam

Einem Text — einem Wort — kann nicht ange­se­hen wer­den, worum es geht. Kraftwörter kön­nen auch Zus­pruch zu einem The­ma, zu Rel­e­vanz, zu Inter­esse aus­drück­en. Dieser Umgang muss entwick­elt, geübt und gel­ernt werden.

#how2disagree
https://en.wikipedia.org/wiki/File:Graham%27s_Hierarchy_of_Disagreement.svg

WORK IN PROGRESS

Das ist keine Pub­lika­tion. Ich weiss wie pub­lizieren geht. Du bist hier in meinem Blog. Hier arbeite ich und bin an Wirkung nicht inter­essiert. Tschüss…

eMail vom 21.11.2022, 06:16

Was für ein Desaster. Ich bringe meine Argumente nicht auf den Punkt :-(

Ein Blog wird verk­lagt. Wegen 61 Kom­mentaren, welche Ringi­er (persönlichkeits)verletzen.
- Keine vorgängige Anfrage, bes­timmte Kom­mentare zu löschen.
- Kein Kon­takt von Kol­lege zu Kol­lege.
- Sofort eine Klage vor Gericht.

  • Was daran, fällt mir schw­er zu argumentieren?
  • Was daran treibt mich um? Es ist doch kein neues Phänomen.
  • Ein klein­er Blog­ger wird verk­lagt. Und es gibt keine anderen Blogs mehr… 

Wer sagte: “Ich schäme mich zutief­st für diese Newsin­dus­trie?

Es öffnet sich mir die ganz grosse Kiste:

:-(

Was war das Prinzip von Rechtsstaat?
  • Das starke Recht vor die Rechte der Stärk­eren. (Häfelin/Haller)
Was ist daraus geworden? Wem fällt das auf?
  • Nie­man­dem? Das wäre viel zu genau.

(so?)

In welch­er Rolle wurde in #Zwingli­Film Ringi­er AG, Michael Ringi­er und Marc Walder zur Darstel­lung gebracht? (@SRFkultur ab Minute 32)

Annäherung an eine Antwort

Mem­os & Links vom 21.11.2021, 16h LIVE | WikiDienstag.ch/WhtsNxt

Was ist passiert?

Ein Brain­storm­ing… ver­suche, her­auszufind­en, was ich sagen würde, wenn… 

Lukas Hässig ist, was sein Name verspricht: Hässig. Wenns stimmt, was er sagt, wäre das keine angemessene Reaktion: Es ist umstandlos skandalös.

Am 10. Novem­ber 2022 bekla­gen sich Ringi­er AG, Michael Ringi­er und Marc Walder bei den “Damen und Her­ren Ober- und Han­del­srichter” über 61 rechtswidrige Kom­mentare im jour­nal­is­tis­chen Blog “In$ide Parade­platz”. Diese seien zu löschen. Sie wollen CHF 35’000 genug­tu­ung vom (Video-)Blogger, welche von Jour­nal­is­ten als Jour­nal­ist akzep­tiniert und als “Rechercheur des Jahres 2013″, “Wirtschaft­sjour­nal­ist des Jahres 2017″ und “Jour­nal­ist des Jahres 2018aus­geze­ich­net (ach word­press ;-) wurde.

Um welche Kom­mentare es geht, erzählt der Blog­post, in welchem die Anklage erzählt wird, nicht. (Ein paar Muster­beispiele wären inter­es­sant ;-) Dafür wird mit­geteilt, dass die Anklage per Paket­post zugestellt wor­den sei:

Die Anwälte des Medi­en­haus­es, welch­es in “Print, TV, Radio, Online und Mobile und (…) im Druck‑, Enter­tain­ment- und Inter­net-Geschäft tätig” ist und auch gerne die Chan­cen an der Ost­front der NATO nutzt, auf dem Kon­ti­nent Afri­ka investiert und immer mal wieder mit Axel Springer kooperiert, hat offen­bar das Inter­netz ausgedruckt.

Die Sta­tis­tik des Beitrages gibt aktuell 35’2002 Views und 470 Kom­mentare an. Die Kom­men­tar­qual­ität scheint toll zu sein, son­st hät­ten die Anwälte in früheren Beiträ­gen sich mehr deftiges gefun­den. (so?)

Lukas Häs­sig, der Betreiber von insidparadeplatz.ch, zitiert, dass der Anwalt der “ein­fachen Stre­itgenossen­schaft” auch die “Likes” von “niveaulosen Kom­mentaren” beobachtet und dass diese als Beleg gese­hen wür­den, dass die Kom­mentare tat­säch­lich auch gele­sen wor­den seien. Das wäre dann ein näch­stes Indiz für jene Sorte #Medi­enkom­pe­tenz, wie es schenkelk­lopfende Schreikrämpfe auszulösen ver­mag. Wie auch immer… 

Keine Ahnung.

Ich schreibe nur ab, was Lukas Häs­sig in sein Blog legte und dabei auch einige Fotos von der ange­blichen Anklage, welche Recht­san­walt Dr. Matthias Schwai­bold ein­gere­icht habe. Warum sollte ich daran Zweifeln? Auch Infos­per­ber berichtet. Später auch die Mega­phone der Massen lei­t­en­den Medi­en persoenlich.com und kleinreport.ch. Ganz im Gegen­teil. Mir scheint der Blog­post stim­mig. Auch, weil ich Marc Walder in ein­er solch “tiefen Betrof­fen­heit” schon gese­hen habe. Damals ver­langte er auf einem Podi­um der Newsin­dus­trie Scham als angemessene Reak­tion. Es tönte so:

Wenn die Zusam­men­stel­lung von Lukas Häs­sig also stimmt, ver­langt Marc Walder

  1. Löschung von Kom­mentaren im Blog Insid­e­pa­rade­platz — kurz IP — und
  2. Geld als Genug­tu­ung.

    Das allein ist inter­es­sant. Davon später mehr. Aber inter­es­sant ist auch:
  3. Marc Walder tritt nicht als CEO von Ringi­er AG, son­dern als Pri­vat­per­son an. Er nimmt das Unternehmen sep­a­rat dazu, wie auch den Patron und Namensge­ber Michael Ringi­er, ein pro­fil­iert­er Samm­ler zeit­genös­sis­ch­er Kun­st. So treten die drei Stre­itgenossen vor “die Rich­terin­nen und Richter” in Zürich. (Es gibt dort offen­bar keine “Es”, dafür einen Präsi­den­ten.)

    Viel mehr hat Marc Walder kaum aufzu­bi­eten… vielle­icht noch noch sein sportiv, (auf)schlagkräftiges Net­zw­erk von #dig­i­tal­switzer­land? Wie auch immer: Das löst Fra­gen aus:

    3.1 Es scheint ihm um ein wirk­lich Alles — oder Nichts — zu gehen.
    3.2 Er fühlt sich nach seinen Siegen mit der Etablier­tung ein­er #PPP­switzer­landAG so sich­er zu sein, dass er jet­zt die Ernte ein­fahren will. Natür­lich geht es dabei nicht um Geld, son­dern um Macht. Ein Gericht­surteil wäre eine geniale Sache für weit grössere Durch­griffe…
    3.3 was noch?
  4. Der Stre­itwert wird auf CHF 190’000 bez­if­fert. Und die drei wollen zusam­men CHF 35’000 als See­len­bal­sam. Diese Ein­schätzung ist vielle­icht der grösste Skan­dal an diesem Skandal…

Worum geht es?

Es geht um eine gän­zlich andere Möglichkeit “Men­schlich­er Kom­mu­nika­tion”. Wir nen­nen es bis heute #Inter­netz.

Der bish­er erfol­gre­ich­ste Schweiz­er Kino Film, erzählt diese Soziale Re-FORM-ation in ein­er grandiosen Para­bel unter dem Titel von #Zwingli­Film. @SRFkultur hat meine inter­pre­ta­tion besprochen. Ab Min 32ff.

Johann Rudold Ringi­er, Sohn eines Tex­tilin­dus­triellen, war Nation­al­rat, Richter, Major und grün­dete als 35-jähriger 1833 gle­ich auch noch ein Medi­en­haus. Zu jen­er Zeit hat Ada Love­lance ger­ade den Com­put­er vor weg genom­men. An ein­er Tex­til­mas­chine sitzend. Und Samuel Morse hat ein Medi­um MIT Rück­kanal gezeigt. Der Buch­druck, ein Medi­um OHNE Rück­kanal, gilt in der Schweiz seit dem leg­endären Wurstessen vom 9. März 1522 in ein­er Druck­ere­in in Zürich als “das Soziale Medi­um”, welche die Schweiz­erisches Eidgenossen­schaft erst ermöglicht hat. Der Buch­druck war von Beginn weg, das Kom­mu­nika­tion­s­medi­um, welch­es den gewalt­bere­it Mächti­gen ermöglicht hat, ihre Per­spek­tive, ihre Inter­essen, Ihre Prob­lem­lö­sungsvorschläge durch zu pressen…

Der Katholis­chen Kirche ist es leichter gefall­en, Kopernikus zu reha­bil­i­tieren, als ihre Nieder­lage durch ein dom­i­nant wer­den eines anderen, näch­sten Kom­mu­nik­tion­s­medi­ums. Erst das 2. Vatikanis­che Konzil machte am 4. Dezem­ber 1963 das Eingeständ­nis in: “Inter Mirifi­ca”.

Michael Ringi­er ste­ht mit seinem Namen in dieser aggres­siv­en sub­ver­siv­en Tra­di­tion ein­er Erzwingung von anderen Sozialen Struk­turen durch ein näch­stes Kom­mu­nik­tion­s­medi­ums: Eine Kul­tur­form, welche gewalt­bere­it möchtige Hier­ar­chien unter­lief, bloss um eine näch­ste Hier­ar­chie zu etablieren. Weg mit Päp­sten und Köni­gen. Lokalfürsten haben sich ihre Chan­cen gesichert. Sie nan­nten es: #Demokratisierung.

Wir nan­nten es Öffentlichkeitsarbeit

Sie nannten es: #Demokratisierung

So wie heute Marc Walder #Dig­i­tal­isierung kreis­cht. Und damit aber grad gar nichts anderes will, als näch­ste Hier­ar­chien. Noch ein­mal langsam:

Die Ref­or­ma­tion vor 500 Jahren kon­nte mit­tels einem Hier­ar­chien unter­laufend­en Kom­mu­nik­tion­s­medi­um folgendes:

  • Der König wurde erset­zt durch einen Staat mit sein­er dreifalti­gen Gewal­tenteilung von Leg­isla­tive, Judika­tive und Exekutive.
  • Die Päp­ste, welchen das ewige und göt­tliche Wis­sen in lateinis­ch­er Sprache offen­bart wurde, kon­nte durch das Schaf­fen von Wis­sen durch Wis­senschaft an Uni­ver­sitäten erset­zt werden.

Die Idee, welche Marc Walder beliebt machte und umstand­los in seinem Net­zw­erk durch­set­zen kon­nte, war ein #PPP­switzer­landAG. Pub­lic Pri­vat Part­ner­ship. Das ging schon ein­mal in ein­er wilden Krise gut. Zwis­chen 1939 und 1952. Darum verkün­dete Bun­desrat Alain Berset am 1. April 2022 — kein Scherz! — die Rück­kehr zu “Nor­male Lage”.

aus: dissent.is/Pazifismus

Aber das wäre ein anderes Thema…

Damit es endlich los gehen kann, noch diese per­sön­liche Geschichte:

In Ham­burg stand Michael Ringi­er vor der Kam­era von ((( rebell.tv ))). Er ist lock­er 2 Köpfe gröss­er als ich. Ich streck­te mein Mikro­fon also weit über meinen Kopf in die Höhe und wir mussten so weit von der Kam­era zurück gehen, bis er endlich mit ins Bild kam, dass wir im Gespräch bloss noch von der Weite her zu sehen sind… Und dort endlich erk­lärte er mir dann das Kunst­werk, welch­es er im Maschi­nen­raum der Kun­st um die Welt kur­ven liess: 

Ein Floss. Ölfäss­er sorgten für Auftrieb. Eine not­dürftig­ste Holzhütte. Ein ver­durster Einsamer. 

Die Arbeit war schon damals so evi­dent, dass nicht ein­mal Kun­st studieren wol­lende im Vorkurs an ein­er Schule für Gestal­tung sich getrauen wür­den, ähn­lich­es zu basteln. Aber Michael Ringi­er kon­nte nichts dazu sagen. Gar nichts. Er wurde immer wieder aufs Neue so involviert von dieser Arbeit — erzählte er — , dass es ihm zur Inter­pre­ta­tion alle Sinne über­schwemmt und ihn zum Schweigen nötigte. (Ich müsste mal ins Archiv steigen. Aber meine Erin­nerung an die Begeg­nung ist… ha!ha!hammer ;-)

Ja. Es geht um viel.
Ja. Es geht nicht nur ums Geschäft. Materiell dürften Ringi­er wie Walder aus­ge­sorgt haben.
Ja. Es geht nicht nur für Marc Walder um alles. — Oder nichts.

Warum ist das wichtig?

Weil die Reak­tio­nen seit 20 Jahren quatsch sind. Und diese dabei von @foeg_uzh seit genau so lange wis­senschaftlich qual­itätsabge­seg­net wurden. 

Exem­plar­isch vor­ge­tra­gen von Urs P. Gasche/infosperber ;-)

Gasche zer­legt es so: Drei sehr unan­genehme Sätze:

“Es ist bekan­nt, dass Leser­brief-Schreibende in Online-Medi­en nicht sel­ten gegen Per­so­n­en oder Unternehmen in per­sön­lichkeitsver­let­zen­der Art unter der Gürtellinie austeilen.”

  • Wer hört, wie Poli­tik­ernde mit einan­der reden, müsste nicht auf “Online-Medi­en” verweisen.
  • Wer Boule­vard ken­nt — was Urs P. Gasche unter­stellt wer­den darf — auch nicht.
  • Man kön­nte sich auf den Stand­punkt stellen, dass was das Gesetz als “Per­sön­lichkeitsver­let­zende” Aus­sagen anerken­nt, auch für im Inter­net gel­ten soll. Das tut Urs P. Gasche nicht. Ich ver­mute, er weiss warum. Weil es dann sehr kom­pliziert würde.
    - Da gibt es den Stammtisch
    - Da gibt es das Recht auf Freie Rede, Mei­n­ungsäusserungs­frei­heit etc.
    - Da gibt es die Frei­heit der Kun­st
    - Und dabei nicht zu vergessen die Frei­heit der Komik­ern­den und Lusti­gen und all das, was dann als Kri­tik gelob­huldelt wer­den kann… 

Ver­gl. dazu zwei der bösar­tigesten Beispiel der let­zten Tage, welche alle bei­de über­haupt gar keine Prob­lem sind:

@zekisworld

Die Lösung bei ein­er Strassen­block­ade 💡 Insta­gram: Zekisworld

♬ Orig­inal­ton — Zeki

Weit­er mit dem 3. Satz von Gasche: 

“Das wird ihnen leicht gemacht, weil man bei Blick20-Minuten oder Wat­son wie bei Inside Parade­platz auch anonym Kom­mentare veröf­fentlichen darf (im Gegen­satz etwa zum Infos­per­ber oder zur Repub­lik).”

  • Jet­zt ruft Urs P. Gasche die Unter­schei­dung von “anonym” — bzw. Klar­na­men, Sch­neck­en­postadresse, Tele­fon­num­mer auf…
  • und gren­zt sich ab von seinem Kol­le­gen und eben­falls ziem­lich ein­sam-kämpfend­en. “Es wird ihnen leicht gemacht…” Das nen­nt sich Pub­likums­beschimp­fung und hat im deutschen Sprechthe­ater eine grandiose Tra­di­tion: Es ist die Mit­teilung von der Bühne herab, dass es von hier/dort oben nix mehr zu erwarten gilt… 

“Grosse Medi­en haben extra Leute angestellt, um rechtswidrige Kom­mentare rechtzeit­ig zu löschen.”

  • Da Gasche ger­ade gesagt hat, dass bei seinem Blog die Kom­men­tarspalte zen­siert wird, kann er seine eigene Arbeit ganz beschei­den als “Gross­es Medi­um” insze­nieren. (so?)

Gasche wie Häs­sig, haben in all den Jahren als Blog­ger das geschafft, was nur weni­gen gelun­gen ist: Sie blieben als Jour­nal­is­ten akzep­tiert. Dass dies gelun­gen ist, sagt etwas über deren Fähigkeit aus, auf der dün­nen Lin­ie zu “Lügen, Schwurbeln, Ver­schwörungs­the­o­rie” zu tanzen. Es ist sich­er kein Qual­itätssigel. Ganz im Gegenteil.

Die soziale Her­aus­forderung ist weit gröss­er. Und das zugänglich zu machen, dabei helfen die bei­den nicht nicht. Ganz im Gegen­teil. Sie etablieren das, wofür das #PPP­switzer­landAG ste­ht. Die bei­den wären bloss gerne Teil dieser Horde… Was mich ange­ht, ich will etwas ganz anderes:

Womit haben wir es im Detail zu tun?

Mit Inter­netz.
Mit Home­pages.
Mit Blogs.

  1. Solchen, welche wie ein “Prospekt” oder “Fly­er” funk­tion­ieren. Wie jene von Dig­i­tal­Switzer­land. Welche es nicht ein­mal schafft, zu sagen, wer jet­zt ger­ade Teil des Pro­jek­tes ist.
  2. Und dann gibt es Blogs, welche Kom­men­tarspal­ten haben, wie es bei den Buch­druck­ern die Möglichkeit von Leser*|briefe gab.
  3. Und dann gäbe es noch Wikipedia, wo kol­lab­o­ra­tiv geschrieben wird. (Ange­blich ;-)

Es war Prof. Dr. Mar­tin Dumer­muth, welch­er in sein­er Rolle als Direk­tor des Bun­de­samtes für Jus­tiz am 29. Jan­u­ar 2018, an der Uni­ver­sität Zürich auf einem Podi­ums sass und sagte, dass mit #Net­zDG “der Rechtsstaat den Rechtsstaat privatisiere”.

  • Und genau daran arbeit­et Marc Walder.
  • Genau das waren die Erfolge mit den zwei Geset­zen, welche #Nor­male­Lage in der Schweiz ermöglichte.
  • Jet­zt will Walder ein Urteil, mit welchem weit­er gear­beit­et wer­den kann. 

Walder tut harm­los. Beschei­den. Er ver­langt nichts unge­bührlich­es. Nichts unge­set­zlich­es. Ein­fach: “Lösche dumme Kom­mentare” und bezahle die Par­ty, welche ich danach mit meinen Anwäl­ten feiere.

Und damit bekommt er ein Gesetz, welch­es ermöglicht

  1. Den Gedankenko­r­ri­dor eng zu halten…
  2. Die Entschei­dung, was “per­sön­lichkeitsver­let­zend” ist, an die Pri­vat­en Plat­tform­be­treibern zu delegieren…

Ein Wort, siehst du Hass nicht an. Ein Beispiel aus mein­er eige­nen Erfahrung. (Und ich habe ziem­lich viel Erfahrunge ;-)))

Martin Dummermuth:

  • Es ist ja gar nicht so, dass sich Google, Face­book, Twit­ter wehren wür­den gegen die drama­tisch tönen­den Strafen der nationalen Rechtsstaat­en… 500 Mil­lio­nen Euro Strafe für Nazi-inhalte… GANZ IM GEGENTEIL: Geld ist für GAFAM kein Problem.
  • Aber für die kleinen Blog­ger, ist es dramatisch… 
  • Und der Rechtsstaat, pri­vatisiert sich gle­ich selb­st. Es wird zugegeben, dass der nationale Rechtsstaat keine Chance mehr hat… 
  • Und es wird zugegeben — das Labor Schweiz hat vor­bildlich umge­set­zt — dass die alter­na­tiv­en bere­its wasserdicht in Geset­ze gegossen wor­den sind. Von der wahlberechti­gen Bevölkerung bestätigt… 

MUSS HIER AUFEBEN :-/

Kollektive Herausforderngen Individualisieren und damit das Recht den Stärkeren übertragen:

(…)

(…)

Was tun?

Was mich ange­ht: In unüber­sichtlichen Sit­u­a­tio­nen, stelle ich GPS ein, wäh­le mir eine geeignete Karte und es kann weit­er gehen ;-)

Reaktionen

Links & so

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­terWikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloudMastodonInsta­gram (ges­per­rt), SnapchatTik­TokTwitcht.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb)

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studi­um der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialar­beit­er, Künstler.

Ausstel­lun­gen und Per­for­mances in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don (Frieze/Swiss Cul­tur­al Fund UK), im Deutsches His­torisches Muse­um Berlin (Kura­tion Bazon Brock), in der Cryp­ta Cabaret Voltaire Zürich (Kura­tion Philipp Meier) uam. Gewin­ner Migros Jubilée Award, Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung. Diverse Ehrun­gen mit rocketboom.com durch Web­by Award (2006–2009). Jury-Mit­glied “Next Idea” Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010. Pen­delte bis 2010 als Mach­er von rebell.tv zwölf Jahre zwis­chen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Infor­ma­tion auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Ver­lag Ham­burg. Ruhen­des Mit­glied als Ex-Vice-Präsi­dent im P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Er war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung Gym­na­si­um Kloster Dis­en­tis. Ab 2018 arbeit­ete er in Zürich-Hot­tin­gen im unter rebell.tv entwick­el­ten Work­flow u.a. in Zusam­me­nar­beit mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter dem Label “WikiDienstag.ch”. Er pub­lizierte während der Coro­na-Krise im Früh­ling 2020 in der NZZ einen Text über Wikipedia, ini­ti­ierte Jahres­fes­ti­vals #PaulWat­zlaw­ick, #StanisławLem (doi: 10.55301/9783849770006), #Kathari­naVonZ­im­mern und sam­melt im Blog von Carl Auer Ver­lag, Hei­del­berg, “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegrün­de­ten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträ­gen der FH St. Gallen, Gesund­heits­di­rek­tion Kan­ton St. Gallen, Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) und der EU aus ein­er Anstel­lung als Leit­er Impuls- und Pilot­in­ter­ven­tio­nen für die Aids-Hil­fe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mit­ten in die Schweiz­er Alpen.

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)


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