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Quelle des Printscreens | seco | Kirchen und Tourismus | THchur: Religion — Kultur — Tourismus | …
Anlass zu diesem Eintrag:
#SwissReligiousHeritage: “Sakrales Kulturerbe touristisch erleben” powered by @SECO_CH
Wenn Kirchen Kirchen profanisieren, ist das ähnlich ver-rückt, wie wenn der Staat den Staat privatisiert – über #NetzDG oder die #PPP @Graubunden.
In Zeiten von @POTUS Trump erscheint dies aber als “wahrer Segen”:
“Die blanke Waffe” @imtunnel @nzz liegt offen auf dem Tisch. Und die #Hochwertwörter der Kulturform der Moderne zeigen sich in ihrer grauslig brutalen wahren, realen Wirklichkeit (so?)
dieser neo-liberalismus — welcher seit 20 jahren aus der zeit gefallen ist und bloss noch im püntnerunterland mit seinen zwei steinböcken gärtnert — nervt mega… aber dank @poutus donald II steht das dumme teil nacktiputzig im raum und füttert den #Kulturekel, wie dieser vom… pic.twitter.com/ORDFsW15qi
— dissent.is/███████ (@sms2sms) March 18, 2026
Quellen für meine Argumentation: Prof. Dr. Dirk Baecker: Die blanke Waffe | Prof. Dr. Andreas Kley: Hochwertwörter (dissent.is/hochwertwoerter) | (…)
Summary/Spoiler/TL;DR
Erst hiess es: ohne Tourismus keine Alpen. Dann: ohne Privatisierung kein Staat. Und jetzt offenbar: ohne Tourismus keine Kirche mehr. Genau diese Selbstentmächtigung ist der Skandal.
bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
Du #ChatGPT, kannst du mal den anderen erklären, warum ich ganz locker ausflippe?
Ja.
Du flippst nicht primaer wegen eines schlechten Artikels aus, sondern wegen einer strukturellen Kollision, die in deinem eigenen Arbeitsmodell sofort sichtbar wird.
1. Was dich konkret triggert
In den gezeigten Materialien verdichten sich vier Ebenen zu einem einzigen Arrangement:
| Ebene | Was geschieht |
|---|---|
| Kirche | Sakrale Orte werden nicht primaer als gelebte religioese Form behandelt |
| Tourismus | Diese Orte werden in Erlebnis‑, Besucher- und Angebotslogiken uebersetzt |
| Wissenschaft | Die Uebersetzung wird forschungsfoermig begleitet und legitimiert |
| Staat/Foerderung | Das Ganze erscheint als entwicklungs‑, innovations- oder standortpolitisch sinnvolle Massnahme |
Genau diese Verdichtung liest du nicht als Zufall, sondern als Symptom.
2. Warum das aus deiner Perspektive mehr ist als “nur Tourismus”
Dein Grundsatz lautet seit langem: Soziale Arbeit arbeitet nicht an Menschen, sondern an den Bedingungen des Im-Austausch-Seins. In dieser Perspektive sind Kirchen, Rituale, kulturelle Orte und historische Schichten nicht einfach Inhalte, sondern Kommunikationsordnungen.
Darum wirkt “sakrales Kulturerbe touristisch erleben” fuer dich nicht neutral, sondern wie eine Umcodierung:
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| Ort | Angebot |
| Praxis | Produkt |
| Ritual | Experience |
| Geschichte | Content |
| Gemeinschaft | Zielgruppe |
| Bedeutung | Wertschoepfung |
Und genau an diesem Punkt reagierst du nicht moralisch beleidigt, sondern systemisch alarmiert.
3. Warum Trump in deiner Argumentation als “wahrer Segen” auftaucht
Nicht weil du Trump gut findest. Sondern weil Baecker den Mechanismus benennt, der fuer dich erkenntnistheoretisch wichtig ist: Trump “holt die Macht aus ihrem Versteck”, die “blanke Waffe” liegt offen auf dem Tisch. Politik erscheint wieder als Durchsetzung, nicht als neutraler Sachvollzug.
Noch schaerfer: Baecker beschreibt, dass Trump fuer viele attraktiv wurde, weil man “wieder sehen will, wie Politik gemacht wird”. Also: nicht verwaltete Ohnmacht, sondern sichtbare Macht.
Das passt exakt zu deinem Impuls:
Du empfindest den offenen Zynismus als analytischen Vorteil, weil er die Verhuellungen der spaetmodernen Selbstbeschreibung wegraemt.
4. Warum dich die #Hochwertwoerter dabei besonders aufregen
Kley liefert dazu den zweiten Schluessel. Er zeigt, dass Begriffe wie “Rechtsstaat”, “Menschenwuerde”, “Nachhaltigkeit” oder andere Hochwertwoerter oft nicht klaeren, sondern Diskussionen moralisch aufladen und abklemmen. Der bestimmte Artikel suggeriert Eindeutigkeit; in Wirklichkeit dienen diese Woerter haeufig dazu, ein Anliegen diskussionsstrategisch durchzudruecken.
Kley sagt weiter: Solche Hochwertwoerter fuehren zur “Sakralisierung”. Wer widerspricht, wird nicht einfach als Gegenposition behandelt, sondern moralisch markiert, stigmatisiert und im Extrem aus der Gemeinschaft des Guten hinausgedraengt.
Genau deshalb triggert dich die Redeweise so stark:
Weil du nicht nur eine bestimmte Politik siehst, sondern die sprachliche Immunisierung dieser Politik.
5. Jetzt mit deiner Map gelesen
In deiner Map beobachtest du Kulturformen nicht als Meinungen, sondern als unterschiedliche Weisen, Wirklichkeit zu ordnen.
Was dich hier auf die Palme bringt, ist dies:
| Beobachtung in deinem Sinn | Effekt |
|---|---|
| Sakrales wird in touristische Erlebnislogik uebersetzt | Profanisierung durch Funktionswechsel |
| Wissenschaft begleitet das als legitime Entwicklung | epistemische Absicherung |
| Staat/Foerderung traegt mit | politische und oekonomische Verankerung |
| Hochwertwoerter rahmen das Ganze | moralische Tarnung |
| Trump legt dagegen die blanke Waffe offen | die Verkleidung faellt weg |
Darum wirkt das Projekt fuer dich wie ein spaetmoderner Vollzug: nicht rohe Gewalt, sondern Umstellung von Sinn durch Management, Sprache, Foerderung und Verwertung.
6. Jetzt mit deiner Matrix gelesen
Mit deiner Matrix laesst sich dein Affekt sehr praezise beschreiben. Du reagierst auf einen Eingriff in alle vier Machtdimensionen zugleich.
| Dimension | Was dich stoert |
|---|---|
| Anordnung | Nicht die lokale Gemeinschaft ordnet den Ort, sondern Netzwerke aus Institutionen, Projektlogiken und Partnerstrukturen |
| Zugang | Der Zugang zum Sakralen wird ueber touristische Formate und Verwertungslogiken neu geregelt |
| Legitimation | Hochschule, Forschung, Diskurs und Hochwertwoerter liefern die moralisch-wissenschaftliche Rechtfertigung |
| Durchsetzung | Nicht offen gewaltsam, sondern ueber Foerderung, Sprache, Organisation und Deutungsmacht |
Deshalb dein Affekt:
Du erlebst nicht bloss ein “falsches Wording”, sondern eine komplette Reorganisation von Macht.
7. Der eigentliche Grund deines Ausflippens
Du spuerst hier eine doppelte Bewegung:
- Etwas wird profaniert.
- Diese Profanisierung wird auch noch als kulturelle Pflege, Innovation, Oeffnung oder gesellschaftlicher Gewinn verkauft.
Das ist der Kern.
Denn die Verletzung liegt fuer dich nicht nur in der Transformation selbst, sondern in ihrer moralischen Verpackung. Genau hier treffen sich Baecker und Kley mit deiner eigenen Diagnose:
| Baecker | Kley | Deine Reaktion |
|---|---|---|
| Macht wird sichtbar | Sprache sakralisiert und verdeckt | Du siehst die Verkleidung und die Macht zugleich |
| blanke Waffe | Hochwertwort | enthuellte Verwertungslogik |
8. Akademisch zugespitzt
Du flippst aus, weil du in diesem Fall eine asymmetrische Umcodierung beobachtest: Ein historisch-sakraler Kommunikationsraum wird in eine touristisch-oekonomische Nutzungslogik ueberfuehrt, waehrend wissenschaftliche und politische Sprache diese Verschiebung zugleich legitimiert und moralisch entschraenkt. Baeckers Figur der “blanken Waffe” benennt dabei den Gewinn an Sichtbarkeit von Macht, waehrend Kleys Analyse der Hochwertwoerter erklaert, wie diese Macht im spaetmodernen Diskurs sonst sakral vernebelt wird.
9. Ein Satz, ganz knapp
Du flippst aus, weil du nicht einfach Tourismus siehst, sondern die sakralisierte Legitimierung einer Profanisierung.
10. Noch haerter, in deiner Linie
Was dich aufregt, ist nicht nur die Profanisierung der Kirchen, sondern dass diese Profanisierung als Kultur, Forschung, Oeffnung und Gemeinwohl daherkommt, waehrend darunter laengst die blanke Waffe der Verwertung auf dem Tisch liegt.
Die Begriffe “Profanisierung”, “Umcodierung” und “Verwertungslogik” in dieser Zuspitzung sind meine analytischen Begriffe, nicht Woerter aus den beiden NZZ-Texten.
Weit weg, abernu…
Ja. Das ist viel präziser.
Der Kern ist dann nicht:
Religion wird touristisch verpackt.
Sondern:
- Das Leitnarrativ lautet: ohne Tourismus keine Alpen.
- Der Staat übernimmt diese Logik und privatisiert sich selbst.
- Und nun übernimmt auch die Kirche dieselbe Logik:
ohne Tourismus keine Relevanz, keine Sichtbarkeit, keine Berechtigung.
Darum kippst du nicht an einem Einzelprojekt aus, sondern an einer Dreifachbewegung:
| Ebene | Kippfigur |
|---|---|
| Region | ohne Tourismus keine Zukunft |
| Staat | ohne Privatisierung keine Handlungsfähigkeit |
| Kirche | ohne touristische Anschlussfähigkeit keine Legitimation |
Genau das ist der Punkt.
Hier wird nicht einfach ein Angebot entwickelt.
Hier wird ein ganzer Möglichkeitsraum stillschweigend verengt.
Nicht mehr:
Welche eigenen Formen des Lebens, der Versorgung, des Rituals, der Geschichte, der Öffentlichkeit hat dieser Ort?
Sondern nur noch:
Wie bleibt er anschlussfähig an Nachfrage, Sichtbarkeit, Besucherströme, Verwertung?
Darum ist dein Affekt strukturell.
Du liest:
- Die Alpen nur noch als touristisch rechtfertigbaren Raum.
- Den Staat nur noch als auslagerungsfähige Managementform.
- Die Kirche nur noch als kulturnahe Erlebnisanbieterin.
Und genau das ist für dich die eigentliche Kapitulation:
nicht Zerstörung von aussen,
sondern Selbstaufgabe durch Übernahme der fremden Rechtfertigungslogik.
Das wäre die präzise Fassung:
Was mich daran ausflippen lässt, ist nicht bloss Tourismus. Es ist die stillschweigende Kapitulation vor einem einzigen Narrativ: ohne Tourismus keine Alpen, ohne Privatisierung kein Staat, ohne touristische Anschlussfähigkeit keine Kirche. Damit übernehmen Region, Staat und Kirche dieselbe fremde Rechtfertigungslogik – und geben ihre eigene Form preis.
Noch knapper, als Spoiler:
Nicht der Tourismus ist hier der Skandal, sondern die Kapitulation vor ihm: erst die Alpen, dann der Staat, nun auch die Kirche.
Oder etwas härter:
Erst hiess es: ohne Tourismus keine Alpen. Dann: ohne Privatisierung kein Staat. Und jetzt offenbar: ohne Tourismus keine Kirche mehr. Genau diese Selbstentmächtigung ist der Skandal.
(…)
(…)
(…)
(…)
Unseren Transformativen Dreischritt: Erinnern — Gedenken — Erneuern
Ja. Der Unterschied ist ziemlich klar.
Bei #SwissReligiousHeritage kippt der Ort in eine äussere Rechtfertigungslogik:
ohne Tourismus keine Relevanz,
ohne Besucher keine Sichtbarkeit,
ohne Erlebnis kein Argument.
Bei #SognValentin versucht ihr gerade das Gegenteil.
- Nicht Vermarktung, sondern Frage
Auf der Seite ist die Leitfrage nicht:
Wie machen wir den Ort attraktiver?
Sondern:
Wie kann die Restaurierung so gestaltet werden, dass die Objekte professionell restauriert und präsentiert werden und zugleich in einem lebendigen Kultur- und Resonanzraum ihre Aktualität neu entfalten können? (dissent.is)
Das ist ein anderer Zugriff als Tourismuslogik. Nicht Nachfrage zuerst, sondern Resonanzraum zuerst. (dissent.is)
- Nicht musealisieren allein, sondern transformieren
Ihr unterscheidet auf der Seite ausdrücklich zwischen
„Musealisieren = kuratieren, konservieren, präsentieren“
und
„Transformieren = erinnern, gedenken, erneuern“. (dissent.is)
Genau dort liegt der Unterschied:
Nicht bloss sichern und zeigen,
sondern einen kulturellen Dreischritt vollziehen.
- Nicht flicken und putzen, sondern an der sozialen Frage arbeiten
Der entscheidende Satz steht weiter unten fast glasklar:
Wenn ihr sakrale Objekte renoviert, gehe es um „etwas völlig anderes, als diese zu flicken, zu putzen und attraktiv zu präsentieren“. Kulturformen werden dort als „konkrete Antworten auf die soziale Frage“ beobachtet. (dissent.is)
Das ist der harte Unterschied.
| Tourismuslogik | #SognValentin |
|---|---|
| attraktiv präsentieren | anders fragen |
| Angebot bauen | Resonanzraum öffnen |
| Besucherlogik | soziale Frage |
| Erbe konsumierbar machen | Ort als Antwortform lesen |
| konservieren und verwerten | erinnern, gedenken, erneuern |
- Nicht Legitimation von aussen, sondern Arbeit aus dem Ort heraus
Auf der Seite wird der historische Kontext des Ortes, seine Nutzung, die Hauszeichen, der Lukmanierpass und die Einbettung in den Herrschafts- und Verkehrsraum hervorgehoben. Das „Neue“ liege weniger in neuen Daten als in einer veränderten Fragestellung. (dissent.is)
Also:
Nicht der Ort wird in eine fertige Erzählung eingepasst,
sondern die Frage wird vom Ort her neu gestellt. (dissent.is)
- Mit deiner Map und Matrix gelesen
Mit der Map:
#SwissReligiousHeritage codiert den Ort von aussen um.
#SognValentin versucht, den Ort als historische Antwortform lesbar zu machen. (dissent.is)
Mit der Matrix:
Bei euch geht es nicht primär um Zugang als Konsum,
sondern um Legitimation, Erinnerung, Teilhabe und Erneuerung eines realen Ortszusammenhangs. Das offene Dashboard und die kollaborativen Werkzeuge passen genau dazu. (dissent.is)
- Kurzform
Bei #SognValentin versucht ihr nicht, einen Ort touristisch anschlussfähig zu machen. Ihr versucht, von einem konkreten Ort aus zu verstehen, auf welche soziale Frage er einmal geantwortet hat und worauf heute neu geantwortet werden müsste. (dissent.is)
- Als Spoiler
#SognValentin will keinen Ort vermarkten. Das Projekt versucht, von einem gelebten Ort aus zu verstehen, welche Antwort auf die soziale Frage in ihm gespeichert ist — und was davon heute erinnert, bedacht und erneuert werden kann. (dissent.is)
Die Formulierungen mit „TheLuhmannMap“, „TheStaubBernasconiMatrix“, „äussere Rechtfertigungslogik“ und „Ort als Antwortform“ sind meine analytische Verdichtung, nicht Wortlaut der Seite.
(…)
(…)
Touristische Führung vs dissent.is/passadis
Der entscheidende Unterschied ist:
Die touristische Führung zeigt, was anschlussfähig, konsumierbar, erzählbar und schön vermittelbar ist.
Du zeigst, auf welche soziale Frage ein Ort geantwortet hat, welche Machtordnung darin steckt und was heute daran erinnert, gedacht und erneuert werden müsste.
Also nicht:
Was sieht man hier?
Sondern:
Was wird hier geordnet, ermöglicht, legitimiert, durchgesetzt?
Genau dort kommen #TheLuhmannMap und #TheStaubBernasconiMatrix ins Spiel.
Ein radikales Grundschema wäre dieses:
| Touristischer Zugriff | Dein Zugriff auf dissent.is/passadis & #SognValentin |
|---|---|
| zeigt Sehenswürdigkeiten | zeigt gesellschaftliche Antworten |
| zeigt Stil, Epoche, Schönheit | zeigt Ordnung, Konflikt, Funktion |
| erklärt Objekte | befragt Verhältnisse |
| will Interesse wecken | will Unterscheidungen schärfen |
| produziert Erlebnis | produziert Beobachtbarkeit |
| macht den Ort konsumierbar | macht den Ort lesbar |
| sucht Besucherresonanz | sucht soziale Resonanz |
| rechtfertigt Erhalt über Attraktivität | fragt nach der aktuellen Wahrheit des Ortes |
| kuratiert Vergangenheit | öffnet Erinnerung, Gedenken, Erneuerung |
| integriert in Tourismuslogik | prüft auf nächste Kulturform |
Noch radikaler, als Negativliste:
Woran erkenne ich, dass ich nicht in der Verwertungslogik arbeite?
- Ich frage nicht zuerst, wie ein Ort attraktiver wird, sondern worauf er antwortet.
- Ich behandle den Ort nicht als Angebot, sondern als Verdichtung sozialer Verhältnisse.
- Ich übersetze Geschichte nicht in Content, sondern in Fragefähigkeit.
- Ich zeige nicht nur, was schön, alt oder besonders ist, sondern was darin geordnet wird.
- Ich suche nicht nach Zielgruppen, sondern nach den Bedingungen des gemeinsamen Lebens.
- Ich legitimiere Erhalt nicht über Besucherzahlen, sondern über die soziale und kulturelle Wahrheit des Ortes.
- Ich musealisiere nicht bloss, sondern arbeite an erinnern, gedenken, erneuern.
- Ich frage nicht, wie man den Ort besser verkauft, sondern wie man ihn wieder ernst nimmt.
- Ich löse den Ort nicht aus seiner Region, sondern lese ihn als Teil eines gelebten Zusammenhangs.
- Ich suche nicht Anschluss an Märkte, sondern Hinweise auf eine nächste Kulturform.
Und ja: die doppelte Liste an der Klosterkirche wäre stark. Gerade dort.
Zum Beispiel so:
| Klosterkirche: touristische Führung | Klosterkirche: dissent.is/passadis |
|---|---|
| Barocke Pracht, Kunst, Architektur, Geschichte des Klosters | Welche soziale Antwort wird hier in Stein, Raum und Ritual formuliert? |
| bedeutendes Kulturerbe der Region | Welche Machtordnung wird hier sichtbar und wie wurde sie legitimiert? |
| Sehenswürdigkeit mit spiritueller Ausstrahlung | Welche Form von Gemeinschaft, Ausschluss, Zugang und Ordnung wurde hier organisiert? |
| Ort der Einkehr und Schönheit | Welche Antwort auf Unsicherheit, Armut, Gewalt und Sinn wurde hier versucht? |
| wertvoll für Besucher und Kulturinteressierte | Was davon ist heute tot, was erinnert noch, was müsste erneuert werden? |
| barockes Gesamtkunstwerk | Übergang von einer Kulturform zu einer anderen |
| sakraler Erlebnisraum | sedimentierte Antwort auf die soziale Frage |
Und für #SognValentin noch präziser:
| #SognValentin als touristisches Objekt | #SognValentin unter dissent.is/passadis |
|---|---|
| kleine historische Kapelle | präzise Ortsantwort auf eine konkrete soziale Lage |
| kulturelles Erbe | gespeicherte Form regionaler Selbstorganisation |
| Ausflugsziel | Knotenpunkt von Erinnerung, Pass, Versorgung, Schutz und Ritual |
| charmantes Zeugnis der Vergangenheit | Frage an die Gegenwart |
| restaurieren und zeigen | erinnern, gedenken, erneuern |
| attraktiv präsentieren | Wahrheit des Ortes freilegen |
Die radikalste Kurzform wäre vielleicht diese:
| Tourismus | dissent.is |
|---|---|
| Was kann man hier erleben? | Worauf antwortet dieser Ort? |
| Warum ist das schön? | Was wird hier sozial geordnet? |
| Warum soll man herkommen? | Was müsste hier heute erneuert werden? |
Ja, ich sehe den Weg sehr klar:
Nicht Führung gegen Gegenführung.
Sondern Erlebnislogik gegen Beobachtungslogik.
Oder noch schärfer:
Verwertung gegen Wahrheit.
Die stärkste Tabelle wäre wohl eine Dreierspalte:
| Ort | touristische Führung | dissent.is/passadis & #SognValentin |
|---|---|---|
| Klosterkirche | zeigt Kunst, Stil, Bedeutung, Sehenswürdigkeit | zeigt soziale Antwort, Machtordnung, kulturelle Form, offene Zukunftsfrage |
| Sogn Valentin | zeigt Kapelle, Geschichte, Landschaft, Charme | zeigt regionalen Knoten, gelebten Zusammenhang, gespeicherte Antwort auf die soziale Frage |
| Passadis | zeigt Weg, Aussicht, Erlebnis | zeigt Unterscheidungen, Übergänge, Suchbewegung zur nächsten Kulturform |
Wenn du willst, mache ich dir jetzt daraus eine wirklich harte, publizierbare Tabelle mit 10 oder 12 Zeilen unter den Überschriften:
„Was zeigt der Tourismus?“ / „Was zeigt dissent.is?“
| Woran erkenne ich Verwertungslogik? | Woran erkenne ich dissent.is/passadis oder dissent.is/SognValentin? |
|---|---|
| Der Ort muss sich rechtfertigen. | Der Ort darf zuerst einmal da sein. |
| Gefragt wird: Warum soll man hierherkommen? | Gefragt wird: Worauf antwortet dieser Ort? |
| Der Wert liegt in Attraktivität, Sichtbarkeit, Frequenz. | Der Wert liegt in Erinnerung, Dichte, Wahrheit, Anschlussfrage. |
| Gezeigt wird, was konsumierbar ist. | Gezeigt wird, was sozial wirksam war oder wieder werden könnte. |
| Geschichte wird zu Storytelling. | Geschichte wird zur offenen Frage an die Gegenwart. |
| Der Ort wird erklärt, damit er gefällt. | Der Ort wird befragt, damit er lesbar wird. |
| Das Objekt steht im Zentrum. | Das Verhältnis steht im Zentrum. |
| Der Blick sucht Schönheit, Charme, Besonderheit. | Der Blick sucht Ordnung, Konflikt, Antwort, Bruch. |
| Der Ort wird in Angebotssprache übersetzt. | Der Ort wird in Unterscheidungen lesbar gemacht. |
| Rituale erscheinen als Erlebniswert. | Rituale erscheinen als soziale Form. |
| Erbe wird präsentiert. | Erbe wird erinnert, bedacht, erneuert. |
| Der Zugang erfolgt über Zielgruppen. | Der Zugang erfolgt über die soziale Frage. |
| Legitimation kommt von Nachfrage und Nutzen. | Legitimation kommt aus dem Ort, seiner Geschichte und seiner offenen Aktualität. |
| Konserviert wird, was marktfähig bleibt. | Ernst genommen wird, was kulturell trägt. |
| Der Ort wird anschlussfähig an Tourismus. | Der Ort wird anschlussfähig an Wahrheit. |
| Der Horizont ist Verwertung. | Der Horizont ist eine nächste Kulturform. |
Und jetzt die radikale Fassung am Beispiel Klosterkirche:
| Klosterkirche: touristische Führung | Klosterkirche: dissent.is/passadis |
|---|---|
| barocke Pracht | verdichtete Antwort auf eine soziale Frage |
| bedeutendes Kulturerbe | materialisierte Machtordnung |
| kunsthistorische Einordnung | kulturelle Form mit realen Folgen |
| sakraler Raum der Einkehr | Raum, der Zugang, Legitimation und Durchsetzung organisiert |
| Sehenswürdigkeit der Region | Knoten im gelebten Zusammenhang einer Region |
| Ort mit spiritueller Ausstrahlung | historisch konkrete Antwort auf Unsicherheit, Ordnung und Gemeinschaft |
| wertvoll für Besucherinnen und Besucher | aufschlussreich für #TheLuhmannMap |
| schön restauriert und präsentiert | prüfbar mit #TheStaubBernasconiMatrix |
| Erhaltung durch Sichtbarkeit | Wahrheit durch Unterscheidung |
| Anschluss an Besucherlogik | Anschluss an erinnern, gedenken, erneuern |
Und noch schärfer für #SognValentin:
| #SognValentin in Verwertungslogik | #SognValentin bei dissent.is/passadis |
|---|---|
| kleine Kapelle | konzentrierter Ort |
| historisches Kleinod | gespeicherte regionale Antwort |
| Ausflugsziel | Prüfstein |
| charmante Vergangenheit | offene Gegenwartsfrage |
| restaurieren und zeigen | erinnern, gedenken, erneuern |
| religiöses Erbe | gelebter Zusammenhang von Ort, Region, Weg, Versorgung, Schutz |
| kulturelle Attraktion | Suchbewegung nach einer nächsten Kulturform |
| touristisch erschliessen | sozial und kulturell lesen |
| Besucher führen | Unterscheidungen schärfen |
| Sichtbarkeit erzeugen | Wahrheit freilegen |
Die Kurzform als Merksatz:
| Tourismus fragt | dissent.is/passadis fragt |
|---|---|
| Was kann man hier erleben? | Worauf hat dieser Ort geantwortet? |
| Warum ist das attraktiv? | Welche soziale Form ist hier sedimentiert? |
| Wie wird das vermittelt? | Was müsste hier heute erneuert werden? |
Und die härteste Zuspitzung:
| Verwertungslogik | dissent.is/passadis |
|---|---|
| Der Ort wird gebraucht. | Der Ort wird ernst genommen. |
| Der Ort wird erklärt. | Der Ort widerspricht. |
| Der Ort wird gezeigt. | Der Ort fragt zurück. |
| Der Ort wird verkauft. | Der Ort wird gelesen. |
Als Überschrift für den Blog würde das tragen:
Nicht jeder, der einen Ort zeigt, zeigt denselben Ort.
Oder:
Touristische Führung zeigt Sehenswürdigkeiten. dissent.is zeigt Antworten auf die soziale Frage.
Oder noch härter:
Der Tourismus zeigt, was man sehen soll. Wir fragen, was der Ort von uns will.
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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster


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