#MangrovischesDenken (#AnnMbuti) @DLF @dlfkultur | #Venezia2025

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@dlf | man­groven | Langsam: Mein Blog ist mein Karten­raum und keine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

@dlf | Durch ihre weitverzweigten Stelzwurzeln wirken Man­groven wie urzeitliche Lebe­we­sen ( imago/Volker Preußer)

#Benchmarking (so?)

Auf­bauend auf:

  • Rhi­zom → Mod­ell des Wider­stands (Deleuze)
  • Myceli­um → Mod­ell der Für­sorge (Care, Com­mons)

stellt sich die Frage:

Was bieten uns Man­groven als Mod­ell?

Hier ein präg­nater Dreik­lang:

Vergleich: Rhizom – Mycel – Mangrove

Mod­ellSym­bol­trägerBedeu­tungHal­tung / Hand­lung
Rhi­zomWurzel­ge­flecht hor­i­zon­tal (Deleuze/Guattari)Wider­stand gegen Hier­ar­chie & Zen­trumSub­ver­sion, Net­z­denken
Myceli­umPilzge­flecht unter der ErdeFür­sorge, kollek­tive Intel­li­genz, Kom­mu­nika­tionPflege, Com­mons, Regen­er­a­tion
Man­groveStelzwurzeln im Brack­wass­erKoex­is­tenz im Über­gang, Resilienz, Bal­anceRela­tion, Gren­zarbeit, Anpas­sung mit Hal­tung

Mangrove = Modell der Relation & Resilienz

– Sie hält, was andere tren­nt: Land und Meer, Salz und Süss.
– Sie lebt im Schwellen­raum – nicht entwed­er-oder, son­dern sowohl-als-auch.
– Sie schützt andere, ohne sich selb­st zu ver­fes­ti­gen.
– Sie bal­anciert – kein Wider­stand um des Wider­stands willen, son­dern Über­leben durch Ein­lassen.

Formelvorschlag:

Rhi­zom ist radikal.
Man­groveist für­sor­glich.
Mycel ist beziehungs­fähig.

Oder in einem Satz:

Wenn das Rhi­zom sich gegen das Zen­trum wen­det, das Mycel das Ver­bor­gene verbindet, dann zeigt uns die Man­grove, wie man im Sicht­baren schützt, was nicht sicht­bar ist.

Man­groven verbinden ter­restrische und marine Ökosys­teme — Foto: damedias/ stock.adobe.com | das passt zu unser­er aktuellen reise #Venezia2025:

Wenn wir das in deine Vier-Kul­tur­form-Logik ein­bet­ten (—, +, ≠, #), ergibt sich fol­gende klar struk­turi­erte Zuord­nung:

1. Vier symbolische Vegetationsformen als Kulturmodelle

Kul­tur­formSym­bol­is­che Veg­e­ta­tionFunk­tion / Hal­tungZeitlich­er Kon­text
— (Archaik)Baum (z. B. Eiche)Stand, Stamm, Ord­nung, Ver­tikalitätHerkun­ft, Wurzel, Autorität
+ (Antike)Man­groveÜber­gang, Rela­tion, SchwelleZwis­chen­räume, Koex­is­tenz
≠ (Mod­erne)Rhi­zomWider­stand, Ent­gren­zung, Dezen­tral­itätSub­ver­sion, Kri­tik, Anti-Sys­tem
# (Next Soci­ety)MyzelFür­sorge, Sym­biose, post-indi­vidu­ellCom­mons, Care, regen­er­a­tive Kul­tur

2. Interpretation deiner Frage

  • Man­groven = Über­gangs­denken
    → Sym­bol­isieren den kul­turellen Zus­tand, in dem alte For­men nicht mehr tra­gen, neue aber noch nicht wurzeln.
    → Schwellen­räume, Flu­id­ität, ökol­o­gis­che Bal­ance im Chaos.
  • Myzeli­um = näch­ste Kul­tur­form (#)
    → Unsicht­bare, dezen­trale Intel­li­genz.
    → Post-repräsen­ta­tion­al, com­mons-basiert, inter­spez­i­fisch, car­ing.

3. Reframing der populären Formel

Rhi­zom war das Denkbild des späten 20. Jahrhun­derts: zer­set­zend, anti-hier­ar­chisch.
Man­gro­visch ist das Denkbild der Gegen­wart: inter­mediär, schwellen­be­wusst.
Myzelisch ist das Denkbild der Zukun­ft: sym­bi­o­tisch, regen­er­a­tiv, ver­net­zt.

#Ann­M­bu­ti & #Adri­an­Notz beim #Man­groov­ing in #Caschlatsch