Auswertung von: Iso Müller, Disentiser Klostergeschichte, Bd. 1: 700‑1512, Verlag Benziger & Co. AG, Einsiedeln/Köln, 1942, S. 95 (Karte „Disentiser Besitz an der Lukmanierroute“). | M/ein Blog ist m/ein Kartenraum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man publiziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreibstand | warum ich nicht publiziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.
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Anlass zu diesem Eintrag:
Wir sind auf der Suche nach Hinweisen aus der Zeit von Johann Ritz entlang der Lukmanier-Route…
Summary/Spoiler/TL;DR
(…)
bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
Transkription der Ortspunkte entlang der Lukmanierroute, von Disentis südwärts geordnet (gemäss Karte S. 95):
- Disentis
- S. Gall (1261)
- S. Maria (1374)
- Olivone (1280)
- Chigione (1334)
- Malvaglia (1201)
- Semione (1340)
- Iragna (1256)
- Paglio (1207)
- Lodrino (1207)
- Biasca (1207)
- Quinto (1237)
- Bellinzona (1207)
- Ravecchia (1252)
- Locarno (1154)
- Centovalli (1154)
- Lugano (1154)
- Colla (1154)
- Scareglia (1154)
- Villa (1154)
- Agera (1298)
- Bedepiano (1154)
- Barbengo (1154)
- Novenzano (1154)
- Uggiate (1154)
- Albiolo (1154)
- Varese (1154)
- Morazzone (1154)
- Cimbro (1154)
- Bedero (1154)
- Ferrera (1154)
- Cuvio (1154)
- Cugliardo (1154)
- Marchirolo (1154)
- Grantola (1154)
Was sammelte Iso Müller da, Kapellen?
Kurzantwort: Nein, primär nicht Kapellen.
Die Karte „Disentiser Besitz an der Lukmanierroute“ visualisiert klösterliche Besitz‑, Zehnt- und Patronatsrechte des Klosters Disentis entlang der Nord-Süd-Achse Lukmanier – Blenio – Riviera – Sottoceneri – Varese.
Was Iso Müller pro Punkt wahrscheinlich markiert:
- Pfarrkirchen mit Disentiser Patronatsrecht
→ Präsentationsrecht des Pfarrers, Einkünfte aus Zehnten
→ besonders relevant bei S. Maria, Olivone, Biasca, Malvaglia, Bellinzona - Zehntrechte (decima)
→ Naturalabgaben (Getreide, Wein, Vieh)
→ häufig älteste Belegjahre (1154, 1207 etc.) - Eigenkirchen oder inkorporierte Kirchen
→ rechtlich an das Kloster gebunden
→ oft in strategischen Talorten - Wirtschaftshöfe (curtes), Alprechte
→ landwirtschaftliche Basis
→ v.a. im Bleniotal und südlich der Alpen - Verkehrsstrategische Punkte
→ Kontrolle einer Transitroute
→ Lukmanier als karolingisch-ottonische Reichsachse - Spätmittelalterliche Erweiterungen
→ Jahreszahlen 13.–14. Jh. deuten auf sukzessive Ausdehnung
Wichtig:
Die südlichsten Orte (Lugano, Varese, Uggiate etc.) weisen fast durchgehend 1154 auf. Das spricht stark für eine Bestätigung oder Schenkungsurkunde aus dem 12. Jahrhundert (wahrscheinlich kaiserliche Bestätigung). Müller dürfte hier auf eine Urkunde aus der Zeit Friedrich Barbarossas anspielen.
Kapellen wären nur sekundär relevant, wenn sie Teil einer inkorporierten Pfarrei waren. Das zentrale Thema ist Besitz- und Rechtsstruktur, nicht Frömmigkeitsarchitektur.
Wenn du willst, kann ich:
– die 1154-Gruppe historisch genauer einordnen (Urkundenlage)
– oder pro Talabschnitt (Blenio, Riviera, Sottoceneri, Varesotto) strukturell analysieren.
Die 1154-Gruppe
1. Die 1154-Gruppe – was steckt dahinter?
Die auf der Karte mit „1154“ markierten Orte (v. a. südlich von Bellinzona bis Varese) verweisen sehr wahrscheinlich auf eine kaiserliche Bestätigungsurkunde von 1154 unter Friedrich I. Barbarossa.
Historischer Kontext:
- Jahrhundert: Reichskloster Disentis steht unter kaiserlichem Schutz.
Was 1154 bedeutet:
– Bestätigung älterer Besitzrechte
– keine Gründung 1154
– juristische Absicherung gegenüber lombardischen Stadtherrschaften
– strategische Sicherung einer Nord-Süd-Achse
Typisch für solche Urkunden:
Aufzählung von:
- Kirchen
- Zehnten
- Höfen (curtes)
- Grundherrschaften
- Einkünften
Die Häufung 1154 im Sottoceneri/Varesotto spricht klar für eine Sammelbestätigung.
2. Talabschnitt Blenio (S. Maria – Olivone – Malvaglia – Semione)
Bedeutung:
- Kerngebiet südlich des Lukmaniers
- Frühmittelalterliche Bindung an Disentis
- Wahrscheinlich Zehntrechte und Patronatsrechte
Hier ging es um:
– Kontrolle über Passabstieg
– Naturalabgaben (Getreide, Vieh)
– kirchliche Einflusszone
Diese Orte sind funktional Transit- und Agrarstützpunkte.
3. Riviera (Biasca – Lodrino – Iragna)
Hier verdichtet sich die Route.
Biasca ist Schlüsselpunkt:
- Knoten zwischen Lukmanier und Gotthard
- Kontrollpunkt über die Talenge
- wirtschaftlich bedeutsam
Müller dürfte hier auf:
– Kirchenrechte
– Zehntbezüge
– vielleicht Eigenkirchen
anspielen.
4. Bellinzona – Ravecchia – Quinto
Bellinzona:
– politischer Machtknoten (Burgen, später Mailand)
– kirchlich umkämpft
Disentiser Rechte hier zeigen:
– frühe Verflechtung nördlich-südlich der Alpen
– Reichskloster mit lombardischer Reichweite
Quinto ist interessant:
– eigentlich Gotthardraum
– zeigt Mehrfachorientierung des Klosters
5. Sottoceneri – Lugano – Varesotto (1154-Gruppe)
Hier wird es ökonomisch relevant:
Orte wie:
– Lugano
– Colla
– Villa
– Barbengo
– Novazzano
– Uggiate
– Varese
– Morazzone
– Cimbro
Deuten auf:
- Weinbaugebiete
- fruchtbare Ebene
- stabile Einkommensbasis
Interpretation:
Das Kloster Disentis war nicht nur alpines Benediktinerkloster, sondern verfügte über ökonomische Ausgleichsräume südlich der Alpen.
Diese Besitzstruktur:
– sicherte Versorgung
– stabilisierte Einnahmen
– machte Disentis zu einem transalpinen Wirtschaftssystem
6. Gesamtstruktur
Was Müller hier vermutlich zeigen will:
- Disentis ist kein isoliertes Alpenkloster.
- Es war Teil einer Reichsachse.
- Die Lukmanierroute war ökonomisch, politisch und kirchlich strategisch.
- 1154 markiert juristische Verdichtung.
Nicht primär Kapellen.
Primär: Rechtsraum, Besitzraum, Transitmacht.
Transalpines Netz Disentis (8.–15. Jh.)
1. Grundthese
Das Kloster Disentis war kein peripheres Alpenkloster, sondern ein transalpiner Akteur mit einem wirtschaftlich und rechtlich gesicherten Netz von Besitz- und Patronatsrechten entlang einer Nord-Süd-Achse: Rheinquelle – Lukmanier – Blenio – Riviera – Sottoceneri – Varesotto.
Die Karte bei Iso Müller visualisiert genau dieses Netz.
2. Netzstruktur (funktional gelesen)
A. Knoten (Nodes)
- Disentis
– geistliches Zentrum
– politisch reichsunmittelbar
– Ausgangspunkt der Route - S. Maria / Olivone
– Passabstieg
– agrarische Basis - Biasca
– Talenge
– Verkehrsknoten Lukmanier/Gotthard - Bellinzona
– strategischer Machtpunkt
– spätere mailändische Dominanz - Lugano / Varese
– ökonomischer Südpol
– Wein- und Flachlandwirtschaft
B. Verbindungen (Edges)
Diese bestanden aus:
- Zehntrechten
- Patronatsrechten über Kirchen
- Grundbesitz
- Hofrechten
- Schutz- und Reichsprivilegien
Das Netz war nicht territorial geschlossen, sondern punktuell gestützt – wie eine Kette von Sicherungspunkten entlang einer Handelsroute.
3. Ökonomische Logik
Alpenraum:
– Viehwirtschaft
– saisonale Produktion
– geringe Überschüsse
Südalpen:
– Getreide
– Wein
– stabile Erträge
Das Netz erzeugte einen klimatischen Ausgleichsraum.
Disentis funktionierte damit als:
– Ressourcen-Integrator
– Transitraum-Verwalter
– juristisch abgesicherter Mehrklimaraum-Betreiber
4. Politische Logik
Lukmanier war Reichsachse.
Disentis profitierte von:
- Kaiserlichem Schutz
- Bestätigungsurkunden (z. B. 1154)
- Reichsklosterstatus
Das Netz stabilisierte Reichspräsenz südlich der Alpen.
5. Kirchliche Logik
Patronatsrechte bedeuteten:
– Einfluss auf Pfarrstellen
– Kontrolle über Seelsorge
– Einnahmen
Kirchen waren keine Frömmigkeitspunkte, sondern Rechtsknoten.
6. Strukturelle Charakteristik des Netzes
- Nicht flächig
- Nicht territorialstaatlich
- Nicht zentralistisch
Sondern:
– punktuell
– juristisch verankert
– ökonomisch rational
– topologisch organisiert
Man könnte sagen:
Ein vormoderner Infrastruktur-Stack.
7. Was Müller implizit zeigt
Nicht:
„wo standen Kapellen?“
Sondern:
„wo lagen Disentiser Rechte entlang einer strategischen Transitachse?“
Die Karte ist weniger Religionsgeschichte als Macht- und Infrastrukturgeschichte.
Wenn du willst, können wir:
– das als Schema (Nordpol – Pass – Engstelle – Südpol) formal modellieren
– oder es mit anderen Klöstern vergleichen (z. B. St. Gallen, Pfäfers, Rheinau)
– oder es als frühes alpines Logistiksystem lesen.
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Spurensuche
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Allgemein
- achtung: bilder (am bsp vom kloster disentis gesehen!) waren völlig falsch. vorsichtig also ;-)
1. Disentis
Sichtbar:
- Klosteranlage (barocke Kirche 1696 ff.)
- Kontinuität als Benediktinerkloster
- Archiv (nicht öffentlich zugänglich ohne Termin)
Hier beginnt alles.
2. S. Maria (Val Blenio)




Sichtbar:
- Pfarrkirche Santa Maria Assunta
- Romanischer Kern
- Alte Dorfstruktur
Mögliche Spur:
Patronatskirche mit mittelalterlicher Kontinuität.
3. Olivone




Sichtbar:
- Pfarrkirche SS. Martino e Giorgio
- Spätmittelalterliche Struktur
- Historischer Dorfkern
4. Malvaglia / Semione



Sichtbar:
- Romanische Kirchenreste
- Serravalle-Burg (territoriale Machtstruktur)
- Alte Agrarsiedlung
Hier sieht man den Übergang von klösterlicher zu weltlicher Territorialmacht.
5. Biasca


Sichtbar:
- Kirche SS. Pietro e Paolo (erhöht, romanischer Ursprung)
- Mittelalterliche Struktur
- Verkehrsknoten bis heute
Das ist ein klarer historischer Knoten.
6. Bellinzona


Sichtbar:
- UNESCO-Burgen
- Cattedrale di San Pietro e Stefano
- Vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtstruktur
Hier war Disentis eingebunden in Hochpolitik.
7. Lugano / Colla / Barbengo

Sichtbar:
- Romanische Kerne in Dorfkirchen
- Weinbauhänge
- Historische Weilerstrukturen
Spur hier weniger monumental, eher strukturell:
Kirchenpatronate, alte Pfarrbezirke.
8. Varese / Morazzone / Cimbro




Sichtbar:
- Mittelalterliche Dorfkirchen
- Sacro Monte (später, aber religiöse Kontinuität)
- Lombardische Agrarlandschaft
Hier wird das „Südpol“-Prinzip sichtbar:
stabile Flachlandökonomie.
Wo du realistisch die deutlichsten Spuren erkennst
- Disentis (Kloster)
- Biasca (Kirche + Topographie)
- Bellinzona (Burgen + Stadtstruktur)
- Olivone (kirchliche Kontinuität)
Im Sottoceneri/Varesotto:
weniger direkte Disentis-Spuren, mehr strukturelle Hinweise (Patronatsgeschichte, Archivquellen).
Wichtig:
Was du heute siehst, ist selten „Disentiser Architektur“.
Was du sehen kannst, ist:
– mittelalterliche Pfarrstruktur
– Lage der Kirchen im Talraum
– topologische Logik der Route
– klimatischer Wechsel
Wonach suchen?
– Zehntrechte
– Präsentationsrechte
– Urkundenbestätigungen
– Besitzkontinuitäten
Direkter:
– heutiges Patrozinium
– mittelalterliche Erstnennung
– bekannte Patronatsgeschichte
– mögliche Disentiser Verbindung.
Start mit Biasca?
Biasca – präzise vertieft



1. Kirche SS. Pietro e Paolo
- Lage: erhöht über dem Dorf → typisch für frühe Pfarrkirchen
- Baukern: romanisch (11.–12. Jh.)
- Apsisstruktur und Mauerwerk sprechen für Hochmittelalter
Das fällt exakt in die Zeit der 1154-Bestätigungen.
2. Historische Funktion Biasca
Biasca war:
- Engstelle der Riviera
- Verkehrsknoten zwischen Lukmanier und Gotthard
- wirtschaftlicher Übergangspunkt vom alpinen in den lombardischen Raum
Wenn Disentis reale Durchgriffrechte hatte, dann hier.
3. Entscheidende Prüf-Fragen
Nicht romantisch, sondern konkret:
- Hatte Disentis das Präsentationsrecht für den Pfarrer?
- Sind in Urkunden Zehntrechte Disentis’ erwähnt?
- Gibt es Hinweise auf inkorporierte Kirchen?
- Taucht „Monasterium Disertinum“ in Tessiner Urkunden auf?
Das sind Archivfragen.
4. Realistisch sichtbare Spuren vor Ort
Was du heute prüfen kannst:
- Alte Inschriften in der Kirche
- Wappen in Altären oder Seitenkapellen
- Hinweise in lokalen Kirchenführern
- Pfarrarchiv (nach Termin)
Die sichtbare Architektur allein beweist nichts – sie liefert nur die Chronologie.
5. Nächster Schritt (operativ)
Wenn du es ernst meinst:
- Staatsarchiv Bellinzona kontaktieren
- Nach mittelalterlichen Patronatsakten zu Biasca fragen
- Spezifisch nach Disentis-Bezug suchen
Alternativ:
Ich rekonstruiere dir die bekannte Urkundenlage zu Biasca aus der Forschungsliteratur.
Entscheid:
Gehen wir
A. archivisch-dokumentarisch
oder
B. bau- und topographisch-analytisch weiter?
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borgio
Via al Convento, 42
6954 Bigorio
jeden letzten sonntag im monat (märz — oktober)
14h museum
17.30h messen
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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
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Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster


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