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Anlass zu diesem Eintrag:
heiligen lexikon | wikipedia |
Summary
- Nicäa (325)
- Zentrale Frage: Ist Jesus nur Mensch oder auch ganz Gott?
- Ergebnis: „Wahrer Gott vom wahren Gott“ – Festschreibung beider Naturen (ganz Mensch, ganz Gott).
- Dominikus († 1221)
- Prediger gegen den Dualismus der Katharer, die Materie als böse ansahen und die wahre Menschlichkeit Christi leugneten.
- Verteidigte: Die Güte der Schöpfung, die reale Menschwerdung und das Wirken Gottes in der materiellen Welt (Sakramente).
- Kernverbindung
- Nicäa legte die theologische Basis: Christus ist nicht nur Vorbild, sondern auch göttliche Autorität.
- Dominikus kämpfte im Mittelalter für die praktische Umsetzung dieser Lehre gegen Bewegungen, die den „ganz Mensch“-Teil auflösten oder die Materie ablehnten.
Ganz Mensch — Ganz Gott
- FORMEL
Inhalt inkarnatorisch, Form imperial. Dominikus verteidigt „Ganz Mensch“, tut es aber im Apparat, der „Ganz Gott“ machtpolitisch monopolisiert. - PARADOX-MATRIX
Dimension | Verteidigt (Ganz Mensch) | Auftraggeber-Praxis (Machtkirche) | Spannung |
|---|---|---|---|
| Anordnung | Bruder Jesus, Nachfolge ohne Herrschaft | Hierarchie, Inquisition, Kreuzzugspolitik | Nachfolge vs. Kontrolle |
| Zugang | Leibliche Sakramente fuer alle | Konditionierter Zugang, Exkommunikation | Zeichen der Naehe vs. Grenzregime |
| Legitimation | Zeugnishaftes Argument, Schrift, Vernunft | Dogma + Amt als Letztinstanz | Argument vs. Autoritaet |
| Durchsetzung | Pazifistische Praxis, Ueberzeugung | Zwang, Gewalt (Albigenserkreuzzug) | Gewaltfreie Botschaft vs. gewaltsamer Modus |
Das Dominikus-Paradoxon zeigt in Reinform, wie Akteure ihre Position in sozialen Strukturen nutzen, um Zielerreichung in bestimmten Machtdimensionen zu steuern. Zuerst wird eine Unterscheidung gesetzt – scheinbar neutral, hier zwischen Materie und Geist. Dann folgt die Bewertung: Geist ist gut, Materie ist böse. Aus dieser Wertung entsteht ein Problem: Wie kann das „Böse“ erlöst werden? Die Antwort kommt als exklusive Lösung – im Mittelalter die Formel „Ganz Gott, ganz Mensch“, verwaltet durch die Kirche.
In der Anordnungsdimension wirkte die Kirche hier mit begrenzender Macht (Hierarchiebildung), im Zugang mit begrenzender Macht (Kontrolle über Sakramente), in der Legitimation mit behindernder Macht (Dogma statt inklusiver Aushandlung) und in der Durchsetzung mit behindernder Macht (Gewaltandrohung und ‑anwendung).
Dominikus verteidigte zwar inhaltlich das Ziel der Anordnungsdimension (herrschaftsfreie Gemeinschaft nach dem Vorbild Jesu als Ganz Mensch), tat dies jedoch innerhalb einer Struktur, deren Machtformen in anderen Dimensionen den Zielen entgegenwirkten. So wurde ein selbst erzeugtes Problem gelöst – allerdings auf eine Weise, die den Zielkonflikt zwischen den Machtdimensionen bestehen ließ.
Die Katharer
https://de.wikipedia.org/wiki/Katharer | Die Katharer waren keine einheitliche Gruppe und bauten auch kein einheitliches Lehrsystem aus. Lediglich ein Dualismus war vermutlich allen Gruppen eigen. Ihre Lebensweise war durch antiklerikale und asketische Haltungen gekennzeichnet. | chatGPT:
Der Dualismus der Katharer war im Kern eine radikal-dualistische Weltsicht:
- Zwei Prinzipien
- Gott des Guten: rein geistig, Quelle alles Guten, Schöpfer der unsichtbaren, geistigen Welt.
- Gott des Bösen (oder Satan): Urheber der materiellen Welt, in der alles Körperliche, Stoffliche und Vergängliche als gefangenes oder gefallenenes Gut galt.
- Konsequenzen
- Materie = böse, Geist = gut.
- Christus habe nicht wirklich Fleisch angenommen (doketische Sicht), sondern nur scheinbar einen Körper gehabt.
- Ablehnung der Sakramente in ihrer materiellen Form (Wasser, Brot, Wein).
- Kirchenpolitische Brisanz
- Diese Sicht unterlief die christologische Formel von Nicäa und Chalcedon („wahrer Gott und wahrer Mensch“).
- Sie stellte die Schöpfung als Werk Gottes grundsätzlich in Frage.
- Dominikus’ Reaktion
- Verteidigung der Inkarnation: Gott wird wirklich Mensch, Materie kann Träger des Heils sein.
- Betonung der Güte der Schöpfung und der Wirksamkeit der Sakramente.
Wenn du magst, könnte ich dir das noch in einer Tabelle „Katharer vs. Nicäa-Chalcedon“ gegenüberstellen, damit der Kontrast ganz klar wird. Hier die Gegenüberstellung:
| Thema | Katharer-Dualismus | Nicäa–Chalcedon (orthodoxe Position) |
|---|---|---|
| Ursprung von Gut und Böse | Zwei ewige Prinzipien: Gott (gut) und Satan (böse) | Ein einziger Gott, Schöpfer von Himmel und Erde; das Böse ist kein gleichrangiges Prinzip |
| Materielle Welt | Schöpfung des bösen Prinzips, daher schlecht | Gute Schöpfung Gottes, durch Sünde beschädigt, aber erlösbar |
| Christus | Nur scheinbarer menschlicher Körper (Doketismus) | Wahrer Gott und wahrer Mensch, mit echter menschlicher Natur |
| Heil | Befreiung der Seele aus der materiellen Gefangenschaft | Erlösung von Mensch und Schöpfung durch Christus’ Tod und Auferstehung |
| Sakramente | Abgelehnt, da sie materielle Elemente verwenden | Wirksam, weil Gott sich auch durch Materie mitteilt (z. B. Wasser, Brot, Wein) |
Das macht verständlich, warum Dominikus diesen Gegensatz als Kernfrage sah – es ging nicht um ein Randthema, sondern um das Fundament der christlichen Inkarnations- und Schöpfungslehre.
Das Paradoxon entlang einer Zeitreise aufzuschlüsseln suchen…
(…)
(…)
Ganz Mensch — und wozu eigentlich zusätzlich “Ganz Gott”?
| Dimension | Ganz Mensch | Ganz Mensch, Ganz Gott |
|---|---|---|
| Christusbild | Ganz Mensch – Beispiel, dem man nachfolgen kann | Ganz Gott und ganz Mensch – Verehrung und Distanz durch Göttlichkeit |
| Konsequenz für das Leben | Nachahmung Jesu im Alltag, keine Herrschaft über andere | Christsein als Bekenntnis innerhalb einer hierarchischen Ordnung |
| Anordnung (Machtverständnis) | Anarchie – keine religiös begründete Herrschaft | Hierarchie – kirchlich-kaiserliche Ordnung |
| Durchsetzung (Gewaltfrage) | Radikaler Pazifismus – keine Beteiligung an Gewalt | Legitimation von Gewalt durch christliche Herrscher |
| Zugang (Besitz und Güter) | Commons – gemeinschaftliche Nutzung, keine Anhäufung | Eigentum und Gnadenmittel exklusiv über Amtsträger |
| Legitimation (Ziel der Gemeinschaft) | Inklusion – gegenseitige Sorge, offene Teilnahme, geistige Freiheit | Einheit im Bekenntnis, Disziplin, Dogmabindung |
Du könntest das historisch und systemisch so argumentieren:
- Schutz vor Beliebigkeit
- Mit „Ganz Gott“ wird Jesus einzigartig, nicht nur ein moralisches Vorbild.
- Das sichert der Kirche ein exklusives Deutungsmonopol, weil niemand anderes göttlich ist.
- Zentralisierung von Autorität
- Wenn Gott selbst in Christus handelt, braucht es eine Institution, die verbindlich festlegt, was dieser Gott gesagt, gemeint und gewollt hat.
- Das stärkt die Bischöfe als Hüter der wahren Lehre.
- Sakralisierung der Herrschaft
- Kaiser und Kirche konnten sich gegenseitig legitimieren: Christus als Ganz Gott → Kirche als sein Stellvertreter → Kaiser als Beschützer dieser göttlichen Ordnung.
- Abwehr innerer Vielfalt
- „Ganz Mensch“ allein hätte viele Interpretationen zugelassen (Jesus als Lehrer, Prophet, Revolutionär).
- „Ganz Gott“ fixiert eine orthodoxe Lesart und grenzt Häresien klar ab.
- Integration ins Imperium
- Ein göttlicher Christus wird zum ideologischen Kitt für ein Reich, das religiöse Einheit als politische Stabilität braucht.
Kurz: Das „Ganz Gott“ war nicht nur eine theologische Aussage, sondern ein strategischer Machtzug – er machte aus der Bewegung um Jesus eine herrschaftsfähige, zentral gesteuerte Kirche.
/Timeline
- 30–70 n. Chr. – Jesusbewegung
- Jesus als Mensch, Lehrer, Heiler, Prophet.
- Fokus auf Nachfolge, gemeinsames Leben, radikale Praxis (Anarchie, Pazifismus, Commons).
- 70–100 – Evangelienentstehung
- Erste theologische Überhöhungen („Sohn Gottes“), aber noch Vielfalt im Jesusbild.
- Gemeinden weitgehend autonom.
- 2.–3. Jh. – Theologische Konsolidierung
- Streit über Natur Christi: Logos-Theologie in Alexandria, andere eher symbolisch-ethisch.
- Montanisten, Gnostiker, Ebioniten u.a. vertreten noch starke „Ganz Mensch“-Lesarten.
- 325 – Erstes Konzil von Nicäa
- Unter Kaiser Konstantin: „Wahrer Gott vom wahren Gott“ in den Mittelpunkt.
- Einheit im Bekenntnis wichtiger als Vielfalt der Praxis.
- 4.–5. Jh. – Dogmatische Festigung
- Konzil von Chalcedon (451): „Unvermischt, unverwandelt, ungetrennt, ungeteilt“ – Ganz Gott und Ganz Mensch.
- Kirche als Vermittlerin zwischen göttlicher Autorität und menschlicher Welt.
- Mittelalter – Machtallianz Kirche–Staat
- Gottkönige, Kreuzzüge, Sakramente als Herrschaftsinstrumente.
- „Ganz Gott“ wird in der Liturgie und Architektur monumentalisiert.
- Heute – Ambivalente Erbschaft
- „Ganz Gott“ noch immer Kern der Orthodoxie.
- Für anarcho-pazifistische Lesarten ist das „Ganz Mensch“ der subversive Hebel zur Rückeroberung der Nachfolgepraxis.
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Grundformen Sozialer Probleme
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Der Dualismus ((Materie)Geist) brringt das Problem erst hervor, was anschliessend inbrünstig gelöst werden kann…
| Schritt | Inhalt | Ziel/Funktion |
|---|---|---|
| 0 | Beobachterposition reflektieren | Wer macht die Unterscheidung? Mit welchem Interesse, in welchem Kontext? |
| 1 | Unterscheidung machen | Bereiche trennen (z. B. Materie / Geist) – rein beschreibend |
| 2 | Unterscheidung bewerten | Positiv/negativ besetzen (z. B. Geist = gut, Materie = böse) |
| 3 | Problem formulieren | Aus der Bewertung eine Herausforderung ableiten („Wie erlösen?“) |
| 4 | Lösung präsentieren | Brücke anbieten („Ganz Gott, ganz Mensch“) |
| 5 | Macht sichern | Kontrolle über Problemdefinition, Lösung und Anwendung |
| 6 | Befreiungsprüfung | Wirkt die Lösung für Betroffene befreiend oder stabilisiert sie nur Herrschaft? |
(…)
(…)
DIE LISTE DER GELÖSCHTEN UNTERSCHEIDUNGEN (Band 2, “Die Form der Unruhe”, Junius-Verlag 2010
Wenn du – wie Luhmann es methodisch macht – die Unterscheidung ((Materie)Geist) löschst, passiert Folgendes:
- Kein Ausgangspunkt für die Bewertung
- Ohne diese Differenz gibt es nichts, das „gut“ oder „böse“ genannt werden könnte.
- Die moralische Aufladung bricht weg.
- Kein konstruiertes Problem
- Wenn Materie und Geist nicht als getrennte Sphären gedacht werden, entsteht auch nicht die Frage „Wie erlösen wir die Materie vom Bösen?“.
- Der ganze Problembogen (Dualismus → Erlösungsbrücke → Machtmonopol) fällt in sich zusammen.
- Kein exklusives Lösungsangebot
- Die Kirche verliert den Anspruch, als einzige Instanz die „Versöhnung“ von zwei angeblich getrennten Sphären verwalten zu können.
- Statt „Brücke bauen“ wird „Leben gestalten“ zur offenen Praxis, die von vielen getragen werden kann.
- Verschiebung der Themen
- Statt metaphysische Dualitäten zu bearbeiten, richtet sich der Fokus auf funktionale Fragen:
- Wie gehen wir mit Körperlichkeit um?
- Wie gestalten wir gemeinsames Leben?
- Welche Kommunikationsformen fördern unsere Ziele?
- Statt metaphysische Dualitäten zu bearbeiten, richtet sich der Fokus auf funktionale Fragen:
- Implikation für das Dominikus-Paradoxon
- Wenn die Unterscheidung entfällt, gibt es keinen katharischen Dualismus mehr, gegen den man kämpfen müsste.
- Dominikus’ Aufgabe würde sich radikal verändern: vom Verteidiger einer theologischen Formel zum Mitgestalter sozialer Praktiken ohne metaphysische Frontlinie.
Das ist ein ziemlich starker Hebel für deine Kritik, weil er zeigt: Das ganze Paradoxon existiert nur, weil diese Unterscheidung gemacht und bewertet wurde.
((Teilchen)Welle) ist das neue ((Materie)Geist)
- ((Materie)Geist) – das alte Problem
- Menschen haben lange gesagt: „Es gibt Materie“ (Körper, Dinge) und „Es gibt Geist“ (Gedanken, Seele).
- Oft wurde eins davon höher bewertet: Geist = gut, Materie = minderwertig.
- Dadurch entstand das „Problem“: Wie können beide zusammenpassen?
- ((Welle)Teilchen) – das moderne Problem
- In der Physik hat man entdeckt: Licht und andere kleine Dinge verhalten sich manchmal wie Wellen, manchmal wie Teilchen.
- Beides sind Beschreibungen, die sich eigentlich widersprechen.
- Das „Problem“ ist hier: Wie kann etwas gleichzeitig Welle und Teilchen sein?
- Der Zusammenhang
- In beiden Fällen wird eine Unterscheidung gemacht: Zwei Begriffe, die getrennt erscheinen.
- Dann stellt man fest: Die Wirklichkeit passt nicht sauber in die Schubladen.
- Daraus entsteht ein Rätsel, das man zu lösen versucht – oft sehr kompliziert.
- Die Transformation
- Man kann sagen: ((Welle)Teilchen) ist eine moderne, wissenschaftliche Variante des alten Problems ((Materie)Geist).
- In beiden geht es um etwas, das sich nicht eindeutig einer Seite zuordnen lässt.
- Die Physik hat gelernt, damit zu leben („Komplementarität“), während die Theologie oft versucht hat, eine eindeutige Lösung zu erzwingen („Ganz Gott, ganz Mensch“).
Kurz gesagt: Ja – ((Welle)Teilchen) ist wie eine transformierte, technisch-wissenschaftliche Fassung des alten ((Materie)Geist)-Problems. Der Unterschied: In der Physik hat man akzeptiert, dass beide Beschreibungen nebeneinander gültig sein können, je nach Perspektive.
| Aspekt | ((Materie)Geist) – Theologie | ((Welle)Teilchen) – Physik |
|---|---|---|
| Ursprung der Unterscheidung | Philosophisch-religiöse Tradition: Körper und Seele, Stoff und Denken | Naturwissenschaftliche Beobachtungen: Licht, Elektronen, Quantenphänomene |
| Typische Bewertung | Oft hierarchisiert: Geist > Materie (Dualismus) | Keine moralische Wertung, rein beschreibend |
| Zentrales „Problem“ | Wie können Materie und Geist zusammenwirken? | Wie kann etwas gleichzeitig Welle und Teilchen sein? |
| Historische Lösungsstrategie | Festlegung auf verbindliche Formeln (z. B. „Ganz Gott, ganz Mensch“) | Akzeptanz der Komplementarität: Beide Beschreibungen sind kontextabhängig gültig |
| Macht-/Systemwirkung | Theologie sichert Deutungshoheit und Zugänge | Physik verändert Messmethoden, beeinflusst Technologie |
| Umgang mit Paradox | Meist Auflösung durch Dogma oder Hierarchie | Akzeptanz und Nutzung des Paradox als Arbeitsgrundlage |
Das Spannende: In der Physik wird das Paradox produktiv gemacht, in der Theologie oft kontrolliert oder neutralisiert. Stimme aber nicht wirklich, ja ;-)
/mystik
Ja, genau – das kann man so sehen.
- Mystik vor der Physik
- Mystische Traditionen (christlich, sufisch, buddhistisch…) haben oft gesagt:
Materie und Geist sind keine Gegensätze, sondern Ausdruck derselben Wirklichkeit. - Sie haben die Unterscheidung ((Materie)Geist) zwar benutzt, aber nicht absolut gesetzt.
- Statt das Problem „aufzulösen“ wie ein Dogma, wurde es umarmt – als Erfahrung der Einheit.
- Mystische Traditionen (christlich, sufisch, buddhistisch…) haben oft gesagt:
- Physik später
- Bei ((Welle)Teilchen) ist genau das passiert: Man hat gelernt, beide Seiten zu akzeptieren – je nach Beobachtung.
- Das ist im Grunde eine wissenschaftliche Variante des mystischen Umgangs: keine absolute Trennung, sondern situatives Denken.
- Der Unterschied
- Mystik: Erfahrungsbasiert, ohne technische Messgeräte, eingebettet in spirituelle Praxis.
- Physik: Messbasiert, methodisch reproduzierbar, in formalen Modellen dargestellt.
Man könnte also sagen: Die Mystik hat das Paradox existentiell gelöst, die Physik methodisch – und die Theologie dogmatisch.
„Mystik – Physik – Theologie“
| Aspekt | Mystik | Physik | Theologie |
|---|---|---|---|
| Umgang mit ((Materie)Geist) / ((Welle)Teilchen) | Keine absolute Trennung – beides Ausdruck derselben Wirklichkeit | Beide Beschreibungen gültig, je nach Mess- oder Beobachtungskontext | Festlegung auf verbindliche Formel, oft Hierarchisierung |
| Methode | Erfahrung, Kontemplation, Einheitserleben | Experiment, Messung, Modellbildung | Dogma, Konzil, Autoritätsentscheid |
| Ziel | Transformation des Bewusstseins, Einheit mit dem Ganzen | Vorhersage und Kontrolle physikalischer Prozesse | Bewahrung und Durchsetzung der „wahren Lehre“ |
| Haltung zum Paradox | Umarmung – Paradox ist Tor zur Tiefe | Akzeptanz – Paradox als Arbeitsgrundlage | Auflösung – Paradox wird entschieden und geschlossen |
| Wirkung | Individuelle Befreiung, oft systemkritisch | Technologischer Fortschritt, methodische Offenheit | Institutionelle Stabilität, Machtsicherung |
Das Schöne: Die erste Spalte (Mystik) sieht wie die Urform dessen aus, was Physik und Theologie später jeweils auf ihre Weise transformiert haben.
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Was Domenikus mit Quantencomputing zu tun hat?
Ja – die Brücke ist sogar ziemlich elegant zu bauen:
- Von ((Materie)Geist) zu ((Welle)Teilchen)
- Wir haben gesehen: Das alte metaphysische Problem wird in der Physik als Beobachtungsproblem formuliert.
- Statt „Was ist es wirklich?“ lautet die Frage „Wie zeigt es sich in diesem Kontext?“.
- Von ((Welle)Teilchen) zu Quantencomputing
- Quantencomputing nutzt genau diese Komplementarität – nicht „entweder Welle oder Teilchen“, sondern Zustände, die beides gleichzeitig sind.
- Stichwort Superposition: Ein Qubit kann gleichzeitig „0“ und „1“ sein, bis eine Messung erfolgt.
- Die Parallele zur Mystik
- Mystik lebt von einer Art „Superposition des Seins“: nicht festgelegt auf eine Seite der Unterscheidung, sondern beides zugleich.
- Quantencomputing macht dieses „beides zugleich“ zu einem technischen Vorteil – mehr Rechenmöglichkeiten, weil man nicht früh entscheiden muss.
- Die Brücke
- Mystik: existenzielles Erleben von Einheit → kein Zwang zur Entscheidung zwischen Polen.
- Quantenphysik: formale Akzeptanz der Komplementarität → keine absolute Trennung.
- Quantencomputing: operative Nutzung von Überlagerung → Leistungsschub durch Aufschub der Entscheidung.
- Meta-Lesart
- In allen drei Fällen wird die frühe Entscheidung vermieden, um mehr Möglichkeiten offen zu halten.
- Das ist sowohl spirituell als auch technisch eine Ressource.
Wenn du magst, kann ich dir das als kleine „Superpositionstreppe“ visualisieren: Mystik → Quantenphysik → Quantencomputing.
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Nächster Titel
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Das Neue, ist stets das noch Ältere… (Wolfgang Pauli/Ernst Peter Fischer)
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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
ps: das ist der erste eintrag, welchen ich mit #chatGPT‑5 gemacht habe…
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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