#chatGPT versucht dem sozialarbeiter zu erklären, was in diesen stunden aufgeflogen ist… muss es später lesen… bin in pause… (so?)
4. Mai 2026

Timeline
- 1985
Martin Ebner gründet die BZ Bank. Die Bank ist Werkzeug für Beteiligungen. - 1990er
Ebner wird „Pionier des Shareholder Value“ und „Corporate Raider“.
Er kauft sich ein, greift ein, setzt Wert durch. - Struktur
Wert entsteht über Bewertung, Kapitalentscheide und Einfluss.
Dort liegen die Konflikte. - 2001–2003
Crash.
Das System bricht ein, die Logik bleibt. - 2003–2020
Weiterarbeit im kleineren Rahmen.
Gleiche Mechanik, weniger sichtbar. - 2022
Die Graubündner Kantonalbank steigt bei der BZ Bank ein.
Strategische Öffnung unter Fanconi. - 2025
Vollübernahme.
Ein staatlich abgesichertes Institut integriert ein privates Beteiligungssystem. - 2026
Klage über mehrere hundert Millionen.
Der Streit betrifft genau diese Mechaniken. - Staatsgarantie
Der Kanton steht hinter der Bank.
Risiko bleibt operativ privat – wird im Extremfall öffentlich getragen.
Vorstellung
Martin Ebner denkt vom Eigentum her. Wer Anteile hält, bestimmt. Unternehmen sind für ihn keine gewachsenen Organismen, sondern veränderbare Konstruktionen. Er kauft sich hinein, verschiebt Kräfteverhältnisse, setzt Management unter Druck, definiert neu, was als Wert gilt. So wurde er zum „Pionier des Shareholder Value“ – und zum „Corporate Raider“. Beides meint dasselbe aus zwei Blickwinkeln: Wert entsteht nicht einfach, er wird durchgesetzt.
Peter Fanconi denkt vom Fluss her. Kapital soll dorthin gelangen, wo es fehlt – und dort Wirkung entfalten. Nicht nur Rendite, auch Veränderung wird zum Ziel. Mikrofinanz, Entwicklungsprojekte, Impact Investing: Er baut Strukturen, in denen soziale Probleme in investierbare Formen übersetzt werden. Deshalb ist er ein „Pionier des Impact Investing“ und ein „Übersetzer von Wirkung in Kapitalmarktlogik“. Auch hier gilt: Wirkung entsteht nicht einfach, sie wird strukturiert.
Neben ihnen tritt eine dritte Figur auf – ohne Gesicht. Hier wird nicht Wert durchgesetzt und nicht Wirkung strukturiert, sondern Risiko verlagert. Entscheidungen bleiben privat, ihre Grenze ist kollektiv garantiert. Die Logik verschiebt sich: Der Markt entscheidet, der Staat sichert. Rendite bleibt privat, ihre Rückversicherung wird öffentlich.
Arbeit am Sozialen
Der Sozialarbeiter beobachtet nicht Empörung, sondern Verschiebung. Er sieht, wie Kapital sich unter staatlichem Schutz bewegt und dabei entscheidet, was als Risiko gilt – und was nicht mehr als Risiko erscheint. Zugänge öffnen sich für jene, die in diese Logik passen; sie schliessen sich für jene, deren Leben nicht investierbar wird. Sichtbar wird nicht das, was ist, sondern das, was bewertet werden kann. Und getragen wird nicht dort, wo entschieden wird, sondern dort, wo die Garantie greift. In dieser Form zeigt sich kein Ausrutscher, sondern ein Übergang: Eine Ordnung, die sich noch als Markt versteht, funktioniert bereits als abgesicherte Struktur.
Eine kurze Geschichte wie sich der Staat als #Eierlegendewollmilchsau ausweiden liess.
Eine kurze Geschichte, wie sich der Staat zur eierlegenden Wollmilchsau ausweiden liess:
Am Anfang stand eine saubere Unterscheidung. Der Markt entscheidet, der Staat setzt den Rahmen. Risiko gehört denen, die es eingehen. Gewinn gehört denen, die ihn erzielen. Verantwortung ist zuordenbar.
Dann verschob sich die Praxis. Kapital begann, Wert nicht nur zu finden, sondern zu definieren. Bewertungen wurden zu Entscheidungen. Einfluss wurde zur Methode. Mit jeder Krise wurde sichtbar, dass diese Entscheidungen Folgen hatten, die über einzelne Akteure hinausgingen.
Der Staat trat hinzu – zunächst als Ausnahme. Stabilisieren, sichern, Vertrauen herstellen. Nicht eingreifen, nur halten. Doch jede Sicherung veränderte die Struktur. Was als temporäre Massnahme gedacht war, wurde zur Bedingung weiterer Entscheidungen.
Kapital lernte schnell. Risiko musste nicht verschwinden, es musste nur tragbar werden. Tragbar wurde es, wenn seine Grenze nicht mehr individuell verlief, sondern kollektiv abgesichert war. Entscheidungen blieben privat, ihre Konsequenzen wurden teilbar.
So entstand eine neue Form. Der Markt blieb sichtbar, der Staat wirkte im Hintergrund. Wert wurde weiterhin durchgesetzt, Wirkung weiterhin organisiert – aber Risiko wurde verlagert. Nicht aufgehoben, sondern verteilt.
Der Staat wurde zur eierlegenden Wollmilchsau. Er sollte ermöglichen, absichern, stabilisieren – und dabei unsichtbar bleiben. Kein Gegenüber mehr, sondern Voraussetzung.
Am Ende steht keine Fehlentscheidung. Es steht eine Form, die sich selbst stabilisiert, indem sie ihre Risiken kollektiv trägt. Was als privates Risiko erscheint, ist längst eine öffentliche Verpflichtung.


MANN KANN SICH AUCH DUMM STELLEN. DAS GEHT. (SO?)
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https://www.republik.ch/2018/04/24/das-kartell-teil-1-der-aussteiger
