noti­zen @sms2sms | #Scrip­ted­Cul­tu­re @zhdk kul­tur­öf­fent­lich­keit & digi­ta­li­sie­rung: scriptedculture.com (2018)

DAS IST EIN ZET­TEL­KA­STEN und kei­ne «Publi­ka­ti­on» (so?)
Die Noti­zen sind offen zugäng­li­che Abla­gen und sind nicht auto­ri­siert zur Über­nah­me in Mas­sen­me­di­en. Die Ver­lin­kung ist selbst­ver­ständ­lich ok. Dan­ke für den Link zu Ihren Beob­ach­tun­gen via Twit­ter oder eMail: sms(ät)dfdu.org Ich nutz­te den Kon­text der Kunst­hoch­schu­le mei­ne eige­nen Arbei­ten zu ent­wickeln und mei­ne eige­nen Annah­men expli­zit – und damit der Kri­tik zugäng­lich – machen zu kön­nen. Die Nach­voll­zieh­bar­keit die­ser Noti­zen für ande­re steht nicht im Vor­der­grund. Nein, das ist kei­ne Publi­ka­ti­on. Es gibt vie­le Grün­de, Noti­zen offen zugäng­lich abzu­le­gen. (Bit­te ver­ste­hen Sie mich nicht zu schnell.) Vergl. dazu: Die Form der Unru­he, Band 2, Juni­us Ver­lag Ham­burg 2010. Falls Lese­tex­te (auf Medi­um) ent­ste­hen, wer­de ich die­se hier ver­lin­ken.


Inhalts­ver­zeich­nis zu die­sem Ein­trag

B | Scrip­ted­Cul­tu­re 1 (Noti­zen | Chri­sti­an Demand, Mer­kur Zeit­schrift)
B | Scrip­ted­Cul­tu­re 2 (Noti­zen | Pius Knü­sel, ex Direk­tor Pro Hel­ve­tia, vhszh)
B | Scrip­ted­Cul­tu­re 3 (Noti­zen) | Digi­ta­li­tät und das Muse­um – Com­mu­ni­ty und das Kura­tie­ren von Foto­gra­fie Eine Debat­te um alte und neue Akteur­ver­ständ­nis­se und Para­dig­men in der Kura­ti­on und Ver­mitt­lung von Foto­gra­fie. Mit Urs Sta­hel
B | Scrip­ted­Cul­tu­re 4 (Noti­zen) | Digi­ta­le Kul­tur­öf­fent­lich­keit, der Markt und die Kunst Eine Stand­ort­be­stim­mung in der Fra­ge, ob und wie ein brei­ten­wirk­sa­mer kri­ti­scher Dis­kurs über Kunst in der Digi­ta­li­sie­rung mög­lich ist. Mit Julia Voss, Kunst­kri­ti­ke­rin und Publi­zi­stin Mode­ra­ti­on: Ines Klee­sat­tel
B | Scrip­ted­Cul­tu­re 5 (Noti­zen) | Digi­ta­le Dis­rup­ti­on der Film­öf­fent­lich­keit – das Bei­spiel des Film­fe­sti­vals
Eine Kon­tro­ver­se über die Un/Möglichkeit des Film­fe­sti­vals als Dis­kurs- und
Echo­raum in Zei­ten von Net­flix.
Mit Chri­sti­an Jun­gen, Res­sort­lei­ter Kul­tur NZZ am Sonn­tag
B | Ver­nis­sa­ge
C | Links zu Lese­tex­ten, wel­che in die­ser Zeit ent­stan­den sind.


A | Die eige­ne Per­spek­ti­ve (WORK IN PRO­GRESS)

Wovon ich aus­ge­he (Auch die­se Noti­zen blei­ben in stän­di­ger Über­ar­bei­tung):

1. Die Per­spek­ti­ve der Sozia­len Arbeit

Erklä­run­gen, Hin­wei­se, Links
Sozia­le Arbeit ist Arbeit am Sozia­len
Nicht an Kör­pern
nicht an Psy­chen
Die Unter­schei­dung von phy­sisch-bio­lo­gisch, gedank­lich und sozia­ler «Welt», wel­che sich gegen­sei­tig bedingt, aber nicht voll­stän­dig bestimmt, scheint mir ein plau­si­bler, leicht durch eige­ne Erfah­rung zu über­prü­fen­den Zugang zu sein. Und dies ist zugleich auch das Pro­blem der «Koper­ni­ka­ni­schen Spal­tung» (Ernst Peter Fischer): Der sinn­li­che Zugang «zur Welt» ist mir unum­geh­bar: In der psy­chi­schen für Wahr neh­mung, bin ich mir selbst «das Mass aller Din­ge», frei­lich nicht, weil ich so gut, so spe­zi­ell, so geni­al bin, son­dern weil sich mir kei­ne Alter­na­ti­ve anbie­tet: Das Indi­vi­uum ist sich selbst «Total». In der phy­si­chen Welt hin­ge­gen kann ich mir vor­stel­len, dass die­ses «Ich» auch nichts ande­res ist, als ande­res (Tisch, Berg, Wol­ke) auch. Und in der «Welt» des Sozia­len, ist jenes «tota­le ich» irrele­vant, ver­nach­läs­sig­bar, gänz­lich unbe­deu­tend.»

Ich bin wie­der­legt. (Phy­sisch)
Ich ist das, wozu ande­re Du sagen. (Sozi­al)
Ich bin mir selbst das gröss­te Rät­sel. (Psy­chisch)

Das Sozia­le ist das, was dazwi­schen ist:
Kom­mu­ni­ka­ti­on
Viel­leicht wäre es bes­ser, die­sen Bereich «Aus­tausch» zu nen­nen. Ins­be­son­de­re um «Kopro­duk­ti­on» und «Inter­ak­ti­on» zusätz­lich unter­schei­den zu kön­nen. Allein die Anwe­sen­heit eines Kör­pers hat Wir­kung. Etc. Ich blei­be aber bei dem Begriff «Kom­mu­ni­ka­ti­on», weil mir die­ser ermög­licht, die «radi­kal kon­struk­ti­vi­stisch» Per­spek­ti­ve zu erhal­ten. Es geht also dar­um, dass ich mit dem Begriff «die Per­spek­ti­ve» mei­nes Den­kens andeu­te.
Du kannst nicht nicht unter­schei­den.
Du kannst nicht nicht beob­ach­ten.
Du kannst nicht nicht han­deln.
Unser #Paul­Watz­al­wick rel­oa­ded : Die Axio­me 1–3 begrün­den die Aus­gangs­la­ge von Kom­ple­xi­tät.
Du kannst nicht nicht komu­ni­zie­ren.
Was kom­mu­ni­ziert kom­mu­ni­ziert.
Kom­mu­ni­ka­ti­on kommun­ziert.
nicht Men­schen.
Was bei #Paul­Watz­la­wick noch ein Axi­om war, wur­de in unse­rer refor­mu­lie­rung zu 3×3 Axio­men zu dem, was es längst gewor­den ist: ein Bon­mot. Wich­tig scheint, dass wir durch die prak­ti­sche Erfah­rung von «Com­pu­ter media­ted Com­mu­ni­ca­ti­on» #CMC #CMCz­rh erst so rich­tig zu «ver­ste­hen» ler­nen, was die­se Kom­bi­na­ti­on von Paul Watz­la­wick und Niklas Luh­mann meint. Wer die Sät­ze aus den 60er und 70er Jah­ren bis heu­te nicht begrif­fen hat, muss sich led­li­che an den Com­pu­ter set­zen und es «erle­ben» ;-)
Es geht um Macht & Ermäch­ti­gung.
Es geht um Behin­de­rungs­macht.
Es geht um Begren­zungs­macht.
Das ist ein Klas­si­ker der Sozia­len Arbeit (Sil­via Staub-Ber­nas­co­ni). Im Sozia­len wer­den alle «Aus­stat­tungs­merk­ma­le» zu Mit­teln der Macht. Eben gera­de, weil das Indi­vi­du­um im Sozia­len so irrele­vant ist, muss­te es ja mit dem «Tabu» der unan­tast­bar­keit der Wür­de belegt wer­den. Dass die­ses Tabu nicht genüg­te, ist längst offen­sicht­lich gewor­den. Im Krieg, im Mit­tel­meer, in der Sahel­zo­ne: Wenn die Wür­de des Men­schen unan­tas­bar wäre… Die Dienst­lei­stungs­ge­sell­schaft, die Umfor­mur­lie­rung von Bür­ge­rIn­nen zu «Ich AG«s» etc. haben längst gezeigt, dass das Indi­vi­du­um prä­ka­ri­siert bleibt und dass der Wil­le zum Schutz ein­zel­ner Kör­per höchst selek­tiv geblie­ben ist.
lokal – regio­nal – glo­baltypi­sche Inter­ven­ti­ons­ebe­nen, wel­che für Men­schen nach­voll­zieh­bar sind.

2. Das Mani­fest

(…)

(7) The Next Orga­ni­za­ti­on Will Not Be Orga­ni­zed. #ANARCH­konf

(8) The­re Is No Such Thing As A Next Uni­ver­si­ty. #Next­So­cie­ty

(9) Human Beings Are Use­ful in Net­works or Waste. (vergl. Zyg­munt Bau­man)

(…)

dfdu.org/manifest (Der Ver­such, schnel­le Zugän­ge zu dem zu bau­en, was mir als «rele­van­te Fra­gen» erschei­nen.)

3. Die vier Foli­en vom #medi­en­lǝsɥɔǝʍ

Für eine rasche Ein­füh­rung in die Idee: Ein Video mit Prof. Dr. Dirk Baecker. Ich ver­su­che – so weit es mir mög­lich ist – sei­nen Hin­wei­sen im Anschluss u.v.a. an Niklas Luh­mann, GdG, Kap 2ff zu fol­gen… Als Zei­chen für die vier «Foli­en» nut­ze ich fol­gen­de Sym­bo­le.:

- Spra­che
+ Schrift
Buch­druck
# Com­pu­ter

Mich beein­druckt insb. die Mög­lich­keit, #Neu­zeit, #Auf­klä­rung, #Moder­ne (durch die Folie von ≠ Buch­druck) beschreib­bar – und damit unter­scheid­bar – wird. Damit kön­nen rasch aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen sicht­bar gemacht wer­den. Sozia­le Arbeit ist eine klas­si­sche «Hand­lungs­wis­sen­schaft», wel­che – ähn­lich wie «Public Health» oder auch die Inge­nieurs­kunst – ein «Worst-Case-Den­ken» favo­ri­siert. Mit dem wesent­li­chen Unter­schied, dass der Aus­gangs­punkt von Sozia­ler Arbeit – seit ihrem Pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­be­ginn – eine pro­zes­su­al-syste­mi­sche Her­ans­ge­hens­wei­se erfor­der­lich mach­te. Die für mich wich­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen?

Erst­mal – aus­ser in eso­te­ri­schen, spi­ri­tu­el­len, para­wis­sen­schaft­li­chen Umfel­dern – wird in die­ser Kul­tur­ge­schich­te akzep­tiert, dass nicht nur Men­schen mit­ein­an­der (rele­van­te) Infor­ma­tio­nen aus­tau­schen. Wir bezeich­nen die­sen Umstand mit einer n:n-Kom­mu­ni­ka­ti­on (im Unter­schied zu 1:1, 1:n, n:1‑Settings) Damit öff­net sich «mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on» (Paul Watz­la­wick) für den Aus­tausch mit Maschi­nen, abstrak­ten Din­gen und kon­kre­ten Pro­zes­sen. Die­ses For­schungs­feld wol­len wir #Soci­al­Ro­bo­tics nen­nen. (So könn­te auch der direk­te Bezug zur Teil­nah­me an #Smart­Cu­ra­ti­on gezeigt wer­den.)

4. Das Glos­sar

#medi­en­lǝsɥɔǝʍ – Das Glos­sar (Der Ver­such, ein kon­si­sten­tes Begriffs­vo­ka­bu­lar auf­zu­bau­en.)

5. Gesprä­che & Begeg­nun­gen

1st-Fri­day #SOZI­AL­AR­BEIT-Stamm­tisch 16–18h, Asyl­stras­se 9, 8032 Zürich
(Kei­ne Vor­anmel­dung nötig)

Wenn aktu­ell Pod­casts ent­ste­hen, lege ich die­se auf Sound­cloud ab.

6. Zum Set­ting an der ZhdK

Das kommt mir doch sehr bekannt vor. Vergl. dazu mei­ne aktu­el­le Arbeit an: «Das Kon­vo­lut»


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B | Noti­zen wäh­rend der Teil­nah­me



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#Scrip­ted­Cul­tu­re 1

5. April 2018
Kul­tur, ihre Welt­ein­tei­lun­gen, ihre Akteur­per­spek­ti­ven, ihre Öffent­lich­keitstra­te­gi­en
Mit Chri­sti­an Demand, Jour­na­list und Publi­zist, Her­aus­ge­ber Mer­kur
Mode­ra­ti­on: Rue­di Wid­mer

Links: Chri­sti­an Demand, Mer­kur

Mei­ne Fra­gen in der Vor­be­rei­tung (Auf Grund sei­ner Titel­set­zung):

  • Was meint «Kul­tur»?
  • Der Begriff «Welt»?
  • Akteu­re (als Unter­schei­dung von Pas­seu­re (Pas­si­ve), Zuschau­en­de, … ?) Insze­nie­rung von Hier­ar­chie?
  • Per­spek­ti­vi­tät
  • Was meint «Öffent­lich­keit» unter der Bedin­gung einer Netz­kom­mu­ni­ka­ti­on (aka #Com­pu­ter). (Bzw wie gelingt es, die­se Unter­schei­dung von Massenmedien:Netzkommunikation nicht zu machen?)
  • Stra­te­gie (Zie­le?)

Unter­schei­dun­gen:

Rue­di Wid­mer stellt Chri­sti­an Demand vor:

  • mes­se­stä­de­bau­er
  • …???
  • über­set­zer (portugiesisch:deutsch)
  • absol­vent deut­sche jour­na­li­sten­schu­le
  • pro­fes­sor für kunst­ge­schich­te
  • mer­kur: ana­chro­nis­men? fragt Rue­di… (wie phy­si­sche prä­senz, berufs­be­zeich­nun­gen etc)

Noti­zen zum Input von Chri­sti­an Demand (Die 5 The­sen)

The­se 1

  • alles bleibt gleich, bloss schran­ken fal­len weg? (sub­trak­ti­ons­prin­zip, #dfdu)
  • SELEK­TI­ONs­fil­ter fal­len weg
  • Moment der Ermäch­ti­gung
  • der ein­zel­ne wird zum akteur eines fel­des (Pro­dU­ser)
  • Lese­rin­nen-Höre­rin­nen (öko­no­mi­sie­rung?) digi­ta­li­sie­rung ≠ niveau­ver­lust

The­se 2 (öko­no­mi­sie­rung)

  • abschluss­satz the­se 1 macht vor­be­rei­tung auf the­se 2 öko­no­mi­sie­rung (!)
  • auf­merk­sam­keits­öko­no­mie (öko­no­mi­sches kri­te­ri­um, nicht wis­sen­schaft­lich)
  • «die­ses zeugs ein­fach geklaut wird» (defi­zi­tär)
  • «kei­ne reso­nanz haben» (im inter­net prak­tisch unmög­lich)
  • «neue abhän­gig­kei­ten» (defi­zi­tär)

The­se 3 (mehr auf­wand)

  • Es wird nicht ein­fa­cher, es wird auf­wän­di­ger (defi­zi­tär)
  • (Das Pro­blem der Bio­gra­fi­schen Erzäh­lung)

The­se 4 (mehr auf­wand)

  • «Auf­rü­stung» (aggres­siv, defi­zi­tär)
  • «ein blog eröff­nen ist wie ein hund kau­fen: du musst den stän­dig aus­füh­ren und bist zudem vom tier­schutz beob­ach­tet.» (aggres­siv)
  • (…)

The­se 5

  • gefan­gen ist der unte­schei­dung: dystopisch:utopisch (was ist sein vor­schlag, dem dilem­ma zu ent­kom­men?)
  • (…)

Kom­men­ta­re:

Fra­gen:

Flan­kie­ren­der Votant, Pas­cal Urscheler:

  • Daten­hö­rig­keit – das pro­blem «men­schen glau­ben nicht mehr men­schen»
  • net­flix (die pro­du­zie­ren selbst inhal­te) – spo­ti­fy (rei­ne tech­no­lo­gie)
    net­flix scheint pas­cal ein wich­ti­ge­rer ansatz zu sein
  • «Nach­fra­ge­ori­en­tie­rung» wäre wich­tig…

Jean-Pierre Hoby (NZZ, Direk­tor Kul­tur der Stadt Zürich von 1983 – 2010)

  • möch­te ein näch­ster Play­er ein­füh­ren: «öffent­li­che Hand»
  • bar­ba­ra basting ergänzt und bestärkt
  • es mün­det in eine näch­ste ver­ar­bei­tung des #NoBil­lag trau­mas. hoby freut sich über den aspekt, dass «die men­schen» zah­len wol­len für jour­na­lis­mus… etc. etc.
  • (…)

Mei­ne Fra­gen an Chri­sti­an Demand (Vor­be­rei­tung):

  • A – Die Suche nach Unter­schei­dun­gen, wel­che einen prak­ti­schen Unter­schied machen (Der Ver­such zu Distanzierungen)Das Pro­blem der bio­gra­fi­schen Erzäh­lung gene­riert Unter­schei­dun­gen, wel­che mir mög­li­cher­wei­se kei­nen prak­ti­schen Unter­schied machen in Bezug auf Beschrei­bung und Bear­bei­tung von Her­aus­for­de­rung «auf der Höhe der Zeit»: Das Ein­schies­sen der Elek­tri­fi­zie­rung in die «Mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on» (Paul Watz­al­wick) ist ein sehr sehr lang­fri­sti­ges «Pro­jekt» (Mor­se 1833 als mög­li­ches «Start­da­tum» ;-)Links:
    Demand bezeich­net sich selbst als «Fern­seh­kind».
    2007 hat Swiss­com das linea­re Fern­se­hen pul­ve­ri­siert.
    Vilém Flus­ser hat unter dem Ein­druck von Fern­se­hen die Idee der Tele­ma­ti­schen Gesell­schaft ent­wick­welt.- Unter der Bedin­gung von total­öko­no­mi­sier­ten Ver­hält­nis­sen (in den 00er Jah­ren durf­te so auch im wis­sen­schaft­li­chen kon­text gere­det wer­den!) besteht das Pro­blem, dass die «Bio­gra­fi­sche Erzäh­lung» u.v.a. zur Domi­nanz «der Fra­ge nach Geschäfts­mo­del­len» führt. Die­ses «Jam­mern über den Ver­lust des Busi­ness­plans» ist indi­vi­du­ell nach­voll­zieh­bar, aber umstand­los müs­sig und auch ten­den­zi­ell lang­wei­lig. Jam­mern ist eine Stra­te­gie. Mit­un­ter höchst erfolg­reich. Im Kon­text von wis­sen­schaft­li­chen Theo­rie­über­le­gun­gen aber nicht pro­vo­zie­rend, über­ra­schend, fas­zi­nie­rend etc. Im Gegen­teil: Aus der Per­spek­ti­ve von #medi­en­lǝsɥɔǝʍ, könn­te prä­zis der Ent­zug der öko­no­mi­schen Basis als der eigent­li­che Clou gezeigt wer­den. Jeden­falls lies­se sich das auch in der Tra­di­ti­on der 68er Rhe­to­rik leicht ver­or­ten: Vergl. dazu Ober­hau­ser Mani­fest.- Auf­merk­sam­keitöko­no­mie ist eine an sich kein wis­sen­schaft­lich legi­ti­mier­ba­res Argu­ment. Es geht ja um Kri­tik! Um das For­mu­lie­ren von The­sen und die Verifizierung/Falsifizierung von Über­le­gun­gen. (Genau die­sen «Habi­tus» nutzt Demand mit sei­nen «5 The­sen», wel­che eigent­lich ja gar kei­ne sind. Ein ande­res The­ma ;-) Es geht um die Akzep­tanz der Sub­ver­si­on des bes­se­ren Argu­men­tens. Und da genügt ein ein­zi­ges Feed­back. «Dass sich KEI­NE SAU (Demand) für mei­nen Zet­tel­ka­sten, für mein Blog inter­es­siert, wird in kei­nem Moment zu einem wis­sen­schaft­li­chen Pro­blem.» (Viel­leicht zu eine psy­chi­schen, öko­no­mi­schen etc. etc., aber nicht zu einem Pro­blem im Pro­zess von wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis.) Die Chan­ce im Inter­net zu einem ein­zi­gen Feed­back zu kom­men, ist extrem hoch. (Das ist even­tu­ell ein näch­stes, psy­chi­sche­s­Pro­blem. Aber aus der Per­spek­ti­ve von Neu­zeit, Auf­klä­rung, Moder­ne bloss die Erfül­lung eines uralten Trau­mes, bzw umstand­los DEM auf­klä­re­ri­schen TRAUM: Sape­re aude ;-) Kurz­um: Die nicht-mehr-Akzep­tanz des «bes­se­ren Argu­men­tes» – zu Gun­sten von Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie – ist ein dramti­scher Wech­sel und zu tiefst anti-auf­klä­re­risch… mir scheint: die­ser Weg ist uns ver­sperrt! (So weit ein Distan­zie­rungs­ver­such aus den Kleb­rig­kei­ten auto­bio­gra­fi­schen Erzählungen.)B – Die drei Fra­gen: Drei Hin­wei­se zu einer Radi­ka­li­sie­rung der 5 The­sen:
  • 1. Demand ver­harrt auf der Unter­schei­dung Produzent:Konsument. Das ist nach­voll­zieh­bar aus öko­no­mi­scher Sicht, nicht aber aus den The­sen her­aus. Dort wird der Aspekt der Ermäch­ti­gung expli­zit erkannt.
  • 2. Kon­ver­genz der Datei­for­ma­te: Text, Bild, beweg­tes Bild, Töne… Das wird nicht expli­zit als Vor­teil erkannt. Das ist nach­voll­zieh­bar als Pro­du­zent eines Text­ma­ga­zins, ent­wickelt sich aber nicht aus den The­sen her­aus. (Als Jour­na­list und aus der Akzep­tanz der Erhö­hung der Zugäng­lich­keit von «Daten», «Infor­ma­tio­nen», «Wis­sen» ent­steht ein Inter­es­se an: Sto­ry­tel­ling | Input zhdk 2009.)
  • 3. Was gänz­lich unbe­ach­tet bleibst, ist die Aner­ken­nung von einer histo­risch so noch nie mög­lich gewor­de­ne Mög­lich­keit einer n:n-Kom­mu­ni­ka­ti­on, wel­che «mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on» mas­siv dar­über hin­aus aus­wei­tet. Das ist kei­ne «Zukunft», kei­ne «Visi­on», kei­ne «Opti­on»: Das ist knall­har­te Rea­li­tät. (Dafür bräuch­ten kom­mu­ni­ka­ti­ve Labo­re… ;-)

Reak­ti­on von Chri­sti­an Demand:

  • Das bio­gra­fi­sche in Schutz neh­men. Das bio­gra­fi­sche vs. das anek­to­di­sche abgren­zen: «Ich hal­te mei­ne Erleb­nis­se für Exem­pla­risch.» (ok. das ist nicht der punkt.)
  • Produzent:Konsument – das macht für ihn als MER­KUR macher sinn. (ok. das ist nicht der punkt.)
  • auf 2 und 3 geht er nicht ein.
  • the­se 5: «ich schlies­se mei­ne the­sen durch­aus mit ein: die gedan­ken sind das papier nicht wert». (ok. schön haben wir drü­ber gere­det, so?)

/end

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#Scrip­ted­Cul­tu­re 2

18. April
Kul­tur­öf­fent­lich­keit und digi­ta­le Bil­dung: Was ist eine Biblio­thek?
Mit Pius Knü­sel, Direk­tor Volks­hoch­schu­le Zürich, eh. Direk­tor Pro Hel­ve­tia
Mode­ra­ti­on: Basil Rog­ger
Flan­kie­ren­der Votant: Ste­fan M. Sey­del

noti­zen zu den the­sen

1
was ist wert­voll?
beto­nung des ori­gi­nals? (ori­gi­nal von was?)

knü­sel beant­wor­tet die fra­ge nicht, was denn EIN BUCH sei, was in einer BIBLIO­THEK gela­gert wird…
die fra­ge nach der funk­ti­on wird nicht gestellt.

vergl. letz­te the­se: gene­se von wis­sen

2
frei­er ein­tritt + ruhe. #Ser­vice­Pu­blic
frei­er zugang zu daten, infor­ma­tio­nen, wis­sen

3
biblio­thek als ort – als MODELL – von wan­del. (fin­de ich supr. erle­be ich auch so. rafa­el ball wäre da wirk­lich ein inter­es­san­ter inno­va­tor.)
aber dann wird es gleich wie­der kul­tur­pes­si­mi­stisch: begra­ben

4a
zer­stört
bio­top (bio­lo­gi­stisch, auch abwer­tend, gell?)

4b
die biblio­thek der gegen­wart, müss­te es heis­sen. odr?

pfarr­heim (er kono­tiert es posi­tiv!)

4c
umsor­gen­der staat (posi­tiv oder nega­tiv? unklar)

4d
alles geprüft. (ist wohl zynisch, gell?)

5
neu­es wis­sen gene­rie­ren wäre wich­tig. ist in der biblio­thek aber uner­heb­lich.
zusam­men­fas­sung:

1/5
die fra­ge nach dem medi­en­wech­sel
was war ein buch?
was ist wert­voll?
was ist ein ori­gi­nal?
– ohne theo­rie bleibt das dif­fus ;-)

2
frei­er zugang zu frei­em wis­sen als ser­vice public
– for­de­rung

3
model­le des wan­dels

(ein­fü­gen | mei­ne fra­ge)

das buch ist zunächst ein wurf­ge­schoss (pius knü­sel)

Was ist eine Biblio­thek? (Pius Knü­sel)

Noti­zen

  • schrift­lich­keit wird immer wich­ti­ger
  • vor­her mein­ten wir: audio­vi­sua­li­sie­rung sei das näch­ste gros­se ding. aber dann kam das inter­net…

  • die alten kau­fen noch bücher
  • biblio­the­ken sind für die alten aus­weich­mög­lich­kei­ten, wenn bücher zu teu­er sind etc.

hin­weis auf DOKU ZUG http://www.doku-zug.ch/
– wird der­zeit gera­de «weg­ge­putzt»

ein doku­men­ta­list fasst rafa­el ball zusam­men:
– biblio­the­ken sei­en wis­sen­spei­cher

ein­füh­rung: «das was jetzt pius knü­sel gemacht hat, ist das niveau von rafa­el ball…»

medi­en­kom­pe­tenz:

  • es war ein inter­view von einem journ­li­sten 2016 der nzz
  • der ist voll in panik und hat rafa­el ball ein­fach miss­braucht
  • rafa­el ball im ori­gnal lesen, wäre ein erster schritt
  • die zwei­te bezug­nah­me auf kul­tur­platz srf und ein näch­ster feh­ler…
  • das sind ein­fach kei­ne akzep­tier­ba­ren quel­len…

MEI­NE FRA­GEN:

knü­sel macht die unter­schei­dung eines «vor­her – nach­her» einer biblio­thek. aber was ist eigent­lich der ent­schei­den­de unter­schied?
– kommt dann doch die zei­chen­ket­te «digi­ta­li­sie­rung»?

  • was ist ein buch?
  • was ist eine biblio­thek? (als ort des wan­dels von zugang zu wis­sen)
  • ist die gene­se von wis­sen wei­ter­hin das haupt­an­lie­gen?

Wie auf ein Vor­trag reagiert wird, wel­cher noch nicht gehört wor­den ist?

Was war Bibli­to­hek?
– Schon die Fra­ge ver­rät das miss­ver­stan­de­ne. Es wird so getan, als wäre das, was uns jetzt erscheint – hier die biblio­thek -, zwar etwas gänz­lich ande­res sei, aber eben doch bloss in der erschei­nung… dar­un­ter, dahin­ter – wenn ganz gründ­lich geschaut wür­de! – die­ses so ver­wir­rend ande­re, eben doch bloss eine fort­set­zung eines frü­he­ren, die fort­set­zung eines davo­ri­gen, eine über­ra­schend krea­tiv näch­ste varia­ti­on eines noch älte­ren sei…

das hoff­ten sich die bischö­fe auch. wenn sie auf die druckerzeug­nis­se der pro­te­stan­ten guck­ten. aber wie wir heu­te wis­sen: es war eben doch etwas ande­res. (nein: etwas ande­res. NEIN: etwas ANDE­RES. NEIN ETWAS ANDERS und anders als so.)

schlim­mer noch: die bischö­fe warn­ten uns. immer­hin: wer hat den jun­gen pro­fes­so­ren der neu­esten uni­ver­si­tä­ten grie­chisch, latei­nisch, mathe­ma­tisch gelernt? es waren die klo­ster­schu­len. selbst­ver­ständ­lich. wer hat­ten die­sen jun­gen gebil­de­ten den­ken, logik, kri­tik bei­gebracht? selbst­ver­ständ­lich: es waren die klo­ster­schu­len. lesen, schrei­ben, rech­nen: ein lächer­li­cher kanon im ver­gleich zu den sie­ben frei­en kün­sten. eine lächer­li­cher abklatsch… und sie warn­ten uns. die bischö­fe.

hun­der­te von jah­ren, konn­te dies böse macht­kir­che gesell­schaft­li­che ent­wick­lung kon­zen­tie­ren. gröss­te kul­tu­rel­le ent­wick­lun­gen wur­den ermög­licht. in archi­tek­tur, bil­den­der kunst, musik, lite­ra­tur… was dage­gen konn­te 200 jah­re neu­zeit, auf­klä­rung, moder­ne? kei­ne hun­dert jah­re brauch­ten die­se modi­schen moden, bis sie die klein­sten ato­me spal­te­ten und aus­flü­ge zu den fer­nen ster­nen rea­li­sier­ten… sie haben uns gewarnt, die bischö­fe, pfaf­fen, päp­ste…

die klö­ster­li­che biblio­thek wur­de zu einer uni­ver­si­tä­ren biblio­thek: aus der see­len­apo­the­ke wur­de ein archiv der kon­tin­genz: alles ist anders mög­lich. PäNG.

das war biblio­thek. jetzt geht es anders wei­ter. GOTT SEI DANK ;-)

Vorbereitung/Links:
WAS WAR BIBLIO­THEK?

ein votant spricht stu­die­ren­de als kun­den an… ;-)))

rue­di wid­mer fasst zusam­men…
#NoBil­lag ste­he noch immer im raum. die the­men, wel­che dort nicht wei­ter ange­spro­chen wor­den sei…
das «niveau-rafa­el-ball»… ein kampf um deu­tungs­ho­heit…

pius knü­sel reagiert auf: «ord­nungs­po­li­tik»
– ob gegen­be­we­gun­gen rechts oder links sind, ist mir eigent­lich egal. aber es braucht gegen­be­we­gun­gen (pius knü­sel)

Unser Bei­trag 2012/Potsdam: Stadt der Strö­me (Kon­gress der Biblio­theks­wis­sen­schaf­ten)

(…)

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#Scrip­ted­Cul­tu­re 3

26. April
Digi­ta­li­tät und das Muse­um – Com­mu­ni­ty und das Kura­tie­ren von Foto­gra­fie
Mit Urs Sta­hel, frei­er Foto-Kura­tor und Publi­zist, Dozent ZHdK
Mode­ra­ti­on: Rue­di Wid­mer

rue­di wid­mer macht einen (span­nen­den) über­gang von #Scrip­ted­Cul­tu­re 2 und 3

1 | noch so ein sieg und wir sind ver­lo­ren #phyr­rus­sieg

bsp kod­ak: hoff­nung «digi­ta­li­sie­rung» könn­te so etwas sein wie «pola­ro­id»: ein neben­her für lai­en, fürs expe­ri­men­tel­le, fürs spon­ta­ne…

bil­der machen:
– geht es nur um die men­ge?
– geht es um on/offline?

«kom­ple­xe bil­der»

«kom­ple­xe aus­stel­lun­gen»

«schnel­le bil­der» beschos­sen wer­den

nicht mehr fähig sein, weil über­sät­tigt…

«schein­bar gibt es leu­te, die sol­che bil­der (auf insta­gram) 18 stun­den am tag anschau­en»

ufff #AIBS

2 | «pro­pa­gan­da ohne den ton von pro­pa­gan­da»

  • wort­mel­dung
  • von wem?
  • darf er spre­chen oder nicht?
  • plötz­lich die­ses #Smart­Cu­ra­ti­on the­ma
  • GANZ GROS­SES KINO

3 | statt…

«alles wird foto­gra­fiert»
– weni­ger zeit zum den­ken, lie­ben, wis­sen anzu­eig­nen…

nicht mehr ästhe­ti­sche ansprü­che

eher sozia­le funk­ti­on

das «ursprüng­li­che» gespräch erset­zen…

«com­mu­ni­ca­ti­on is all»

4 | #medi­en­kom­pe­ten (als stra­te­gie des hier­ar­chie-erhalts, erneue­rung, bestä­ti­gung… etc.)

  • der spre­cher aus dem inter­net nimmt sich jetzt doch das wort
  • wun­der­bar :-)))

in bezug auf 1: wenn: dann ein sieg über NICHT wis­sen, NICHT kom­mu­ni­ka­ti­on… etc. es wäre ange­mes­se­ner als eine AUS­WEI­TUNG EINER KUL­TUR zu erken­nen… (auf­klä­rung, etc.)

bil­der als kom­mu­ni­ka­ti­ons­frag­men­te

ico­nic turn: https://de.wikipedia.org/wiki/Ikonische_Wende 

peter: aus­wei­tung eines kul­tu­rel­len pro­gramms

die drucker­pres­se -

sel­fie -

kul­tur­pes­si­mis­mus war nicht MEIN vor­wurf…
naiv woll­te ich nicht wir­ken…

ablen­kung?
– wer kei­ne pra­xis hat, könn­te dar­auf kom­men, dass soci­al media/internet/etc. sehr schnell sein könn­te…

auf­merk­sam­keits­öko­no­mie?
- ist ein öko­no­mi­sches argu­ment
– das inter­es­siert mich auch nicht

das bild als uni­ver­sal­spra­che (peter)

wie­vie­le leu­te erreicht das?
– öko­no­mi­sches argu­ment

was ver­ste­hen wir über­haupt von die­sen bil­dern?
– medi­en­kom­pe­tenz als mit­tel zur hier­ar­chie­bil­dung

sen­der – emp­fän­ger
– das hat elek­tri­zi­tät gelöscht: #Paul­Watz­la­wick

bil­der sind schwach kodiert
– eben gera­de dar­um eig­ne­nen sie sich bes­ser als pro­jek­ti­on von «universal/global?/sprache»… «volks­spra­che» (urs sta­hel)
– pik­to­gramm https://de.wikipedia.org/wiki/Piktogramm

das glei­che sehen
– was meint «gleich»?!?

wir müs­sen wis­sen, dass wir wis­sen, dass wir nicht das glei­che wis­sen

nein. die­se her­aus­for­de­rung kann über die unter­schei­dung jung/alt nicht gefasst wer­den… #Scrip­ted­Cul­tu­re 3

als hät­ten wir kei­nen «radi­ka­len kon­struk­ti­vis­mus», solip­si­mus etc. etc. dis­ku­tiert…

die bil­der wer­den heu­te wich­tig?
waren frü­her nicht wich­tig?

  • sich kein bild machen von gott
  • bil­der­sturm

das kon­zept der hyperaf­fir­ma­ti­on wur­de noch gar nicht ver­stan­den ;-)
als sozi­al­ar­bei­ter ver­ste­he ich es als eine art von «arbeit am sozia­len»
#medi­en­lǝsɥɔǝʍ kön­nen als trei­ber von «meta­mor­pho­sen der sozia­len fra­gen» (robert castel) ver­stan­den wer­den

der pro­fes­sor meint:

  • man muss die unter­schei­dung «künstlerisches/laien» bild aus prag­ma­ti­schen grün­den machen…
  • für mich ist arnold schwar­zen­eg­ger kunst @joergscheller1
  • von der wert­schöp­fung her den­ken…

das bild war schon immer wich­tig
und es war schon immer klar, dass das auge das schwäch­ste, das ver­füh­re­risch­ste, das tau­schungs­willgs­te mensch­li­che organ ist.
«du sollst dir kein bild­nis machen «- kop­pe­lung mit dem gol­de­nen kalb

ökoni­misch-prag­ma­tisch
wis­sen­schaft­lich-ana­ly­tisch-seman­tisch

bild gleicht sich text­nut­zung an

sel­fie­for­schung – joerg schel­ler
– du foto­gra­fierst ein sel­fie (eine pose, wel­che für sel­fies bekannt sein)

#meta­da­ten

digi­ta­li­sie­rung ist eine tech­nik
nichts ande­res als die drucker­pres­se
(jean-pierre hoby)
es ist an uns, einen weg zu fin­den, was gute/schlechte bil­der sind

joerg will eine unter­schei­dung digital/analog ein­füh­ren :-)))

ein­wurf: com­mu­ni­ty kam auch nicht vor…

vor­be­rei­tung:

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#Scrip­ted­Cul­tu­re 4

3. Mai
Digi­ta­le Kul­tur­öf­fent­lich­keit, der Markt und die Kunst
Mit Julia Voss, Kunst­kri­ti­ke­rin und Publi­zi­stin
Mode­ra­ti­on: Ines Klee­sat­tel

mei­ne Noti­zen:

ps: heu­te (wie­der­um) kei­ne ein­zi­ge per­son aus­ser­halb des rau­mes «anwe­send»…

(zuerst läuft die prä­sen­ta­ti­on am mac nicht. dann kommt echo von face­book live.)

vor­stel­le­rin und red­ne­rin erwäh­nen nament­lich, mit wem sie dis­ku­tie­ren wol­len. (das publi­kum? naja… auch…)

(pro­ble­me mit der prä­sen­ta­ti­on)

es sei­en zwei sti­le ent­wickelt wor­ten:

  • serie
  • post-inter­net-art

mus­sen als news/medienplattformen

(sie zeigt eine insta­gram sei­te – kurz vor schluss. eine stu­di­en­tin mit kunst­kri­tik… 2do suchen!)

FRA­GEN von den «offi­zi­el­len fra­ge­rin­nen»:
– sie stei­gen auf die fra­ge 3 ein.
– die inno­va­tiv­ste idee: eine kom­men­tar­spal­te auf dem hoch­schul­blog ;-)
– «wir füh­len uns – als hoch­schul­profs – nicht «equi­ped» – um im inter­net aktiv zu sein» … gleich­zei­tig sagen sie, dass die kin­der am smart­pho­ne unter­wegs sei­en…

den twit­ter-feed bespie­len, das kann schon jeder… aber…

  • war­um tut man es?
  • wofür?

der mar­ke­ting-mann erklärt, dass es halt mar­ke­ting brau­che, ziel­grup­pen bestim­men… das töne jetzt sehr wis­sen­schaft­lich…  ich fall vom stuhl…

neue for­ma­te ent­wickeln voss: «schnell und wen­dig» (weil die defi­ni­ti­on #kunst – die funk­ti­on ist nicht geklärt)

voss hat sich jetzt mit einem wirt­schafts­ju­ri­sten zusam­men­ge­tan um eine neu­es pro­jekt zu lacie­ren…

ableh­nung von the­se 1

«die fra­ge ist ja immer: was bestimmt die märk­te»

die öko­no­mi­sie­rung des inter­nets wur­de in der pha­se web 2.0 mit «bou­le­var­di­sie­rung» und «platt­for­mi­sie­rung» beant­wor­tet. (im «westen»)

das #set­ting als selbst-erfül­len­de-pro­he­zei­ung. #Smart­Set­ting

 

jean-pierre hoby – ver­tei­di­ger des UNI­KATS… er hat ACCESS von rif­kin nicht gele­sen ;-)
– das hat alles gar nicht mehr mit kunst zu tun.

so kann ich ein­stei­gen:
– ein­ver­stan­den mit jean-pierre hoby: es hat nichts mehr mit kunst tun. weil öko­no­mi­siert bazon brock. harald falcken­berg: aus dem maschi­nen­raum der kunst 2007
– nicht ein­ver­stan­den: es geht nicht mehr ums uni­kat: es geht um ande­res. access… 2000
– das schliesst an dis­kus­si­on vom letz­ten mal an: aktu­el­le phä­no­me als eine kon­se­quen­te, hyperaf­fi­ne wei­ter­füh­rung… bsp: selbst­por­trait – sel­fie etc.
– was ist kunst? die zei­chen­ket­te digi­ta­li­sie­rung führt nir­gends hin… digi­ta­le kunst, digi­ta­le gesell­schaft, digi­tal medi­en… das ist weni­ger quatsch, als dass es umstand­los quatsch gene­riert…
– mög­li­che fra­ge: war­um akzep­tie­ren sie die kunst in der form der öko­no­mi­sie­rung? die fra­ge nach der FUNK­TI­ON von kunst, wür­de mE wei­ter füh­ren.… sie machen ja die öff­nung über «modern» 2 sti­le – barock vie­le -

(habe mich zwar gemel­det, sie hat mich zwar notiert. jetzt ist aber schluss. sie reden unter sich…)

 

 

mei­ne Fra­gen:

 

 

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#Scrip­ted­Cul­tu­re 5

14. Juni (ZHdK Raum 5.K04)
Digi­ta­le Dis­rup­ti­on der Film­öf­fent­lich­keit – das Bei­spiel des Film­fe­sti­vals
Mit Chri­sti­an Jun­gen, Res­sort­lei­ter Kul­tur NZZ am Sonn­tag
Mode­ra­ti­on: Rue­di Wid­mer

chri­sti­an jun­gen war gestern noch in los ange­les. er ist sicht­lich beein­druckt von jenen tagen. auch vor dem live-stream sprach er von den erleb­nis­sen…

was es frü­her war:
ein festi­val war ein­mal ein ort der ent­deckun­gen…
es war ein­mal eine platt­form, wo sich die sze­ne tref­fen konn­te…
die film­ma­cher gin­gen ans festi­val, um von der mas­sen­me­dia­len auf­merk­sam­keit zu erhal­ten…

was frü­her die inter­es­sen waren:
festi­vals wur­den aus poli­ti­schen und tou­ri­sti­schen grün­den erfun­den… heu­te insb. stand­ort­mar­ke­ting.

aktu­el­le reak­ti­on:
festi­vals als brands… MEHR DES SEL­BEN… wan­del 1. ord­nung

über­hit­zung ver­mei­den
– auf­merk­sam­keits­öko­no­mie

event mit added value…

was dar­an ist ver­tei­di­gungs­wür­dig?
- eben

#DIS­RUP­TI­ON:

  • film wird als medi­um irri­ta­ti­ons­los gestützt
  • der begriff #digi­ta­li­sie­rung wird irri­ta­ti­ons­los genutzt.
  • der unter­schied von produzent:konsument wird irri­ta­ti­ons­los genutzt.
  • die funk­ti­on jour­na­list als kri­ti­ker und gate­kee­per wird pro­ble­ma­ti­siert. (geht glaubs rich­tung: wir wer­den mani­pu­liert von den festi­vals. gebt uns geld, damit wir wei­ter­hin kri­tisch berich­te kön­nen, so?)
  • es scheint kei­ne poli­ti­schen fra­gen oder anlie­gen zu geben: es ist eine star­ke aus­ein­an­der­set­zung mit öko­no­mi­schen fra­gen…

jetzt kommt doch noch zu «the long tail»… es könn­te also um viel­falt gehen…

 

 

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15. Juni, 18h Buch­ver­nis­sa­ge

(…)


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C | Links zu Lese­tex­ten, wel­che in die­ser Zeit ent­stan­den sind

  1. #Smart­Set­ting: Archiv: Vor­gän­ger­mo­dul: Was war Kri­tik? (2017)
  2. #Scrip­ted­Cul­tu­re 1: Eine suprkr­ze Geschich­te des bes­se­ren Argu­men­tes (Medi­um)
  3. #Scrip­ted­Cul­tu­re 2: Was war Biblio­thek? (Medi­um)
  4. #Scrip­ted­Cul­tu­re 1÷2÷3: Das Mär­chen vom Krieg (Medi­um)
  5. #Scrip­ted­Cul­tu­re 3: Was war ein Bild? (Medi­um)
  6. #Scrip­ted­Cul­tu­re 4: Was war Kunst? (Medi­um)
  7. #Scrip­ted­Cul­tu­re 5: Was war Film? (Medi­um
  8. #Smart­Set­ting: m/ein Vor­schlag für eine Fort­set­zung

/end


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