Ein Essay von Stefan M. Seydel/sms ;-)
Kulturkritik:
- Wider die Götzen.
- Wider die Kaiser.
- Wider die Fürsten.
- Wider die Kirche.
- Wider den Staat.
- Wider den Markt.
- Wider den Methodenzwang.
Moralkommunikation:
- Wider das Vergessen.
- Wider den Hass.
- Wider den Terror.
- Wider den Krieg.
- Wider die Gewalt.
- Wider die Angst.
- Wider die Gleichgültigkeit.
- Wider die Resignation.
Kulturkritik richtet sich gegen Formen, Institutionen oder Strukturprinzipien.
Moralkommunikation richtet sich gegen als schlecht markierte Zustände oder Verhaltensweisen.
Ich nutze #Moralkommunikation nicht, um Moral zu begründen, sondern um sie zu beobachten Das ist ein wichtiger Unterschied.
Ich sage nicht:
Professionalismus ist böse.
Sondern:
Professionalismus ist eine Kulturform, die beobachtet und kritisiert werden kann.
Warum also trotzdem «Wider den Professionalismus»?
Weil «Wider …» eine jahrhundertealte Form ist, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich verwende die Form der Moralkommunikation, um eine strukturelle Analyse einzuleiten.
- Moralkommunikation erzeugt Irritation.
- Die Irritation öffnet den Beobachtungsraum.
- Erst dann beginnt die eigentliche Analyse der Kulturform.
Mit Luhmann könnte man sagen: Ich benutze Moralkommunikation operativ, ohne ihre Unterscheidung ((gut)böse) zu übernehmen.
Deshalb passt auch nein Begriff #KulturEkel. Ekel ist zunächst keine Analyse, sondern eine Irritation. Erst danach beginnt die Frage:
Welche Struktur erzeugt eigentlich dieses Unbehagen?
In diesem Sinn ist «Wider den Professionalismus» kein moralisches Urteil, sondern eine Einladung, eine Selbstverständlichkeit als Kulturform sichtbar zu machen. Das macht den Titel stark.

Wider den Professionalismus.








































































































































