wer von #medienvielfalt reden kann, zählt wohl #medien die mann falten kann.


#architektur @beinvegni

vorstel­lende texte bei http://www.susannakulli.ch/armin-hofmann

http://armin-hofmann.ch

die autoren woll­ten mal das buch bei uns vorstellen, ist lei­der (noch) nicht real­isiert wor­den ;-)

EINTRAG IN ARBEIT

bau schul­haus: 1969 — 1973 durch:

  • her­mann baur (1894–1980)
  • hans peter baur (1922)

“form fol­gt funk­tion” (louis hen­ry sul­li­van)

  • far­bgestal­tung armin hof­mann (1920)
  • kachel­mo­saike von fer­di­nand gehr (1896–1996)
  • kupfer­plas­tik im innen­hof musik­trakt: pieri­no sel­moni (1927)

wer aber hat die betonein­legear­beit­en gemacht?…


unklar: nehme ich #serien in twitter im #zettelkasten auf? (übersicht/aufbau)

himml übr dissent,is

kirche von hin­ten


#byzanz in dissent.is/muster

Langsam: Mein Blog ist mein Karten­raum und keine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

(…)

die ganze playlist auf WikiDienstag.ch | abon­niere kosten­los den What­sApp-chan­nel #Lav­inaN­era treis

Anlass zu diesem Eintrag:

Die Sit­u­a­tion im Kloster Dis­en­tis ist aus kun­st- und kul­turgeschichtlich­er Sicht sen­sa­tionell, weil sie einzi­gar­tig ist – nördlich der Alpen, im 8. Jahrhun­dert, in einem entle­ge­nen Alpen­tal.

Hier die beleg­baren Gründe:

  1. Früh­byzan­ti­nis­che Mon­u­men­tal­malerei im Alpen­raum
    • Über 12 000 bemalte Mörtel­frag­mente wur­den im Kloster Dis­en­tis gefun­den.
    • Sie stam­men aus dem 8. Jahrhun­dert – also noch vor Karl dem Grossen.
    • Die Mal­weise ist plas­tisch unter­legt, mit über­lebens­grossen Heili­gen­fig­uren.
    • Stil, Tech­nik und Ikono­gra­phie entsprechen byzan­ti­nis­ch­er Bild­tra­di­tion – nicht west­lich­er.
  2. Kein Import – lokale Aus­führung
    • Die Malereien wur­den nicht importiert, son­dern vor Ort gefer­tigt.
    • Das heisst: byzan­ti­nisch geschulte Kün­stler oder Werk­statt war physisch in Dis­en­tis tätig.
    • Das ist archäol­o­gisch und kul­turgeschichtlich eine Sen­sa­tion.
  3. Transalpin­er Kul­turkon­takt vor karolingis­ch­er Normierung
    • Dis­en­tis zeigt: Es gab inten­sive Ost-West-Kon­tak­te vor der offiziellen „Karolingis­chen Renais­sance“.
    • Byzan­ti­nis­ch­er Ein­fluss kam nicht über Rom, son­dern auf anderen Wegen in die Alpen – z. B. über Aquileia, die Adria oder Lan­go­b­ar­denkon­tak­te.
  4. Spir­ituelle Tiefen­schicht vor der Pap­stkirche
    • Die Bild­welt in Dis­en­tis ist ikonisch, mys­tisch, sakral – nicht moralisch oder kat­e­chetisch.
    • Sie gehört zu ein­er anderen Chris­ten­tum­stra­di­tion – noch nicht unter päp­stlich­er Kon­trolle.
    • Man sieht hier eine sakrale Bild­sprache, wie sie später in der Ortho­dox­ie fortlebt – aber im West­en ver­schwindet.
  5. Alpines Byzanz statt römis­ches Chris­ten­tum
    • Dis­en­tis ist ein Gegen­mod­ell zur römisch-zen­tral­isierten Kirchengeschichte.
    • Es doku­men­tiert eine vergessene Strö­mung, die nicht über das Pap­st­tum ver­mit­telt wurde, son­dern über das Östliche Mit­telmeer, Fri­aul, Istrien, vielle­icht über den Gotis­chen Raum.

Faz­it:
Dis­en­tis ist sen­sa­tionell, weil es ein archäol­o­gis­ches, ikono­graphis­ches und the­ol­o­gis­ches Zeug­nis eines nicht-römisch dominierten Frühchris­ten­tums ist – mit­ten in den Alpen.
Es zeigt, dass Byzanz auch hier war. Und dass Spir­i­tu­al­ität nicht zen­tral­isiert wer­den muss.

Vom Tol­er­anzedikt zur byzan­ti­nis­chen Wand­malerei in Dis­en­tis
Ein Überblick über die Wen­dezeit des Chris­ten­tums (313–800)

  1. 313 – Mailän­der Vere­in­barung
    Kon­stan­tin und Licinius gewähren allen Reli­gio­nen Frei­heit. Das Chris­ten­tum wird legal. Der jahrhun­derte­lan­gen Ver­fol­gung fol­gt staatlich­er Schutz.
  2. 325 – Konzil von Nicäa
    Kon­stan­tin beruft das erste öku­menis­che Konzil ein. Ergeb­nis: das nicänis­che Glaubens­beken­nt­nis. Der ari­an­is­che Stre­it wird zugun­sten der Trinität­slehre entsch­ieden. Beginn der Dog­men­bil­dung.
  3. 380 – Staat­sre­li­gion
    Kaiser Theo­do­sius I. erk­lärt das Chris­ten­tum zur offiziellen Reli­gion des Römis­chen Reich­es. Hei­d­nis­che Kulte wer­den ver­boten. Die Kirche wird Teil des Staates.
  4. 395 – Teilung des Reich­es
    Nach dem Tod Theo­do­sius’ I. zer­fällt das Reich dauer­haft in Westrom und Ostrom. Der Osten wird zu Byzanz, der West­en taumelt ins Chaos.
  5. 476 – Fall Westroms
    Der ger­man­is­che Heer­führer Odoak­er set­zt den let­zten weströmis­chen Kaiser ab. Das weströmis­che Reich endet – die Kirche bleibt als sta­bile Insti­tu­tion beste­hen.
  6. 700–800 – Kloster Dis­en­tis als byzan­ti­nis­ch­er Res­o­nanzraum
    In der Sur­sel­va entste­ht mit dem Kloster Dis­en­tis eine alpine Sakral­land­schaft. Archäol­o­gis­che Funde zeigen: um 750 wer­den hier mon­u­men­tale, plas­tisch unter­legte Wand­malereien im Stil früh­byzan­ti­nis­ch­er Iko­nen geschaf­fen – ver­mut­lich die ältesten ihrer Art nördlich der Alpen. Diese Bilder­welt bezeugt einen transalpinen Kul­turkon­takt: Dis­en­tis wird nicht von Rom, son­dern von Kon­stan­tinopel her geprägt – the­ol­o­gisch, kün­st­lerisch, spir­ituell.

Faz­it:
Zwis­chen 313 und 800 verän­dert sich das Chris­ten­tum radikal:
Vom unter­drück­ten Rand­phänomen zur herrschaftssta­bil­isieren­den Staatskirche – mit Dis­en­tis als stillem Zeu­gen dieser byzan­ti­nisch geprägten Zwis­chen­zeit.

Summary

(…)

Weit­er­lesen


gion a. caminada girls dormitory cloister disentis #architektur

http://de.wikipedia.org/wiki/Gion_A._Caminada

architek­tur­führun­gen: gkd.ch/internat

peter zumthor: http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Zumthor

für/mit dem kloster dis­en­tis: http://en.wikipedia.org/wiki/File:St_Benedict_Chapel.jpg


jon savage + siegfried kracauer #parallellesen

3.10.13:


abklärungsfase 2: @MICHGERBER am 22.03.2014 l’heure bleue im www.ogna.ch

weit­er zum aktuell­sten ein­trag (fol­gt dem­nächst) | früher: vorbereitung/idee

https://twitter.com/sms2sms/status/423482664684093440

(1) datum:
sam­stag, 22.03.2014 (nachmittag/abend)
— auf­bau: ab 13h- unge­fähre spielzeit: blaue stunde (ca 17 — 19h)
— son­nenun­ter­gang: 18:41h
— ver­anstal­tungsende: 22h
— durch­führung nur bei geeigneter wit­terung

(2) ver­anstal­tungsart:
- konz­ert mit mich ger­ber: l’heure bleue
http://www.michgerber.ch/de/lheure_bleue/