Moralkommunikation ermöglicht soziale Achtung und Missachtung. Sie markiert, welche Menschen, Aussagen oder Handlungen als achtbar, anständig, angemessen und anschlussfähig gelten — und welche nicht.
@sms2sms
Moralkommunikation beobachtet und bewertet Menschen, Aussagen oder Handlungen entlang moralischer Leitunterscheidungen wie ((gut)böse),((anständig)unanständig) oder ((unangemessen)angemessen).
Sie nimmt moralische Qualität an, wenn sie Achtung oder Missachtung zum Ausdruck bringt.
Zur Zerfallsform von Kommunikation wird sie, wenn moralische Markierung Strukturbeobachtung ersetzt.
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Anlass zu diesem Eintrag:
Zum aktuellen Thread, in welchem ich diesen Eintrag begleite und diskutiere:
#KI-generierte Anträge werden nicht bearbeitet.
— André Rieu (@superrieu) May 24, 2026
Herzlichst, #lesemontag pic.twitter.com/Hv0ML8NhB9
Summary/Spoiler/TL;DR
Kernsatz:
Bei Luhmann ist Moral ein Kommunikationsmedium. Hier wird Moral zur Problemform, sobald sie Struktur durch Personalisierung ersetzt.
Noch knapper:
Soziologie beschreibt, wie Moral funktioniert. SozialeArbeit beschreibt, was passiert, wenn Moral im Zerfall der Kulturform der Moderne Strukturbeobachtung verdrängt.
bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
Was ist Kommunikation?
Kommunikation ist die Operation des Sozialen: Information, Mitteilung und Anschluss fallen zusammen. Nicht Menschen kommunizieren, sondern Kommunikation kommuniziert.
(…)
(…)
Kommunikstion bei Luhmann:
Niklas Luhmann: Die Gesellschaft der Gesellschaft. #GdG Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1997, S. 396 ff.
Dort beginnt das Unterkapitel:
„XIII. Moralische Kommunikation“
Wichtige Stellen daraus:
„Moral ist, anders gesagt, nicht etwa angewandte Ethik. Vielmehr gewinnt sie ihr Medium durch Bezugnahme auf Bedingungen, unter denen Menschen sich selbst und andere achten bzw. missachten.“ (S. 397)
Und zentral:
„Diese Erfordernisse werden zusammengefasst in der Form einer binären Codierung …“ (S. 397)
Das ist entscheidend: Moral wird bei Luhmann als binäre Codierung beschrieben.
In der Fussnote 357 verweist Luhmann dann auf seine frühere Arbeit:
Niklas Luhmann: „Soziologie der Moral“, in:
Niklas Luhmann / Stephan H. Pfürtner (Hrsg.), Theorie, Technik und Moral. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1978, S. 8–116.
Das ist vermutlich die präziseste Einzelquelle zur Moralkommunikation bei Luhmann.
Und spannend auf deiner Seite: Luhmann spricht dort nicht primär von gut/böse, sondern von: Achtung / Missachtung.
Das passt extrem gut zum Quadrat:
- Moral
- Moralismus
- Struktur
- Zynismus
Denn Achtung/Missachtung ist bereits sozialer und relationaler als bloss gut/böse.
#Lesemontag
#Lesemontag
Vielleicht könnte #Lesemontag genau dieses Kapitel noch einmal gemeinsam lesen:
Niklas Luhmann: Die Gesellschaft der Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1997, S. 396 ff., Abschnitt XIII: „Moralische Kommunikation“.
Nicht um Moral zu kritisieren. Sondern um genauer zu beobachten, was geschieht, wenn Kommunikation entlang von Achtung/Missachtung organisiert wird.
Denn eine Frage lässt mich nicht los:
Warum spricht der radikal antihumanistische Luhmann ausgerechnet hier so auffällig von „Menschen“?
„… Bedingungen, unter denen Menschen sich selbst und andere achten bzw. missachten.“
Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft, S. 397.
Ist das bloss Semantik? Oder kehrt in der Moralkommunikation tatsächlich „der Mensch“ zurück — als zurechenbare Adresse von Schuld, Verantwortung, Anklage und Ausschluss?
Vielleicht erkennt man Moralkommunikation genau daran: dass der Mensch wieder ins Zentrum aller Überlegungen verlangt wird.
Nicht als Beobachter.
Nicht als Teil von Struktur.
Sondern als Angeklagter.
Und vielleicht liegt genau dort die eigentliche Pointe des gegenwärtigen Revivals:
Schuld ohne Erlösung.
Gericht ohne Gnade.
Moral ohne Vergebung.
Wozu Moral?
Moral ist die Ordnung des menschlichen Handelns (vor Gott,) vor dem Gewissen und vor dem Nächsten.
Klassisch Katholisch: Moral betrifft frei gewählte menschliche Handlungen. Sie werden nach drei Quellen beurteilt: Gegenstand der Handlung, Absicht und Umstände.
Moral beobachtet entlang personalisierbarer Zuschreibungen. Darum funktioniert Moral so gut mit:
- Schuld
- Verantwortung
- Haltung
- Charakter
- Anerkennung
- Ausschluss
Dagegen setzten sich Systemtheoretische Ansätze und favorisierten die Beoachtung von Struktur. Jetzt werden Relationen, Bedingungen, Formen, Regeln, Kopplungen, Wiederholungen beobachtet.
Sehr grob:
Moral fragt:
Wer ist gut? Wer handelt richtig?
Struktur fragt:
Wie wird etwas möglich? Wie stabilisiert es sich?
Oder noch schärfer:
Moral beobachtet Verhalten.
Struktur beobachtet Bedingungen.
(…)
(…)
(…)
(…)
| Begriff | Aspekt |
|---|---|
| Moral | Orientierung des Handelns am Guten |
| Struktur | Ordnung der Bedingungen, in denen Handeln geschieht |
| Moralismus | moralische Bewertung ohne Barmherzigkeit und Kontext |
| Zynismus | Strukturwissen ohne Hoffnung auf Umkehr oder Veränderung |

Die Beobachtung der Beobachtung
Moral ohne Strukturbeobachtung kippt in Moralisierung.
Strukturbeobachtung ohne Moral kippt in Zynismus.
Zynismus sieht die Struktur, rechnet aber nicht mehr mit Veränderbarkeit. Zynismus ist Strukturbeobachtung ohne Möglichkeitssinn.
(…)
(…)
Nächster Titel
(…)
(…)
(…)
Unsere Kurve 2
Kurve (2) in deinem Diagramm beschreibt genau diese Rückkehr von Moral als dominanter Beobachtungsform.
Dort steht ja bereits fast exakt:
- Moderne → wahr / falsch
- Zerfall → legitim / fake
- Rückkehr von Moralkommunikation → gut / böse
Und jetzt habt ihr plötzlich ein Quadrat, das zeigt, warum Kurve (2) so instabil wird:
| produktive Form | Zerfallsform |
|---|---|
| Moral | Moralismus |
| Struktur | Zynismus |
Das ist stark, weil es die Falle auf beiden Seiten sichtbar macht.
Denn:
- die Moralseite kippt in moralische Markierung
- die Strukturseite kippt in kalte Entleerung
Und genau da wird Kurve (2) interessant:
Sie ist weder einfach „moralisch“ noch „strukturell“, sondern oszilliert hysterisch zwischen Moralismus und Zynismus.
Das passt erstaunlich präzise zu:
„Fake“
„Narrativ“
„toxisch“
„Schwurbler“
„Systemmedien“
„alles gekauft“
usw.
Also:
moralische Überhitzung ↔ zynische Entleerung.
Und mitten darin zerfällt moderne Wahrheitskommunikation.
(…)
(…)
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Nächster Titel
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(…)
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Nächster Titel
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Nächster Titel
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Nächster Titel
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Nächster Titel
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Nächster Titel
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(…)
(…)
Nächster Titel
(…)
(…)
(…)
(…)

What MASK are you wearing?
Not the fake one.
The functional one.
The one that helped you lead, succeed, and stay in control.
Most leaders never question it.
They keep delivering.
Keep achieving.
Keep moving.
And wonder why it never feels like enough.
This is not always a performance problem.
It is often a mask problem.
This week, at International Coaching Week with Singapore Chapter of ICFInternational Coaching Federation, I shared a new framework for the first time:
Coaching the Mask : The 5 Masks Your Client Has Never Been Asked About
And as I shared it, I realised:
I wear all five myself.
1. The Persona — What the world sees
MasterCertified Coach. Founder.
Coaching school across three continents.
Polished. Credible. Always moving.
→ And you, what version of you do people usually see?
2. The Performer — Who you think you must be
I must know it all in coaching.
I must have the clear vision as a founder.
I can’t be seen not knowing.
Must…Should..Have to …Internal pressures
ASK → Who do you feel you must be ?
3. The Protector — What you do when pressure hits
You default response under stress.
For me: action. More projects. More doing. doing. doing.…
If I stay busy enough, I don’t have to feel what’s underneath.
ASK → Who are your under pressure ? What is the cost?
4. The Story — The belief running the show
If I stop, things will fall apart.
If I don’t achieve, I won’t be respected.
Or loved.
Quietly. Efficiently. Destructively.
ASK → What belief is quietly driving your behaviour?
5. The Core — Who you REALLY are when the mask softens
I want…
To create.
To inspire.
To connect deeply.
To be present, not just productive.
From DOING to BEING.
ASK → Who are you when you stop performing?
The mask is not the enemy.
It is the protection.
Your job as a leader or a coach is not to rip it away.
It is to create enough safety for it to soften.
That is where REAL transformation begins.
We wear masks to BELONG.
We loosen them to BECOME.
(If it resonated, save it. Share it. Some
What MASK are you wearing?
Not the fake one.
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The one that helped you lead, succeed, and stay in control.
Most leaders never question it.
They keep delivering.
Keep achieving.
Keep moving.
And wonder why it never feels like enough.
This is not always a performance problem.
It is often a mask problem.
This week, at International Coaching Week with Singapore Chapter of ICFInternational Coaching Federation, I shared a new framework for the first time:
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And as I shared it, I realised:
I wear all five myself.
1. The Persona — What the world sees
MasterCertified Coach. Founder.
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Polished. Credible. Always moving.
→ And you, what version of you do people usually see?
2. The Performer — Who you think you must be
I must know it all in coaching.
I must have the clear vision as a founder.
I can’t be seen not knowing.
Must…Should..Have to …Internal pressures
ASK → Who do you feel you must be ?
3. The Protector — What you do when pressure hits
You default response under stress.
For me: action. More projects. More doing. doing. doing.…
If I stay busy enough, I don’t have to feel what’s underneath.
ASK → Who are your under pressure ? What is the cost?
4. The Story — The belief running the show
If I stop, things will fall apart.
If I don’t achieve, I won’t be respected.
Or loved.
Quietly. Efficiently. Destructively.
ASK → What belief is quietly driving your behaviour?
5. The Core — Who you REALLY are when the mask softens
I want…
To create.
To inspire.
To connect deeply.
To be present, not just productive.
From DOING to BEING.
ASK → Who are you when you stop performing?
The mask is not the enemy.
It is the protection.
Your job as a leader or a coach is not to rip it away.
It is to create enough safety for it to soften.
That is where REAL transformation begins.
We wear masks to BELONG.
We loosen them to BECOME.
(If it resonated, save it. Share it. Someone in your team needs to read this today.)
one in your team needs to read this today.)
du #chatGPT, ist das auch #MoralKommunikation?
Das ist Coaching-Kommunikation im Modus psychologisierter Moralkommunikation.
Nicht plump gut/böse, sondern subtiler:
| Ebene | Beobachtung |
|---|---|
| Leitunterscheidung | Maske / wahres Selbst |
| Problemform | Du funktionierst, aber bist nicht echt |
| Erlösungsform | von Doing zu Being |
| Autorität | Coach als Entlarverin der verborgenen Wahrheit |
| Versprechen | Transformation durch Selbstenthüllung |
| Druckform | Wer nicht resoniert, trägt noch Maske |
Es ist keine Strukturbeobachtung. Es fragt nicht:
Wie erzeugen Organisationen Leistungsdruck?
Welche Anordnung zwingt zu Rollen?
Welche Zugänge werden blockiert?
Welche Legitimation zählt?
Welche Durchsetzung stabilisiert das Setting?
Stattdessen wird das Problem in die Psyche verschoben:
Maske, Schutz, Glaubenssatz, Core, Transformation.
Das ist typisch spätmoderne Coaching-Sprache: Sie nimmt reale strukturelle Zumutungen und übersetzt sie in individuelle Selbstbearbeitung.
Kurzform:
Diese Kommunikation moralisiert nicht aggressiv, sondern therapeutisiert: Sie macht aus strukturellen Bedingungen ein inneres Maskenproblem.
(…)
(…)
Nächster Titel
(…)
(…)
(…)
Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
(…)
(…)
(…)
Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
(…)
(…)
(…)
Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster


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