M/ein Blog ist m/ein Kartenraum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man publiziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreibstand | warum ich nicht publiziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.
- wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
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Anlass zu diesem Eintrag:
Das wünsche ich mir schon lange: Der Jahreskreis der Cadi… Nächster Anlauf ;-)
Leben als Teil der Natur, in der Natur, mit der Natur.
dissent.is/jahreskreis

Ziel
In Zusammenarbeit mit dem Kloster Disentis (und der Kirchgemeinde Mustér? ReligionslehrerInnen…) wird ein Jahreskreis ausformuliert und nach dem Vorbild von Prof. Dr. Peter Hersche (Titelbild) dargestellt.
Die Notizen hier dienen lediglich der Vorbereitung und der Kontextualisierung…

Summary/Spoiler/TL;DR
- Die Industrialisierung hat die Landwirtschaft von einem Lebenszusammenhang zu einem Produktionssystem umgebaut.
- Boden wurde zur Ressource, Saatgut zur Ware, Arbeit zur Funktion.
- Der Mensch verlor den direkten Bezug zu Rhythmus, Ort und Jahreszeit.
- Nahrung wurde entkoppelt von Herkunft, Zeit und Beziehung.
- Der Mensch wurde vom Mit-Lebewesen zum Bediener einer Maschine.
Die Industrialisierung hat den Menschen aus dem Kreislauf des Lebendigen herausgelöst und ihn in ein System der Produktion versetzt – diese Verschiebung ist die eigentliche “Entfremdung”.

Ein Kreis ist es erst, wenn es geschlossen ist. Genau das ermöglicht seine Offenheit (so?)
- Prozess ohne Anfang und Ende
- Wiederkehr ohne Stillstand
- Wiederholung ohne Identität
- Bewegung ohne Zielpunkt
- Zeit als Rhythmus, nicht als Pfeil
Der Kreis ist kein Rückschritt, sondern eine andere Vorstellung von Zeit.
Industrie denkt linear:
Rohstoff → Produkt → Abfall
Jahreskreis denkt zyklisch:
Samen → Wachsen → Ernten → Vergehen → Neuer Samen
Wieder_Holung im wörtlichen Sinn:
Nicht Kopie, sondern erneutes Ins-Leben-Holen.
Der Kreis ist die Form von #commoroque, weil er Wiederkehr mit Fuellung verbindet und Technik nicht ausschliesst, sondern in einen lebendigen Rhythmus einbettet.
Unterschiedliche Skalen derselben Logik:
| Kreis | Tempo | Menschliches Bedürfnis |
|---|---|---|
| Generationen | Jahrzehnte | Weitergabe, Zukunft |
| Jahreskreis | Jahre | Sicherheit, Vorrat, Überleben |
| Jahreszeiten | Monate | Abwechslung, Wandel, Erwartung |
| Woche | Tage | Struktur, Orientierung, Halt |
| Schlaf | Nächte | Erholung, Loslassen |
| Tageszeiten | Stunden | Aktivität, Ruhe, Regeneration |
| Atem | Minuten | Leben, Präsenz |
| Herzschlag | Sekunden | Spannung und Entspannung |
Gemeinsame Struktur:
- Keine Linie, kein Fortschrittspfeil
- Wiederkehr statt Abschluss
- Orientierung durch Rhythmus
- Zeit als bewohnbarer Raum
- Bewegung ohne Flucht nach vorn
Der Kreis ordnet nicht durch Ziel,
sondern durch Wiederkehr.
Er sagt nicht: weiter.
Er sagt: wieder.
Nicht Regression,
sondern Wieder_Holung.
Nicht das Gleiche wiederholt sich. Aber es gleicht sich und ist genau damit Andres.
Nicht gleich.
Nicht identisch.
Nicht Kopie.
Anders.
- Nein. Anders!
- Nein! Anders als so. (so?)
bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
Der Jahreskreis
- alle schutzheiligen von den kirchen und kapellen in mustér müssen rein! (bruder martin)
(…)
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(…)
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Am Beispiel #Valentinstag
| Kulturform | Sinn | #Valentinstag |
|---|---|---|
| — Rhätisch | + ((Gemeinschaft)Kosmos) | Lupercalia: Liebe als kosmische Kraft, koerperlich, rituell, gemeinschaftlich |
| - ((Abschottung)Existenzangst) | Angst vor Unfruchtbarkeit, Winter, Tod – Ritual als Schutz | |
| + Alpinbarock | + ((Verbundenheit)Sinnordnung) | Einbettung in sakrale Ordnung: Fest, Kalender, Heiliger |
| - ((Autorität)Paternalismus) | Umdeutung durch Kirche: Kontrolle der Praxis, Moral statt Spiel | |
| ≠ Spätmoderne | + ((Liberalismus)Sozialismus) | Paarliebe, Wahlfreiheit, Gleichheit der Liebenden |
| - ((#TechnoFeudalismus)#LiberalPaternalism) | Plattform-Romantik, Marketing, Reminder, Kaufzwang | |
| # Commoroque | + ((Commons)Kontingenz) | Liebe als geteilte soziale Praxis ohne Pflicht u Markt: offene Geste, gemeinsames Ritual, nicht-personalisiert, nicht-privatisiert |
Die christlichen Hochfeste sind urspruenglich nichts anderes als
Knoten im Jahreskreis:
Verdichtungen von Zeit,
Rhythmusstellen zwischen Natur, Koerper und Gemeinschaft.
Fast alle lassen sich so lesen:
- Weihnachten: Dunkelheit / Geburt / Wendepunkt
- Ostern: Tod / Vergehen / Neubeginn
- Pfingsten: Atem / Geist / Gemeinschaft
- Erntedank: Fuellung / Dank / Abhaengigkeit
- Allerheiligen: Generationen / Erinnerung / Weitergabe
Man verlangte Antwort vom Stein, man frug das Feuer, und man frug das Wasser; erst das Christentum gab die ganze Antwort.
Christian Caminada, 1962
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Der Wochenkreis
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Der Tageskreis
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Das Umkreisen des Altars während der Messe
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Parametrische Modellierung, seit 300 Jahren

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Nächster Titel
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Kultur, Kulturform, ((Wandel)Wechsel), Kulturekel

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KULTUR IST DAS NEUE SCHNEE? @GRAUBÜNDEN
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SCHULE DES SEHENS
WENN ES NICHT SCHÖN IST, IST ES NICHT FROMM.
BRUDER MAGNUS, OSB

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Nächster Titel
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“Entfremdung”
Der Begriff Entfremdung wird in verschiedenen Feldern unterschiedlich genutzt:
- Philosophie (Hegel / Feuerbach)
Entfremdung als Abspaltung des Menschen von sich selbst.
Der Mensch erkennt sich nicht mehr in dem, was er hervorbringt (Geist, Religion, Welt). - Marxistische Tradition
Entfremdung als Strukturproblem der Lohnarbeit.
Der Mensch ist entfremdet
- von seiner Arbeit
- vom Produkt seiner Arbeit
- von sich selbst
- von anderen Menschen
Arbeit wird Mittel zum Überleben statt Ausdruck von Leben.
- Soziologie (z. B. Simmel, Weber)
Entfremdung als Folge funktionaler, rationalisierter Systeme.
Der Mensch lebt in Strukturen, die er nicht mehr versteht und nicht mehr beeinflusst. - Psychologie / Alltagssprache
Gefühl von Leere, Sinnverlust, Distanz zu sich selbst.
„Ich funktioniere nur noch.“
„Ich bin nicht mehr bei mir.“
Gemeinsamer Kern in allen Verwendungen:
Entfremdung bezeichnet eine Trennung zwischen Mensch und Lebenswelt, zwischen Tun und Sinn, zwischen Existenz und Bedeutung.
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Entwicklung einer Grafik
Jahrzehnte umkreisen Jahre.
Jahre umkreisen Monate.
Monate umkreisen Wochen.
Wochen umkreisen Tage.
Tage umkreisen Schlaf und Wachen.
Schlaf umkreist den Atem.
Atem umkreist den Herzschlag.
Und alles umkreist sich selbst.
Kein Anfang.
Kein Ende.
Nur Rollen.
(…)
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SPRCHE — DNKN — WRKLCHT

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Nächster Titel
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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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