Die geistigen La-Ola-Bewegungen um die #Radiotheorie nach #BertBrecht in den Geistes- und Sozialwissenschaften: Eine biografische Notiz (so?)

Memos & Links zum Kurzinput #Radiotheorie vom 18.08.2021
Die ganze Playliste: WikiDienstag.ch ProdUsing #DataLiteracy

WORK IN PROGRESS

Rasche Notizen für einen möglichen Input…

Emo-Einstieg & Cliffhanger

Mein Name ist Stefan M. Seydel. Ich wurde in Berlin akademisch zertifiziert. Soziale Arbeit macht zwar typischerweise nicht Medientheorie, aber ohne «Kommunikation» ist mein Job, mein Beruf, meine Profession, meine Disziplin nicht denkbar.

In Berlin hat mir einer meiner Professoren unter Tränen die Radiotheorie nach Bert Brecht erzählt. Und weil ich in jener Zeit den Eindruck hatte, dass ich mehr lerne, wenn ich in der Volksbühne bin, als im Vorlesungssaal, habe ich auch eine intensive, emotionale, auf- und anregende Beziehung zum Theater – und damit auch zu Bertold Brecht.

In diesem kleinen Input möchte ich eine – weniger «kurze», als umstandlos – «Eine überhastete Geschichte der Kommunikation» erzählen.

  • Ich will herausfinden, ob die Geschichte plausibel klingt.
  • Ich will herausfinden, ob das eine Einleitung sein könnte für meine Studierenden der Sozialarbeit, mit welchen ich an der Fachhochschule Ost zu «Aussendarstellung von Sozialen Organisationen» zu arbeiten habe.
  • Ich will herausfinden, ob diese Geschichte ein Zugang zu meiner Suchbewegung nach «Elementen einer nächsten Kulturform» sein könnte.

Radiotheorie ist ein Konvolut von Textfragmenten des grossen Dramatikers, Regisseurs, Autors von vielen bekannten Theaterstücken Berthold Brecht. Er machte vor hundert Jahren Aussagen wie:

«Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln.» (Radiotheorie, Wikipedia)

Und er wusste schon in seiner Zeit, dass diese Forderung total utopisch klingen musste. Fragte aber dann gleich:

«Sollten Sie dies für utopisch halten, so bitte ich Sie, darüber nachzudenken, warum es utopisch ist.“ (Radiotheorie, Wikipedia)

Und er hoffte:

„Undurchführbar in dieser Gesellschaftsordnung, durchführbar in einer anderen, dienen die Vorschläge, welche doch nur eine natürliche Konsequenz der technischen Entwicklung bilden, der Propagierung und Form dieser anderen Ordnung.»

Samuel Morse, Bert Brecht, Hans Magnus Enzensberger

Ohne anrüchig zu werden, darf behauptet werden, dass das anoynme, massenhafte Publizieren vor 500 Jahren dominant geworden ist. Die Druckmaschinen standen vor 200 Jahren in jedem Dorf und haben massgeblich den Diskurs zwischen Menschen dominiert.

Vor 200 Jahren ist aber auch die Elektrizität in MENSCHLICHE KOMMUNIKATION eingeschlagen wie der Blitz: Samuel Morse entwickelt «elektromagnetische Schreibtelegrafen» und ein Schreibcode, welcher bereits deutlich auf einen wenig später genutzte 0:1‑Codierung verweist. Loch oder nicht Loch, wird schon bald Maschinen antreiben. Gleich mehr davon. Zuerst aber:

Im Unterschied zum Flugblatt und zum Buch, unterscheidet die Infrastruktur des Samuel Morse nicht mehr, in welche Richtung «distribuiert» wird. Das Stromsignal – ganz anders als der auf tote Bäume aufgepresste Buchstabe – ist die Sende-richtung egal…

Seit 200 Jahren nutzen Menschen die technischen Möglichkeiten eines «Kommunikationsapparates», welcher aber streng als «Distributionsapparat» genutzt wird.

1:1 – 1:n – n:1 – n:n

Definition #Massenmedien (zitert nach Niklas Luhmann, welche dabei allerdings nur eine damals gängige und geläufige Definition aufgerufen hat.)

Das Theater ist nach dieser Definition freilich KEIN Massenmedium.

Ada Lovelace und Sadie Plant

Die Reflektion des Speichers

Kollaborative Schreibsysteme

#Closed #Gated #Open #Free

«Kommunikation kommunziert, nicht Menschen.»

Die Tradition des Radikalen Konstruktivismus: Jesus, Kopernikus, Immanuel Kant, Paul Watzlawick, Niklas Luhmann (so?)

Wiseo soll von Kommunikation ausgeschlossen werden, was kommunzieren kann?

Wenn Bots schon heute Text in Zeitungen schreiben, ist das ein Problem?

- + ≠ #kulturlǝsɥɔǝʍ ¯\_(ツ)_/¯

- + ≠ #kulturlǝsɥɔǝʍ ¯\_(ツ)_/¯
Die Elemente einer nächsten #KulturForm
https://www.carl-auer.de/magazin/kulturwechsel

DIE WELT IST EIN GESRPÄCH

Ungeordnete Sammlung von Fragen für eine Einzelarbeit in einer kollaborativen Schreibumgebung:

  1. Wenn wir von #Aussendarstellung von Organisationen sprechen: Im kollaborativen Schreibdokument sammeln wir Kriterien, welche ersichtlich macht, was «Aussendarstellung» von «Innendarstellung» unterscheidet.
  2. Wenn wir von #Öffentlichkeitsarbeit sprechen: Was ist dann die andere Seite von «Öffentlich»?
  3. Können Sie sich vorstellen, wie das entsprechende Kommunikationsmodell aussieht?
  4. Was ist der Unterschied zwischen Aussendarstellung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, PR (Public Relation) und Propaganda?
  5. Bert Brecht hat Distribution und Kommunikation unterschieden: Können Sie sich vorstellen, wie das entsprechende Kommunikationsmodell aussieht?
  6. Sammeln Sie in der Liste (in der kollaborativen Schreibumgebung) Definitionen von Kommunikation?

/end | Anhänge, Links, Fundstücke

«Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln.» (Radiotheorie, Wikipedia)

„Undurchführbar in dieser Gesellschaftsordnung, durchführbar in einer anderen, dienen die Vorschläge, welche doch nur eine natürliche Konsequenz der technischen Entwicklung bilden, der Propagierung und Form dieser anderen Ordnung. […] Sollten Sie dies für utopisch halten, so bitte ich Sie, darüber nachzudenken, warum es utopisch ist.“ (Radiotheorie, Wikipedia)

Der Baukasten zu einer Theorie der Medien ist eine sozialistische Medientheorie von Hans Magnus Enzensberger. Der Medienbaukasten knüpft an die Kritik der Kulturindustrie durch die Frankfurter Schule an, steht zugleich jedoch in der emanzipatorischen Tradition von Bertolt BrechtsRadiotheorie. Der Medienbaukasten wurde erstmals 1970 in der von Enzensberger herausgegebenen Zeitschrift Kursbuch publiziert. (Wikipedia)

Experimente

Die Metapher Wikipedia

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): TwitterWikipediaYoutube (aktuell), SoundcloudInstagramSnapchatTikTokTwitch

Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialarbeiter, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Pendelte bis 2010 als Macher von rebell.tv zwölf Jahre zwischen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Ruhendes Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Ende 2018 entwickelte er in Zürich-Hottingen in vielen Live-Streams – u.a. in Zusammenarbeit mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz – den Workflow WikiDienstag.ch, publizierte während der Corona-Krise in der NZZ einen Text über Wikipedia, initiierte das #PaulWatzlawick-Festival 2020 mit und sammelt im Blog von Carl Auer Verlag, Heidelberg, «Elemente einer nächsten Kulturform». Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegründeten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträgen der FH St. Gallen, Gesundheitsdirektion Kanton St. Gallen, Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der EU aus einer Anstellung als Leiter Impuls- und Pilotinterventionen für die Aids-Hilfe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mitten in die Schweizer Alpen.

Textsorte: (6) Drama
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)


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