#accents007

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Wenn Sozialismus gescheitert ist, braucht es offenbar mehr Sozialismus. Der grösste #Watzlawitz seit #Watzlawick: Wenn Problemlösungen zum Problem selbst werden.

Worum es geht?
Der japanis­che Philosoph Kohei Saito fordert in der WOZ einen «dun­klen Sozial­is­mus». Krieg, Kli­makrise, Plat­tfor­m­macht und soziale Spal­tung deutet er als Symp­tome eines unterge­hen­den Kap­i­tal­is­mus. Seine Antwort: mehr Pla­nung, mehr Verge­sellschaf­tung, mehr demokratis­che Kon­trolle der Wirtschaft und eine ökol­o­gis­che Kriegswirtschaft.

Warum es wichtig ist?
Saito beschreibt viele Phänomene präzise: Plat­tfor­m­macht, Überwachungskap­i­tal­is­mus, Konzen­tra­tion von Reich­tum, ökol­o­gis­che Gren­zen und die Abhängigkeit des Kap­i­tal­is­mus vom Staat. Inter­es­sant wird deshalb weniger seine Diag­nose als seine Ther­a­pie.

Kon­tex­tu­al­isierung
Die WOZ hat gesucht und gefun­den:

Das Prob­lem:
((Staat)Markt)

also

((Links)Rechts)

also

((Sozialismus)Liberalismus)

Der Sozial­is­mus ist unterge­gan­gen. Die Antwort lautet: mehr Sozial­is­mus.

Der Lib­er­al­is­mus pro­duziert Krisen. Die Antwort lautet: mehr Staat.

Damit bleibt die Diskus­sion inner­halb der­sel­ben Unter­schei­dung gefan­gen.

Saito kri­tisiert den Kap­i­tal­is­mus als Sys­tem der Prof­it­max­imierung. Seine Alter­na­tive bleibt jedoch eine Form gesellschaftlich­er Pla­nung, Verge­sellschaf­tung und demokratis­ch­er Steuerung der Wirtschaft.

Genau hier begin­nt die eigentliche Frage:

Was, wenn wed­er Markt noch Staat die Lösung sind?

Was, wenn bei­de Seit­en Teil des­sel­ben his­torischen Prob­lems sind?

Die Debat­te erin­nert an Paul Wat­zlaw­icks berühmte Beobach­tung:

Wenn Prob­lem­lö­sun­gen zum Prob­lem selb­st wer­den.

Die eigentliche Her­aus­forderung wäre dann nicht:

  • mehr Markt.
  • mehr Staat.
  • mehr Lib­er­al­is­mus.
  • mehr Sozial­is­mus.

Son­dern die Suche nach ein­er näch­sten Form. Unser #PlanD in der Tra­di­tion von #Lav­inaN­era ver­mutet:

Nicht Organ­i­sa­tion.
- Infra­struk­tur.

Nicht Gov­er­nance.
- Xerokratie.

Nicht Eigen­tum.
- Com­mons.

Nicht Betreiber.
- Pro­tokolle.

Die WOZ sucht einen Ausweg aus dem Kap­i­tal­is­mus und find­et Sozial­is­mus. Der Clou? Schon 1877 hat die Sur­sel­va gefragt: Was kommt nach ((Staat)Markt)?

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