#SwissReligiousHeritage: Sakrales Kulturerbe touristisch erleben

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work in progress

Quelle des Printscreens | seco | Kirchen und Touris­mus | THchur: Reli­gion — Kul­tur — Touris­mus | …

Anlass zu diesem Eintrag:

#Swis­s­Re­li­giousHer­itage: “Sakrales Kul­turerbe touris­tisch erleben” pow­ered by @SECO_CH

Wenn Kirchen Kirchen pro­fanisieren, ist das ähn­lich ver-rückt, wie wenn der Staat den Staat pri­vatisiert – über #Net­zDG oder die #PPP @Graubunden.

In Zeit­en von @POTUS Trump erscheint dies aber als “wahrer Segen”:

“Die blanke Waffe” @imtunnel @nzz liegt offen auf dem Tisch. Und die #Hochw­er­twörter der Kul­tur­form der Mod­erne zeigen sich in ihrer graus­lig bru­tal­en wahren, realen Wirk­lichkeit (so?)

Quellen für meine Argu­men­ta­tion: Prof. Dr. Dirk Baeck­er: Die blanke Waffe | Prof. Dr. Andreas Kley: Hochw­er­twörter (dissent.is/hochwertwoerter) | (…)

Summary/Spoiler/TL;DR

Erst hiess es: ohne Touris­mus keine Alpen. Dann: ohne Pri­vatisierung kein Staat. Und jet­zt offen­bar: ohne Touris­mus keine Kirche mehr. Genau diese Selb­stent­mäch­ti­gung ist der Skan­dal.

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

#TheLuhmannMap
#TheStaubBernasconiMatrix
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Du #ChatGPT, kannst du mal den anderen erklären, warum ich ganz locker ausflippe?

Ja.

Du flippst nicht pri­maer wegen eines schlecht­en Artikels aus, son­dern wegen ein­er struk­turellen Kol­li­sion, die in deinem eige­nen Arbeitsmod­ell sofort sicht­bar wird.

1. Was dich konkret triggert

In den gezeigten Mate­ri­alien verdicht­en sich vier Ebe­nen zu einem einzi­gen Arrange­ment:

EbeneWas geschieht
KircheSakrale Orte wer­den nicht pri­maer als gelebte reli­gioese Form behan­delt
Touris­musDiese Orte wer­den in Erlebnis‑, Besuch­er- und Ange­bot­slogiken ueber­set­zt
Wis­senschaftDie Ueber­set­zung wird forschungs­fo­er­mig begleit­et und legit­imiert
Staat/FoerderungDas Ganze erscheint als entwicklungs‑, inno­va­tions- oder stan­dort­poli­tisch sin­nvolle Mass­nahme

Genau diese Verdich­tung liest du nicht als Zufall, son­dern als Symp­tom.

2. Warum das aus deiner Perspektive mehr ist als “nur Tourismus”

Dein Grund­satz lautet seit langem: Soziale Arbeit arbeit­et nicht an Men­schen, son­dern an den Bedin­gun­gen des Im-Aus­tausch-Seins. In dieser Per­spek­tive sind Kirchen, Rit­uale, kul­turelle Orte und his­torische Schicht­en nicht ein­fach Inhalte, son­dern Kom­mu­nika­tion­sor­d­nun­gen.

Darum wirkt “sakrales Kul­turerbe touris­tisch erleben” fuer dich nicht neu­tral, son­dern wie eine Umcodierung:

VorherNach­her
OrtAnge­bot
Prax­isPro­dukt
Rit­u­alExpe­ri­ence
GeschichteCon­tent
Gemein­schaftZiel­gruppe
Bedeu­tungWertschoep­fung

Und genau an diesem Punkt reagierst du nicht moralisch belei­digt, son­dern sys­temisch alarmiert.

3. Warum Trump in deiner Argumentation als “wahrer Segen” auftaucht

Nicht weil du Trump gut find­est. Son­dern weil Baeck­er den Mech­a­nis­mus benen­nt, der fuer dich erken­nt­nis­the­o­retisch wichtig ist: Trump “holt die Macht aus ihrem Ver­steck”, die “blanke Waffe” liegt offen auf dem Tisch. Poli­tik erscheint wieder als Durch­set­zung, nicht als neu­traler Sachvol­lzug.

Noch schaer­fer: Baeck­er beschreibt, dass Trump fuer viele attrak­tiv wurde, weil man “wieder sehen will, wie Poli­tik gemacht wird”. Also: nicht ver­wal­tete Ohn­macht, son­dern sicht­bare Macht.

Das passt exakt zu deinem Impuls:
Du empfind­est den offe­nen Zynis­mus als ana­lytis­chen Vorteil, weil er die Ver­huel­lun­gen der spaet­mod­er­nen Selb­st­beschrei­bung wegraemt.

4. Warum dich die #Hochwertwoerter dabei besonders aufregen

Kley liefert dazu den zweit­en Schlues­sel. Er zeigt, dass Begriffe wie “Rechtsstaat”, “Men­schen­wuerde”, “Nach­haltigkeit” oder andere Hochw­ert­wo­ert­er oft nicht klaeren, son­dern Diskus­sio­nen moralisch aufladen und abklem­men. Der bes­timmte Artikel sug­geriert Ein­deutigkeit; in Wirk­lichkeit dienen diese Woert­er haeu­fig dazu, ein Anliegen diskus­sion­sstrate­gisch durchzu­drueck­en.

Kley sagt weit­er: Solche Hochw­ert­wo­ert­er fuehren zur “Sakral­isierung”. Wer wider­spricht, wird nicht ein­fach als Gegen­po­si­tion behan­delt, son­dern moralisch markiert, stig­ma­tisiert und im Extrem aus der Gemein­schaft des Guten hin­aus­ge­draengt.

Genau deshalb trig­gert dich die Redeweise so stark:
Weil du nicht nur eine bes­timmte Poli­tik siehst, son­dern die sprach­liche Immu­nisierung dieser Poli­tik.

5. Jetzt mit deiner Map gelesen

In dein­er Map beobacht­est du Kul­tur­for­men nicht als Mei­n­un­gen, son­dern als unter­schiedliche Weisen, Wirk­lichkeit zu ord­nen.

Was dich hier auf die Palme bringt, ist dies:

Beobach­tung in deinem SinnEffekt
Sakrales wird in touris­tis­che Erleb­nis­logik ueber­set­ztPro­fanisierung durch Funk­tion­swech­sel
Wis­senschaft begleit­et das als legit­ime Entwick­lungepis­temis­che Absicherung
Staat/Foerderung traegt mitpoli­tis­che und oekonomis­che Ver­ankerung
Hochw­ert­wo­ert­er rah­men das Ganzemoralis­che Tar­nung
Trump legt dage­gen die blanke Waffe offendie Verklei­dung faellt weg

Darum wirkt das Pro­jekt fuer dich wie ein spaet­mod­ern­er Vol­lzug: nicht rohe Gewalt, son­dern Umstel­lung von Sinn durch Man­age­ment, Sprache, Foerderung und Ver­w­er­tung.

6. Jetzt mit deiner Matrix gelesen

Mit dein­er Matrix laesst sich dein Affekt sehr praezise beschreiben. Du reagierst auf einen Ein­griff in alle vier Macht­di­men­sio­nen zugle­ich.

Dimen­sionWas dich sto­ert
Anord­nungNicht die lokale Gemein­schaft ord­net den Ort, son­dern Net­zw­erke aus Insti­tu­tio­nen, Pro­jek­t­logiken und Part­ner­struk­turen
ZugangDer Zugang zum Sakralen wird ueber touris­tis­che For­mate und Ver­w­er­tungslogiken neu geregelt
Legit­i­ma­tionHochschule, Forschung, Diskurs und Hochw­ert­wo­ert­er liefern die moralisch-wis­senschaftliche Recht­fer­ti­gung
Durch­set­zungNicht offen gewalt­sam, son­dern ueber Foerderung, Sprache, Organ­i­sa­tion und Deu­tungs­macht

Deshalb dein Affekt:
Du erleb­st nicht bloss ein “falsches Word­ing”, son­dern eine kom­plette Reor­gan­i­sa­tion von Macht.

7. Der eigentliche Grund deines Ausflippens

Du spuerst hier eine dop­pelte Bewe­gung:

  1. Etwas wird pro­faniert.
  2. Diese Pro­fanisierung wird auch noch als kul­turelle Pflege, Inno­va­tion, Oeff­nung oder gesellschaftlich­er Gewinn verkauft.

Das ist der Kern.

Denn die Ver­let­zung liegt fuer dich nicht nur in der Trans­for­ma­tion selb­st, son­dern in ihrer moralis­chen Ver­pack­ung. Genau hier tre­f­fen sich Baeck­er und Kley mit dein­er eige­nen Diag­nose:

Baeck­erKleyDeine Reak­tion
Macht wird sicht­barSprache sakral­isiert und verdecktDu siehst die Verklei­dung und die Macht zugle­ich
blanke WaffeHochw­ert­wortenthuellte Ver­w­er­tungslogik

8. Akademisch zugespitzt

Du flippst aus, weil du in diesem Fall eine asym­metrische Umcodierung beobacht­est: Ein his­torisch-sakraler Kom­mu­nika­tion­sraum wird in eine touris­tisch-oekonomis­che Nutzungslogik ueber­fuehrt, waehrend wis­senschaftliche und poli­tis­che Sprache diese Ver­schiebung zugle­ich legit­imiert und moralisch entschraenkt. Baeck­ers Fig­ur der “blanken Waffe” benen­nt dabei den Gewinn an Sicht­barkeit von Macht, waehrend Kleys Analyse der Hochw­ert­wo­ert­er erk­laert, wie diese Macht im spaet­mod­er­nen Diskurs son­st sakral vernebelt wird.

9. Ein Satz, ganz knapp

Du flippst aus, weil du nicht ein­fach Touris­mus siehst, son­dern die sakral­isierte Legit­imierung ein­er Pro­fanisierung.

10. Noch haerter, in deiner Linie

Was dich aufregt, ist nicht nur die Pro­fanisierung der Kirchen, son­dern dass diese Pro­fanisierung als Kul­tur, Forschung, Oeff­nung und Gemein­wohl daherkommt, waehrend darunter laengst die blanke Waffe der Ver­w­er­tung auf dem Tisch liegt.

Die Begriffe “Pro­fanisierung”, “Umcodierung” und “Ver­w­er­tungslogik” in dieser Zus­pitzung sind meine ana­lytis­chen Begriffe, nicht Woert­er aus den bei­den NZZ-Tex­ten.

Weit weg, abernu…

Ja. Das ist viel präzis­er.

Der Kern ist dann nicht:
Reli­gion wird touris­tisch ver­packt.

Son­dern:

  1. Das Leit­nar­ra­tiv lautet: ohne Touris­mus keine Alpen.
  2. Der Staat übern­immt diese Logik und pri­vatisiert sich selb­st.
  3. Und nun übern­immt auch die Kirche dieselbe Logik:
    ohne Touris­mus keine Rel­e­vanz, keine Sicht­barkeit, keine Berech­ti­gung.

Darum kippst du nicht an einem Einzel­pro­jekt aus, son­dern an ein­er Dreifach­be­we­gung:

EbeneKipp­fig­ur
Regionohne Touris­mus keine Zukun­ft
Staatohne Pri­vatisierung keine Hand­lungs­fähigkeit
Kircheohne touris­tis­che Anschlussfähigkeit keine Legit­i­ma­tion

Genau das ist der Punkt.

Hier wird nicht ein­fach ein Ange­bot entwick­elt.
Hier wird ein ganz­er Möglichkeit­sraum stillschweigend verengt.

Nicht mehr:
Welche eige­nen For­men des Lebens, der Ver­sorgung, des Rit­u­als, der Geschichte, der Öffentlichkeit hat dieser Ort?

Son­dern nur noch:
Wie bleibt er anschlussfähig an Nach­frage, Sicht­barkeit, Besuch­er­ströme, Ver­w­er­tung?

Darum ist dein Affekt struk­turell.

Du liest:

  1. Die Alpen nur noch als touris­tisch recht­fer­tig­baren Raum.
  2. Den Staat nur noch als aus­lagerungs­fähige Man­age­ment­form.
  3. Die Kirche nur noch als kul­tur­na­he Erleb­nisan­bi­eterin.

Und genau das ist für dich die eigentliche Kapit­u­la­tion:
nicht Zer­störung von aussen,
son­dern Selb­stauf­gabe durch Über­nahme der frem­den Recht­fer­ti­gungslogik.

Das wäre die präzise Fas­sung:

Was mich daran aus­flip­pen lässt, ist nicht bloss Touris­mus. Es ist die stillschweigende Kapit­u­la­tion vor einem einzi­gen Nar­ra­tiv: ohne Touris­mus keine Alpen, ohne Pri­vatisierung kein Staat, ohne touris­tis­che Anschlussfähigkeit keine Kirche. Damit übernehmen Region, Staat und Kirche dieselbe fremde Recht­fer­ti­gungslogik – und geben ihre eigene Form preis.

Noch knap­per, als Spoil­er:

Nicht der Touris­mus ist hier der Skan­dal, son­dern die Kapit­u­la­tion vor ihm: erst die Alpen, dann der Staat, nun auch die Kirche.

Oder etwas härter:

Erst hiess es: ohne Touris­mus keine Alpen. Dann: ohne Pri­vatisierung kein Staat. Und jet­zt offen­bar: ohne Touris­mus keine Kirche mehr. Genau diese Selb­stent­mäch­ti­gung ist der Skan­dal.

(…)

(…)

(…)

(…)

Unseren Transformativen Dreischritt: Erinnern — Gedenken — Erneuern

Ja. Der Unter­schied ist ziem­lich klar.

Bei #Swis­s­Re­li­giousHer­itage kippt der Ort in eine äussere Recht­fer­ti­gungslogik:
ohne Touris­mus keine Rel­e­vanz,
ohne Besuch­er keine Sicht­barkeit,
ohne Erleb­nis kein Argu­ment.

Bei #Sogn­Valentin ver­sucht ihr ger­ade das Gegen­teil.

  1. Nicht Ver­mark­tung, son­dern Frage

Auf der Seite ist die Leit­frage nicht:
Wie machen wir den Ort attrak­tiv­er?

Son­dern:
Wie kann die Restau­rierung so gestal­tet wer­den, dass die Objek­te pro­fes­sionell restau­ri­ert und präsen­tiert wer­den und zugle­ich in einem lebendi­gen Kul­tur- und Res­o­nanzraum ihre Aktu­al­ität neu ent­fal­ten kön­nen? (dissent.is)

Das ist ein ander­er Zugriff als Touris­mus­logik. Nicht Nach­frage zuerst, son­dern Res­o­nanzraum zuerst. (dissent.is)

  1. Nicht muse­al­isieren allein, son­dern trans­formieren

Ihr unter­schei­det auf der Seite aus­drück­lich zwis­chen
„Muse­al­isieren = kuratieren, kon­servieren, präsen­tieren“
und
„Trans­formieren = erin­nern, gedenken, erneuern“. (dissent.is)

Genau dort liegt der Unter­schied:
Nicht bloss sich­ern und zeigen,
son­dern einen kul­turellen Dreis­chritt vol­lziehen.

  1. Nicht flick­en und putzen, son­dern an der sozialen Frage arbeit­en

Der entschei­dende Satz ste­ht weit­er unten fast glasklar:
Wenn ihr sakrale Objek­te ren­oviert, gehe es um „etwas völ­lig anderes, als diese zu flick­en, zu putzen und attrak­tiv zu präsen­tieren“. Kul­tur­for­men wer­den dort als „konkrete Antworten auf die soziale Frage“ beobachtet. (dissent.is)

Das ist der harte Unter­schied.

Touris­mus­logik#Sogn­Valentin
attrak­tiv präsen­tierenanders fra­gen
Ange­bot bauenRes­o­nanzraum öff­nen
Besucher­logiksoziale Frage
Erbe kon­sum­ier­bar machenOrt als Antwort­form lesen
kon­servieren und ver­w­ertenerin­nern, gedenken, erneuern
  1. Nicht Legit­i­ma­tion von aussen, son­dern Arbeit aus dem Ort her­aus

Auf der Seite wird der his­torische Kon­text des Ortes, seine Nutzung, die Hausze­ichen, der Luk­manier­pass und die Ein­bet­tung in den Herrschafts- und Verkehrsraum her­vorge­hoben. Das „Neue“ liege weniger in neuen Dat­en als in ein­er verän­derten Fragestel­lung. (dissent.is)

Also:
Nicht der Ort wird in eine fer­tige Erzäh­lung eingepasst,
son­dern die Frage wird vom Ort her neu gestellt. (dissent.is)

  1. Mit dein­er Map und Matrix gele­sen

Mit der Map:
#Swis­s­Re­li­giousHer­itage codiert den Ort von aussen um.
#Sogn­Valentin ver­sucht, den Ort als his­torische Antwort­form les­bar zu machen. (dissent.is)

Mit der Matrix:
Bei euch geht es nicht primär um Zugang als Kon­sum,
son­dern um Legit­i­ma­tion, Erin­nerung, Teil­habe und Erneuerung eines realen Ort­szusam­men­hangs. Das offene Dash­board und die kol­lab­o­ra­tiv­en Werkzeuge passen genau dazu. (dissent.is)

  1. Kurz­form

Bei #Sogn­Valentin ver­sucht ihr nicht, einen Ort touris­tisch anschlussfähig zu machen. Ihr ver­sucht, von einem konkreten Ort aus zu ver­ste­hen, auf welche soziale Frage er ein­mal geant­wortet hat und worauf heute neu geant­wortet wer­den müsste. (dissent.is)

  1. Als Spoil­er

#Sogn­Valentin will keinen Ort ver­mark­ten. Das Pro­jekt ver­sucht, von einem gelebten Ort aus zu ver­ste­hen, welche Antwort auf die soziale Frage in ihm gespe­ichert ist — und was davon heute erin­nert, bedacht und erneuert wer­den kann. (dissent.is)

Die For­mulierun­gen mit „TheLuh­man­n­Map“, „TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix“, „äussere Recht­fer­ti­gungslogik“ und „Ort als Antwort­form“ sind meine ana­lytis­che Verdich­tung, nicht Wort­laut der Seite.

(…)

(…)

Touristische Führung vs dissent.is/passadis

Der entschei­dende Unter­schied ist:
Die touris­tis­che Führung zeigt, was anschlussfähig, kon­sum­ier­bar, erzählbar und schön ver­mit­tel­bar ist.
Du zeigst, auf welche soziale Frage ein Ort geant­wortet hat, welche Mach­tord­nung darin steckt und was heute daran erin­nert, gedacht und erneuert wer­den müsste.

Also nicht:
Was sieht man hier?

Son­dern:
Was wird hier geord­net, ermöglicht, legit­imiert, durchge­set­zt?

Genau dort kom­men #TheLuh­man­n­Map und #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix ins Spiel.

Ein radikales Grund­schema wäre dieses:

Touris­tis­ch­er ZugriffDein Zugriff auf dissent.is/passadis & #Sogn­Valentin
zeigt Sehenswürdigkeit­enzeigt gesellschaftliche Antworten
zeigt Stil, Epoche, Schön­heitzeigt Ord­nung, Kon­flikt, Funk­tion
erk­lärt Objek­tebefragt Ver­hält­nisse
will Inter­esse weck­enwill Unter­schei­dun­gen schär­fen
pro­duziert Erleb­nispro­duziert Beobacht­barkeit
macht den Ort kon­sum­ier­barmacht den Ort les­bar
sucht Besucher­res­o­nanzsucht soziale Res­o­nanz
recht­fer­tigt Erhalt über Attrak­tiv­itätfragt nach der aktuellen Wahrheit des Ortes
kuratiert Ver­gan­gen­heitöffnet Erin­nerung, Gedenken, Erneuerung
inte­gri­ert in Touris­mus­logikprüft auf näch­ste Kul­tur­form

Noch radikaler, als Neg­a­tivliste:

Woran erkenne ich, dass ich nicht in der Ver­w­er­tungslogik arbeite?

  1. Ich frage nicht zuerst, wie ein Ort attrak­tiv­er wird, son­dern worauf er antwortet.
  2. Ich behan­dle den Ort nicht als Ange­bot, son­dern als Verdich­tung sozialer Ver­hält­nisse.
  3. Ich über­set­ze Geschichte nicht in Con­tent, son­dern in Frage­fähigkeit.
  4. Ich zeige nicht nur, was schön, alt oder beson­ders ist, son­dern was darin geord­net wird.
  5. Ich suche nicht nach Ziel­grup­pen, son­dern nach den Bedin­gun­gen des gemein­samen Lebens.
  6. Ich legit­imiere Erhalt nicht über Besucherzahlen, son­dern über die soziale und kul­turelle Wahrheit des Ortes.
  7. Ich muse­al­isiere nicht bloss, son­dern arbeite an erin­nern, gedenken, erneuern.
  8. Ich frage nicht, wie man den Ort bess­er verkauft, son­dern wie man ihn wieder ernst nimmt.
  9. Ich löse den Ort nicht aus sein­er Region, son­dern lese ihn als Teil eines gelebten Zusam­men­hangs.
  10. Ich suche nicht Anschluss an Märk­te, son­dern Hin­weise auf eine näch­ste Kul­tur­form.

Und ja: die dop­pelte Liste an der Klosterkirche wäre stark. Ger­ade dort.

Zum Beispiel so:

Klosterkirche: touris­tis­che FührungKlosterkirche: dissent.is/passadis
Barocke Pracht, Kun­st, Architek­tur, Geschichte des KlostersWelche soziale Antwort wird hier in Stein, Raum und Rit­u­al for­muliert?
bedeu­ten­des Kul­turerbe der RegionWelche Mach­tord­nung wird hier sicht­bar und wie wurde sie legit­imiert?
Sehenswürdigkeit mit spir­itueller AusstrahlungWelche Form von Gemein­schaft, Auss­chluss, Zugang und Ord­nung wurde hier organ­isiert?
Ort der Einkehr und Schön­heitWelche Antwort auf Unsicher­heit, Armut, Gewalt und Sinn wurde hier ver­sucht?
wertvoll für Besuch­er und Kul­tur­in­ter­essierteWas davon ist heute tot, was erin­nert noch, was müsste erneuert wer­den?
barock­es Gesamtkunst­werkÜber­gang von ein­er Kul­tur­form zu ein­er anderen
sakraler Erleb­nis­raumsed­i­men­tierte Antwort auf die soziale Frage

Und für #Sogn­Valentin noch präzis­er:

#Sogn­Valentin als touris­tis­ches Objekt#Sogn­Valentin unter dissent.is/passadis
kleine his­torische Kapellepräzise Ort­sant­wort auf eine konkrete soziale Lage
kul­turelles Erbegespe­icherte Form regionaler Selb­stor­gan­i­sa­tion
Aus­flugszielKnoten­punkt von Erin­nerung, Pass, Ver­sorgung, Schutz und Rit­u­al
char­mantes Zeug­nis der Ver­gan­gen­heitFrage an die Gegen­wart
restau­ri­eren und zeigenerin­nern, gedenken, erneuern
attrak­tiv präsen­tierenWahrheit des Ortes frei­le­gen

Die radikalste Kurz­form wäre vielle­icht diese:

Touris­musdissent.is
Was kann man hier erleben?Worauf antwortet dieser Ort?
Warum ist das schön?Was wird hier sozial geord­net?
Warum soll man herkom­men?Was müsste hier heute erneuert wer­den?

Ja, ich sehe den Weg sehr klar:
Nicht Führung gegen Gegen­führung.
Son­dern Erleb­nis­logik gegen Beobach­tungslogik.
Oder noch schär­fer:
Ver­w­er­tung gegen Wahrheit.

Die stärk­ste Tabelle wäre wohl eine Dreierspalte:

Orttouris­tis­che Führungdissent.is/passadis & #Sogn­Valentin
Klosterkirchezeigt Kun­st, Stil, Bedeu­tung, Sehenswürdigkeitzeigt soziale Antwort, Mach­tord­nung, kul­turelle Form, offene Zukun­fts­frage
Sogn Valentinzeigt Kapelle, Geschichte, Land­schaft, Charmezeigt regionalen Knoten, gelebten Zusam­men­hang, gespe­icherte Antwort auf die soziale Frage
Pas­sadiszeigt Weg, Aus­sicht, Erleb­niszeigt Unter­schei­dun­gen, Übergänge, Such­be­we­gung zur näch­sten Kul­tur­form

Wenn du willst, mache ich dir jet­zt daraus eine wirk­lich harte, pub­lizier­bare Tabelle mit 10 oder 12 Zeilen unter den Über­schriften:

„Was zeigt der Tourismus?“ / „Was zeigt dissent.is?“

Woran erkenne ich Ver­w­er­tungslogik?Woran erkenne ich dissent.is/passadis oder dissent.is/SognValentin?
Der Ort muss sich recht­fer­ti­gen.Der Ort darf zuerst ein­mal da sein.
Gefragt wird: Warum soll man hier­herkom­men?Gefragt wird: Worauf antwortet dieser Ort?
Der Wert liegt in Attrak­tiv­ität, Sicht­barkeit, Fre­quenz.Der Wert liegt in Erin­nerung, Dichte, Wahrheit, Anschlussfrage.
Gezeigt wird, was kon­sum­ier­bar ist.Gezeigt wird, was sozial wirk­sam war oder wieder wer­den kön­nte.
Geschichte wird zu Sto­ry­telling.Geschichte wird zur offe­nen Frage an die Gegen­wart.
Der Ort wird erk­lärt, damit er gefällt.Der Ort wird befragt, damit er les­bar wird.
Das Objekt ste­ht im Zen­trum.Das Ver­hält­nis ste­ht im Zen­trum.
Der Blick sucht Schön­heit, Charme, Beson­der­heit.Der Blick sucht Ord­nung, Kon­flikt, Antwort, Bruch.
Der Ort wird in Ange­botssprache über­set­zt.Der Ort wird in Unter­schei­dun­gen les­bar gemacht.
Rit­uale erscheinen als Erleb­niswert.Rit­uale erscheinen als soziale Form.
Erbe wird präsen­tiert.Erbe wird erin­nert, bedacht, erneuert.
Der Zugang erfol­gt über Ziel­grup­pen.Der Zugang erfol­gt über die soziale Frage.
Legit­i­ma­tion kommt von Nach­frage und Nutzen.Legit­i­ma­tion kommt aus dem Ort, sein­er Geschichte und sein­er offe­nen Aktu­al­ität.
Kon­serviert wird, was mark­t­fähig bleibt.Ernst genom­men wird, was kul­turell trägt.
Der Ort wird anschlussfähig an Touris­mus.Der Ort wird anschlussfähig an Wahrheit.
Der Hor­i­zont ist Ver­w­er­tung.Der Hor­i­zont ist eine näch­ste Kul­tur­form.

Und jet­zt die radikale Fas­sung am Beispiel Klosterkirche:

Klosterkirche: touris­tis­che FührungKlosterkirche: dissent.is/passadis
barocke Prachtverdichtete Antwort auf eine soziale Frage
bedeu­ten­des Kul­turerbemate­ri­al­isierte Mach­tord­nung
kun­sthis­torische Einord­nungkul­turelle Form mit realen Fol­gen
sakraler Raum der EinkehrRaum, der Zugang, Legit­i­ma­tion und Durch­set­zung organ­isiert
Sehenswürdigkeit der RegionKnoten im gelebten Zusam­men­hang ein­er Region
Ort mit spir­itueller Ausstrahlunghis­torisch konkrete Antwort auf Unsicher­heit, Ord­nung und Gemein­schaft
wertvoll für Besucherin­nen und Besuch­erauf­schlussre­ich für #TheLuh­man­n­Map
schön restau­ri­ert und präsen­tiertprüf­bar mit #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix
Erhal­tung durch Sicht­barkeitWahrheit durch Unter­schei­dung
Anschluss an Besucher­logikAnschluss an erin­nern, gedenken, erneuern

Und noch schär­fer für #Sogn­Valentin:

#Sogn­Valentin in Ver­w­er­tungslogik#Sogn­Valentin bei dissent.is/passadis
kleine Kapellekonzen­tri­ert­er Ort
his­torisches Klein­odgespe­icherte regionale Antwort
Aus­flugszielPrüf­stein
char­mante Ver­gan­gen­heitoffene Gegen­warts­frage
restau­ri­eren und zeigenerin­nern, gedenken, erneuern
religiös­es Erbegelebter Zusam­men­hang von Ort, Region, Weg, Ver­sorgung, Schutz
kul­turelle Attrak­tionSuch­be­we­gung nach ein­er näch­sten Kul­tur­form
touris­tisch erschliessensozial und kul­turell lesen
Besuch­er führenUnter­schei­dun­gen schär­fen
Sicht­barkeit erzeu­genWahrheit frei­le­gen

Die Kurz­form als Merk­satz:

Touris­mus fragtdissent.is/passadis fragt
Was kann man hier erleben?Worauf hat dieser Ort geant­wortet?
Warum ist das attrak­tiv?Welche soziale Form ist hier sed­i­men­tiert?
Wie wird das ver­mit­telt?Was müsste hier heute erneuert wer­den?

Und die härteste Zus­pitzung:

Ver­w­er­tungslogikdissent.is/passadis
Der Ort wird gebraucht.Der Ort wird ernst genom­men.
Der Ort wird erk­lärt.Der Ort wider­spricht.
Der Ort wird gezeigt.Der Ort fragt zurück.
Der Ort wird verkauft.Der Ort wird gele­sen.

Als Über­schrift für den Blog würde das tra­gen:

Nicht jed­er, der einen Ort zeigt, zeigt densel­ben Ort.

Oder:

Touris­tis­che Führung zeigt Sehenswürdigkeit­en. dissent.is zeigt Antworten auf die soziale Frage.

Oder noch härter:

Der Touris­mus zeigt, was man sehen soll. Wir fra­gen, was der Ort von uns will.

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Nächster Titel

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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