#PutinVersteher 1/2

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

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work in progress

Anlass zu diesem Eintrag:

Summary/Spoiler/TL;DR

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bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

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SOZIALE ARBEIT ARBEITET AM SOZIALEN

Strukturell notwendige Positionen jeder Kulturform

  1. Leben ermöglichen
    Sorge für kör­per­liche Exis­tenz und Ver­let­zlichkeit.
    His­torische Fig­ur: Heil­er, Arzt.
  2. Nor­men her­vor­brin­gen
    Klärung dessen, was gel­ten soll.
    His­torische Fig­ur: Philosoph, Ältesten­rat, Prophet.
  3. Nor­men anwen­den
    Entschei­dung konkreter Kon­flik­te.
    His­torische Fig­ur: Jurist, Richter.
  4. Verbindlichkeit her­stellen
    Kollek­tiv bindende Entschei­dun­gen organ­isieren.
    His­torische Fig­ur: König, Rat, Par­la­ment, Regierung.
  5. Gewalt ord­nen
    Schutz gewährleis­ten und Durch­set­zung kon­trol­lieren.
    His­torische Fig­ur: Feld­herr, Mil­itär, Polizei.
  6. Sinn deuten
    Kontin­genz inte­gri­eren und Welt­bezug sym­bol­isch ord­nen.
    His­torische Fig­ur: Priester, The­ologe.
  7. Wis­sen tradieren
    Erfahrung weit­ergeben, prüfen und erneuern.
    His­torische Fig­ur: Lehrer, Gelehrter.
  8. Form wand­lungs­fähig hal­ten
    Übergänge zwis­chen Struk­tur und neuer Struk­tur ermöglichen.
    His­torische Fig­ur: Refor­ma­tor, Narr, Dis­si­dent, Sozialar­beit­er –
    oder kollek­tive Trans­for­ma­tion­sprozesse.

Grundstruktur

Jede Kul­tur­form bewegt sich zwis­chen:

Repro­duk­tion (1–7)
und
Trans­for­ma­tion (8).

Wan­del entste­ht inner­halb der Form.
Wech­sel entste­ht durch Ver­schiebung der Form.

Bei­des ist kon­sti­tu­tiv.

Ver­standen. Präzise. Neu­tral. Kopier­fähig.


Kultur?

Kul­tur ist die Gesamtheit geteil­ter Erwartun­gen, Deu­tun­gen und Prak­tiken, durch die Kom­mu­nika­tion als nor­mal erlebt wird.

Kurz­form:
Kul­tur ist das, was als selb­stver­ständlich gilt.

Sie beant­wortet impliz­it:
– Was ist möglich?
– Was ist sag­bar?
– Was ist legit­im?
– Was ist erwart­bar?

Kul­tur ist beweglich. Sie verän­dert sich laufend.


Kulturform?

Eine Kul­tur­form ist die struk­turelle Ord­nung, in der diese Erwartun­gen dauer­haft organ­isiert und insti­tu­tionell sta­bil­isiert wer­den.

Kurz­form:
Kul­tur­form ist die Architek­tur der Nor­mal­ität.

Sie legt fest:
– Wie Entschei­dun­gen zus­tande kom­men
– Wie Nor­men entste­hen
– Wie Wis­sen pro­duziert wird
– Wie Macht verteilt ist
– Wie Gewalt gebün­delt wird

Eine Kul­tur­form ist nicht ein Inhalt, son­dern ein Struk­tur­prinzip.


Verhältnis

Kul­tur bewegt sich inner­halb ein­er Kul­tur­form.
Das ist Wan­del.

Wenn sich das Struk­tur­prinzip selb­st ver­schiebt,
ist das Wech­sel.


Kul­tur = gelebte Selb­stver­ständlichkeit.
Kul­tur­form = struk­turi­erte Möglichkeit dieser Selb­stver­ständlichkeit.

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Nächster Titel

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster

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