Moralkommunikation beobachtet und bewertet Menschen, Aussagen oder Handlungen entlang moralischer Leitunterscheidungen wie ((gut)böse), ((richtig)falsch),((anständig)unanständig) etc. Sie ist eine Zerfallsform von Kommunikation.
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- wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
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- wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an expertisen.
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Anlass zu diesem Eintrag:
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Summary/Spoiler/TL;DR
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bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
Was ist Kommunikation?
Kommunikation ist die Operation des Sozialen: Information, Mitteilung und Anschluss fallen zusammen. Nicht Menschen kommunizieren, sondern Kommunikation kommuniziert.
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(…)
Was ist Moral?
Moral ist die Ordnung des menschlichen Handelns (vor Gott,) vor dem Gewissen und vor dem Nächsten.
Klassisch Katholisch: Moral betrifft frei gewählte menschliche Handlungen. Sie werden nach drei Quellen beurteilt: Gegenstand der Handlung, Absicht und Umstände.
Moral beobachtet entlang personalisierbarer Zuschreibungen. Darum funktioniert Moral so gut mit:
- Schuld
- Verantwortung
- Haltung
- Charakter
- Anerkennung
- Ausschluss
Dagegen setzten sich Systemtheoretische Ansätze und favorisierten die Beoachtung von Struktur. Jetzt werden Relationen, Bedingungen, Formen, Regeln, Kopplungen, Wiederholungen beobachtet.
Sehr grob:
Moral fragt:
Wer ist gut? Wer handelt richtig?
Struktur fragt:
Wie wird etwas möglich? Wie stabilisiert es sich?
Oder noch schärfer:
Moral beobachtet Verhalten.
Struktur beobachtet Bedingungen.
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(…)
(…)
(…)
| Begriff | Aspekt |
|---|---|
| Moral | Orientierung des Handelns am Guten |
| Struktur | Ordnung der Bedingungen, in denen Handeln geschieht |
| Moralismus | moralische Bewertung ohne Barmherzigkeit und Kontext |
| Zynismus | Strukturwissen ohne Hoffnung auf Umkehr oder Veränderung |

Die Beobachtung der Beobachtung
Moral ohne Strukturbeobachtung kippt in Moralisierung.
Strukturbeobachtung ohne Moral kippt in Zynismus.
Zynismus sieht die Struktur, rechnet aber nicht mehr mit Veränderbarkeit. Zynismus ist Strukturbeobachtung ohne Möglichkeitssinn.
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Nächster Titel
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Unsere Kurve 2
Kurve (2) in deinem Diagramm beschreibt genau diese Rückkehr von Moral als dominanter Beobachtungsform.
Dort steht ja bereits fast exakt:
- Moderne → wahr / falsch
- Zerfall → legitim / fake
- Rückkehr von Moralkommunikation → gut / böse
Und jetzt habt ihr plötzlich ein Quadrat, das zeigt, warum Kurve (2) so instabil wird:
| produktive Form | Zerfallsform |
|---|---|
| Moral | Moralismus |
| Struktur | Zynismus |
Das ist stark, weil es die Falle auf beiden Seiten sichtbar macht.
Denn:
- die Moralseite kippt in moralische Markierung
- die Strukturseite kippt in kalte Entleerung
Und genau da wird Kurve (2) interessant:
Sie ist weder einfach „moralisch“ noch „strukturell“, sondern oszilliert hysterisch zwischen Moralismus und Zynismus.
Das passt erstaunlich präzise zu:
„Fake“
„Narrativ“
„toxisch“
„Schwurbler“
„Systemmedien“
„alles gekauft“
usw.
Also:
moralische Überhitzung ↔ zynische Entleerung.
Und mitten darin zerfällt moderne Wahrheitskommunikation.
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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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