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Bildquelle | Zur Einstimmung dieser Sammlung von Fragementen sei empfohlen: “Ei vegn in temps” von Carli Scherrer, Gion Deplazes, vorgetragen von alten Männern aus Kirchenchors von Dissentis/Muster.
Nuot sei stau cun libertad
Sibylle in, dus, treis
Egualitad, fraternitad.
Plaids da bienmarcau!
Basta, quei ei stau ed ei vargau.
dentervals.ch

#Tragödie = Sinn zerbricht an der Welt.
@sms2sms
#Comedy = Sinn entsteht trotz Inkonsistenz.
#Drama = Sinn ist unentschieden, steht auf dem Spiel und wird im Konflikt verhandelt.
#LatentSpace (#AgostinoNickl) = Erkenntnis durch Formverschiebung statt Wahrheit durch Tiefe.
Sinn wird durch bewussten Bruch erzeugen (so?)
Was ist ein Drama?
Wenn entlang von “Umgang mit Sinn” gefragt wird…
Was geschieht? (ontologisch)
- Was ist der Fall?
- Welche Welt wird behauptet?
- Was existiert hier?
Wie ist es gebaut? (formal)
- Welche Struktur hat der Text?
- Welche Formen, Gattungen, Mittel werden benutzt?
- Wie ist das Ganze organisiert?
Wozu dient es? (pragmatisch)
- Was bewirkt das im Leser, Zuschauer, Diskurs?
- Welche Haltung, welches Handeln wird möglich oder unmöglich?
- Was tut diese Form in der Welt?
Wie entsteht Sinn? (epistemisch)
- Wie wird hier etwas als wahr, gültig oder bedeutungsvoll?
- Unter welchen Bedingungen entsteht Erkenntnis?
- Was gilt in dieser Form als „Wissen“?
… wenn also in dieser “Logik gefragt” würde, “was ist ein DRAMA?”, könnte formuliert werden:
- Tragödie
Sinn zerbricht an der Welt.
Die Ordnung ist denkbar, aber nicht haltbar.
Der Held scheitert an einer Realität, die stärker ist als jede Bedeutung. - Komödie
Sinn entsteht trotz Inkonsistenz.
Die Welt ist widersprüchlich, aber bewohnbar.
Ordnung ist nicht gegeben, sie wird improvisiert. - Drama
Sinn ist unentschieden und steht auf dem Spiel.
Nicht Zerbruch, nicht Versöhnung – sondern Austragung.
Bedeutung ist weder gegeben noch verunmöglicht, sondern konfliktuell offen.
Damit wird Drama zur Form, in der:
- Sinn nicht vorausgesetzt wird
- Sinn nicht garantiert scheitert
- Sinn nicht spielerisch repariert wird
- sondern: im Vollzug verhandelt wird
Drama ist die Gattung, in der Bedeutung keine Eigenschaft der Welt ist, sondern eine Frage, die durch Handlung beantwortet werden muss.

Abschluss des Stücks nach Hubert Giger (Stand Januar 2026)
Die Sibylle kommt dazu, tritt zwischen die beiden Männer.
Musik
Sibylle 1
Nichts war es mit Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit.
Schöne Worte!
Genug, das war es und ist vorbei.Sibylle 2
Doch nun will unser guter Theodor
jedem Herzen Hoffnung geben.
Es ist ein neuer Anfang
und genau das ist es, was es braucht.Sibylle 3
Also dann, geschätztes Publikum, auf Wiedersehen,
vielleicht ein anderes Mal wieder in Mustér
oder hier oben in der Cadi,
irgendwann einmal an einem Tag.ENDE.
Ein sibyllischer Ruf ist eine dunkle, rätselhafte Aufforderung aus einer unbestimmten Quelle.
Herkunft
- Von der Sibylle: antike Seherin, Orakelstimme
- Ihre Worte sind wahr, aber unklar
- Sie sprechen in Bildern, Andeutungen, Brüchen
Merkmale
- Kommt wie von aussen, aber trifft innen
- Ist nicht eindeutig verstehbar
- Zwingt zur Deutung
- Kann nicht ignoriert werden
- Entzieht sich Kontrolle und Planung
Funktion
- Setzt Bewegung in Gang
- Eröffnet ein Schicksal, ohne es zu erklären
- Markiert einen Übergang
- Ruft, ohne Ziel zu nennen
In narrativen Formen
- Der sibyllische Ruf ist der Moment, in dem etwas ruft, bevor klar ist, was es ist
- Nicht Befehl, nicht Information, sondern Anruf
- Er erzeugt Unruhe, nicht Wissen
Kurzformel:
Ein sibyllischer Ruf ist ein Ruf ohne Klarheit, aber mit Konsequenz.
Zentrale Quellen und Traditionslinien der Sibylle:
ANTIKE
- Sibyllinische Bücher (Rom)
Orakelsammlung, nur in Krisen befragt - Vergil, Aeneis VI
Die Sibylle von Cumae als Führerin durch die Unterwelt - Ovid, Metamorphosen
Sibylle als Stimme des Vergehens und der Zeit
CHRISTENTUM
- Frühchristliche Rezeption der Sibyllen
Sibyllen als heidnische Zeuginnen Christi - Mittelalterliche Prophetien
Sibylle neben den Propheten Israels - Michelangelo, Sixtinische Kapelle
Monumentale Sibyllen-Figuren
RENAISSANCE UND BAROCK
- Orakel als Schwellenfiguren zwischen Wissen und Schicksal
- Sibylle als Allegorie des unbeherrschbaren Wissens
MODERNE
- Hölderlin
Prophetische, gebrochene Stimme - Nietzsche
Orakelhafter Stil, sprechende Abgründe - Walter Benjamin
Messianische Splitter, chiffrierte Zeit - T. S. Eliot, The Waste Land
„I will show you fear in a handful of dust“ – sibyllischer Ton
SYSTEMATISCH
Die Sibylle steht für:
- Wissen ohne Garantie
- Wahrheit ohne Klarheit
- Ruf ohne Programm
- Erkenntnis als Zumutung
Sibylle ist die Figur des Anrufs vor der Form.
- Mythologisch
Die Sibylle ruft, bevor es eine Ordnung gibt.
Sie spricht aus einer Zone vor Gesetz, Dogma, System. - Poetologisch
Der Anruf geschieht vor der Gattung.
Vor Tragödie, Komödie, Drama.
Er ist Rohmaterial von Sinn, noch ungeformt. - Epistemisch
Erkenntnis beginnt nicht mit Begriffen,
sondern mit einer Störung.
Mit etwas, das sich meldet, ohne erklärbar zu sein. - Dramaturgisch
Der sybillische Ruf ist der Moment,
bevor Handlung, Konflikt, Entscheidung Form annehmen.
„Anruf vor der Form“ heisst:
Es gibt ein Geschehen, das noch keine Sprache hat –
aber schon Wirkung.
Die Sibylle ist die Instanz dieses Vorher.
Wittgenstein TLP 2.033: Die Form ist die Möglichkeit der Struktur.
#TheLuhmannMap Markiert diesen Gedanken als #KulturWechsel.
Nicht kultureller Wandel innerhalb einer Form,
sondern Bruch zwischen Formen.
Der sybillische Ruf:
- gehoert keiner bestehenden Kulturform
- ist nicht —, nicht +, nicht ≠, nicht #
- ist Vorform, Irritation, Schwelle
- erzeugt Unruhe im bestehenden Sinnsystem
Im Wechsel:
— → + → ≠ → #
gibt es jeweils einen Punkt,
an dem die alte Form nicht mehr traegt
und die neue noch nicht existiert.
Dort spricht die Sibylle.
Nicht als Programm.
Nicht als Modell.
Nicht als Zukunftsplan.
Sondern als:
- Anruf ohne Anschluss
- Sinn ohne Grammatik
- Differenz ohne System
Kulturwechsel beginnt nicht mit einer neuen Ordnung,
sondern mit einem Ruf,
der die alte unhaltbar macht.
Die Sibylle ist die Figur dieses Moments. Sie begleitet das ganze Drama:
- Eröffnend
Sie setzt den historischen Raum, bevor Handlung beginnt. - Kommentierend
Sie unterbricht das Geschehen, deutet, warnt, rahmt. - Schwellenfigur
Sie steht zwischen Spiel und Publikum, Geschichte und Gegenwart. - Schliessend
Sie entlässt das Publikum wieder aus der Zeit des Dramas.
Die Sabias sprechen viermal – jedes Mal an einer Schwelle.
- PROLOG – ANRUF
Sie eröffnen den Raum und rufen das Publikum in die Zeit:
- „Tedlei tgei ch’ei schabiau avon varga 200 onns“
- Sie benennen Krieg, Angst, Übermacht
- Sie sagen: Wir erzählen Geschichte – ohne Ruhm, ohne Verklärung
Funktion:
Der sybillische Ruf vor der Handlung. Die Welt wird als bedroht gesetzt.
- NACH DER BATTAGLIA VON CONS – IRRITATION
Sie zeigen die konfiszierte Beute und brechen das Versprechen Demonts:
- „Ha! Che negin tuchi nies possess!“
- Sie benennen den Bruch zwischen Wort und Tat
- Sie warnen: Jetzt kippt es
Funktion:
Der Moment, in dem Vertrauen zerbricht und Sinn instabil wird.
- NACH DEM MASSAKER AN DEN GEFANGENEN – ANKLAGE
Sie sprechen über die Tötung der Flüchtenden:
- „Sco bovs selvadis han ei fatg.“
- Keine Heroisierung, sondern Entsetzen
- Gewalt frisst ihre eigenen Gründe
Funktion:
Die Sabia entzieht der Gewalt jede Rechtfertigung.
- AM ENDE – ENTLASSUNG
Sie relativieren die grossen Parolen:
- „Nuot sei stau cun libertad, egualitad, fraternitad.“
- Aber: Es gibt einen neuen Anfang
- Abschied vom Publikum
Funktion:
Kein Trost, kein Urteil – sondern Öffnung in die Zukunft.
In allen vier Momenten spricht nicht „Erklärung“, sondern Schwelle:
Vor der Handlung, vor dem Bruch, vor der Katastrophe, nach allem.
- Vor der Geschichte
Anruf: „Seht, was geschah.“
Die Welt wird als prekär eröffnet. - Beim Vertrauensbruch
Irritation: Wort und Wirklichkeit fallen auseinander.
Sinn kippt. - Nach der Entgrenzung
Anklage: Gewalt frisst ihre eigenen Gründe.
Recht wird zu Raserei. - Nach der Katastrophe
Entlassung: Keine Parole trägt.
Aber: Anfang bleibt möglich.
Formal ist das ein Rhythmus:
ANRUF → BRUCH → ENTLARVUNG → OFFENE ZUKUNFT
Ja: In diesem Muster ist die Message des Stücks eingeschrieben.
Nicht als These, sondern als Form:
- Geschichte beginnt mit Angst.
- Politik beginnt mit Versprechen.
- Gewalt zerstört ihre eigene Rechtfertigung.
- Und dennoch endet nicht alles im Nichts.
Die Sabia sagt nie: „So ist es.“
Sie zeigt: Wie Sinn entsteht, bricht, entgleitet und wieder möglich wird.
Die Botschaft liegt nicht im Gesagten,
sondern in der Wiederkehr dieser vier Positionen:
Das Stück sagt damit:
Sinn ist nicht gegeben.
Er steht immer wieder auf dem Spiel.
So lass uns also spielen…
Sibylle 1
Nichts war es mit Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit.
Schöne Worte.
Genug. Das war es. Das ist vorbei.
Sibylle 2
Ihr hört es nicht?
Es grollt schon wieder.
Ihr seht es nicht?
Die Luft weiss es.
Darum tragt ihr Masken.
Es ist schon da.
Es ist kein Gerücht.
Aber stinken tut es schon.
Sibylle 3
Pater Placidus wurde zum Schweigen gebracht.
Aber nicht ein zweites Mal.
Wir erzählen uns das Drama von 1799 doch nicht,
um denselben Fehler zu wiederholen.
Nicht, um wieder zu warten.
Nicht, um wieder zu gehorchen.
Nicht, um später zu sagen: “Wir haben von allem nichts gewusst.”
Erinnert euch.
Ihr habt bewiesen, dass ihr es anders könnt.
Dass es anders geht.
Nein. Anders.
Nein. Ganz anders.
Steht auf.
Gebt einander ein Zeichen des Friedens.
Zuerst als Wort.
Dann lasst es uns tun.
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Anlass zu diesem Eintrag:
Es kommt zu einem nächsten Medientheater der L’uniun Dentervals: Der Hexenmeister Hubert Giger schreibt. René Schnoz inszeniert. Das wird BildGewaltig auf vielen Ebenen. Eine Spurensuche:

- Natürlich die Cadi, die Surselva, das Bündner Oberland. Aber erklär das mal der internationalen Arbeiterbewergung. (so?)
- Natürlich die von sozial-liberalen zertifizierten universitären Historikernden. (so?)
- Die Nachbarn und das dumme Verhalten der eigenen Bevölkerung. (so?)

- Naja: Die sogenannten Franzosen besetzten die Schweiz. Sie — die Anderen, die Fremden, die Aufklärer — haben Helvetien und auch den drei Bünden ihre Verfassung überschrieben. Für alle, welche #Ischi600 und #GR500 vom sozial-liberalen Kanton finanzierten Bratwurstfeste verpasst haben ein kleiner Spoiler: Ohne die Äbte des fürstl. Closters Dissentis gäbe es wenig, worauf die heute mächtig tuenden im Kanton Graubünden so richtig stolz sein könnten. Ausser die Berge und die Steinböcke vielleicht. Aber die hat ja der liebe Gott gemacht. (so?)
- Heute hockt Herr und Frau Regierungsrat am Handy und wartet, was der 80-jährige Milliardär Donald Trump und sein etwas reichere Milliardärs-Zampano Elon in der sogenannt “Neuen Welt” twittert und wiederholt dann die von der 7‑fachen Mutter und Christlichen Politikerin vorgebrachten Ideen zur europäischen Aufrüstung auf rätoromanisch. (so?)
- So dumm kann der dümmst anzunehmende Bergführer der Alpen sich nicht verhalten. Unmöglich. Und hat es auch noch gar nie so gemacht…
- Und er (und die Bergführerin auch) wird es nie machen. Versprochen ;-)
- 1697: Lavina Nera in
- 1877: Lavine Nera dus
- 2027: Lavina Nera treis
Summary
(…)

Nächster Titel
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Nächster Titel
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Wer hat angst vor pater placidus a spesche?
als arbeitsthese vielleicht: witzigerweise haben ausgerechnet die von den sozial-liberalen universitäten zertifizierten historikernde panische schiss, vor pater placidus a spescha. sie müssen ihn zu einer kauzigen berggais und early adopter der idee von tourismus in der surselva inszenieren… aus sehr, sehr, SEHR egoistischen gründen (so?)
(…)

Die sogenannten Franzosen…
als arbeitsthese: Die Franzosen waren wohl viel mehr Söldner aus der Umgebung, welche sich ziemlich gut ausgekannt haben. EIN nachbarschaftliches und ökonomisches DESASTER… (so?)
Vergl. dazu “Die Klage des Friedens” von Erasmus von Rotterdam (pater placidus kannte selbstverständlichst seine schriften, versprochen ;-)
(…)
(…)
(…)
Nächster Titel
Nächster Titel
(…)
Warten bis Donald und Elon twittern, um nächste Schritte zu entscheiden? — eben.
(…)
(…)
(…)
(…)
Du denkst, das Kloster hätte das Tal durch die Zeit getrieben?


Quellen und Verweise:
- Philipp Zwyssig («Wider aller Willen disen Altar auß der Kirkhen gethon» Pluralisierung und Konkurrenz auf dem Markt der Wunder in der Landschaft Disentis (17. und 18. Jahrhundert)
- Ivo Berther (1790–1900) Eintrag im Blog | Auswertung mit #chatGPT4 | #hochaltar
- ab: 1545 Konzil von Trient (Konzil Konstanz: 1414 — 1418 | 1500: Reformation Zürich | 5. Laterankonzil: 1512–1517)
- Iso Müller, Zur Taufe totgeborener Kinder im Bündnerland, 1958
- Ils paders caputsdiîns a Mustér 1648—1818, Da Guglielm Gadola Cuera
- Liste aller Äbte: https://www.helvetiasacra.ch/de/database/150
- Felici Maissen: Das Mirakelbuch von Disentis (1707) Pater Fioriano da Brescia (1695–1720 in Mustér)
- …
Die aktuelle Liste wird hier gepflegt:
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
(…)
(…)
(…)
Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
(…)
(…)
(…)
Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) #TextByChatGPT

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

