Wider den Professionalismus. (2026) | Il professionalissem: ipocrit ni cinic ni omisdus?

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss, wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen Schreib­stand | Warum ich nicht pub­liziere? Weil ich es kann. Weil es geht. Weil ich es für angemessen halte. (so?) | Lugano hat einen PlanB — Die Sur­sel­va hat einen PlanD ;-)

13. August 2026: Es ist Krieg. Nicht nur Wirklicher.

dissent.is/Klosterbrand1799

22. Juli 2026: Aus dem Gedankengang entsteht die Idee für ein Buch

DAS DESASTER DES PROFESSIONALISMUS
Architek­tur in Graubün­den

Her­aus­gegeben von
STEFAN M. SEYDEL/sms ;-)

work in progress

BUCHRÜCKEN

work in progress

INHALTSVERZEICHNIS (Meta-Struk­tur):

EbeneSet­zung
Gegen­standArchitek­tur in Graubün­den
Meta­pherAm gebaut­en Raum wird soziale Architek­tur les­bar
Prob­lemDas Desaster der Kul­tur­form der Mod­erne
Ver­fahrenunter­schei­den – beobacht­en – han­deln
Beobach­tungsin­stru­ment#TheLuh­man­n­Map
Mach­t­analyse#TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix
zen­trale mod­erne Form((Staat)Markt)
Hor­i­zontnäch­ste Möglichkeit­en jen­seits der mod­er­nen Tren­nun­gen

Die Grammatik jedes Kapitels

Jed­er Ort, jedes Gebäude und jede Per­son wird mit densel­ben fünf Fra­gen bear­beit­et:

  1. Unter­schei­den
    Welche Leitun­ter­schei­dung organ­isiert die Sit­u­a­tion?
  2. Beobacht­en
    Welche Sys­teme und Kul­tur­for­men wer­den mit #TheLuh­man­n­Map sicht­bar?
  3. Mate­ri­al­isieren
    Wie wird diese soziale Ord­nung im gebaut­en Raum fest­geschrieben?
  4. Macht analysieren
    Wie wirken Anord­nung, Zugang, Legit­i­ma­tion und Durch­set­zung?
  5. Han­deln
    Welche näch­sten Möglichkeit­en wer­den erkennbar?
Auszüge aus dem Inhaltsverze­ich­nis:

II. VOR DER MODERNEN TRENNUNG

  1. Das Kloster Dis­en­tis
    Eine über Jahrhun­derte arbei­t­ende Organ­i­sa­tions­form
  2. Die Walserkul­tur
    Haus, Stall, Weg, Alp, Kirche und Ausstat­tung
  3. Cas­par Moos­brug­ger
    Bauen als Koor­di­na­tion von Wis­sen, Handw­erk, Auf­trag und Glauben

III. DAS DESASTER DER MODERNE

  1. Die grosse Zer­legung
    Entwurf und Aus­führung, Fach­leute und Laien, Eigen­tum und Gemein­sames
  2. ((Staat)Markt)
    Zwei Seit­en der­sel­ben mod­er­nen Kul­tur­form
  3. Der Pro­fes­sion­al­is­mus
    Diszi­plinen, Zuständigkeit­en, Zer­ti­fikate, Ver­fahren und Preise
  4. Die gebaute Nor­mal­ität
    Dor­fk­erne, Sied­lungsrän­der, Touris­mus, Verkehr und Ver­w­er­tung

(…)

V. NÄCHSTE MODELLIERUNGEN

  1. Para­metrisches Mod­el­lieren
    Para­me­ter set­zen – inner­halb des Rah­mens opti­mieren
  2. Post­para­metrisches Mod­el­lieren
    Para­me­ter entste­hen lassen – Möglichkeit­sräume kuratieren
  3. Metabolis­ches Mod­el­lieren
    Para­me­ter, Mas­chine und Mod­ell entste­hen im sel­ben Prozess
  4. Architek­tur des Dazwis­chen
    Nicht Objek­te gestal­ten, son­dern Bedin­gun­gen und Rela­tio­nen

EINLEITUNG

work in progress

ÜBER DEN HERAUSGEBER

#NoCringe LinkedIn

ich zeigte am 1. august 2026 #Luci­aDe­gon­da in #Vis­it­Vals mein bild dissent.is/professionalismus sie fand es ganz schreck­lich und ver­langte uva, dass “die füsse der garage” gezeigt wer­den. (so?)

Making Of: Der Gedankengang

Spoil­er: Pro­fes­sion­al­is­mus ist nicht das Gegen­teil des Scheit­erns. Er ste­ht für die Kul­tur­form, welche die Prob­leme her­vor­bringt, die sie anschliessend pro­fes­sionell zu bear­beit­en ver­spricht.

JobBerufPro­fes­sionDiszi­plin
Was ist zu tun?Wie wird es fachgerecht getan?Wer ist dafür zuständig?Was gilt darüber als Wis­sen?
Pro­fes­sion­al­is­mus: zynisch oder heuch­lerisch oder bei­des?

Der Pro­fes­sion­al­is­mus wird für das aus­geze­ich­net, was er ver­spricht – und dafür bezahlt, das rechtlich Mögliche im konkreten Fall voll­ständig auszuschöpfen.

/sms ;-)

Vorrede

Kul­turkri­tik:

  • Wider die Götzen.
  • Wider die Kaiser.
  • Wider die Fürsten.
  • Wider die Kirche.
  • Wider den Staat.
  • Wider den Markt.
  • Wider den Meth­o­den­zwang.

Moralkom­mu­nika­tion:

  • Wider das Vergessen.
  • Wider den Hass.
  • Wider den Ter­ror.
  • Wider den Krieg.
  • Wider die Gewalt.
  • Wider die Angst.
  • Wider die Gle­ichgültigkeit.
  • Wider die Res­ig­na­tion.

Kul­turkri­tik richtet sich gegen For­men, Insti­tu­tio­nen oder Struk­tur­prinzip­i­en.

Moralkom­mu­nika­tion richtet sich gegen als schlecht markierte Zustände oder Ver­hal­tensweisen.

Ich nutze #Moralkom­mu­nika­tion nicht, um Moral zu begrün­den, son­dern um sie zu beobacht­en. Das ist mir ein wichtiger Unter­schied.

Ich sage nicht:

Pro­fes­sion­al­is­mus ist böse, schlecht, zu ver­mei­den.

Son­dern:

Pro­fes­sion­al­is­mus ist ein Ergeb­nis ein­er Kul­tur­form, die nach ihrer eige­nen Ansprüchen beobachtet, dif­feren­ziert und kri­tisiert wer­den kann.

Warum also trotz­dem «Wider den Pro­fes­sion­al­is­mus»?

Weil «Wider …» eine jahrhun­dertealte Pro­voka­tion ist, um über “Das Elend der Welt” (Bour­dieu) zu reden. Ich ver­wende hier die Form der Moralkom­mu­nika­tion, um eine struk­turelle Analyse einzuleit­en und über die Möglichkeit völ­lig ander­er Möglichkeit­en zu erzählen.

  1. Moralkom­mu­nika­tion erzeugt Irri­ta­tion.
  2. Die Irri­ta­tion öffnet den Beobach­tungsraum.
  3. So lässt sich über die eigene Kul­tur­form hin­aus zu gehen.

Mit Luh­mann kön­nte man sagen: Ich benutze Moralkom­mu­nika­tion oper­a­tiv, ohne ihre Unter­schei­dung ((gut)böse) zu übernehmen.

Deshalb passt auch der Kniff des jüdis­chen Starpro­feten Jesa­ja (28,10 um genau zu sein). Er kul­tivierte den #Kul­turEkel. Ekel ist zunächst keine Analyse, son­dern das Erzeu­gen ein­er Irri­ta­tion. Jet­zt gelingt die Frage:

Welche Struk­tur erzeugt eigentlich dieses Unbe­ha­gen?

In diesem Sinn ist «Wider den Pro­fes­sion­al­is­mus» kein moralis­ches Urteil, son­dern eine Ein­ladung, die Selb­stver­ständlichkeit­en der Kul­tur­form der Mod­erne sicht­bar zu hal­ten. (Was im Übri­gen ein gross­er Ver­di­enst von Don­ald Trump I und II, sowie in diesen Tagen Gian­ni Infan­ti­no sind ;-)))

work in progress

Reload für aktuellen Schreib­stand

Wider den Professionalismus.

Ein Essay von Ste­fan M. Sey­del/sms ;-)

Wenn ich am offe­nen Herzen operiert wer­den müsste, wollte ich dann nicht, dass nach allen Regeln der Kun­st gear­beit­et würde? Aber klar doch. Aber kann ich sich­er sein, dass dies auch gelingt?

Wenn mein Dorf die zer­fal­l­enen Häuser erset­zt, wollte ich dann nicht, dass die Umsichtig­sten das Ver­gan­gene in etwas Gutes Näch­stes umgestal­ten? Aber klar doch. Aber kann ich sich­er sein, dass dies auch gelingt?

Wenn es darum geht, dass die Her­aus­forderun­gen Hier & Jet­zt erkan­nt, benan­nt und ange­gan­gen wer­den, wollte ich dann nicht, dass mein Alpen­tal die bewährtesten Fähigkeit­en nutzt und aus den schlimm­sten Fehlern ihre Schlüsse gezo­gen hat? Aber klar doch. Aber kann ich sich­er sein, dass dies auch gelingt?

War nicht dies das Ver­sprechen des Pro­fes­sion­al­is­mus? Was getan wer­den soll, soll von den Besten, den Fähig­sten, den Pro­fes­sionellen pro­fes­sionell durchge­führt wer­den. Und dann schaust du in die Welt, fotografierst und doku­men­tierst, was tat­säch­lich gelingt, und find­est dich in einem Schreikrampf wieder. Und hörst die anderen Wut­bürg­er hüben und drüben heulen, jam­mern und mit den Zäh­nen klap­pern…

Aber dann fährst du nach Glion. Ins Muse­um. Bekommst bei innig­ster Musik, bestem Wein die schön­sten Büch­er über­re­icht. Hier und Jet­zt. Die wun­der­bare Lucia Degon­da zeigt, wie die Welt auch noch fotografiert wer­den kann. Die Pro­fes­sionellen – ein­er nach der anderen – führen ihre Fähigkeit­en vor — wie dressierte Tiere im Zirkus Knie. Wun­der­schön. Beein­druck­end. Ein­fach und Schön. Ich füh­le mich ertappt. Schäme ich mich? Klatsche in die Hände. Frage ver­wirrt Chat­G­PT. Und klappe das Note­book wieder zu… (so?)

Auch ich denke mit dem Knie,

wie Joseph Beuys auch.
work in progress
94408
previous arrow
next arrow

FormBezieht sich aufBezieht Legit­i­ma­tion ausTyp­is­che insti­tu­tionelle Kop­plungErzeugt vor allem
Jobeine konkrete, bezahlte Auf­gabeVer­trag, Auf­trag, unmit­tel­bare Leis­tungEinar­beitung, Anlehre, betriebliche Instruk­tionBeschäf­ti­gung
Berufein dauer­haft erlerntes Tätigkeits­feldAus­bil­dung, Erfahrung, Beruf­s­ab­schlussBeruf­slehre, Berufs­fach­schule, höhere Berufs­bil­dungberu­fliche Rolle
Pro­fes­sioneine gesellschaftlich anerkan­nte Zuständigkeit für bes­timmte Prob­lemespezial­isiertes Wis­sen, Prü­fung, Zer­ti­fikat, Beruf­sethik, Standes­or­gan­i­sa­tionFach­hochschule oder Uni­ver­sität, Weit­er­bil­dung, Akkred­i­tierungexk­lu­sive Zuständigkeit
Diszi­plineinen abge­gren­zten Gegen­stands- und Wis­sens­bere­ichForschung, The­o­rie, Meth­ode, Pub­lika­tion, akademis­che Anerken­nungUni­ver­sität, Insti­tute, Fachge­sellschaften, ZeitschriftenWis­sensor­d­nung