Volksinitiative #LebensraumAlpen

Vorschlag: Eidgenössische Volksinitiative #LebensraumAlpen
“Für die effektive Nutzung von Wohnraum in den Alpenregionen”

(Erster Entwurf zur Diskus­sion am 19. Okto­ber 2024 in Dissentis/Mustér mit Prof. Ste­fan Forster, @zhaw Leitung Forschungs­bere­ich Touris­mus und nach­haltige Entwick­lung, Wer­gen­stein und Präsi­dent “uni­un medeli­na”)

Die Bun­desver­fas­sung wird wie fol­gt geän­dert:

Art. 108a Effek­tive Nutzung von Wohn­raum in Alpen­re­gio­nen

  1. Der Bund trifft Mass­nah­men zur Sich­er­stel­lung der effek­tiv­en Nutzung von dauer­haft leer­ste­hen­den Woh­nun­gen und ungenutzten Häusern in den Alpen­re­gio­nen.
  2. Ziel ist es, der lokalen Bevölkerung angemesse­nen und bezahlbaren Wohn­raum zu ermöglichen sowie die nach­haltige Entwick­lung der Bergge­mein­den zu unter­stützen.
  3. Das Gesetz regelt ins­beson­dere: a) die Verpflich­tung zur Nutzung oder Weit­er­gabe von dauer­haft leer­ste­hen­dem Wohn­raum; b) die Bedin­gun­gen und Ver­fahren für die Enteig­nung von dauer­haft ungenutzten Immo­bilien; c) die Förderung des Rück­baus von ungenutzten Gebäu­den zugun­sten ökol­o­gis­ch­er oder gemein­nütziger Pro­jek­te; d) die Modal­itäten der Entschädi­gung und rechtlichen Ver­fahren.
#Leben­srau­mAlpen

märz 2026: unterstützung von einem meiner lieblingsateliers:

Architek­tur gegen Architek­tur: Ein Man­i­fest

In der Welt der Architek­tur ist etwas im Gange.
Aufrufe, das Bauen zu stop­pen, der Nieder­gang der Starar­chitek­ten, die Bil­dung von Gew­erkschaften, Appelle, die Eigen­tumsver­hält­nisse von Architek­tur­büros zu verän­dern, Nutzer, die nicht länger ignori­ert wer­den wollen, der Vor­marsch von KI, die unhalt­bare Autorität von Architek­ten weit über das Rentenal­ter hin­aus, ikonis­che Gebäude, die in Geld­wäsche ver­wick­elt sind, renom­mierte Büros, die dafür kri­tisiert wer­den, für Dik­ta­toren zu arbeit­en, öffentliche Entschuldigun­gen von Aushängeschildern und so weit­er.
Die Architek­tur als Pro­fes­sion befind­et sich derzeit im Krieg. Grotesk erscheinen die ikonis­chen Bauw­erke, die das ein­undzwanzig­ste Jahrhun­dert geprägt haben, fehlgeleit­et die über­steigerte Wertschätzung für jene, die sie her­vor­brin­gen, und verge­blich der unbeir­rte Glaube, dass Architek­tur in ihrer gegen­wär­ti­gen Form – trotz aller gegen­teili­gen Evi­denz – weit­er­hin eine Kraft des Guten darstellt.

All­ge­gen­wär­tig ist das Lip­pen­beken­nt­nis zu guten Anliegen. Welch­er Architekt hat nicht ein tiefes Bewusst­sein für Umwelt­fra­gen bekun­det? Welch­er Architekt teilt nicht eine tiefe Sorge um die Men­schen? Welch­er Architekt hat nicht ver­sucht, den Benachteiligten zu helfen? Welch­er Architekt hat sich nicht kür­zlich entschuldigt?
Je umfan­gre­ich­er die Demon­stra­tio­nen von Tugend seit­ens der Architek­ten, desto bekla­genswert­er der Zus­tand der Architek­tur. Wie kon­nte eine Diszi­plin, die sich so nach­drück­lich der Mod­ernisierung ver­schrieben hat, selb­st so hart­näck­ig dage­gen resistent wer­den, mod­ernisiert zu wer­den?

Um die Block­ade zu durch­brechen, müssen zwei Dinge anerkan­nt wer­den:

  1. Architek­tur in ihrer gegen­wär­ti­gen Form hat jegliche Glaub­würdigkeit ver­loren.
  2. Es ist höch­ste Zeit, dass Architek­ten offen, vor den Augen der ganzen Welt, einen Neuan­fang wagen. Wenn Architek­ten rel­e­vant bleiben wollen, muss Architek­tur voll­ständig neu erfun­den wer­den.

Zu diesem Zweck bietet dieses Buch fol­gen­des zweit­eiliges Man­i­fest:

Teil I, „Architek­ten“, behan­delt die längst über­fäl­lige Neuor­gan­i­sa­tion der architek­tonis­chen Prax­is selb­st. Es würde Architek­ten gut­tun, wenn sie, bevor sie anderen predi­gen, ihr eigenes Haus in Ord­nung brin­gen.

Teil II, „Architek­tur“, fordert eine Neuaus­rich­tung der Anliegen von Architek­ten auf die drän­gen­den Prob­leme der Welt ins­ge­samt. Die Welt ist nicht auf Architek­tur angewiesen; Architek­tur ist auf die Welt angewiesen.

„Die Wis­senschaft erken­nt nun, dass für alle genug vorhan­den sein kann – aber nur, wenn die Zäune der Sou­veränität voll­ständig ent­fer­nt wer­den!“ Im Kon­text wach­sender Ungle­ich­heit, ein­er poli­tis­chen Kul­tur im Nieder­gang und der immer dringlicheren Auswirkun­gen des Kli­mawan­dels klin­gen Richard Buck­min­ster Fullers Worte heute mehr denn je nach. Während­dessen dreht sich die Welt weit­er, so auch die Welt der Architek­tur – Geisel fest­ge­fahren­er Inter­essen und der schein­bar unau­flös­baren Kon­flik­te zwis­chen ihnen. Was ist zu tun? Die vierzehn Kapi­tel dieses Buch­es unter­suchen die logis­chen Schlussfol­gerun­gen, die von den bren­nen­den Fra­gen unser­er Zeit, den schwieri­gen Entschei­dun­gen, die vor uns liegen, und dem Hand­lungsweg, der daraus fol­gen muss, erzwun­gen wer­den.