#SozialeArbeit als Arbeit am Sozialen.

(0) GRUNDFORMEN SOZIALER PROBLEME
dissent.is/Grundformen

(1) DIE AXIOME: #TheLuh­man­n­Map
dissent.is/TheLuhmannMap

(1.5) DIE TEXTQUELLEN: #TheLuh­man­nRead­er
dissent.is/TheLuhmannReader

(2) VIER MACHTDIMENSIONEN: #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix
dissent.is/TheStaubBernasconiMatrix

(2.5) Job, Beruf, Pro­fes­sion, Diszi­plin: #SozialeAr­beit
dissent.is/SozialeArbeit

Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen

Wer über Soziale Arbeit spricht, lan­det oft sehr schnell in ver­traut­en Schubladen. Die einen denken vor allem an Hil­fe und Kon­trolle. Die anderen denken an Befähi­gung zur Selb­sthil­fe: Men­schen helfen sich selb­st, organ­isieren sich lokal, find­en eigene For­men. Wenige denken an eine Trans­diszi­plin im Kon­text der Uni­ver­sität: The­o­rie, Forschung, Begriffe, Pro­fes­sion­al­isierung. Aber irgend­wo dazwis­chen oder darüber erscheint dann Soziale Arbeit als eigenes Feld ;-)

Genau hier hil­ft ein ein­fach­es Quadrat.

Unten links ste­ht Selb­stor­gan­i­sa­tion. Oben links Poli­tik. Unten rechts Uni­ver­sität. Oben rechts Soziale Arbeit.

Dieses kleine Schema verortete Soziale Arbeit im Kon­text der (seit #Zivil­i­sa­tions­bruch unterge­gan­gen) Kul­tur­form der Mod­erne. Es macht sicht­bar: Soziale Arbeit hat ((Theorie)Praxis) schon immer in ihrem pro­fes­sionellen Tun inte­gri­eren müssen und wollen. Sie ist nicht ein­fach Poli­tikvol­lzug und auch nicht Bezügerin von akademis­chen Wis­sen. Sie entste­ht vielmehr im Span­nungs­feld zwis­chen diesen Feldern.

Jede Prax­is enthält The­o­rie, und jede The­o­rie greift in Prax­is ein. Entschei­dend ist, wie diese Span­nung organ­isiert wird und was sie bewirkt. Oder wie es Maren Lehmann ein­mal sagte: “The­o­rie ist auch Prax­is. Bloss nicht so ver­schwitzt.”

Selb­stor­gan­i­sa­tion kann man dabei als Kul­tur lesen. Dort geschieht etwas unmit­tel­bar. Men­schen koor­dinieren sich, reagieren aufeinan­der, entwick­eln Gewohn­heit­en, Regeln, Rou­ti­nen, Erwartun­gen. Kul­tur ist hier nicht zuerst Muse­um, Bil­dungsgut oder Sym­bol­be­stand. Kul­tur ist das, was sich im Vol­lzug bildet und Men­schen und Grup­pen von Men­schen “als Nor­mal” erscheint.

Poli­tik und Uni­ver­sität kann man dage­gen als “Kul­tur­for­men” lesen. In ihnen sta­bil­isiert sich Kul­tur. Poli­tik formt Verbindlichkeit, Zuständigkeit, Recht und Entschei­dung. Uni­ver­sität formt Begriffe, Wis­sen, Reflex­ion und method­is­che Sicherung. Bei­de sind nicht Kul­tur an sich, son­dern bes­timmte For­men, in denen Kul­tur sich ver­fes­tigt.

Und Soziale Arbeit?

Soziale Arbeit ist in diesem Bild nicht ein­fach ein weit­eres Feld neben den anderen. Sie ist Arbeit am Sozialen. (Nicht an Kör­pern. Nicht an Psy­chen. Nicht an Din­gen.) Das heisst: Sie arbeit­et an den Bedin­gun­gen, unter denen Men­schen über­haupt in tragfähi­gen Aus­tausch kom­men kön­nen. Sie ste­ht im Schnittpunkt von Selb­stor­gan­i­sa­tion, Poli­tik und Uni­ver­sität, aber sie geht in keinem dieser Felder auf.

Ger­ade deshalb ist die Macht­frage zen­tral. Macht ist für uns nicht etwas “neg­a­tives”. Wir fassen das Wort ganz nah am Wort­stamm auf: Macht kommt von Umset­zen von Möglichkeit­en. Sil­via Staub-Bernasconi hat hier eine präzise Unter­schei­dung vorgeschla­gen: Begren­zungs­macht und Behin­derungs­macht.

  • Begren­zungs­macht schützt Möglichkeit­en.
  • Behin­derungs­macht block­iert Möglichkeit­en.

Dieser Unter­schied ist für Soziale Arbeit entschei­dend. Denn nicht jede Macht ist schon schlecht, und nicht jede Begren­zung ist Unter­drück­ung. Wo Macht andere daran hin­dert, ihre Möglichkeit­en zu ent­fal­ten, wo sie Zugänge block­iert, Abhängigkeit­en festschreibt oder Men­schen klein hält, haben wir es mit Behin­derungs­macht zu tun. Wo Macht dage­gen Schutzräume schafft, Über­griffe begren­zt, Zugänge öffnet und Bedin­gun­gen sichert, damit Men­schen han­deln kön­nen, haben wir es mit Begren­zungs­macht zu tun. Darum lässt sich der Ort der Sozialen Arbeit in einem Satz zus­pitzen:

Soziale Arbeit ist nur dann Soziale Arbeit, wenn sie im Schnittpunkt dieser Felder Behin­derungs­macht zurück­drängt und Begren­zungs­macht im Dienst von Möglichkeit­en organ­isiert.

Damit ist auch klar, warum Soziale Arbeit nie ein­fach mit Poli­tik iden­tisch sein kann. Poli­tik braucht Macht, und sie braucht Begren­zun­gen. Aber poli­tis­che Ord­nung kann sehr leicht in Behin­derungs­macht kip­pen: durch Bürokratie, Auss­chluss, Sank­tion, Zuständigkeit­slogik. Eben­so darf Soziale Arbeit nicht ein­fach in der Uni­ver­sität aufge­hen. Wis­senschaftliche Reflex­ion ist wichtig, aber sie kann sich abschliessen, ver­ab­so­lu­tieren oder zur Experten­sprache wer­den, die über Men­schen spricht, statt Bedin­gun­gen zu verän­dern. Und sie darf auch nicht roman­tisch in Selb­stor­gan­i­sa­tion aufgelöst wer­den. Denn Selb­stor­gan­i­sa­tion kann zwar Kul­tur tra­gen, aber sie kann auch über­fordern, pri­vatisieren und Men­schen mit ihren Prob­le­men allein lassen.

Soziale Arbeit ste­ht genau in dieser Span­nung. Sie muss mit Poli­tik zu tun haben, ohne zur blossen Ver­wal­tung sozialer Prob­leme zu wer­den. Sie muss mit Uni­ver­sität zu tun haben, ohne sich in The­o­rie zu ver­lieren. Sie muss mit Selb­stor­gan­i­sa­tion zu tun haben, ohne struk­turelle Ver­ant­wor­tung nach unten abzuschieben. Beobachtet wird das Ganze durch die #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix.

Sie fragt in vier Dimen­sio­nen:

Dimen­sionLeit­frage
Anord­nungWird Herrschaft reduziert oder repro­duziert?
ZugangWer­den Möglichkeit­en geöffnet oder verk­nappt?
Legit­i­ma­tionIst Teil­nahme inklu­siv oder exk­lu­siv organ­isiert?
Durch­set­zungErfol­gt Sicherung gewalt­frei oder durch Zwang?

Diese Matrix bew­ertet nicht moralisch von aussen. Sie hil­ft, in jedem Feld genauer hinzuse­hen. Auch Selb­stor­gan­i­sa­tion ist nicht automa­tisch gut. Auch Poli­tik ist nicht automa­tisch schlecht. Auch Uni­ver­sität ist nicht automa­tisch elitär. Und auch Soziale Arbeit ist nicht automa­tisch emanzi­pa­torisch. Entschei­dend ist immer, welche Form von Macht in welch­er Weise wirkt.

Das Quadrat zeigt also Felder. Die Matrix zeigt, wie in diesen Feldern Macht operiert.

Genau darin liegt der Gewinn dieses kleinen Mod­ells. Es macht sicht­bar, dass Soziale Arbeit wed­er eine bloss prak­tis­che Hil­feleis­tung noch eine akademis­che Diszi­plin noch ein ver­längert­er Arm der Poli­tik ist. Sie ist Arbeit am Sozialen. Und das heisst: Arbeit an den Bedin­gun­gen von Möglichkeit.

Dort, wo Möglichkeit­en geschützt wer­den, entste­ht tragfähige soziale Ord­nung. Dort, wo Möglichkeit­en block­iert wer­den, verengt sich das Soziale. Oder noch ein­mal in der kürzesten Form:

  • Begren­zungs­macht schützt Möglichkeit­en.
  • Behin­derungs­macht block­iert Möglichkeit­en.

Und Soziale Arbeit hat ihren Sinn nur dort, wo sie den Unter­schied zwis­chen bei­dem prak­tisch wirk­sam macht. So weit die (ver­gan­gene) Idee… (so?)

Work in Progess

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

die ganze playlist auf WikiDienstag.ch | abon­niere kosten­los den What­sApp-chan­nel #Lav­inaN­era treis

(…)

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

GPst­Gn-WwAAW1xQ
previous arrow
next arrow

Nächster Titel


Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen
- nicht an Körpern
- nicht an Psychen
- nicht an Maschinen

SPOILER: Wo Soziale Arbeit systematisch scheitert

Ver­wech­slung von sozial und psy­chisch
– Soziale Prob­leme wer­den indi­vid­u­al­isiert.
– Kom­mu­nika­tion, Macht, Zugang und Legit­i­ma­tion wer­den zu „Befind­lichkeit­en“.
– Ergeb­nis: Ther­a­pie statt Struk­tu­rar­beit.
Hil­fe statt Gestal­tung
– Fokus auf Fal­lar­beit, Betreu­ung, Inter­ven­tion.
– Kaum Arbeit an Regeln, Infra­struk­turen, Set­tings.
– Das Soziale wird repari­ert, nicht neu gebaut.
Moralis­che Ueber­ladung
– Soziale Arbeit tritt als gute Instanz auf.
– Kri­tik wird nor­ma­tiv, nicht struk­turell.
– Dis­sens wird päd­a­gogisiert statt gehal­ten.
Angst vor Tech­nik
– Dig­i­tale Infra­struk­turen gel­ten als fremd oder neolib­er­al.
– Kom­mu­nika­tion­stech­nolo­gien wer­den den Plat­tfor­men ueber­lassen.
– Das Soziale im Netz bleibt ungestal­tet.
Angst vor Macht
– Macht wird als etwas Fremdes oder Gefaehrlich­es behan­delt.
– Statt Macht zu analysieren und neu zu verteilen, wird sie ver­mieden.
– Damit bleibt Soziale Arbeit macht­los.
Kurzfrist­logik
– Pro­jek­te, Pro­gramme, Mass­nah­men.
– Kaum langfristige soziale Architek­turen.
– Keine Orte, Medi­en oder Sys­teme, die Zeit aushal­ten.
Verengter Frei­heits­be­griff
– Frei­heit als Schutz des Schwachen.
– Nicht als Ermöglichung von Kon­flikt, Dis­sens und Risiko.
– Agree to Dis­agree wird sel­ten aktiv organ­isiert.
Missver­standene Pro­fes­sion­al­i­taet
– Pro­fes­sionelles Han­deln = richtig han­deln.
– Nicht: Bedin­gun­gen schaf­fen, unter denen Unter­schiedlich­es trag­fae­hig bleibt.
– Das Soziale wird normiert, nicht offen gehal­ten.

Der blinde Fleck
Soziale Arbeit erken­nt men­schliche Zer­brech­lichkeit, aber sie organ­isiert sie nicht sozial, son­dern ver­sucht, sie indi­vidu­ell abzufed­ern.

Map und Matrix

  • #TheLuh­man­n­Map beschreibt das Soziale als Kom­mu­nika­tion.
    Kom­mu­nika­tion ist kontin­gent. Alles kön­nte auch anders sein.
  • #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix eröffnet den Möglichkeit­sraum, in dieser Kontin­genz die vier Mach­tach­sen zu sehen: Jede Frage. Jede Inter­ven­tion. Ent­lang von
    1. Anord­nung → Anar­chie
    2. Zugang → Com­mons
    3. Legit­i­ma­tion → Inklu­sion
    4. Durch­set­zung → Paz­i­fis­mus

Bruch mit der Moderne

Die klas­sis­chen Schulen – Staub-Bernasconi, Thier­sch, Dewe & Otto, Her­riger, Hinte, Kleve, Salomon – alle blieben Kinder der Mod­erne.
Sie woll­ten Diszi­plin wer­den. Sich als Pro­fes­sion pro­fil­ieren. Den Beruf sich­ern. Viele Jobs ermöglichen.
Dazu brauchen sie Adres­sat­en, Klien­ten, Hil­febedürftige. Und kon­nten diese not­falls gle­ich auch selb­st her­stellen (Reto Eug­ster, Die Genese des Klien­ten, 2000).

C. Wolf­gang Müller schrieb einst: “Wie Helfen zum Beruf wurde.“
Ich schrieb später, in vie­len Gespräche mit ihm: “Wie Helfen zum Kom­merz wurde.“
Heute sehen wir Soziale Arbeit als Indus­triezweig.
Sozial­raum als Stan­dort­mar­ket­ing.
Empow­er­ment als lokales Beruhi­gungs­man­age­ment.


The Next Organization Will Not Be Organized

What if Uber did Social Work?
Und wer fällt in Panik, wenn die Idee des Grun­deinkom­mens aus­ge­sprochen wird?

Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen heisst:

  • For­men bauen, die Struk­turen ermöglichen.
  • Struk­turen, die den vier Zie­len der Matrix fol­gen.
  • Zusam­men­leben trans­formieren.

WORK IN PROGRESS

  1. „Wenn du nicht mit deinem Bein im Gefäng­nis stehst, machst du keine soziale Arbeit.“
  2. „Wenn du nach deinem Ein­satz als Sozialar­beit­er nicht mehr über­flüs­sig bist, hast du keine soziale Arbeit gemacht.“
  3. „Soziale Arbeit arbeit­et am Sozialen – nicht an Kör­pern, nicht an Psy­chen, nicht an Maschi­nen.“

Im Grund­studi­um haben sich mir diese drei Sätze in “Kopf, Hand und Herz” gebran­nt. Im Mas­ter­studi­um in Berlin bei Sil­via Staub-Bernasconi und vie­len per­sön­lichen Gesprächen (über einem Bier!) mit C. Wolf­gang Müller kam eine viel fürchter­lichere Erken­nt­nis hinzu:

Soziale Arbeit kann nach Auschwitz nicht mehr naiv tun…

  • Wer helfen will, kann sta­bil­isieren, was hin­ter­fragt, kri­tisiert, offen­siv abgelehnt wer­den muss…
  • Wer ver­wal­tet, kann zum Funk­tion­ieren eines Sys­tems beitra­gen, das Men­schen aus­gren­zt und alles ermöglicht, woge­gen sich Soziale Arbeit richtet…
  • Wer es gut meint…
  • ach…
  • ufff…

du sms, was machst du eigentlich bei den mönchen in mustér?

das werde ich immer wieder gefragt: “du als sozialar­beit­er. als kri­tis­ch­er men­sch. was machst du da oben in den bergen… ich ver­ste­he das nicht…”

ich beginne dann jew­eils meine vier zeichen zu malen…

— + ≠ #

… und meine fre­unde ver­muten zunächst, dass es mir pein­lich sei, dass ich auswe­ichen wolle, dass ich… ;-)))

schau, sage ich: soziale arbeit hat sich im deutschsprachi­gen raum erst nach dem am ende der kul­tur­form der mod­erne als akademis­che diszi­plin durchge­set­zt. sil­via staub-bernasconi — die wohl wichtig­ste vertreterin der soge­nan­nten “Zürcher Schule” — hat als pro­fes­sorin der TU berlin einen uni­ver­sitären mas­ter­lehrgang in sozialer arbeit etablieren kön­nen. mit ihrer emer­i­tierung wurde der lehrstuhl — begrün­det von ihrem vorgänger c. wolf­gang müller — auch gle­ich wieder abgewick­elt. und jen­er, welch­er staub-beer­nasconi einen dick­en sam­mel­band zur ehrung ihres schaf­fens zusam­menge­tra­gen hat, hat unter #Coro­n­aVirus die übel­sten texte und gedanken vor­ge­tra­gen, welche c. wolf­gang müller ins grab getrieben haben: ein desaster.

meine freund:innen sind etzt sich­er: “er will auswe­ichen…”

pro­fes­sionelle soziale arbeit verbindet sehr viel mit der christlichen reli­gion. tat­säch­lich haben viele auf­gaben, welche vorher — vor der ref­or­ma­tion, vor der etablierung der nation­al­staat­en — klöster — nein, nicht nur frauen­klöster, son­dern auf viele der soge­nan­nten #Bet­telor­den — geleis­tet haben. und auch von der herange­hensweise gibt es ähn­lichkeit­en:

die christliche reli­gion denkt gesellschaft radikal “von unten” her: die ver­lier­er, die armen, die kranken…

(die vier macht-dimen­sio­nen nach staub-bernasconi)

(…)

(…)

(…)

Die sogenannte “Züricher Schule”…

Ja, ich riskiere, dass meine Arbeit als eine bes­timmte “Prax­is” funk­tion­al­isiert wird – als „Sys­tem Soziale Arbeit“. Aber: Ich akzep­tiere das nicht als ana­lytis­ches Ende, son­dern als Wider­stand­spunkt. Ich sage: Soziale Arbeit arbeit­et am Sozialen – nicht als Sys­tem, son­dern als Ver­spun­dung eines Möglichkeit­sraumes. (Ver­gl. dazu Kap. 6 in: Piazzzi/Seydel, DIE FORM DER UNRUHE, Band 2, 2010, Junius-Ver­lag Ham­burg.) Ja: Das ist nicht neu­tral, son­dern eine radikale Set­zung. Und genau darin liegt der Bruch mit der Mod­erne. Daran arbeite ich: An der Bes­tim­mung von Ele­menten ein­er näch­sten Kul­tur­form. (so?)

@sms2sms

Willkom­men in meinem Blog und m/einer Darstel­lung von dem, wie ich Soziale Arbeit gestalte und wie ich an Prob­le­men arbeite welche prinzip­iell unlös­bar sind ;-)

Auf­grund von Spam, musste ich die Kom­mentare abstellen. Aber du find­est leicht Kon­takt zu mir. Ver­sprochen ;-)))

Meta-Überblick:

  1. Radikaler Kon­struk­tivis­mus löst den Ref­eren­zial­is­mus auf: Es gibt keine objek­tive Bezug­nahme auf eine Aussen­welt – Beobach­tung basiert auf selb­st­ge­set­zten Axiomen.
  2. #TheLuh­man­n­Map bringt die Kontin­genz des Sozialen und die Idee der Kon­stel­la­tion von Kul­tur­for­men.
  3. Kul­tur­for­men entste­hen als Trans­for­ma­tio­nen von ((Wandel)Wechsel) – sie sind Antworten auf die Kontin­genz des Sozialen.
  4. Soziale Arbeit fragt nach der Form sozialer Räume, die soziale Prob­leme zum Ver­schwinden brin­gen kön­nen (vgl. Wittgen­stein: „Form ist Möglichkeit der Struk­tur“ und „Lösun­gen erken­nt man am Ver­schwinden des Prob­lems“).
  5. #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix benen­nt zur Gestal­tung der Form vier Para­me­ter: Anord­nung, Zugang, Legit­i­ma­tion, Durch­set­zung.

Langsam: Mein Blog ist mein Karten­raum und keine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte. | This Blog in Englisch | هذه المدونة باللغة العربية | 这个博客是中文的 | Ce blog en français | Questo blog in ital­iano | Tgi èn ils inimis da la translaz­i­un auto­mat­i­ca? — Ils medems che #Wikipedia/#Wikidata han odià sco il diav­el l’aua bene­di­da.

Ausgewählte, aktuell offene Einträge in meinem Zettelkasten

Impressum