16.09.2026 | 002

Zur Lage

Der Iran-Krieg greift immer tiefer in Energiepreise, Schiff­fahrt, Staats­fi­nanzen und amerikanis­che Innen­poli­tik ein. Par­al­lel bleibt die angekündigte Entschär­fung zwis­chen Rus­s­land und der Ukraine vor­erst eine Ankündi­gung: Bei­de Seit­en greifen weit­er Energiean­la­gen an. Fast ausser­halb dieser geopoli­tis­chen Schlagzeilen wächst im Kon­go eine der schw­er­sten Ebo­la-Epi­demien der Geschichte.…


Was ist #accents?

#accents beobachtet täglich, was unter­schiedliche Medi­en­räume wichtig machen – und was dabei unsicht­bar bleibt. Wenige Akzente statt voll­ständi­ger Welt­lage. Nachricht­en vorne, Ver­fahren dahin­ter.

Verfahren

West­liche, rus­sis­che, chi­ne­sis­che, ara­bis­che und weit­ere Per­spek­tiv­en wer­den ver­glichen. Im Hin­ter­grund arbeit­et ein ein­fach­es Raster: Dom­i­nanz – was wird wichtig gemacht?…


15.09.2026 | 001

Zur Lage

Heute führen erstaunlich viele Nachricht­en an diesel­ben Orte: zu weni­gen Häfen, Meeren­gen, Leitun­gen und Zahlungssys­te­men, von denen sehr viel abhängt. Gle­ichzeit­ig ver­sucht BRICS, Abhängigkeit­en vom West­en zu ver­ringern – ohne sich darüber einig zu sein, was an ihre Stelle treten soll.…


Wozu Intellektuelle?

#NoCringe | M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss, wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen Schreib­stand | Warum ich nicht pub­liziere? Weil ich es kann. Weil es geht. Weil ich es für angemessen halte. (so?)

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

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work in progress

Anlass zu diesem Eintrag:

«Wozu Intellek­tuelle?» ist ein Work-in-Progress-Ein­trag zur Fig­ur des Intellek­tuellen als charak­ter­is­tis­ch­er Form der Mod­erne. Aus­gangspunkt ist ein Gespräch von Richard David Precht und Juli Zeh über die Frage «Gesellschaft ohne Visio­nen – wer gibt uns Ori­en­tierung?». Der Ein­trag verbindet Jean-Paul Sartres Def­i­n­i­tion des Intellek­tuellen als jemand, «der sich in Dinge ein­mis­cht, die ihn nichts ange­hen», mit Bazon Brocks Unter­schei­dung ((kunst)wissenschaft), Peter Slo­ter­dijks ((kynik)zynik) und Zyg­munt Bau­mans Analyse der Mod­erne.

Intellek­tu­al­ität wird dabei nicht als Ausweg aus der Kul­tur­form der Mod­erne ver­standen, son­dern als eine ihrer zen­tralen Irri­ta­tions­for­men. Die Mod­erne erzeugt Dif­feren­zierung, Spezial­isierung, Pro­fes­sio­nen, Diszi­plinen und Zuständigkeit­en – und zugle­ich Kun­st, Intellek­tu­al­ität, Avant­garde, Dis­si­denz, Par­a­sitismus und Kynis­mus als For­men der Über­schre­itung ihrer eige­nen Gren­zen.

Der blinde Fleck liegt dem­nach nicht in einem Man­gel an Kri­tik. Kri­tik, Reflex­ion und Irri­ta­tion gehören vielmehr zum Kern­pro­gramm der Mod­erne. Unbeobachtet bleibt die Kul­tur­form, welche diese Kri­tik selb­st her­vor­bringt.

Summary/Spoiler/TL;DR

Precht und Zeh fra­gen, wo die Intellek­tuellen, Visio­nen und «klu­gen Köpfe» geblieben sind, welche gesellschaftliche Ori­en­tierung geben kön­nten.

Vielle­icht liegt genau darin das Prob­lem.

Die Mod­erne diag­nos­tiziert ihre Krise mit den Mit­teln, die zu ihrem eige­nen Kern­pro­gramm gehören: mehr Reflex­ion, mehr Kri­tik, mehr Öffentlichkeit, mehr Intellek­tu­al­ität.

Sartres Intellek­tueller über­schre­it­et Zuständigkeits­gren­zen. Brocks Kün­stler über­schre­it­et den «State of the Art». Slo­ter­dijks Kyniker irri­tiert die herrschende Ord­nung. Diese Fig­uren ste­hen nicht ausser­halb der Mod­erne. Sie gehören zu ihr.

Bau­man ver­schärft die Frage: Die Katas­tro­phe entste­ht nicht notwendig dort, wo Ratio­nal­ität, Dif­feren­zierung und Reflex­ion aus­fall­en. Sie kann ger­ade durch deren kon­se­quentes Funk­tion­ieren ermöglicht wer­den.

Der blinde Fleck der Mod­erne ist deshalb nicht, dass sie zu wenig reflek­tiert.

Sie reflek­tiert alles – auss­er die Form ihrer Reflex­ion.

Darum lautet die Frage aus ein­er näch­sten Kul­tur­form her­aus nicht:

Wer gibt uns Ori­en­tierung?

Son­dern:

Welche Kul­tur­form hat uns beige­bracht, diese Frage zu stellen?

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

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25 jahre 9/11 | Frames, Semantiken und Anschlusskommunikation.

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work in progress

Anlass zu diesem Eintrag:

Summary/Spoiler/TL;DR

Was verän­dert sich, wenn sich das Ereig­nis selb­st nicht mehr verän­dern kann? 25 Jahre nach 9/11 wird daraus Erin­nerung, Geschichte und Kri­tik – aber auch wieder Gegen­wart. Alte Frames ver­schwinden nicht. Sie kön­nen jed­erzeit reak­tiviert wer­den.

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Hermeneutik extended | Regurdar — Commemorar — Renovar

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achtung: die fol­gende audio-“zusammenfassung” von notebook.google.com wurde von uns nicht redigiert… es ist lediglich eine näch­ste iter­a­tion (so?)

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Anlass zu diesem Eintrag:

Summary/Spoiler/TL;DR

Ein hermeneutis­ch­er Zugang beze­ich­net ein Ver­fahren des Ver­ste­hens und Ausle­gens. Im Zen­trum ste­ht nicht primär die Frage nach Ursache, Mess­barkeit oder Geset­zmäs­sigkeit, son­dern nach dem Sinn von Tex­ten, Äusserun­gen, Hand­lun­gen, Bildern, Sym­bol­en oder sozialen Prak­tiken.

Hermeneu­tik entwick­elte sich ursprünglich als Kun­st und Lehre der Ausle­gung von Tex­ten, ins­beson­dere in The­olo­gie und Rechtswis­senschaft. Im 19. Jahrhun­dert wurde sie unter anderem durch Friedrich Schleier­ma­ch­er und Wil­helm Dilthey zu ein­er all­ge­meinen The­o­rie des Ver­ste­hens erweit­ert. Im 20. Jahrhun­dert prägten ins­beson­dere Mar­tin Hei­deg­ger, Hans-Georg Gadamer und Paul Ricoeur die philosophis­che Hermeneu­tik.

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“Identity is a political decision.

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Digital infrastructure makes it concrete.”

Iden­tität beze­ich­net die Vorstel­lung, dass etwas oder jemand mit sich selb­st übere­in­stimmt und als Ein­heit bes­timm­bar ist.

His­torisch war diese Vorstel­lung pro­duk­tiv. Begriffe wie Indi­vidu­um, Iden­tität, Orig­i­nal, Autor, Autonomie, Eigen­tum und Besitz gehören zu ein­er kul­turellen Bewe­gung, mit der sich die Mod­erne von älteren For­men gesellschaftlich­er Bindung abset­zte.

Men­schen waren zuvor in weit stärk­erem Mass über Herkun­ft, Stand, Fam­i­lie, Reli­gion, Kor­po­ra­tion, lokale Gemein­schaft und über­lieferte Rollen bes­timmt. Diese Ord­nun­gen kon­nten tra­gen, schützen und Zuge­hörigkeit ermöglichen. Sie kon­nten aber auch eng, bindend und kaum ver­lass­bar sein.

Die Kul­tur­form der Mod­erne set­zte dieser Bindung das Indi­vidu­um ent­ge­gen.

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Brot & Liebe

insta­gram | zum zoom-gottes­di­enst vom 30. August 2026, 20h | Ste­fan M. Sey­del/sms ;-) Sozialar­beit­er, Kün­stler & Unternehmer. Er lebt und arbeit­et seit 1995 im Netz. Er war auf dem Weg in die Architek­tur, studierte Soziale Arbeit in St. Gallen und Berlin und arbeit­et seit 2011 in dissent.is/muster am Sozialen. | Ich baue eine Brücke von dissent.is/LaPendenta zu #Rerum­No­varum (so?)

M/Eine Geschichte für den Sonntag, 30. August 2026:


es gilt das gesproch­ene wort. der text ist nur für das zoom-meet­ing bes­timmt. nach­drucke sind expliz­it nicht erwün­scht. ver­linkung aber gerne schon. gerne füge ich hier einen link zu dein­er ver­linkung ein: sms@dissent.is ;-)


Vorstellungsrunde:

Buna sera ense­men. Engra­ziel fetg per la cor­diala invi­taz­i­un. Grüsse aus dem rätoro­man­is­chen Disentis/Mustér, einem weit über 1000 Jahren durchgängig belebten, benedik­tinis­chen Klos­ter­dorf. Ich freue mich auf diese gemein­same Feier.

Mein Name ist Ste­fan M. Sey­del, sms ;-)

sms Wink (so hat mich jew­eils rocketboom.com vorgestellt.)

Ich lebe und schreibe seit 1995 im Inter­netz und bin seit der Dom­i­nanz von Social Media als @sms2sms unter­wegs. Han­nah Arendt hätte das sofort inter­pretieren kön­nen. Aber sie ist tot.

2011 habe ich – oder bess­er: wir! – unseren physis­chen Aus­gangspunkt weg von Bodensee und Berlin nach Disentis/Mustér ver­legt, an die Rhein­quellen in Graubün­den.

Als Sozialar­beit­er arbeite ich – wie das Wort sagt – am Sozialen:

  • nicht an Men­schen,
  • nicht an Kör­pern,
  • nicht an Psy­chen.

Ich bewege mich fast auss­chliesslich in Kon­tex­ten, in denen Getren­ntes nicht mehr als Ver­bun­des erlebt wird oder erlebt wer­den kann. Und darum ist Brück­en zu bauen, ein ganz wichtiges The­ma, nicht nur bei uns im Dorf, son­dern im ganzen Alpen­raum.

Wenn ich nun eine Brücke benen­nen soll, die mir in meinem Leben beson­ders Wichtig ist, dann wäre es wohl — - — der Regen­bo­gen.

M/ein Text: “Geschichte 2”

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