Die ausserparlamentarische Opposition, kurz APO, ist historisch vor allem in der Bundesrepublik Deutschland der späten 1960er Jahre verortet. Gemeint ist eine Form des politischen Widerstands, die sich ausserhalb des Parlaments organisiert, weil die Opposition im Parlament als zu schwach oder politisch wirkungslos wahrgenommen wird. Genau das geschah nach der Bildung der Grossen Koalition von CDU/CSU und SPD im November 1966: Im Bundestag blieb nur noch eine kleine parlamentarische Opposition übrig, und ein Teil der politischen Kritik verlagerte sich auf Strasse, Universität und Öffentlichkeit. Die APO wurde vor allem von Studierenden und jüngeren Intellektuellen getragen, protestierte gegen autoritäre Strukturen, die Notstandsgesetze, den Vietnamkrieg und die unaufgearbeitete NS-Vergangenheit der Nachkriegsgesellschaft. Ihre eigentliche Hochphase lag ungefähr zwischen 1967 und 1969.
Quellen: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17126/ausserparlamentarische-opposition-apo/ https://www.bpb.de/themen/linksextremismus/geschichte-der-raf/49201/ausserparlamentarische-opposition-und-studentenbewegung/ https://www.bpb.de/themen/zeit-kulturgeschichte/68er-bewegung/51820/denkmodelle-der-68er/
