Materialien und Dokumentationen zur Genese der Publikation: “Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen”

Chat­G­PT Image Sep 25, 2026, 01_22_18 PM
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(0) GRUNDFORMEN SOZIALER PROBLEME
dissent.is/Grundformen

(1) DIE AXIOME: #TheLuh­man­n­Map
dissent.is/TheLuhmannMap

(1.5) DIE TEXTQUELLEN: #TheLuh­man­nRead­er
dissent.is/TheLuhmannReader

(2) VIER MACHTDIMENSIONEN: #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix
dissent.is/TheStaubBernasconiMatrix

(2.5) Job, Beruf, Pro­fes­sion, Diszi­plin: #SozialeAr­beit
dissent.is/SozialeArbeit

ZeichenKul­tur­form«Arbeit am Sozialen»Leit­form
—SpracheBeziehun­gen, Ver­samm­lung, Aushand­lung, Rit­u­al, gegen­seit­ige Hil­feKreis
+SchriftRegeln, Verträge, Satzun­gen, Reg­is­ter, Klos­terord­nung, All­mendeOrd­nung
≠Buch­druckPro­fes­sion, Insti­tu­tion, Sozial­staat, Fall, Diag­nose, Ver­wal­tungOrgan­i­sa­tion
#Com­put­erPro­tokoll, Com­mons, verteilte Infra­struk­tur, Smart Set­ting, XerokratieKon­stel­la­tion

Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen

Wer über Soziale Arbeit spricht, lan­det oft sehr schnell in ver­traut­en Schubladen. Die einen denken vor allem an Hil­fe und Kon­trolle. Die anderen denken an Befähi­gung zur Selb­sthil­fe: Men­schen helfen sich selb­st, organ­isieren sich lokal, find­en eigene For­men. Wenige denken an eine Trans­diszi­plin im Kon­text der Uni­ver­sität: The­o­rie, Forschung, Begriffe, Pro­fes­sion­al­isierung. Aber irgend­wo dazwis­chen oder darüber erscheint dann Soziale Arbeit als eigenes Feld ;-)

Genau hier hil­ft ein ein­fach­es Quadrat.

Unten links ste­ht Selb­stor­gan­i­sa­tion. Oben links Poli­tik. Unten rechts Uni­ver­sität. Oben rechts Soziale Arbeit.

Dieses kleine Schema verortete Soziale Arbeit im Kon­text der (seit #Zivil­i­sa­tions­bruch unterge­gan­gen) Kul­tur­form der Mod­erne. Es macht sicht­bar: Soziale Arbeit hat ((Theorie)Praxis) schon immer in ihrem pro­fes­sionellen Tun inte­gri­eren müssen und wollen. Sie ist nicht ein­fach Poli­tikvol­lzug und auch nicht Bezügerin von akademis­chen Wis­sen. Sie entste­ht vielmehr im Span­nungs­feld zwis­chen diesen Feldern.

Jede Prax­is enthält The­o­rie, und jede The­o­rie greift in Prax­is ein. Entschei­dend ist, wie diese Span­nung organ­isiert wird und was sie bewirkt. Oder wie es Maren Lehmann ein­mal sagte: “The­o­rie ist auch Prax­is. Bloss nicht so ver­schwitzt.”

Selb­stor­gan­i­sa­tion kann man dabei als Kul­tur lesen. Dort geschieht etwas unmit­tel­bar. Men­schen koor­dinieren sich, reagieren aufeinan­der, entwick­eln Gewohn­heit­en, Regeln, Rou­ti­nen, Erwartun­gen. Kul­tur ist hier nicht zuerst Muse­um, Bil­dungsgut oder Sym­bol­be­stand. Kul­tur ist das, was sich im Vol­lzug bildet und Men­schen und Grup­pen von Men­schen “als Nor­mal” erscheint.

Poli­tik und Uni­ver­sität kann man dage­gen als “Kul­tur­for­men” lesen. In ihnen sta­bil­isiert sich Kul­tur. Poli­tik formt Verbindlichkeit, Zuständigkeit, Recht und Entschei­dung. Uni­ver­sität formt Begriffe, Wis­sen, Reflex­ion und method­is­che Sicherung. Bei­de sind nicht Kul­tur an sich, son­dern bes­timmte For­men, in denen Kul­tur sich ver­fes­tigt.

Und Soziale Arbeit?

Soziale Arbeit ist in diesem Bild nicht ein­fach ein weit­eres Feld neben den anderen. Sie ist Arbeit am Sozialen. (Nicht an Kör­pern. Nicht an Psy­chen. Nicht an Din­gen.) Das heisst: Sie arbeit­et an den Bedin­gun­gen, unter denen Men­schen über­haupt in tragfähi­gen Aus­tausch kom­men kön­nen. Sie ste­ht im Schnittpunkt von Selb­stor­gan­i­sa­tion, Poli­tik und Uni­ver­sität, aber sie geht in keinem dieser Felder auf.

Ger­ade deshalb ist die Macht­frage zen­tral. Macht ist für uns nicht etwas “neg­a­tives”. Wir fassen das Wort ganz nah am Wort­stamm auf: Macht kommt von Umset­zen von Möglichkeit­en. Sil­via Staub-Bernasconi hat hier eine präzise Unter­schei­dung vorgeschla­gen: Begren­zungs­macht und Behin­derungs­macht.

  • Begren­zungs­macht schützt Möglichkeit­en.
  • Behin­derungs­macht block­iert Möglichkeit­en.

Dieser Unter­schied ist für Soziale Arbeit entschei­dend. Denn nicht jede Macht ist schon schlecht, und nicht jede Begren­zung ist Unter­drück­ung. Wo Macht andere daran hin­dert, ihre Möglichkeit­en zu ent­fal­ten, wo sie Zugänge block­iert, Abhängigkeit­en festschreibt oder Men­schen klein hält, haben wir es mit Behin­derungs­macht zu tun. Wo Macht dage­gen Schutzräume schafft, Über­griffe begren­zt, Zugänge öffnet und Bedin­gun­gen sichert, damit Men­schen han­deln kön­nen, haben wir es mit Begren­zungs­macht zu tun. Darum lässt sich der Ort der Sozialen Arbeit in einem Satz zus­pitzen:

Soziale Arbeit ist nur dann Soziale Arbeit, wenn sie im Schnittpunkt dieser Felder Behin­derungs­macht zurück­drängt und Begren­zungs­macht im Dienst von Möglichkeit­en organ­isiert.

Damit ist auch klar, warum Soziale Arbeit nie ein­fach mit Poli­tik iden­tisch sein kann. Poli­tik braucht Macht, und sie braucht Begren­zun­gen. Aber poli­tis­che Ord­nung kann sehr leicht in Behin­derungs­macht kip­pen: durch Bürokratie, Auss­chluss, Sank­tion, Zuständigkeit­slogik. Eben­so darf Soziale Arbeit nicht ein­fach in der Uni­ver­sität aufge­hen. Wis­senschaftliche Reflex­ion ist wichtig, aber sie kann sich abschliessen, ver­ab­so­lu­tieren oder zur Experten­sprache wer­den, die über Men­schen spricht, statt Bedin­gun­gen zu verän­dern. Und sie darf auch nicht roman­tisch in Selb­stor­gan­i­sa­tion aufgelöst wer­den. Denn Selb­stor­gan­i­sa­tion kann zwar Kul­tur tra­gen, aber sie kann auch über­fordern, pri­vatisieren und Men­schen mit ihren Prob­le­men allein lassen.

Soziale Arbeit ste­ht genau in dieser Span­nung. Sie muss mit Poli­tik zu tun haben, ohne zur blossen Ver­wal­tung sozialer Prob­leme zu wer­den. Sie muss mit Uni­ver­sität zu tun haben, ohne sich in The­o­rie zu ver­lieren. Sie muss mit Selb­stor­gan­i­sa­tion zu tun haben, ohne struk­turelle Ver­ant­wor­tung nach unten abzuschieben. Beobachtet wird das Ganze durch die #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix.

Sie fragt in vier Dimen­sio­nen:

Dimen­sionLeit­frage
Anord­nungWird Herrschaft reduziert oder repro­duziert?
ZugangWer­den Möglichkeit­en geöffnet oder verk­nappt?
Legit­i­ma­tionIst Teil­nahme inklu­siv oder exk­lu­siv organ­isiert?
Durch­set­zungErfol­gt Sicherung gewalt­frei oder durch Zwang?

Diese Matrix bew­ertet nicht moralisch von aussen. Sie hil­ft, in jedem Feld genauer hinzuse­hen. Auch Selb­stor­gan­i­sa­tion ist nicht automa­tisch gut. Auch Poli­tik ist nicht automa­tisch schlecht. Auch Uni­ver­sität ist nicht automa­tisch elitär. Und auch Soziale Arbeit ist nicht automa­tisch emanzi­pa­torisch. Entschei­dend ist immer, welche Form von Macht in welch­er Weise wirkt.

Das Quadrat zeigt also Felder. Die Matrix zeigt, wie in diesen Feldern Macht operiert.

Genau darin liegt der Gewinn dieses kleinen Mod­ells. Es macht sicht­bar, dass Soziale Arbeit wed­er eine bloss prak­tis­che Hil­feleis­tung noch eine akademis­che Diszi­plin noch ein ver­längert­er Arm der Poli­tik ist. Sie ist Arbeit am Sozialen. Und das heisst: Arbeit an den Bedin­gun­gen von Möglichkeit.

Dort, wo Möglichkeit­en geschützt wer­den, entste­ht tragfähige soziale Ord­nung. Dort, wo Möglichkeit­en block­iert wer­den, verengt sich das Soziale. Oder noch ein­mal in der kürzesten Form:

  • Begren­zungs­macht schützt Möglichkeit­en.
  • Behin­derungs­macht block­iert Möglichkeit­en.

Und Soziale Arbeit hat ihren Sinn nur dort, wo sie den Unter­schied zwis­chen bei­dem prak­tisch wirk­sam macht. So weit die (ver­gan­gene) Idee… (so?)

19. Mai 2026
I. SETTING
Axiome set­zen das Set­ting.
II. CLUSTER
Spiel­regeln hal­ten den Clus­ter offen.
III. RESONANZ
Fall­beispiele beobacht­en Res­o­nanz.

LIVE BLOGGING 31. Mai 2022

LIVE BLOGGING 17. +18. März 2022

Mem­os & Links zum #Medi­enThe­ater vom 17.03.2022
Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch Pro­dUs­ing #DataL­it­er­a­cy

Mem­os & Links zum #Medi­enThe­ater vom 18.03.2022
Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch Pro­dUs­ing #DataL­it­er­a­cy

WORK IN PROGRESS

Mem­os & Links zum #Medi­enThe­ater vom 17.+18.03.2022

  • Was ist das Soziale?
  • Was ist Kom­mu­nika­tion?
  • Was ist Gesellschaft?
Wel­come to the Ger­man-Speak­ing part of Europe

Mein Name ist Ste­fan M. Sey­del
sms
Ich lege auf Social­Me­dia offen zugänglich Noti­zen an mich selb­st ab. Darum heis­sen diese nervi­gen Accounts, welche auch immer mal wieder ges­per­rt und von den hipp­sten Algo­rith­men von Google, Meta, Twit­ter & Co ge-shad­ow-banned wer­den:

@sms2sms

Diese Noti­zen, drüben auf den Sozial plat­ten For­men — vielfach und barock umspühlt von Tweets aus anderen Accounts — ver­ar­beite ich dann Mit­ten in den Schweiz­er Bergen — in dissent.is/mustér, 1133 Meter über Meer — in mein Blog:

dissent.is

Woraus ich hier ger­ade am vor­lesen bin
- was ich eben erst geschrieben hab und
- jet­zt auch selb­st, hier & etzt zum ersten Mal zu hören bekomme…

Der Text wird nicht fer­tig sein
- so kön­nte der Text nie und nim­mer “pub­liziert” wer­den
- würde ich den Text — schon wieder — der NZZ abgeben: müsste dieser mas­siv umgeschrieben wer­den. (so?)

Diesen Work­flow — diese Art und Weise zu arbeit­en, meine Gedanken zu ent­fal­ten und zu entwick­eln, “Wis­sen zu schaf­fen” — habe nicht ich erfun­den, son­dern… — keine Ahnung. Lin­eare Kausal­ität in dynamis­chen Prozessen zu erfind­en und dort auch wieder zu reflek­tieren ist eine uralte Prax­is. Und diese trans­par­ent und nachvol­lziehbar zur Darstel­lung zu brin­gen, ein Anspruch von klas­sich­er Wis­senschaftlichkeit.

Beson­ders schön hat Aby War­burg diese Arbeitsweise gemacht. Vor hun­dert Jahren. In der psy­chi­a­trischen Klinik Kreu­zlin­gen am Bodensee bei Prof. Bin­swanger. Im Exil in Lon­don. In sein­er Heimat­stadt Ham­burg hat sich der Bankerssohn dafür gar einen bis heute besuch­baren Raum gebaut — eine Pri­vat­bib­lio­thek. Er kon­nte sich in seinem “Merzbau” kör­per­lich bewe­gen…

In unserem Band 2 von “Die Form der Unruhe” (pdf), Junius Ver­lag Ham­burg, haben wir — Tina Piazzi und der hier vor­tra­gende — solch­es zum Abschluss unser­er Zeit mit ((( rebell.tv ))) 2010 beschrieben. Heute arbeite ich jeden Dien­stag mit WikiDienstag.ch in dieser Pen­del­be­we­gung von “Sophrosyne & Orgiastik” wie es War­burg nan­nte — oder mit aktueller tönen­den Worten — zwis­chen “Sprints & Feed­logs”. Aber:

Darum geht es hier
heute
nicht

  • Was ist das Soziale?
  • Was ist Kom­mu­nika­tion?
  • Was ist Gesellschaft?
Wel­come to the Ger­man-Speak­ing part of Europe

Mein Name ist Ste­fan M. Sey­del

An meinen Wän­den hän­gen ins­beson­dere Zer­ti­fikate von Soziale Arbeit. “Soziale Arbeit als Men­schen­recht­spro­fes­sion.” Ich bin ein Kind der soge­nan­nten “Zürcher-Schule”, in welch­er der Name Prof. Dr. Sil­via Staub-Bernasconi der leuch­t­ende Fixstern ist. Sie wurde an der TU-Berlin emer­i­tiert und erzählt über lock­er 150 Jahre hin­weg die Geschichte pro­fes­sioneller Sozialer Arbeit, in welch­er kein einziger Name eines weis­sen, priv­iliegierten Mannes rel­e­vant wird. Ich habe bei Mut­ter Sil­via schon meine — heute wür­den wir sagen — “Bach­e­lor-Arbeit” geschrieben. Und während mein­er 12 Jahren in Berlin, machte ich bei ihr den Mas­ter: Der erste Mas­ter­lehrgang für Soziale Arbeit im deutschsprachi­gen Raum. Ich sass — nach einem auf­fordern­den Tele­fonat von Mut­ti, mich endlich anzumelden — in der zweit­en Durch­führungsklasse und habe mich dort mit Typen wie dem dem heuti­gen Mit­glied des Ethikrates Andreas Lob-Hüde­pohl herum­stre­it­en müssen. Und: Dass ich Sil­via liebevoll Mut­ti nenne — natür­lich nur hier im Inter­netz, wo sie selb­st es gar nie hören wird — hat mit meinen dama­li­gen Studienkolleg:nnen zu tun: Sie wussten jew­eils, wann es wieder deftig wer­den wird im Vor­lesungssaal und mein­ten: “Ihr habt einen typ­is­chen Mutter:Sohn-Konflikt.” Wie auch immer:

Es gab zu jen­er Zeit zum Glück noch noch die Volks­bühne, ab und an ein Bier mit C. Wolf­gang Müller und Heiko Kleve hat mich während der Stu­dien­zeit min­destens 2x für grosse 50-Minuten Vorträge ins Audi­to­ri­um der Alice Salomon Fach­hochschule geholt. Kleve gehörte zum Lieblings­feind der Zürcher-Schule. Kleve gehörte selb­st zur “Bielefelder”-Schule. Das waren frucht­bare Stre­it­ereien. Und sie wur­den ziem­lich furcht­bar, ver­let­zend, belei­di­gend umge­set­zt. Aber: Offen­er Stre­it, ist für die Tra­di­tion der alt-68er ja erst mit dem Aufkom­men von Social Media zu Teil von Prob­lem gewor­den. Vorher waren wüste, grobe, wilde Auseinan­der­set­zung Zeichen für Wichtigkeit, Dringlichkeit, Notwendigkeit und als Teil von Lösung inter­pretiert wor­den. Ich war damals bere­its selb­st­ständig mit inter­ven­tion gmbh und arbeit­ete in EU-Pro­gram­men, für das Bun­de­samt für Gesund­heit in der Schweiz (HIV/Aids & so), Kan­tone (“Bun­deslän­der”), auch für Pri­vate und hat­te grosse Lehraufträge an mein­er Alma Mater der Fach­hochschule Ost-(schweiz)… Aber:

Darum geht es hier
heute
- not

Die Hin­weise erk­lären aber ver­mut­lich in ein­er ersten Annäherung, wie es dazu kommt, dass die 3 Fra­gen, welche ich hier beant­worten will, für mich ganz zen­tral sein müssen:

  • Was ist das Soziale?
  • Was ist Kom­mu­nika­tion?
  • Was ist Gesellschaft?

Für “Men­schliche Kom­mu­nika­tion” (Paul Wat­zlaw­ick) ist es nicht nötig, dass wir “Miteinan­der reden” (Friede­mann Schulz von Thun), Sprache benutzen, Wörter definieren, dass sich Men­schen und Grup­pen von Men­schen sich auf Begriffe stre­it­en und eini­gen.

GANZ IM GEGENTEIL

Der Pro­fet Jesus soll gesagt haben: “An ihren Tat­en sollt ihr sie erken­nen.” (1. Johannes 2, 1–6) oder vielle­icht noch ätzen­der: “An ihren Frücht­en sollt ihr sie erken­nen.” (Matthäus 7, 15–23).

Ich will hier & jet­zt damit nur sagen:

Dass Worte,
dass Reden,
dass “Miteinan­der Reden” nicht der Königsweg “Men­schlich­er Kom­mu­nika­tion” ist: Dieses Wis­sen — dieses “All­t­agswis­sen”, dieses Prax­iswis­sen — ist so alt, wie davon erzählt wird, dass sich Men­schen darüber ver­ständi­gen, wie sich Men­schen zu miss- und ver­ste­hen meinen. (so?)

DIE WELT IST EIN GESPRÄCH
20 jahre: DIE WELT IST EINE GESPRÄCH #dwieg

DIE KULTURFORM DER MODERNE

Um endlich einen Aus­gang aus der selb­stver­schulde­ten Unmündigkeit zu find­en, hat die die Per­spek­tive der Per­spek­tive, die Gesellschaft der Gesellschaft so beschreiben:

Was ist das Soziale?

  • nicht das Biol­o­gis­che AND
  • nicht das Psy­chis­che.

Und pos­i­tiv for­muliert?

  • Kom­mu­nika­tion.

Was ist Kommunikation?

  • das, was für das biol­o­gis­che “Leben” und für das psy­chis­che “Bewusst­sein” ist.

Und pos­i­tiv for­muliert?

  • Kom­mu­nika­tion ist eine dreifache Selek­tion:
    1. Die Selek­tion ein­er Infor­ma­tion AND
    2. Die Selek­tion ein­er Mit­teilung AND
    3. Die Selek­tion von Ver­ste­hen. GO TO 1

Achtung: Die drei Begriffe für die jew­eili­gen Selek­tio­nen sind Homonyme. Die dür­fen also inhaltlich nicht zu schnell “ver­standen” wer­den. Dazu hil­ft die berühmt gewor­dene Aus­sage von Niklas Luh­mann im Früh­ling 1986 in Hei­del­berg:

Kom­mu­nika­tion kom­mun­ziert.
Nicht Men­schen.

Was ist Gesellschaft?

  • Keine Summe von Kör­pern, Men­schen, Indi­vidu­uen. AND
  • Keine regionalen, ter­ri­to­ri­alen, staatlichen Ein­heit­en. AND
  • Und schon grad gar nichts, dass “Irgend­wie von Aussen” beobachtet wer­den kann.

Und pos­i­tiv for­muliert?

  • Gute Frage…
  • durchge­set­zt hat sich für ein paar wenige Jahre der Begriff der “Welt­ge­sellschaft”. Aber selb­st die gewichtig­sten Stim­men dieses Vorschlags, sind späte­sens während #Coro­n­aVirus von dieser Idee abg­fall­en.

    Als ein “schönes” Beispiel: Prof. Dr. Rudolf Stich­weh, 49. Römer­bergge­spräche, 22. Mai 2021: “Die Repu­lik auf allen Viren”.

    Aber auch Prof. Dr. Heiko Kleve, ist in einem Vor­trag vom 9. Juni 2021 direkt auf Johann Hein­rich Pestalozzi zurück­ge­fall­en: “Mit Kopf, Hand und Herz.” Es liessen sich leicht weit­ere Beispiele zeigen.
  • … will sagen: Das Wort Gesellschaft — das Konzept, die Idee, die Vorstel­lung von “Gesellschaft” — kann als Türe gezeigt wer­den, durch welche den Aus­gang aus der so lange propagierten “selb­stver­schulde­ten Unmündigkeit” gefun­den wer­den kann. So jeden­falls erschliesst sich mir der Grundgedanke des 72-jähri­gen Niklas Luh­mann in seinem als “Hauptwerk” beschriebe­nen Schrift. (Seite 24, Die Geselleschaft der Gesellschaft, Suhrkamp, 1999). Das ist ein Ansatz, an welchen meine Über­legun­gen noch ein­mal frisch anset­zen wollen.

SAPERE AUDE — SEI MUTIG.

Niklas Luh­mann, Früh­ling 1986, Hei­del­berg (pdf, audio). In Rei­he 1 vor ihm sassen: Fran­cis­co J. Varela (aka “Philosophis­ch­er Biologe”) und Heinz von Foer­ster (aka “Philosophis­ch­er Math­e­matik­er”)

Im Haupt­teil meines Vor­trag möchte ich nun ver­suchen, einen entsprechen­den Begriff von Gesellschaft vorzustellen — und zwar einen Begriff, der jede Bezug­nahme auf Bewusst­sein oder Leben — also auf andere Ebe­nen der Real­i­sa­tion autopoi­etis­ch­er Sys­teme, streng ver­mei­det. Nur vor­soglich sei ange­merkt, dass dies natür­lich nicht besagen will, dass Gesellschaft ohne Leben und ohne Bewusst­sein möglich wäre. Sie ist auch ohne Kohlen­stoff, ohne gemäs­sigte Tem­per­a­turen, ohne Erd­mag­net­ismus, ohne atom­are Fes­ti­gung der Materie nicht möglich. Man kann angesichts der Kom­plex­ität der Welt nicht alle Bedin­gun­gen der Möglichkeit eines Sachver­haltes in den Begriff des Sachver­halts aufnehmen; denn damit würde der Begriff jede Kon­tur und jede the­o­riebautschnis­che Ver­wend­barkeit ver­lieren.

Die Landkarte ist nicht das Land.

Alfred Korzyb­s­ki, 1933 (Wikipedia, Doku­ment)

Alle Modelle sind falsch.
- Einige nützlich.

George Box, 1976 (Wikipedia, Doku­ment)

End of Theory

@chr1sa, 2008 (Wired, Dirk Baeck­er kom­men­tiert 2018, Ver­such ein­er Kon­tak­tver­mit­tlung 2022)

Faden­git­ter, Vor­rich­tung zum per­spek­tivis­chen Zeich­nen (1710)

“Die Per­spek­tive der Per­spek­tive” legt nahe, dass der Begriff der Gesellschaft auf die Kul­tur im Umgang mit der Macht­frage ver­weist, während der Begriff der Kom­mu­nika­tion, eine neue Ebene der Real­i­sa­tion eines näch­sten autopoi­etis­chen Sys­tems the­ma­tisiert.

(…)

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  • Was ist das Soziale?
  • Was ist Kom­mu­nika­tion?
  • Was ist Gesellschaft?

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muss mor­gen, fre­itag 18. märz weit­er machen…

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WIR SCHREIBEN EINE ZEILE

dann hack­en wir sie klein

dann wür­feln wir die teile

in bunt gemis­chte rei­hn

die folge der aspek­te braucht

uns keine sorge sein.

frei nach #Lewis­Caroll (1832–1898), Alice im Wun­der­land | Bild­cred­it: https://lem.pl/ | #StanisławLem-Fes­ti­val 2021

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ZUM MAKING OF dieses Textes

(Zu überarbeitende & andere) Bilder

Threads auf Twitter während dem Schreibprozess

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studi­um der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialar­beit­er, Kün­stler.

Ausstel­lun­gen und Per­for­mances in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don (Frieze/Swiss Cul­tur­al Fund UK), im Deutsches His­torisches Muse­um Berlin (Kura­tion Bazon Brock), in der Cryp­ta Cabaret Voltaire Zürich (Kura­tion Philipp Meier) uam. Gewin­ner Migros Jubilée Award, Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung. Diverse Ehrun­gen mit rocketboom.com durch Web­by Award (2006–2009). Jury-Mit­glied “Next Idea” Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010. Pen­delte bis 2010 als Mach­er von rebell.tv zwölf Jahre zwis­chen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Infor­ma­tion auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Ver­lag Ham­burg. Ruhen­des Mit­glied im P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Er war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung Gym­na­si­um Kloster Dis­en­tis. Seit Ende 2018 entwick­elte er in Zürich-Hot­tin­gen in vie­len Live-Streams – u.a. in Zusam­me­nar­beit mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz – den Work­flow WikiDienstag.ch, pub­lizierte während der Coro­na-Krise in der NZZ einen Text über Wikipedia, ini­ti­ierte das #PaulWat­zlaw­ick-Fes­ti­val 2020 mit und sam­melt im Blog von Carl Auer Ver­lag, Hei­del­berg, «Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form». Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegrün­de­ten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträ­gen der FH St. Gallen, Gesund­heits­di­rek­tion Kan­ton St. Gallen, Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) und der EU aus ein­er Anstel­lung als Leit­er Impuls- und Pilot­in­ter­ven­tio­nen für die Aids-Hil­fe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mit­ten in die Schweiz­er Alpen.

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Work in Progess

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

die ganze playlist auf WikiDienstag.ch | abon­niere kosten­los den What­sApp-chan­nel #Lav­inaN­era treis

(…)

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

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Nächster Titel


Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen
- nicht an Körpern
- nicht an Psychen
- nicht an Maschinen

SPOILER: Wo Soziale Arbeit systematisch scheitert

Ver­wech­slung von sozial und psy­chisch
– Soziale Prob­leme wer­den indi­vid­u­al­isiert.
– Kom­mu­nika­tion, Macht, Zugang und Legit­i­ma­tion wer­den zu „Befind­lichkeit­en“.
– Ergeb­nis: Ther­a­pie statt Struk­tu­rar­beit.
Hil­fe statt Gestal­tung
– Fokus auf Fal­lar­beit, Betreu­ung, Inter­ven­tion.
– Kaum Arbeit an Regeln, Infra­struk­turen, Set­tings.
– Das Soziale wird repari­ert, nicht neu gebaut.
Moralis­che Ueber­ladung
– Soziale Arbeit tritt als gute Instanz auf.
– Kri­tik wird nor­ma­tiv, nicht struk­turell.
– Dis­sens wird päd­a­gogisiert statt gehal­ten.
Angst vor Tech­nik
– Dig­i­tale Infra­struk­turen gel­ten als fremd oder neolib­er­al.
– Kom­mu­nika­tion­stech­nolo­gien wer­den den Plat­tfor­men ueber­lassen.
– Das Soziale im Netz bleibt ungestal­tet.
Angst vor Macht
– Macht wird als etwas Fremdes oder Gefaehrlich­es behan­delt.
– Statt Macht zu analysieren und neu zu verteilen, wird sie ver­mieden.
– Damit bleibt Soziale Arbeit macht­los.
Kurzfrist­logik
– Pro­jek­te, Pro­gramme, Mass­nah­men.
– Kaum langfristige soziale Architek­turen.
– Keine Orte, Medi­en oder Sys­teme, die Zeit aushal­ten.
Verengter Frei­heits­be­griff
– Frei­heit als Schutz des Schwachen.
– Nicht als Ermöglichung von Kon­flikt, Dis­sens und Risiko.
– Agree to Dis­agree wird sel­ten aktiv organ­isiert.
Missver­standene Pro­fes­sion­al­i­taet
– Pro­fes­sionelles Han­deln = richtig han­deln.
– Nicht: Bedin­gun­gen schaf­fen, unter denen Unter­schiedlich­es trag­fae­hig bleibt.
– Das Soziale wird normiert, nicht offen gehal­ten.

Der blinde Fleck
Soziale Arbeit erken­nt men­schliche Zer­brech­lichkeit, aber sie organ­isiert sie nicht sozial, son­dern ver­sucht, sie indi­vidu­ell abzufed­ern.

Map und Matrix

  • #TheLuh­man­n­Map beschreibt das Soziale als Kom­mu­nika­tion.
    Kom­mu­nika­tion ist kontin­gent. Alles kön­nte auch anders sein.
  • #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix eröffnet den Möglichkeit­sraum, in dieser Kontin­genz die vier Mach­tach­sen zu sehen: Jede Frage. Jede Inter­ven­tion. Ent­lang von
    1. Anord­nung → Anar­chie
    2. Zugang → Com­mons
    3. Legit­i­ma­tion → Inklu­sion
    4. Durch­set­zung → Paz­i­fis­mus

Bruch mit der Moderne

Die klas­sis­chen Schulen – Staub-Bernasconi, Thier­sch, Dewe & Otto, Her­riger, Hinte, Kleve, Salomon – alle blieben Kinder der Mod­erne.
Sie woll­ten Diszi­plin wer­den. Sich als Pro­fes­sion pro­fil­ieren. Den Beruf sich­ern. Viele Jobs ermöglichen.
Dazu brauchen sie Adres­sat­en, Klien­ten, Hil­febedürftige. Und kon­nten diese not­falls gle­ich auch selb­st her­stellen (Reto Eug­ster, Die Genese des Klien­ten, 2000).

C. Wolf­gang Müller schrieb einst: “Wie Helfen zum Beruf wurde.“
Ich schrieb später, in vie­len Gespräche mit ihm: “Wie Helfen zum Kom­merz wurde.“
Heute sehen wir Soziale Arbeit als Indus­triezweig.
Sozial­raum als Stan­dort­mar­ket­ing.
Empow­er­ment als lokales Beruhi­gungs­man­age­ment.


The Next Organization Will Not Be Organized

What if Uber did Social Work?
Und wer fällt in Panik, wenn die Idee des Grun­deinkom­mens aus­ge­sprochen wird?

Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen heisst:

  • For­men bauen, die Struk­turen ermöglichen.
  • Struk­turen, die den vier Zie­len der Matrix fol­gen.
  • Zusam­men­leben trans­formieren.

WORK IN PROGRESS

  1. „Wenn du nicht mit deinem Bein im Gefäng­nis stehst, machst du keine soziale Arbeit.“
  2. „Wenn du nach deinem Ein­satz als Sozialar­beit­er nicht mehr über­flüs­sig bist, hast du keine soziale Arbeit gemacht.“
  3. „Soziale Arbeit arbeit­et am Sozialen – nicht an Kör­pern, nicht an Psy­chen, nicht an Maschi­nen.“

Im Grund­studi­um haben sich mir diese drei Sätze in “Kopf, Hand und Herz” gebran­nt. Im Mas­ter­studi­um in Berlin bei Sil­via Staub-Bernasconi und vie­len per­sön­lichen Gesprächen (über einem Bier!) mit C. Wolf­gang Müller kam eine viel fürchter­lichere Erken­nt­nis hinzu:

Soziale Arbeit kann nach Auschwitz nicht mehr naiv tun…

  • Wer helfen will, kann sta­bil­isieren, was hin­ter­fragt, kri­tisiert, offen­siv abgelehnt wer­den muss…
  • Wer ver­wal­tet, kann zum Funk­tion­ieren eines Sys­tems beitra­gen, das Men­schen aus­gren­zt und alles ermöglicht, woge­gen sich Soziale Arbeit richtet…
  • Wer es gut meint…
  • ach…
  • ufff…

du sms, was machst du eigentlich bei den mönchen in mustér?

das werde ich immer wieder gefragt: “du als sozialar­beit­er. als kri­tis­ch­er men­sch. was machst du da oben in den bergen… ich ver­ste­he das nicht…”

ich beginne dann jew­eils meine vier zeichen zu malen…

— + ≠ #

… und meine fre­unde ver­muten zunächst, dass es mir pein­lich sei, dass ich auswe­ichen wolle, dass ich… ;-)))

schau, sage ich: soziale arbeit hat sich im deutschsprachi­gen raum erst nach dem am ende der kul­tur­form der mod­erne als akademis­che diszi­plin durchge­set­zt. sil­via staub-bernasconi — die wohl wichtig­ste vertreterin der soge­nan­nten “Zürcher Schule” — hat als pro­fes­sorin der TU berlin einen uni­ver­sitären mas­ter­lehrgang in sozialer arbeit etablieren kön­nen. mit ihrer emer­i­tierung wurde der lehrstuhl — begrün­det von ihrem vorgänger c. wolf­gang müller — auch gle­ich wieder abgewick­elt. und jen­er, welch­er staub-beer­nasconi einen dick­en sam­mel­band zur ehrung ihres schaf­fens zusam­menge­tra­gen hat, hat unter #Coro­n­aVirus die übel­sten texte und gedanken vor­ge­tra­gen, welche c. wolf­gang müller ins grab getrieben haben: ein desaster.

meine freund:innen sind etzt sich­er: “er will auswe­ichen…”

pro­fes­sionelle soziale arbeit verbindet sehr viel mit der christlichen reli­gion. tat­säch­lich haben viele auf­gaben, welche vorher — vor der ref­or­ma­tion, vor der etablierung der nation­al­staat­en — klöster — nein, nicht nur frauen­klöster, son­dern auf viele der soge­nan­nten #Bet­telor­den — geleis­tet haben. und auch von der herange­hensweise gibt es ähn­lichkeit­en:

die christliche reli­gion denkt gesellschaft radikal “von unten” her: die ver­lier­er, die armen, die kranken…

(die vier macht-dimen­sio­nen nach staub-bernasconi)

(…)

(…)

(…)

Die sogenannte “Züricher Schule”…

Ja, ich riskiere, dass meine Arbeit als eine bes­timmte “Prax­is” funk­tion­al­isiert wird – als „Sys­tem Soziale Arbeit“. Aber: Ich akzep­tiere das nicht als ana­lytis­ches Ende, son­dern als Wider­stand­spunkt. Ich sage: Soziale Arbeit arbeit­et am Sozialen – nicht als Sys­tem, son­dern als Ver­spun­dung eines Möglichkeit­sraumes. (Ver­gl. dazu Kap. 6 in: Piazzzi/Seydel, DIE FORM DER UNRUHE, Band 2, 2010, Junius-Ver­lag Ham­burg.) Ja: Das ist nicht neu­tral, son­dern eine radikale Set­zung. Und genau darin liegt der Bruch mit der Mod­erne. Daran arbeite ich: An der Bes­tim­mung von Ele­menten ein­er näch­sten Kul­tur­form. (so?)

@sms2sms

Willkom­men in meinem Blog und m/einer Darstel­lung von dem, wie ich Soziale Arbeit gestalte und wie ich an Prob­le­men arbeite welche prinzip­iell unlös­bar sind ;-)

Auf­grund von Spam, musste ich die Kom­mentare abstellen. Aber du find­est leicht Kon­takt zu mir. Ver­sprochen ;-)))

Meta-Überblick:

  1. Radikaler Kon­struk­tivis­mus löst den Ref­eren­zial­is­mus auf: Es gibt keine objek­tive Bezug­nahme auf eine Aussen­welt – Beobach­tung basiert auf selb­st­ge­set­zten Axiomen.
  2. #TheLuh­man­n­Map bringt die Kontin­genz des Sozialen und die Idee der Kon­stel­la­tion von Kul­tur­for­men.
  3. Kul­tur­for­men entste­hen als Trans­for­ma­tio­nen von ((Wandel)Wechsel) – sie sind Antworten auf die Kontin­genz des Sozialen.
  4. Soziale Arbeit fragt nach der Form sozialer Räume, die soziale Prob­leme zum Ver­schwinden brin­gen kön­nen (vgl. Wittgen­stein: „Form ist Möglichkeit der Struk­tur“ und „Lösun­gen erken­nt man am Ver­schwinden des Prob­lems“).
  5. #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix benen­nt zur Gestal­tung der Form vier Para­me­ter: Anord­nung, Zugang, Legit­i­ma­tion, Durch­set­zung.

Langsam: Mein Blog ist mein Karten­raum und keine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte. | This Blog in Englisch | هذه المدونة باللغة العربية | 这个博客是中文的 | Ce blog en français | Questo blog in ital­iano | Tgi èn ils inimis da la translaz­i­un auto­mat­i­ca? — Ils medems che #Wikipedia/#Wikidata han odià sco il diav­el l’aua bene­di­da.

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