jahreskreis kirchenjahr kreis

Der Jahreskreis der #Surselva

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

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work in progress

Anlass zu diesem Eintrag:

Das wün­sche ich mir schon lange: Der Jahreskreis der Cadi… Näch­ster Anlauf ;-)

Leben als Teil der Natur, in der Natur, mit der Natur.

dissent.is/jahreskreis

Ziel

In Zusammenarbeit mit dem Kloster Disentis (und der Kirchgemeinde Mustér? ReligionslehrerInnen…) wird ein Jahreskreis ausformuliert und nach dem Vorbild von Prof. Dr. Peter Hersche (Titelbild) dargestellt.

Die Noti­zen hier dienen lediglich der Vor­bere­itung und der Kon­tex­tu­al­isierung…

work in progress

Summary/Spoiler/TL;DR

  1. Die Indus­tri­al­isierung hat die Land­wirtschaft von einem Leben­szusam­men­hang zu einem Pro­duk­tion­ssys­tem umge­baut.
  2. Boden wurde zur Ressource, Saatgut zur Ware, Arbeit zur Funk­tion.
  3. Der Men­sch ver­lor den direk­ten Bezug zu Rhyth­mus, Ort und Jahreszeit.
  4. Nahrung wurde entkop­pelt von Herkun­ft, Zeit und Beziehung.
  5. Der Men­sch wurde vom Mit-Lebe­we­sen zum Bedi­ener ein­er Mas­chine.

Die Indus­tri­al­isierung hat den Men­schen aus dem Kreis­lauf des Lebendi­gen her­aus­gelöst und ihn in ein Sys­tem der Pro­duk­tion ver­set­zt – diese Ver­schiebung ist die eigentliche “Ent­frem­dung”.

work in progress

Ein Kreis ist es erst, wenn es geschlossen ist. Genau das ermöglicht seine Offen­heit (so?)

  1. Prozess ohne Anfang und Ende
  2. Wiederkehr ohne Still­stand
  3. Wieder­hol­ung ohne Iden­tität
  4. Bewe­gung ohne Zielpunkt
  5. Zeit als Rhyth­mus, nicht als Pfeil

Der Kreis ist kein Rückschritt, son­dern eine andere Vorstel­lung von Zeit.

Indus­trie denkt lin­ear:
Rohstoff → Pro­dukt → Abfall

Jahreskreis denkt zyk­lisch:
Samen → Wach­sen → Ern­ten → Verge­hen → Neuer Samen

Wieder_Holung im wörtlichen Sinn:
Nicht Kopie, son­dern erneutes Ins-Leben-Holen.

Der Kreis ist die Form von #com­moroque, weil er Wiederkehr mit Fuel­lung verbindet und Tech­nik nicht auss­chliesst, son­dern in einen lebendi­gen Rhyth­mus ein­bet­tet.

Unter­schiedliche Skalen der­sel­ben Logik:

KreisTem­poMen­schlich­es Bedürf­nis
Gen­er­a­tio­nenJahrzehnteWeit­er­gabe, Zukun­ft
JahreskreisJahreSicher­heit, Vor­rat, Über­leben
Jahreszeit­enMonateAbwech­slung, Wan­del, Erwartung
WocheTageStruk­tur, Ori­en­tierung, Halt
SchlafNächteErhol­ung, Loslassen
Tageszeit­enStun­denAktiv­ität, Ruhe, Regen­er­a­tion
AtemMinutenLeben, Präsenz
Herz­schlagSekun­denSpan­nung und Entspan­nung

Gemein­same Struk­tur:

  1. Keine Lin­ie, kein Fortschrittspfeil
  2. Wiederkehr statt Abschluss
  3. Ori­en­tierung durch Rhyth­mus
  4. Zeit als bewohn­bar­er Raum
  5. Bewe­gung ohne Flucht nach vorn

Der Kreis ord­net nicht durch Ziel,
son­dern durch Wiederkehr.

Er sagt nicht: weit­er.
Er sagt: wieder.

Nicht Regres­sion,
son­dern Wieder_Holung.
Nicht das Gle­iche wieder­holt sich. Aber es gle­icht sich und ist genau damit Andres.

Nicht gle­ich.
Nicht iden­tisch.
Nicht Kopie.

Anders.
- Nein. Anders!
- Nein! Anders als so. (so?)

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

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Der Jahreskreis

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Am Beispiel #Valentinstag

Kul­tur­formSinn#Valentin­stag
— Rhätisch+ ((Gemeinschaft)Kosmos)Luper­calia: Liebe als kos­mis­che Kraft, koer­per­lich, rit­uell, gemein­schaftlich
- ((Abschottung)Existenzangst)Angst vor Unfrucht­barkeit, Win­ter, Tod – Rit­u­al als Schutz
+ Alpin­barock+ ((Verbundenheit)Sinnordnung)Ein­bet­tung in sakrale Ord­nung: Fest, Kalen­der, Heiliger
- ((Autorität)Paternalismus)Umdeu­tung durch Kirche: Kon­trolle der Prax­is, Moral statt Spiel
≠ Spät­mod­erne+ ((Liberalismus)Sozialismus)Paar­liebe, Wahl­frei­heit, Gle­ich­heit der Lieben­den
- ((#TechnoFeudalismus)#LiberalPaternalism)Plat­tform-Roman­tik, Mar­ket­ing, Reminder, Kaufzwang
# Com­moroque+ ((Commons)Kontingenz)Liebe als geteilte soziale Prax­is ohne Pflicht u Markt: offene Geste, gemein­sames Rit­u­al, nicht-per­son­al­isiert, nicht-pri­vatisiert

Die christlichen Hochfeste sind urspru­englich nichts anderes als
Knoten im Jahreskreis:
Verdich­tun­gen von Zeit,
Rhyth­musstellen zwis­chen Natur, Koer­p­er und Gemein­schaft.

Fast alle lassen sich so lesen:

  • Wei­h­nacht­en: Dunkel­heit / Geburt / Wen­depunkt
  • Ostern: Tod / Verge­hen / Neube­ginn
  • Pfin­g­sten: Atem / Geist / Gemein­schaft
  • Erntedank: Fuel­lung / Dank / Abhaengigkeit
  • Aller­heili­gen: Gen­er­a­tio­nen / Erin­nerung / Weit­er­gabe

Man ver­langte Antwort vom Stein, man frug das Feuer, und man frug das Wass­er; erst das Chris­ten­tum gab die ganze Antwort.

Chris­t­ian Cam­i­na­da, 1962

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Der Wochenkreis

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Der Tageskreis

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Das Umkreisen des Altars während der Messe

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Parametrische Modellierung, seit 300 Jahren

poesierad

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Nächster Titel

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Kultur, Kulturform, ((Wandel)Wechsel), Kulturekel

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sakrallandschaft

KULTUR IST DAS NEUE SCHNEE? @GRAUBÜNDEN

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SCHULE DES SEHENS

WENN ES NICHT SCHÖN IST, IST ES NICHT FROMM.

BRUDER MAGNUS, OSB
k = con­ser­v­a­tiv p = pro­gres­siv l = left r = rights

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Nächster Titel

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“Entfremdung”

Der Begriff Ent­frem­dung wird in ver­schiede­nen Feldern unter­schiedlich genutzt:

  1. Philoso­phie (Hegel / Feuer­bach)
    Ent­frem­dung als Abspal­tung des Men­schen von sich selb­st.
    Der Men­sch erken­nt sich nicht mehr in dem, was er her­vor­bringt (Geist, Reli­gion, Welt).
  2. Marx­is­tis­che Tra­di­tion
    Ent­frem­dung als Struk­tur­prob­lem der Lohnar­beit.
    Der Men­sch ist ent­fremdet
  • von sein­er Arbeit
  • vom Pro­dukt sein­er Arbeit
  • von sich selb­st
  • von anderen Men­schen
    Arbeit wird Mit­tel zum Über­leben statt Aus­druck von Leben.
  1. Sozi­olo­gie (z. B. Sim­mel, Weber)
    Ent­frem­dung als Folge funk­tionaler, ratio­nal­isiert­er Sys­teme.
    Der Men­sch lebt in Struk­turen, die er nicht mehr ver­ste­ht und nicht mehr bee­in­flusst.
  2. Psy­cholo­gie / All­t­agssprache
    Gefühl von Leere, Sin­nver­lust, Dis­tanz zu sich selb­st.
    „Ich funk­tion­iere nur noch.“
    „Ich bin nicht mehr bei mir.“

Gemein­samer Kern in allen Ver­wen­dun­gen:

Ent­frem­dung beze­ich­net eine Tren­nung zwis­chen Men­sch und Lebenswelt, zwis­chen Tun und Sinn, zwis­chen Exis­tenz und Bedeu­tung.

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Entwicklung einer Grafik

Jahrzehnte umkreisen Jahre.
Jahre umkreisen Monate.
Monate umkreisen Wochen.
Wochen umkreisen Tage.
Tage umkreisen Schlaf und Wachen.
Schlaf umkreist den Atem.
Atem umkreist den Herz­schlag.

Und alles umkreist sich selb­st.
Kein Anfang.
Kein Ende.
Nur Rollen.

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SPRCHE — DNKN — WRKLCHT

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Nächster Titel

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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