M/ein Blog ist m/ein Kartenraum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man publiziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreibstand | warum ich nicht publiziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.
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Anlass zu diesem Eintrag:
Summary/Spoiler/TL;DR
Die Kulturform der Moderne kann alles analysieren, reflektieren und kritisieren – ausser ihre eigene Form. Das Museum operiert genau in diesem blinden Fleck: Es kuratiert, exponiert, inkludiert. Dazu braucht es Werke, Aktionen und Setzungen von autonomen, authentischen, aus sich selbst heraus begründeten Individuen. Nicht als Gegner, nicht als Störer, sondern als Idealfiguren dieser Kulturform.
Darum ist das Thema der #Commons so attraktiv: Weil das Individuum als Hebel zur Auflösung der „klebrigen Sozietät“ (Familien, Schichten, lokale Bindungen) gewonnen werden konnte – und die Commons genau dort verortet waren, wo diese Bindungen ihre ordnende Funktion hatten.
Die Überführung der #Commons in die Unterscheidung ((Markt)Staat) war das historische Elixier der Kulturform der Moderne. Operativ abgesichert wurde sie durch die Forcierung des Individuums in der Polarität ((Liberalismus)Sozialismus). Gemeinsame Praxis wurde dabei nicht verboten, sondern systematisch umcodiert: zu Eigentum, Recht, Verwaltung oder Moral.
((Praxis)Theorie) war dabei kein Fehler, sondern der grosse Erfolg der Moderne. Praxis wurde beschreibbar, übertragbar, strukturierbar. Aus Theorie wurden Institutionen, Infrastrukturen, Verfahren. Genau diese Erfolgsgeschichte erzeugt jedoch den blinden Fleck: Die Moderne hat gelernt, Praxis in Struktur zu übersetzen – aber nicht, ihre eigene Form als Form zu beobachten.
- Was in diese Form übersetzbar ist, wird strukturfähig.
- Was diese Form selbst in Frage stellt, wird thematisiert.
- Was thematisiert ist, gilt als integriert.
So werden Alternativen nicht bekämpft, sondern dargestellt.
Nicht unterdrückt, sondern ausgestellt.
Nicht verboten, sondern formal unmöglich gemacht.
Die Kulturform der Moderne hält die Ausweitung ihrer Strukturen für Öffnung –
und übersieht, dass sich die Form dabei nicht verändert.
Oder, mit Wittgenstein:
((Form)Struktur)
TLP 2.033
Die Form ist die Möglichkeit der Struktur.
bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
#TheStaubBernasconiMatrix
Anordnung
Wie wird Ordnung hergestellt?
– Hierarchie oder Gleichrangigkeit
Zerfall: Autoritarismus oder Chaos
Ziel: Anarchie (herrschaftsfreie Ordnung)
Zugang
Wer darf mitmachen?
– Schutz gemeinsamer Ressourcen oder offene Nutzung
Zerfall: Exklusivität oder Übernutzung
Ziel: Commons
Legitimation
Wodurch gilt etwas?
– Begründung oder Skepsis
Zerfall: Willkür oder Paralyse
Ziel: Inklusion
Durchsetzung
Wie entsteht Verbindlichkeit?
– Autorität oder Freiwilligkeit
Zerfall: Repression oder Anomie
Ziel: Pazifismus

((Kunst)Wissenschaft)
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Nächster Titel
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Notiz vom 10. Januar 2026
Der Ort
- Schweiz, Graubünden, Chur
- Kunstmusuem Graubünden
- Das Labor
- Zielort von #LavinaNera (beim Thema #Commons zentral)
- …
- …
- …
Das Werk
- Der Raum
- Zwei Eingänge
- Soundeffekte
- Der Titel (Das Spiel mit Zitaten aus der Wissenschaft: #Habituskunst)
- Die Materialien, zB: Honig, statt Fett (Beyus)
- Setzung im Raum (parallel, Abschluss schwarzer Trog auf der Höhe der Besucherführung…)
- Stuhl für zweiten Flyer (nicht für “Menschen”)
- “nicht berühren” (beim Thema Commons ;-)
- Präsentation von kunsthandwerklicher Fähigkeit: #Habituskunst
- Integration von “neuen Technologien” wird gezeigt, der “Motor” bleibt unsichtbar.
- Fokussierung auf “Mechanisierung und Motorisierung”, “Automatisierung und Digitalisierung” fehlt vollständig: Was leicht beobachtbar ist ;-)
- …
- …
- …
Die Inszenierung
- Der Kunstpreis
- Zwei Erklärungstexte
- Podcast
- Auftritt im Stil von Jonathan Meese
- …
- …
- …
Die Funktion der Kunst und ihrer Akteure
- Nicht Gegner. Nicht Störer. Vielmehr Idealfiguren der Kulturform der Moderne:
– autonom
– individuell
– authentisch
– selbstbegründet
Die Kulturform der Moderne kann alles analysieren, reflektieren, kritisieren. Ausser ihre eigene Form.
- Sie kann alles beobachten – Armut, Macht, Gewalt, Technologie, Identität, sogar sich selbst als Thema – aber nicht ihre eigene Form als Form.
Das Museum? Ort des Blinden Flecks der Kulturform der Moderne
- Kuratieren: auswählen, rahmen, kontextualisieren
- Exponieren: sichtbar machen, ausstellen, distanzieren
- Inkludieren: integrieren, entschärfen, anschlussfähig machen
The Commons of Tragedy
- …
- …
- …
/allmende & #HabitusKunst
Im Eintrag dissent.is/allmende arbeite ich nicht an einer Kunstkritik im üblichen Sinn, sondern an einer strukturellen Diagnose der Kulturform der Moderne. Der Text ist ein Kartenraum, in dem mehrere Linien zusammengeführt werden:
- ALLMENDE ALS VERDRÄNGTE SOZIALE ORDNUNG
Rekonstruktion der Allmende nicht romantisch, sondern systemisch:
- Hardin konstruiert Commons als naturwüchsiges Chaos.
- Ostrom zeigt Commons als institutionalisierte Praxis mit Regeln, Sanktionen und Grenzen.
- Die Moderne ersetzt Commons durch die Unterscheidung ((Markt)Staat).
Damit wird gemeinsames Handeln nicht verboten, sondern umcodiert: in Eigentum, Recht, Verwaltung, Moral.
- KULTURFORM DER MODERNE ALS BETRIEBSSYSTEM
Ich sehe Kulturformen als geronnene, institutionell abgesicherte Normalitäten:
- Die Moderne lebt von Individualisierung, Markt, Staat, Wissenschaft.
- Ihre Stärke ist Inklusion von Kritik.
- Alternativen werden nicht bekämpft, sondern dargestellt.
Praxis wird zu Theorie, Handlung zu Thema, Ordnung zu Ausstellung.
- FADRI CADONAU ALS DIAGNOSEINSTRUMENT
„Commons of Tragedy“ zeigt nicht Commons, sondern ihre Unmöglichkeit:
- Wasser ist da, aber nicht nutzbar.
- Zirkulation ohne Quelle, ohne Zugriff, ohne Verantwortung.
- Weder Hardin noch Ostrom – sondern eine Welt danach.
Die Tragödie selbst wird zum letzten Gemeinsamen.
- MUSEUM ALS PARADEINSTITUTION DER MODERNE
Historische verortung des Museums:
- Erst kommen Eisenbahn, Post, Bank, Staat.
- Dann das Museum, um auszustellen, was zuvor entzogen wurde.
Kunst darf alles thematisieren, nachdem es sozial entmachtet ist.
Die Commons erscheinen als Objekt unter Glas.
- METHODISCHE KLÄRUNG ÜBER #HabitusKunst
Parallel prüfe ich, wie der Kunstbetrieb die Fortsetzung der Kulturform der Moderne absichert: #HabitusKunst bezeichnet Kunst, die soziale Zugehörigkeit präsentiert und Risiko minimiert:
- Fokus auf Haltung, nicht Werk
- Doku, nicht Eingriff
- Projekt, nicht Setzung
- Minimaler Ausschluss, hohe Förderfähigkeit
Sie reproduziert Milieus und hilft, Brüche zu ertragen.
Kurzformel:
In dissent.is/allmende wird untersucht, wie die Kulturform der Moderne Alternativen unsichtbar macht – nicht durch Verbot, sondern durch Darstellung. Die Arbeit von Fadri Cadonau wird zum präzisen Fall, an dem sichtbar wird: Was früher Praxis war, erscheint heute nur noch als Theorie. Für die Kulturform der Moderne ist das Ideal. Und genau darin wird die Tragödie selbst zumletzten #Commons dieser Kulturform. Damit ist jetzt Schluss.
#Commoroque
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Blinder Fleck
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always fishing for complications
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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster


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