M/ein Blog ist m/ein Kartenraum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man publiziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreibstand | warum ich nicht publiziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.
- wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
- wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
- wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
- wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an expertisen.
soziale arbeit als arbeit am sozialen:
handeln = unterscheiden — beobachten — unterscheiden
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Anlass zu diesem Eintrag:

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Summary/Spoiler/TL;DR

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bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
Politiker beim Wort nehmen, wäre dumm.
@sms2sms
- Politiker nicht beim Wort nehmen, auch.
Politische Sprache
Politische Sprache sucht möglichst hohe Zustimmung und minimiert Risiko. Sie produziert Sicherheit durch Vereinfachung. Bedrohung wird verstärkt, Stolz wird versprochen. Die Rechnung geht nur auf, solange niemand die Frage nach der wirklichen Wirklichkeit stellt.
Politische Sprache sucht möglichst hohe Zustimmung und verwaltet Unsicherheit. Sie verkauft Bedrohung als Notwendigkeit und Stolz als Belohnung. Damit verschiebt sie Verantwortung von Strukturen auf Stimmungen.
Politische Sprache sät Affekte und mäht Zustimmung. Bedrohung mobilisiert. Stolz stabilisiert. Dazwischen entsteht kein Denken, sondern Reflex. Genau dort beginnt das Problem.
Angst trifft immer zu.
Prof. Dr. Maren Lehmann
Jede Sprache hat ihren Stolz
- Politische Sprache trennt Freunde von Feinden.
- Juristische Sprache trennt Recht und Unrecht.
- Ökonomische Sprache trennt Gewinn und Verlust.
- Medizinische Sprache trennt Gesundheit und Krankheit.
- Wissenschaftliche Sprache trennt wahre Aussagen von falschen.
- Administrative Sprache trennt Ordnung und Ausnahme.
- Technische Sprache trennt Funktion und Fehler.
- Pädagogische Sprache trennt Leistung und Defizit.
- Militärische Sprache trennt Politik und Frieden.
- Soziale Sprache trennt Hilfe und Kontrolle.
- Mediale Sprache trennt Aufmerksamkeit und Bedeutung.
- Theologische Sprache trennt Hoffnung von Verzweiflung.
Darum haben sich damals — in der Kulturform der Moderne! — die Naturwissenschaften auf die Sprache der Mathematik fokussiert:
- Die Sprache der Mathematik öffnete Räume, wo gar keine Feindschaft nötig war.
- Die Sprache der Mathematik nutzte Streit zur Ermöglichung von Erkenntnis.
- Die Sprache der Mathematik kümmerte sich um Verfahren und weitete das Denken ins Offene.
Die Kulturform der Moderne ist entzaubert. Schon lange. (Oder in der Sprache von RTR: Die Zeit der #Zuckerbäcker ist vorbei.) Jetzt geht es anders weiter. GOTT SEI DANK ;-)
“Du führtest meine Schritte ins Weite…” intonieren in gregorianischem Gesang wöchentlich neu die Mönche im Kloster Disentis, seit gundertrn von Jahren (Psalm 118,5) oder beziehen sich auf Lukas 5,4:
DUC IN ALTUM
Wahlspruch von Abt Vigeli, OSB
Wo war ich?
- Ahja: Wer bedroht das Oberland, Martin Candinas? Zugezogene, welche (auch nach 15 Jahren!) keinen einzigen Satz Sursilvan sprechen?
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Ohne Identität, keine Bedrohung.
Ohne Identität, keine Bedrohung. Bedroht wird nicht, was fehlt, sondern was feststeht. Je enger die Linie gezogen wird, desto mehr Menschen stehen plötzlich draussen.
– Hier zum Beispiel die Portugiesen, ohne die keine Strasse und keine Eisenbahn im Tal passierbar wären.
– Oder die Betreuung der Alten und Kranken in Spital und Altersheim, die von engagierten Frauen aus Osteuropa sichergestellt wird.
– Selbst die Priester reisen aus Indien an, um Kinder zu taufen, Kranken die letzte Ölung zu spenden und Beerdigungen durchzuführen.
Ohne Identität, keine Bedrohung. Bedrohung entsteht erst, wenn ein Wir definiert ist. Dann wird jedes Du automatisch verdächtig.
Ohne Identität, keine Bedrohung. Wer Identität schützt, glaubt oft, sie sei zerbrechlich. Dabei bricht nicht Identität, sondern ihr Verständnis.
„Wenn Zugezogene kein Romanisch lernen, wird die Identität der Surselva bedroht,” sagt Martin Candinas. Das klingt nach fürsorglicher Sorge um die Sprache des Herzend, verweist aber ebenso laut auf die Angst vor offener Durchlässigkeit…
Was, wenn Unterländer, Fremde, plötzlich jene Fragen stellen, welche die Identität des Oberlandes zerstörten, zermalmten, pulverisierten?
Wenn das Oberland eine (von anderen vergangenen) Identitäten hatte, dann wäre als die noch heute leicht auffindbare Kulturform des Alpin-Barocks zu nennen, welcher sich als Ultramontanität ausformuliert hat…
Davor wäre nicht nur die rätische Kulturform im Tal leicht zu finden… sondern auch Zeugnisse aus der alpinen Bronzezeit, lange vor den Imperien der Römer und den aktuellen Amerikanern… (so?)
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Sprache als das hässlichste Mittel zur Inszenierung von Identität:
Im SRF-Podcast «Dini Mundart» vom Schweizer Staatsfunk mit Host Nadia Zollinger und Sprachexperte Markus Gasser sprechen die beiden mit Martin Candinas… Die Inszenierung von Rätoromanisch hat eine hässliche Vorgeschichte: Prof. Dr. Rico Valär und ist gerade darum so hoch aktuell. Leicht zu zeigen wäre auch, wie sich der Staatsfunk — wissenschaftlich gedeckelt — präzis aus den nationalistischen Schubladen bedient, in welche dann auch Martin Candinas fällt…
Sammlungen von Inszenierungen: 2012, 2021 …, kommt morgen 27.11.2025: Die Scham der Bündner Oberländer über ihren Dialekt).
Scham und Stolz: viel tiefer in die #UserNeeds kann Propaganda nicht abtauchen…

Wovon Markus Gasser nichts wissen will?
In Chur machte man Witze über das Oberland – nicht um es zu verletzen, sondern um es zu öffnen. Humor war die Eintrittskarte der Moderne. Das Lachen machte das Erzkonservative Oberland mit den sozial-liberal Zielen verträglich. Nicht das Oberland änderte sich zuerst, sondern der Blick auf das Oberland.
Das ist “natürlich” kein “klassischer” Oberländerwitz. Das ist vermutlich irgend was valserisches. Keine Ahnung… “Klassisch” wäre (in meinem Beuteschema), wenn die Oberländer lächerlich gemacht würden… aber… bin noch am rumsuchen… jedenfalls schönes Beispiel, dass sich die Oberländer schon immer lächerlich gemacht haben über die Fremden… oder eben: “die Touristen” ;-)
Über die Sprache kulturelle Identität politisch zu missbrauchen ist die hässlichste alle Manipulationen von Propaganda:
- Sie macht Menschen nicht sichtbar, sondern verfügbar.
- Sie verwandelt Zugehörigkeit in ein Werkzeug der Ausgrenzung.
- Sie packt Menschen im Herzen und und ermordet Empathie und Resonanz.
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Dr. Adolf Collenberg schlägt vor, dass insb. 2 Treiber das Oberland zerstört haben…
- Subventionen
- Investitionen in Tourismus
Dabei übersieht er den damaligen Megatrend des - Umbaus der Landwirtschaft
- Die 2. und 3. Industrielle Revolution von Motorisierung und Automatisierung
abernu… in allen 4 Punkten ging gar nix ohne Parteienpolitik und in den ersten zwei Punkten wäre Martin Candinas “im Auge des Sturms” (so?)
Es waren Professionelle, welche ganz professionell die Kulturform im Widerstand gegen die negativen Auswirkungen einer sozial-liberalen Politik zerstört haben:
- Politiker
- Journalisten
- Architekten
- Regionalplaner
- Juristen
- Ingenieure
- …
- …
- …
Sie verteilten Subventionen. Dem hier etwas, dem Andern dort ein bisschen.
Sie nannten es Fortschritt, Freiheit, Offenheit.
Die Kinder der Bauern wurden über Nacht reich. Je grösser, länger und höher die Bausünden, um so lauter das Gejubel der Dorfpräsidenten.
Schnell war die #Sakrallandschaft zerstört. Die Berge gelöchert wie jener Käse aus dem Tal der Emme. Tourismus und globale Immobilienspekulation wird so inbrünstig als alternativlis gehuldigt, wie die Priester jede hingehaltene Drohne ihrer sie angeblich schützenden Potentaten beweihräuchern…
WAS FÜR EIN DESASTER.
Und die Enkel? Die mit ihren Eltern geflohenen können sich eine Rückkehr gar nicht mehr leisten.
Dafür gibts einen Fachbegriff: Gentrifizierung.
Nirgends auf der ganzen Welt wird #TheGreatReset @WEF so vorauseilend umgesetzt wie im Kanton Graubünden durch Parteienpolik und ihre Herren Regierungsräte…
Wer bedroht die Identität der Cadi, Martin Candinas?
Ein Tal, welches seit hunderten von Jahren immer wieder neu Wege erfunden hat, dem Treiben der Welt eine gänzlich andere Praxis entgegen zu stellen…
#RerumNovarum Revisited
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Und wenn es dann doch noch mal zur Sprache käme…
War rückblickend das millionenschwere Programm der sogenannten Sprachschützer mit ihrem Rumantsch Grischun (RG) nicht doch die viel grössere Bedrohung für Sursilvan?
UND: das millionenschwere Programm der automatischen Übersetzung, welche SRGSSR, Teletext und RTR gefahren haben und der Bevölkerung nie zugänglich gemacht worden ist — #öGöG öffent.iches Geld — öffentliches Gut — ist diese Möglichkeit nicht das viel bessere Schutzuprogramm für Minderheitensprache?
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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) |
Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2smsAbout @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster


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