versionsgeschichte von: die bio-psycho-soziale denkfigur

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am 14.06.2019 um 09:23 Uhr

 

https://medium.com/@sms2sms/die-bio-psycho-soziale-denkfigur-6be036861cd4

 

Textsorte: Traum ] re:load LIVE-Blogging 07.06.2019, 13:24]

zum thread: und immer so weiter ;-)

ab hier dann also die vertiefung — der eigentliche anfang für #Sozialarbeit

  • Ausstattung: Der Körper als Machtquelle
  • Austausch:
  • Kriterien:
  • Macht: Behinderungsmacht vs. Begrenzungsmacht

Die 4 Polsprünge von WikiDienstag.ch passen sehr gut in diese Reihung:


Habe Textproduktion eingestellt… will es bloss mit einer Liste von Unterscheidungen erklären… vergl. Tweet-Serie…


Die Welt ist nicht, wie sie ist.

Egal wie die Menschen die Welt erklären: Der Ameise ist das egal. Und sie wird auch noch da sein, wenn es einmal keine Menschen mehr geben wird. Die Steine sowieso.

Was?

Steine können nicht denken? Keine eigenen Entscheidungen treffen? Nicht umherlaufen? — Stell dir eine Kamera auf dem Mond vor, welche die Welt 1 Million Jahre filmt. Dann nimmst du diesen Film und lässt ihn in 10 Minuten ablaufen. Was wirst du sehen? Kontintente beim spazieren. Berge beim wandern. Farbenspiele ohne Ende. Aber keine Wolken. Keine Wellen. Keine Menschen.

Auch wenn du nicht selbst darüber nachdenkst — du kommst nicht umhin, dir vorzustellen, wie du dir vorstellst, was sich dir vorstellt. Und diese Vorstellung entscheidet dann darüber, wie die Welt ist.

Vor 500 Jahren wurde eine sehr spezielle Idee von Millionen von Menschen verstanden. Sie stellten sich die Welt als eine Maschine vor: Das wirkte beängstigend und klärte gnadenlos auf.

Die Aufklärung

SEI MUTIG

1738 zeichnete ein Spinner, Bastler und Tüftler das Bild einer mechanische Ente. Jedes Kind wusste damals — heute ist dass möglicherweise anders! — , dass eine Ente keine Bot, keine Maschine, ist.

Die Zeichnung aber wirkte als ganz konkretes Vor-Bild, wie gedacht, geplant, gehandelt werden muss. Und tatsächlich schaukelten schon bald motorisierte Geräte über die Strassen, tuckern bisheute eiserne Schiffe durch die Meere, grandiose Flugzeuge schweben durch die Lüfte. — Es hat funktioniert. Und wie! Heute erzählen wir uns die Entwicklung aufschlussreich mit den Narrativ von 4.0:

Die 4. Industriellen Revolutionen

Ganz egal wie die industriellen Revolutionen phasiert und benannt werden: Eines ist allen Beschreibungen gleich: Sie beschreiben einen Wechsel im Zugang zur Art und Weise, wie sich selbst erklärt wird, was mit Haut und Haaren erlebt wird. Ich erzähle es mir so:

1. Mechanisierung

Es wird stur und um jeden Preis auf linear-kausale Verbindungen geachtet: Der Bach führt Wasser. Das Wasser fliesst immer in die gleiche Richtung. Wenn ich ein Blatt rein werfe, schwimmt es weg. Wenn ich ein Rad am Bachrand befestige und es ins Wasser halte, dreht es sich. Wenn…

2. Maschinisierung

Was, wenn ich nun den Bach weglassen will? Ich ersetze den Bach durch einen Motor. Das war nicht ganz einfach hinzubekommen. Aber es gelang. Wir wissen es. — Es hat funktioniert. Und wie!

Bisher gehen wir von Kompliziertheit aus. Wenn die Maschine nicht funktioniert, ist sie kaputt. Und dann musst du sie flicken. Das heisst: Sie muss wieder “einfach”, “trivial” gemacht werden: Du folgst stur den linear-kausalen Abhängigkeiten der Maschinerie und reparierst den Teil, welcher defekt war. Dann muss es wieder gehen, ausser es gäbe da noch einen weiteren Fehler. Dann reparierst du den auch noch. Und immer so weiter.

Mit der dritten industrielle Revolution wird ein ganz anderer Gedanken in diese Maschinen integriert. Wir bezeichnen diese Phase der Industriellen Revolutionen mit:

3. Automatisierung

Du erlaubst den Moteren jetzt, dass sie selbst ein- und ausschalten dürfen. Sagen wir eine Heizung. Du sagst der Heizung: Wenn die Raumteperatur unter 18 Grad geht, stelle dich ein und heize. Und wenn die Raumtemperatur über 22 Grad geht, stelle dich aus und heize nicht mehr.

Stell dir vor, es gäbe weitere Apparate die sagten: “Wenn der Wind zu fest bläst, zieh die Sonnenstoren ein.” Oder: “Wenn es draussen regnet, musst du den Raum nicht mehr befeuchten.” Oder… Du weisst was ich gemacht habe:Wir haben eine Klimaanlage für ein Haus. Und das aller dümmste ist in einem solchen Haus, wenn Menschen die Fenster aufreissen, weil es im Raum zu stickig geworden ist. Dann kommt die ganze Anlage durcheinander und der Hausmeister rennt mit rotem Kopf durchs Haus…

Ab jetzt reden wir von Komplexität.

Ab jetzt reparieren wir nicht mehr, jetzt testen wir. Wenn dein Smartphone nicht mehr tut, was es soll, dann stellst du es ab. Wartest ein bisschen und stellst es wieder ein. Damit alle “Systeme” sich wieder neu ineinander verbinden können. Wenn es dann noch immer nicht geht, versuchst du jene App zu löschen, welche du gerade installiert hast und möglicherweise den Fehler ausgelöst hat. Und immer so weiter.

Der Umgang mit Komplexität ist etwas ganz anderes, als der Umgang mit Kompliziertheit. Aber darauf kommen wir noch… Darum geht es ja in diesem Text. Jetz kommt aber noch zuerst die 4. Industrielle Revolution:

4. Digitalisierung

Die nächste Stufe hat ganz viel mit der Möglichkeit des Speicherns zu tun. Unser vollklimatisiertes Haus liest jetzt auch Wetterbericht und kann sich ausrechnen, wie am nächsten Tag gearbeitet werden muss. Und das Haus kann dann auch sagen, was ihm helfen würde, schwierige Entscheidungen zu lösen. Und es lernt aus schon einmal durchgeführten Aktionen. Wir reden dann von Deep Learning, ganz oft von Intelligenz und Smart und so.

Um endlich mit der Einführung zur Bio-Psycho-Sozialen Denkfigur zu kommen, brauche ich also zunächst bloss diese Unterscheidung:

Kompliziert : Komplex

Sie stehen für Möglichkeiten, mit der Welt einen Umgang zu erfinden. Es überrascht wohl nicht, wenn notiert wird, dass Kompliziertheit den Männern zugeordnet wird und den Frauen die Komplexität. Und das hat durchaus eine gewisse Berechtigung:

Wie deutlich wurde, dass die Idee, sich die Welt als eine Maschine vorzustellen extrem erfolgreich wurde, konnten alle lächerlich gemacht werden, welche sich ihre Ideen nicht als Maschine haben vorstellen können.

Andere lächerlich zu machen ist keine sympatische, aber eben eine wirkungsvolle Idee, die eigene Ideen als überlegen zu präsentieren.

Jene, welche später den Kollateralschaden der Ingenieure bearbeitet haben — Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähgikeit —konnten diese Herausforderungen nicht linear-kausal-deterministisch erklären und flicken. Und:

Jene, welche damals mächtig waren und ganz gegen die Idee der Welt als eine Maschine waren, konnten ebenfalls lächerlich gemacht werden: Die Katholische Kirche.

Der Punkt ist nun aber:

  • Die Grundlagen, welche die Ingenieure so mächtig gemacht haben, wurden in den Klosterschulen gelehrt.
  • Die Kollateralschäden, welche die Ingenieure verursacht haben, wurden von Frauen aufgefangen.

Und dann fällt auf, dass diese 4. Industrielle Revolution — diese #Digitalisierung — dieses zwingend von Komplexität ausgehen zu müssen, eine “nächste Gesellschaft” sichtbar macht.

Und dabei fällt auf, dass

  • wenn wir in die Kirche gehen, tun wir dies als akademisch gebildete Menschen. Wenn wir beten, tun wir dies als Wissenschafter. Wenn wir mit unserem Körper Rituale durchführen, tun wir dies als radikal Ungläubige, skeptische, analytische durchdrungene Wesen. Das ist kein Widerspruch. Alle grossen Kirchenlehrer waren in der gleichen Position.
  • die primären Geschlechtsorgane, das Lebensalter eines Menschen, die körperlichen, unveränderbaren Ausstattungen im Allgemeinen, die regionale Herkunft — und immer so weiter — eine immer vernachlässigbarere Unterscheidung generieren.

Gerechtigkeit & Fürsorglichkeit

Diese zweite Leitunterscheidung soll vorgängig noch eingeführt werden, welche mit der Unterscheidung von Kompliziertheit und Komplexität in Verbindung gedacht werden wird. Und ich brauche auch noch den Begriff:

Komplementarität.

Aber danach kommt die Einführung zur Bio-Psycho-Sozialen Denkfigur. Versprochen ;-)

Es geht nicht darum, zu sagen, die Kompliziertheit der Ingenieure sei schlecht, falsch, gefährlich. Obwohl… Lassen wir das… Es geht darum, dass nachdem nun die Ingenieure selbst herausgefunden haben, dass es nötig ist von Chaos, Fuzzy, Irrationalität, Komplexität auszugehen, gezeigt werden kann, dass beide “Methoden” — Kompliziertheit UND Komplexität — in ihrem Zusammenhang gedacht werden können.

Gerechtigkeit und Fürsorglichkeit soll

(…)

eintrag in arbeit

(…)

(…)

(…)

(…)

(…)

Und darum geht es hier.

Sich die Welt heute anders vorzustellen:

Das ist beängstigend und wirkt befreiend.

Die Bio-Psycho-Soziale Denkfigur

Die Bio-Psycho-Soziale Denkfigur geht in all ihren Überlegungen von Komplexität aus — nicht von Kompliziertheit.

Wir stellen uns die Welt nicht mehr als eine Maschine vor, sondern vielmehr als ein dynamisches, vernetztes, wogendes Netz.

Zur Bewältigung aktueller, globaler Herausforderungen — die Ökologische Krise, die Ökonomische Krise, die Kommunikative Krise —scheint dies ein angemessener Ausgangspunkt zu sein. Heute erleben wir, wovon so lange die Rede war: Weltgesellschaft.

Die Denkfigur sagt nicht, wie es ist. GANZ IM GEGENTEIL. Die Denkfigur schlägt einen Gedankengang vor:

Es werden Unterscheidungen angenommen, welche einen praktischen Unterschied machen.

Und Unterscheidungen, welche keinen praktischen Unterschied mehr machen, werden gelöscht. (Unterscheidungen löschen, meint, andere Unterscheidungen zu machen.) Zudem:

Ein Axiom ist eine Behauptung, eine Annahme, eine Setzung.

Ein Axiom spricht aus, wovon ausgegangen wird.

Das kann nicht nur kritisiert werden: Viel mehr. Genau darum geht es: Es soll kritisiert werden können. #OpenScience: weil Science Closed, Gated, Applied ist. — Es muss anders weiter gehen. Es kann anders weitergehen. — Darum. Also. Es geht los:

1. Axiom

Du kannst nicht nicht unterscheiden.

2. Axiom

Du kannst nicht nicht beobachten.

3. Axiom

Du kannst nicht nicht handeln.

Paul Watzlawick formulierte 1967 das 1. Axiom so:

“Du kannst nicht nicht kommunzieren.”

Die doppelte Verneinung betont die prinzipielle Unmöglichkeit dieser Annahme zu entkommen.

(Die Aussage: “Du kannst kommunzieren” — die doppelte Verneinung als Bejahung zu interpretieren — liesse die Aussage ins banale laufen. So haben es später Friedemann Schulz von Thun in “Miteinander reden” tatsächlich banalisiert. Aber das war das Gegenteil der Suchbewegung von Paul Watzlawick. Schon die Untertitel der beiden Hauptwerke zeigen die Gegenläufigkeit ihrer Arbeiten an:

  • Paul Watzlawick: Menschliche Kommunikation (Formen, Störungen und Paradoxien)
  • Friedemann Schulz von Thun: Miteinander reden (Störungen und Klärungen)

50 Jahre später fassten wir (tp&sms ;-) in einem Vortrag für Alois Huber und Roland Fürst an der FH Burgenland die 5 Axiome neu und erweiterten sie auf 9. Wobei nur zwei Axiome von uns zusätzlich dazugenommen wurde. Watzlawick formulierte — insb. in Lösungen (1974) weitere axiomatische Sätze, arbeitete aber an einem seiner erfolgreichsten Beiträge zur Diskussion von “Menschlicher Kommunikation” nicht mehr weiter. Wir gehen davon aus, dass “der junge Watzlawick” am heute höchst aktuellen und nicht beantworteten Problem der Metakommunikation hätte arbeiten wollen.

Metakommunikation — unser Arbeitsschwerpunkt:
#
dfdu AG — konstellatorische Kommunikation ;-)

Wo war ich? — Ahja:
Der technologiedefizitäre Frauenberuf Soziale Arbeit hat Anerkennung gefunden und die Theorien Komplexer Systeme formulierte sich weiter aus. Sagen wir bis 1997. Danach war Schluss. Weil danach setzte sich die Technologie einer elektrifizierten Kommunikation in der Gesellschaft der Gesellschaft— welche sich schon immer als eine Weltgesellschaftverstanden hat — durch. Wie der Blitz:

(Il fiore delle mille e una notte, Pier Paolo Pasolini, 1974)

Vor 50 Jahren war der Satz von Paul Watzlawick Gegenstand von intensiver Ausbildung. Heute erschaudern wir ob dieser real gewordenen, wahren Wirklichkeit:

Auch ganz ohne Gerätchen in der Hand, ganz ohne sichtbare Drähte, ohne Daumen auf einem Screen: Bereits lange vor der Auspressung eines nächsten Körpers einer Gebärmutter rauschen die Daten durch die Netzwerke der Netze:

ES KOMMUNZIERT

  • mit dir
  • durch dich hindurch
  • ganz ohne dich

Dass nicht Menschen kommunizieren, sondern Kommunikation (Niklas Luhmann, 1997), ist keine abgefahrende, abstrakte, hippster Theorie mehr. Es ist alltagspraktische Erfahrung. Von jedem Kind selbstverständlichst verstanden.

(…)

Autopoietische Systeme

(…)

Bio-Psycho-Sozial

(…)

Um-Welt

Die Welt ist in dir. Alles andere ist Umwelt.

Der Begriff der Umwelt wurde in den Schützengräben des 1. Weltkrieges erfunden, behauptet Peter Sloterdijk. Menschliche Kommunikation radikal aus der Komplexität heraus zu definieren, war für den traumatisiert aus dem 2. Weltkrieg entkommene Kommunikationsbeauftragen Paul Watzlawick völlig klar: Formen, Störungen, Paradoxien. (2016: tp/sms ;-)

Radikaler Konstruktivismus

Die Aussage des Radikalen Konstruktivismus war nicht, dass eine menschliche Psyche die Umwelt beliebig für Wahr nehmen kann. GANZ IM GEGENTEIL.

Das Radikale am Radikalen Konstruktivismus ist, dass jedwede Bezugnahme zu den zwei anderen autopoietischen Systemem (Leben und Bewusstsein) streng vermieden wird. (Vergl. Niklas Luhmann, 1997)

(…)

Das Soziale

(…)

Kommunikation

(…)

Medien (…)

Medienwandel vs Medienwechsel

Wandel: Die Vierte Industrielle Revolution

Wechsel:Sprache, Schrift, Buchdruck, Computer

(…)

Jeder Medienwechsel reagierte auf einen illegitim gewordenen Zugriff auf Körper

(…)

#Körpergeschichte

(…)

Austausch

Du kannst nicht nicht austauschen.

(…)

Ausstattung

Mikro — Maso — Meso

(…)

Macht

Du kannst nicht nicht Macht ausüben.

Ausstattungsmerkmale als Machtquellen

(…)

Behinderungsmacht & Begrenzungsmacht

(…)

Kriterien

(…)

Gerechtigkeit & Fürsorglichkeit

(…)

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