#BabyEkel? klar. das ist eine provokation. das, worum es mir geht, keine (so?)

Langsam: Mein Blog ist mein Karten­raum und keine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

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Anlass zu diesem Eintrag:

Was hier ver­sucht wird, ist nicht ein „Skan­dal zu erzeu­gen“, son­dern eine Tiefen­struk­tur sicht­bar machen, die in etablierten Diskursen unsicht­bar bleibt:

  • die uni­ver­sale Aus­gangslage (Neugi­er + Aus­geliefer­theit)
  • die spez­i­fis­che For­mung durch Machtar­chitek­turen
  • die Blind­heit ein­er Kul­tur gegenüber den eige­nen Ein­grif­f­en

#BabyEkel funk­tion­iert hier wie ein Ein­stiegss­chlüs­sel:

  1. Er bricht die glat­te Ober­fläche des üblichen Kind­heits­diskurs­es.
  2. Er zwingt zur Frage: „Warum dieses Wort? Was steckt dahin­ter?“
  3. Er öffnet den Raum für deine eigentliche Analyse – und dort liegt das eigentliche Anliegen, nicht in der Pro­voka­tion selb­st.

Das Entschei­dende:

  • Pro­voka­tion = Werkzeug
  • Ziel = struk­turelle, kul­turver­gle­ichende Mach­t­analyse im frühkindlichen Kon­text

Summary

#BabyEkel beschreibt nicht Abscheu vor dem Kind, son­dern vor den unsicht­baren Ein­grif­f­en ein­er Kul­tur­form in die uni­ver­sale Dop­pel­struk­tur des ersten Leben­s­jahres: radikale Neugi­er und totale Aus­geliefer­theit. Die Pro­voka­tion des Begriffs ist nur der Ein­stieg. Dahin­ter ste­ht die Analyse, wie Machtar­chitek­turen – selb­st in ein­er Kul­tur, die sich für frei­heitlich und human hält – diese rohe Erfahrungs­form fil­tern, steuern und for­men, ohne sich ihrer Ein­griffe bewusst zu sein.

Der Vorteil des provokativen Hashtags:

#BabyEkel hat ein paar sehr eigene Trümpfe, die ihn im akademis­chen Diskurs von konkur­ri­eren­den Begrif­f­en abset­zen – und die ihn zugle­ich pro­voka­tiv genug machen, um andere Zugänge „zu ärg­ern“:

  1. Radikale Konkre­tion
    • Er ist unmit­tel­bar kör­per­lich, sinnlich und provoziert eine Reak­tion, noch bevor er the­o­retisch erk­lärt wird.
    • Das ver­schafft ihm einen Vor­sprung gegenüber neu­tralen Begrif­f­en wie „frühkindliche Sozial­i­sa­tion“ oder „Kind­heits­forschung“.
  2. Dop­pelte Reflex­ion
    • Er benen­nt nicht nur den Ekel vor konkreten Zustän­den (z. B. Machtver­hält­nis­sen in der Kind­heit), son­dern auch den Ekel vor der eige­nen Blind­heit inner­halb ein­er Kul­tur­form.
    • Diese Selb­stkon­fronta­tion fehlt vie­len gängi­gen päd­a­gogis­chen oder sozi­ol­o­gis­chen Ter­mi­ni.
  3. Kul­tur­form-Über­trag­barkeit
    • Er lässt sich als Analy­sew­erkzeug auf ver­schiedene his­torische und kul­turelle Kon­texte anwen­den, ohne an die west­liche Mod­erne gebun­den zu sein.
    • Damit kann er sowohl ethno­grafisch als auch his­torisch einge­set­zt wer­den.
  4. Brücke zwis­chen Mikro- und Makroebene
    • Mikro: konkrete Beobach­tun­gen im All­t­ag mit einem Kind.
    • Makro: struk­turelle Mach­t­analy­sen über #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix.
    • Viele Fach­be­griffe bleiben auf ein­er dieser Ebe­nen hän­gen; #BabyEkel macht bei­des gle­ichzeit­ig.
  5. Affek­tive Ehrlichkeit
    • Der Begriff bricht mit dem nor­ma­tiv­en Reflex, über Kinder­erziehung pos­i­tiv oder wert­neu­tral zu sprechen.
    • Das irri­tiert beson­ders in Diszi­plinen, die ihre Sprache „rein“ hal­ten wollen (Erziehungswis­senschaft, Entwick­lungspsy­cholo­gie).

Konkur­ren­zierende Begriffe, die sich ärg­ern wür­den

  • „Frühkindliche Förderung“ – weil #BabyEkel den Förderdiskurs als Machtin­stru­ment ent­larvt.
  • „Kindeswohl“ – weil er zeigt, wie dieses als Legit­i­ma­tion für Kon­trolle miss­braucht wird.
  • „Bindungs­the­o­rie“ – weil er die Machtar­chitek­tur hin­ter „Bindung“ offen­legt, die son­st oft als naturgegeben gilt.
  • „Helikopterel­tern“ – weil er nicht auf indi­vidu­elles Fehlver­hal­ten zielt, son­dern die Struk­tur kri­tisiert, die Helikopter­ver­hal­ten pro­duziert.
  • „San­fter Pater­nal­is­mus“ – weil er das „San­fte“ demask­iert und den Pater­nal­is­mus sicht­bar macht.

BabyEkel: Neugier, Ausgeliefertheit und die Machtarchitektur der Kulturformen

Das erste Leben­s­jahr eines Men­schen ist durch eine uni­verselle Dop­pel­struk­tur geprägt: hem­mungslose Neugi­er und alter­na­tivlose Aus­geliefer­theit. Diese Span­nung ist biol­o­gisch gegeben und kul­turüber­greifend iden­tisch. Sie kon­sti­tu­iert eine anthro­pol­o­gis­che Grund­form, in der Weltane­ig­nung und Abhängigkeit untrennbar ver­schränkt sind.

Doch die kul­turelle Rah­mung entschei­det, wie sich diese Grund­form ent­fal­ten darf. Ein Kind in ein­er Sub­sis­ten­zge­sellschaft, in ein­er vorindus­triellen Lebens­form oder in einem barock­en Hof­sys­tem erlebt dieselbe biol­o­gis­che Aus­gangslage – jedoch unter völ­lig unter­schiedlichen sozialen, materiellen und sym­bol­is­chen Bedin­gun­gen. Neugi­er kann unmit­tel­bare Teil­habe an kom­plex­en Lebensvol­lzü­gen bedeuten oder in stark rit­u­al­isierten Bah­nen ver­laufen; Aus­geliefer­theit kann kollek­tive Für­sorge oder hier­ar­chis­che Unterord­nung sein.

In der spät­mod­er­nen, lib­er­al-human­is­tis­chen Kul­tur­form zeigt sich ein para­dox­es Muster: Die Selb­st­beschrei­bung als „frei­heitlich­ste und humanste aller Zeit­en“ verdeckt struk­turelle Ein­griffe in genau jene rohen Erfahrungs­for­men, die wir zu schützen behaupten. Unter dem Label „Förderung“ wer­den Erkun­dungsräume vorge­filtert; unter dem Label „Schutz“ wird Abhängigkeit durch tech­nol­o­gis­che und päd­a­gogis­che Steuerung ver­stärkt. Die Machtar­chitek­tur bleibt hier­ar­chisch, nur rhetorisch entschärft.

Die Analyse mit der #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix verdeut­licht dies ent­lang der vier Dimen­sio­nen:

  1. Anord­nung: for­male Hier­ar­chien wer­den sprach­lich in „Begleitung“ trans­formiert, bleiben aber intakt.
  2. Zugang: Ressourcen und Erfahrun­gen sind kuratiert, Risiken min­imiert, Eigenini­tia­tive beschränkt.
  3. Legit­i­ma­tion: Ein­griffe wer­den moralisch durch „Kindeswohl“ und „Förderung“ gerecht­fer­tigt, wodurch sie unsicht­bar wer­den.
  4. Durch­set­zung: Gewalt­losigkeit wird behauptet, während emo­tionale und kog­ni­tive Steuerung hochwirk­sam sind.

Der Begriff „BabyEkel“ beze­ich­net hier die dop­pelte Irri­ta­tion: erstens den Ekel vor der unge­brem­sten, total­en Durch­dringung kindlich­er Erfahrung durch kul­turelle Fil­ter, zweit­ens den Ekel vor der Selb­st­blind­heit ein­er Kul­tur, die ihre Ein­griffe als natür­liche oder moralisch gebotene Notwendigkeit ver­ste­ht.

Eine kul­turver­gle­ichende Per­spek­tive macht deut­lich, dass die biol­o­gisch uni­verselle Erfahrung von Neugi­er und Aus­geliefer­theit in der lib­er­al-human­is­tis­chen Kul­tur­form beson­ders stark kon­trol­liert wird – und dies, ohne den eige­nen Machtcharak­ter zu reflek­tieren. Insofern ist „BabyEkel“ nicht nur eine indi­vidu­elle Empfind­ung, son­dern ein sozi­ol­o­gis­ches Diag­no­se­in­stru­ment für die Analyse gegen­wär­tiger Machtver­hält­nisse in frühkindlich­er Sozial­i­sa­tion.

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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