“Der Mensch im Zentrum”. Eine Replik (so?)

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

NotbookLM fasst den Eintrag in den Zettelkasten so zusammen:

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work in progress

Anlass zu diesem Eintrag:

Die Tagung gestern: Von der Bühne herab, wird gelehrt, demon­stri­ert und durchge­zo­gen, wie “sichere Kom­mu­nika­tion in unsicheren Zeit­en” möglich ist. Ok, wäre. Sie müssen bloch noch mit Her­rn Trump und den Tech­nofeu­dal­is­ten reden… (so?)

„Der Men­sch im Zen­trum“ ist eine Set­zung, die heute dem „Human­is­mus“ zugeschrieben wird. Das ist eine rück­pro­jizierende Zuschrei­bung aus dem Gedanken­raum der “Kul­tur­form der Mod­erne”. Dass der Men­sch als bil­dungs­fähiges, urteils­fähiges und ver­ant­wortlich­es Wesen im Human­is­mus sicht­bar gemacht wurde, ist unbe­strit­ten. Die Über­steigerung und der Zer­fall dieser Idee liegen aber näher bei Immanuel Kant (1800) und der “Aufk­lärung” als auf der Spur von Eras­mus von Rot­ter­dam (1500): Beim christlichen Human­is­mus, bei der Rück­kehr zu den Quellen, bei der Arbeit an Sprache, Text, Urteil und Gewis­sen war die Idee vom Men­schen als indi­vidu­ellem Geschöpf Gottes noch völ­lig anders ver­woben.

Leonar­dos Vit­ru­vian­is­ch­er Men­sch, um 1490 ent­standen, wurde später zum überide­al­isierten Bild gemacht. Der Men­sch ste­ht darin nicht ein­fach „annegret han­nawaim Zen­trum“, son­dern erscheint als Mass­fig­ur ein­er Ord­nung: Kör­p­er, Kreis, Quadrat, Pro­por­tion, Kos­mos. Ger­ade darum ist das Bild so stark – und so gefährlich, wenn man es vorschnell in heutige Parolen über­set­zt.

Die ganze Dra­matik lässt sich mit Niko­laus Kopernikus ent­fal­ten: 1543 erscheint De rev­o­lu­tion­ibus orbium coelestium. Die Kopernikanis­chen Kon­se­quenz (Ernst Peter Fis­ch­er) ist eben ger­ade nicht, dass jet­zt der Men­sch im Zen­trum etabliert wor­den ist. Ganz im Gegen­teil. Die Kon­se­quenz ist max­i­mal bru­taler: Der Men­sch ver­liert jed­we­den priv­i­legierten Beobach­tungspunkt. Nicht die Erde trägt die Ord­nung der Welt. Nicht der Augen­schein garantiert Wahrheit. Nicht die men­schliche Wahrnehmung liefert die Welt, wie sie ist. Nein!

„Der Augen­schein täuscht“ wäre noch zu harm­los for­muliert. Radikaler: Der Augen­schein ist selb­st schon Kon­struk­tion. Sinne zeigen nicht Welt, son­dern art­spez­i­fisch begren­zte Anschlussfähigkeit. Die Katze sieht in der Nacht, wo Men­schen blind wer­den. Die Fle­d­er­maus hört Räume, die Men­schen nicht hören. Feuer härtet Stahl, wo men­schliche Kör­p­er längst ver­bren­nen. Was sich unmit­tel­bar zeigt, ist keine Ord­nung der Welt, son­dern eine für bes­timmte Kör­p­er, Medi­en und Oper­a­tio­nen brauch­bare Wirk­lichkeit.

Damit zer­bricht die Parole vom „Men­schen im Zen­trum“ an ihrer eige­nen Voraus­set­zung: Den Men­schen als zen­tralen Aus­gangspunkt zu wählen, ist deshalb eben ger­ade keine Befreiung aus der „selb­stver­schulde­ten Unmündigkeit“ (Kant/Aufklärung), son­dern ihre plat­te Wieder­hol­ung.

Die selb­stver­schuldete Unmündigkeit beste­ht ja nicht nur darin, sich „fremder Autorität“ zu unter­w­er­fen. Sie beste­ht auch darin, „die eigene Beobachter­po­si­tion“ mit „der Ord­nung der Welt“ zu ver­wech­seln.

Hier set­zt die Zumu­tung von Niklas Luh­mann ein. Das Soziale begin­nt nicht beim Men­schen, nicht bei seinem Bewusst­sein, nicht bei seinem Kör­p­er, nicht bei seinen Absicht­en, nicht bei sein­er Moral. Das Soziale begin­nt dort, wo Kom­mu­nika­tion an Kom­mu­nika­tion anschliesst. Nicht Men­schen kom­mu­nizieren, son­dern Kom­mu­nika­tion kom­mu­niziert.

Damit wird der Men­sch nicht entwertet. Er wird aus dem falschen Zen­trum gelöst. Kör­p­er, Bewusst­sein, Tech­nik und Kom­mu­nika­tion operieren je anders. Das Soziale ist kein Men­schen­be­häl­ter, son­dern ein eigen­ständi­ger Zusam­men­hang von Mit­teilung, Infor­ma­tion und Ver­ste­hen. Erst in diesem Zusam­men­hang wird über­haupt sag­bar, was als „Men­sch“, „Zen­trum“, „Würde“, „Ver­ant­wor­tung“ oder „Human­is­mus“ erscheinen kann.

Der Men­sch ste­ht nicht im Zen­trum der Welt. Der Men­sch erscheint inner­halb jen­er Unter­schei­dun­gen, mit denen Kom­mu­nika­tion Welt ord­net. (so?)

/pas­sadis: Eine spazier­gangswis­senschaftliche Bege­hung von Unter­schei­dun­gen, welche einen prak­tis­chen Unter­schied machen:

Links

  1. Vit­ru­vian­is­ch­er Men­sch (1490)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Vitruvianischer_Mensch
  2. Eras­mus / christlich­er Human­is­mus (1500)
    https://plato.stanford.edu/entries/erasmus/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus_von_Rotterdam
  3. Kopernikus / De rev­o­lu­tion­ibus (1543)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Kopernikus
    https://de.wikipedia.org/wiki/De_revolutionibus_orbium_coelestium
  4. Kant / Aufk­lärung (1800)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant
    https://plato.stanford.edu/entries/kant/

Ein Klas­sik­er von Radikaler Kon­struk­tivis­mus: Die Welt ist ein Gespräch

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Das Revival der Körpersoziologie

Das „Revival der Kör­per­sozi­olo­gie“ ist kein Bruch mit dem „Men­schen im Zen­trum“. Es ist dessen Re-Import unter verän­dert­er Seman­tik. Was als Sub­jekt, Bewusst­sein und Autonomie nicht mehr trägt, kehrt als Kör­p­er, Res­o­nanz und Erfahrung zurück. Nicht als Zen­trum behauptet, aber fak­tisch wieder instal­liert.

Hart­mut Rosa ist dafür ein auf­schlussre­ich­es Fall­beispiel. Seine Ver­schiebung von Beschle­u­ni­gung zu Res­o­nanz wirkt wie eine Kri­tik der mod­er­nen Ent­frem­dung. Tat­säch­lich wird die Frage jedoch als Weltver­hält­nis des Men­schen refor­muliert. „Res­o­nanz“ beschreibt, wie Welt erfahrbar sein soll. Sie bleibt damit eine starke Seman­tik.

Der Zugriff des radikalen Kon­struk­tivis­mus ver­schiebt die Frage anders. Er sagt nicht, wie es ist. Er set­zt Unter­schei­dun­gen und prüft, was sie prak­tisch leis­ten. Für die Sozi­olo­gie heisst das: das Soziale als Kom­mu­nika­tion zu beobacht­en – als Anschluss von Mit­teilung, Infor­ma­tion und Ver­ste­hen. Für die Soziale Arbeit heisst das: am Sozialen zu arbeit­en – an den Bedin­gun­gen, unter denen Kom­mu­nika­tion möglich, zugänglich, legit­im und gewalt­frei wird.

In dieser Per­spek­tive ist „Res­o­nanz“ kein Gegen­mod­ell, son­dern selb­st beobacht­bar: als Seman­tik, die bes­timmte Erwartun­gen an gelin­gende Beziehun­gen for­muliert. Entschei­dend ist nicht, ob Res­o­nanz gelingt, son­dern welche Unter­schei­dun­gen mit ihr einge­führt wer­den – und welche Möglichkeit­en dadurch eröffnet oder ver­schlossen wer­den.

Die Kör­per­sozi­olo­gie skan­dal­isiert die Ent­frem­dung – und restau­ri­ert dabei das Zen­trum. Der Kör­p­er erscheint als Ret­tungs­fig­ur. Genau dort wird sicht­bar, wie das Zen­trum unter neuen Begrif­f­en zurück­kehrt.

Was ist Kommunikation?

Wenn der radikale Kon­struk­tivist Paul Wat­zlaw­ick („Man kann nicht nicht kom­mu­nizieren.“) mit Schulz von Thun („Die vier Ohren“) inter­pretiert wird, geschieht genau das, was Niklas Luh­mann streng zu ver­mei­den suchte: die Rück­bindung von Kom­mu­nika­tion an Psy­che, Absicht, Beziehung und Men­sch-zu-Men­sch-Ver­ste­hen.

Damit wird Kom­mu­nika­tion wieder anthro­pol­o­gisch gele­sen. Sie erscheint als Aus­druck inner­er Zustände, als Botschaft zwis­chen Per­so­n­en, als gelin­gende oder misslin­gende Beziehung. Genau diese Lesart block­iert den entschei­den­den Schnitt: Kom­mu­nika­tion ist dann nicht mehr soziale Oper­a­tion, son­dern psy­chol­o­gisch aufge­ladene Inter­ak­tion.

Für unseren Zugriff macht es aber einen prak­tis­chen Unter­schied, Kom­mu­nika­tion nicht beim Men­schen zu begin­nen. Nicht weil damit gesagt wäre, „wie es ist“, son­dern weil eine andere Beobach­tung möglich wird: Sozi­olo­gie kann das Soziale beobacht­en, ohne es auf Bewusst­sein, Kör­p­er oder Absicht zurück­zuführen. Soziale Arbeit kann am Sozialen arbeit­en, ohne Men­schen zum Prob­lem zu machen.

radikal antihumanistisch, radikal antiregionalistisch und radikal konstruktivistisch

Mit dem Beginn eines neuen Abschnitts auf Seite 34 in seinem grossen Abschluss­werk “Die Gesellschaft der Gesellschaft” wieder­holt Niklas Luh­mann jenen Schnitt, welch­er in sein­er Arbeit nicht beiläu­fig war, son­dern pro­gram­ma­tisch. Er beze­ich­net seine fol­gen­den Unter­suchun­gen — die Zusam­men­fas­sung seines Lebenswerks — aus­drück­lich als radikal anti­hu­man­is­tisch, radikal anti­re­gion­al­is­tisch und radikal kon­struk­tivis­tisch. Damit war die Rich­tung geset­zt.

Anti­hu­man­is­tisch heisst hier nicht gegen den Men­schen gerichtet, son­dern gegen seine the­o­retis­che Priv­i­legierung. Der Men­sch ist kein Aus­gangspunkt mehr. Anti­re­gion­al­is­tisch bedeutet, dass auch die ver­traut­en Ein­teilun­gen in Bere­iche, Sphären oder Sys­teme nicht voraus­ge­set­zt wer­den. Sie sind nicht gegeben, son­dern Ergeb­nis von Oper­a­tio­nen. Kon­struk­tivis­tisch heisst schliesslich, dass die The­o­rie nicht beschreibt, wie die Welt ist, son­dern mit Unter­schei­dun­gen arbeit­et, die eine bes­timmte Beobach­tung erst möglich machen.

Diese Set­zung hat Kon­se­quen­zen. Sie ver­schiebt den Zugriff. Es geht nicht mehr darum, den Men­schen, den Kör­p­er oder das Bewusst­sein ins Zen­trum zu stellen, son­dern darum zu beobacht­en, welche Unter­schei­dun­gen ver­wen­det wer­den und welchen prak­tis­chen Unter­schied sie machen. Genau dort liegt der Anschluss für Sozi­olo­gie und Soziale Arbeit: nicht im Rück­griff auf ein Zen­trum, son­dern in der Arbeit an den Bedin­gun­gen, unter denen über­haupt etwas als sozial beobacht­bar und verän­der­bar wird.

Vor diesem Hin­ter­grund erscheint das „Revival der Kör­per­sozi­olo­gie“ nicht als Bruch, son­dern als Rück­be­we­gung. Was the­o­retisch her­aus­geschnit­ten wurde, kehrt seman­tisch wieder ein. Der Kör­p­er übern­immt die Rolle, die zuvor dem Sub­jekt zukam. Damit wird nicht etwas Neues gewon­nen, son­dern ein bekan­ntes Zen­trum neu beset­zt.

((Frankfurt)Bielefeld) der grosse Streit der deutschsprachigen Philosophie in der Nachkriegszeit

((Frankfurt)Bielefeld) begin­nt nicht als The­o­riefrage, son­dern als Erfahrung. Nach 1945 ste­ht alles unter Schock. Theodor W. Adorno for­muliert den Imper­a­tiv, dass Auschwitz sich nicht wieder­holen darf. Daraus fol­gt eine nahe­liegende, fast zwin­gende Bewe­gung: Der Men­sch muss ins Zen­trum. Mehr Men­schen­rechte, mehr Würde, mehr Schutz. Ger­ade jet­zt. Ger­ade erst recht.

Der Stre­it wird dabei nicht zuerst in Begrif­f­en geführt, son­dern in Ton­la­gen. Im Feuil­leton dominiert die moralis­che Dringlichkeit. The­o­rie hat sich am Men­schen zu ori­en­tieren: an Leid, Ver­let­zbarkeit, Würde, Erfahrung. „Der Men­sch im Zen­trum“ wird zur stillschweigen­den Voraus­set­zung.

In der Uni­ver­sität ver­schiebt sich die Frage. Nicht, ob diese Ori­en­tierung gerecht­fer­tigt ist, son­dern was sie the­o­retisch bewirkt. Genau hier set­zt die Gegen­be­we­gung ein. Nicht als Wider­spruch gegen die Forderung nach Men­schlichkeit, son­dern als Ver­schiebung des Anfangs. Wenn der Men­sch ins Zen­trum gestellt wird, ist bere­its entsch­ieden, wie beobachtet wird. Sub­jekt, Erfahrung, Lei­den, Kör­p­er – alles wird zur Ref­erenz. Die The­o­rie weiss dann schon, wo sie begin­nen muss.

Die Biele­felder Inter­ven­tion, also Luh­mann, kappt genau diesen Anfang. Nicht um den Men­schen zu rel­a­tivieren, son­dern um den Zugriff zu ändern. Was als „Men­sch im Zen­trum“ erscheint, wird selb­st zum Ergeb­nis von Unter­schei­dun­gen. Nicht negiert, son­dern beobacht­bar gemacht.

So entste­ht eine eigen­tüm­liche Span­nung. Auf der einen Seite die Forderung nach mehr Men­schlichkeit, mehr Recht­en, mehr Schutz – ger­ade nach der Erfahrung des Zivil­i­sa­tions­bruchs. Auf der anderen Seite die Zumu­tung, dass genau diese Set­zung den Blick bere­its lenkt und begren­zt. Der Stre­it dreht sich deshalb nicht um Moral gegen Unmoral, son­dern um den Anfang der Beobach­tung. Genau hier entschei­det sich, was jew­eils als „sozial“, „gerecht“ oder „men­schlich“ über­haupt erscheinen kann.

Peter Slo­ter­dijk hat diese Span­nung später zuge­spitzt, oft gegen den Strich des Kon­sens­es, als eine Art Anwalt des Teufels. Seine Inter­ven­tio­nen markieren weniger eine eigene Lösung als vielmehr die Pro­voka­tion, dass die Selb­stver­ständlichkeit­en – Human­is­mus, Men­schen­bild, Moral – selb­st erk­lärungs­bedürftig sind.

Damit bleibt der Kon­flikt offen. Nicht entsch­ieden, son­dern ver­schoben. Er kehrt wieder, sobald der Men­sch zum Zen­trum erk­lärt wird – und eben­so, sobald dieser Schritt unter­brochen wird.

Links zum Weit­er­lesen:

Aus der langen Liste der gelöschten Unterscheidungen: ((Theorie)Praxis)

Aus der lan­gen Liste der gelöscht­en Unter­schei­dun­gen: ((Theorie)Praxis)

Die Unter­schei­dung wirkt selb­stver­ständlich – und genau deshalb fällt ihr Ver­schwinden kaum auf. „The­o­rie“ ste­ht für Abstand, Reflex­ion, Begriff. „Prax­is“ für Hand­lung, Kör­p­er, Umset­zung. Wer tren­nt, weiss, wo er ste­ht.

Die Gegen­be­we­gung hebt diese Tren­nung auf. The­o­rie ist Prax­is. Nicht als Ver­söh­nungs­formel, son­dern als Ver­schiebung des Zugriffs. Was als The­o­rie auftritt, operiert. Es set­zt Unter­schei­dun­gen, lenkt Aufmerk­samkeit, erzeugt Anschluss. Es greift ein.

Die Pointe liegt nicht darin, The­o­rie „anwend­bar“ zu machen. Son­dern darin, ihre oper­a­tive Form ernst zu nehmen. The­o­rie han­delt – nur anders. Nicht ver­schwitzt, nicht kör­per­lich sicht­bar, nicht unmit­tel­bar. Aber wirk­sam.

Ger­ade deshalb ist die Unter­schei­dung nicht falsch, son­dern gefährlich. Sie verdeckt, dass jede The­o­rie bere­its Prax­is ist – und jede Prax­is ohne Unter­schei­dung blind bleibt.

„The­o­rie ist auch Prax­is. bloss nicht so ver­schwitzt.“

Maren Lehmann

Zeig mir dein kommunikatives Setting & ich sage dir, was du willst…

Das Fall­beispiel #safety360summit zeigt, worum es geht: Nicht der Inhalt entschei­det. Das Set­ting entschei­det.

Auf der Bühne wird Sicher­heit als Frage von Kom­mu­nika­tion, Ver­trauen und Resilienz ver­han­delt. Der Men­sch soll im Zen­trum ste­hen. Gle­ichzeit­ig zeigt die Ver­anstal­tung selb­st, wie streng Kom­mu­nika­tion ger­ahmt wird: Wer spricht? Wer fragt? Wer filmt? Wer pub­liziert? Was gilt als Beitrag – und was als Störung?

Damit wird sicht­bar: Sicher­heit wird über men­schlich­es Ver­hal­ten und gelin­gende Kom­mu­nika­tion besprochen, während die Struk­turen, die Kom­mu­nika­tion längst bes­tim­men, unter­be­lichtet bleiben: Plat­tfor­men, Pro­tokolle, Daten­macht, Pub­lika­tion­sregeln, insti­tu­tionelle Rollen.

Der Videoblog­ger wird dann nicht zum Prob­lem, weil sein Argu­ment falsch wäre. Er wird zum Prob­lem, weil er das kom­mu­nika­tive Set­ting ver­let­zt.

Zeig mir dein kom­mu­nika­tives Set­ting und ich sage dir, was du willst.

Zu spät.
Zu ober­fläch­lich.
Falsches Zen­trum.

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Das ganze Doku­ment als PDF | #dfdu DIE FORM DER UNRUHE Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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