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Wenn der Export von Medikamenten nach Brasilien erleichtert wird – warum soll ein Bergbauer in Tujetsch, Lumnezia oder Mustér dafür den Preis bezahlen? Genau deshalb sind regionale Autarkie, Resilienz und Handlungsspielräume keine Romantik, sondern eine Frage politischer Souveränität.

worum es geht?
Die Schweiz hat mit den Mer­co­sur-Staat­en (Brasilien, Argen­tinien, Paraguay, Uruguay) ein Frei­han­delsabkom­men aus­ge­han­delt. Die Exportwirtschaft erhält besseren Mark­tzu­gang, die Land­wirtschaft befürchtet zusät­zlichen Konkur­ren­z­druck durch Agrarim­porte.

warum es wichtig ist?
Der Deal zeigt, wie nationale Gewinne und lokale Kosten unter­schiedlich verteilt wer­den. Wer prof­i­tiert von der Öff­nung – und wer trägt die Fol­gen?

kon­tex­tu­al­isierung
Der Kon­flikt ver­läuft nicht zwis­chen der Schweiz und Südameri­ka. Er ver­läuft zwis­chen unter­schiedlichen Inter­essen auf bei­den Seit­en. Exportin­dus­trien prof­i­tieren. Kleinere land­wirtschaftliche Betriebe ger­at­en unter Druck. Der Berg­bauer in der Sur­sel­va und der Klein­bauer im brasil­ian­is­chen Hin­ter­land haben möglicher­weise mehr gemein­same Inter­essen als ihre jew­eili­gen Exporteliten.

links
Ver­han­dler (Schweiz): https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/Wirtschaftsbeziehungen/Freihandelsabkommen/partner_fha/partner_weltweit/mercosur.html
Betrof­fene (Schweiz): https://www.sbv-usp.ch
Ver­han­dler (Mer­co­sur): https://www.mercosur.int
Betrof­fene (inter­na­tion­al): https://viacampesina.org/en/