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Palantir ist nirgends so tief in die informationelle Infrastruktur integriert wie in der Schweiz – und die öffentliche Debatte darüber findet fast ausschliesslich im Ausland statt.

worum es geht?
Britis­che Par­la­men­tari­er fordern die Kündi­gung von Verträ­gen mit Palan­tir. Sie kri­tisieren den Ein­fluss des US-Konz­erns auf staatliche Infor­ma­tion­ssys­teme und stellen die Präsenz des Unternehmens im öffentlichen Sek­tor grund­sät­zlich infrage.

warum es wichtig ist?
Wer die Infor­ma­tion­sin­fra­struk­tur kon­trol­liert, kon­trol­liert nicht nur Dat­en, son­dern zunehmend auch Entschei­dun­gen. Die Frage lautet nicht mehr, wer Infor­ma­tio­nen besitzt, son­dern über welche Sys­teme Ver­wal­tung, Gesund­heit, Sicher­heit und Poli­tik Infor­ma­tio­nen ver­ar­beit­en.

kon­tex­tu­al­isierung
Die Debat­te wird oft als Daten­schutzfrage insze­niert. Tat­säch­lich geht es um dig­i­tale Sou­veränität. Gross­bri­tan­nien disku­tiert offen über die Abhängigkeit von Palan­tir. In der Schweiz sind ver­gle­ich­bare Fra­gen beson­ders brisant, weil staatliche, mil­itärische, gesund­heitliche und ver­wal­tung­stech­nis­che Infor­ma­tion­ssys­teme bere­its stark dig­i­tal­isiert und miteinan­der ver­net­zt sind. Der eigentliche Kon­flikt ver­läuft nicht zwis­chen Daten­schutz und Effizienz, son­dern zwis­chen fremder und eigen­er Gestal­tungs­macht über die gesellschaftliche Infor­ma­tion­sin­fra­struk­tur.

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