Jona und der Fisch, islamische Miniatur

Die Geschichte von Jona | Sefer Yonah | Nachmittagslesug an Yom Kippur | Eine Annäherung

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

soziale arbeit als arbeit am sozialen:
han­deln = unter­schei­den — beobacht­en — unter­schei­den

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Anlass zu diesem Eintrag:

Heute — 24. Novem­ber 2025 — feiern wir mit den Mönchen im Kloster Dis­en­tis den Heili­gen Colum­ban. In unserem Alpen­tal ste­ht er neben Benedikt & Scholasti­ka und Placidus & Sigis­bert, oder auch Karl der Grosse – Fig­uren aus ein­er Zeit, in der die mod­erne Geschichtss­chrei­bung ihre Bedin­gun­gen noch nicht geset­zt hat­te: nichts ohne Arte­fakt, nichts ohne Quelle, nichts ohne beleg­bare Spur, alles in eine lin­eare Zeitachse ges­pan­nt, son­dern aus Wegen, Reisen, Räu­men, Orten, Begeg­nun­gen und Erzäh­lun­gen. Eine Ord­nung, in der die Lin­ien nicht ger­ade ver­laufen, son­dern sich kreuzen, verzweigen und wieder zusam­men­find­en.

Colum­ban zieht durch die Län­der, wird hier zum Abt, begeg­net dort den Wölfen, und bleibt über­all ein Lehrer für ein gutes Leben. In ein­er solchen Welt ist Wan­del kein Pro­jekt, son­dern ein Ruf zur Umkehr.

Dieser Ein­trag geht der Geschichte von Jona nach und sucht nach Hin­weisen ein­er näch­sten Kul­tur­form ent­ge­gen­zuge­hen – da die Eigene, eklig gewor­dene Kul­tur­form, sicht­bar an ihre Gren­zen gekom­men ist…

Wer solchen Geschicht­en fol­gt, merkt schnell, dass es nicht die lin­earen Abläufe sind, die tra­gen, son­dern der Moment selb­st. Der Moment, in dem man geht oder ste­ht, etwas gibt oder empfängt, arbeit­et oder ruht. Der Moment, der durch die Zeit trägt und Räume als weit geöffnet offen­bart, ver­bun­den mit der Ord­nung von vorher und eben doch ganz anders im Hier und im Jet­zt.

So zeigt sich eine näch­sten Kul­tur­form (welche wir im Übri­gen #Com­moroque nen­nen wollen): nicht als Konzept, nicht als Pro­jekt, son­dern als Ver­trauen in eine Art und Weise des Han­delns, welche sich eben ger­ade nicht mehr aus The­o­rie und Prax­is der Kul­tur­form der Mod­erne ableit­et. Eine Art und Weise, die im Moment entste­ht und genau deshalb frei ist von dem, was die eigene Kul­tur­form in der Block­ade fest­gezur­rt hält.

Summary/Spoiler/TL;DR

work in progress

(…)

(…)

(…)

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

#TheLuhmannMap
#TheStaubBernasconiMatrix
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Angst WIRkung ProphetWie?

“angst trifft immer zu,” hat mir einst maren lehmann gesagt ;-)

Eine psy­chol­o­gis­che Lesart gesellschaftlich­er Warn­fig­uren, von einem Sozialar­beit­er, welch­er sich als ein Arbeit­er am Sozialen, nicht an Kör­p­er, Psy­chen oder Din­gen, ver­ste­ht ;-)

Gesellschaften ken­nen seit jeher Fig­uren, die vor dro­hen­dem Unter­gang war­nen. In religiösen Tex­ten heis­sen sie Propheten. In der Gegen­wart tra­gen sie andere Namen: Wis­senschaftler, Whistle­blow­er, Aktivistin­nen, kri­tis­che Jour­nal­istin­nen. Gemein­sam ist ihnen nicht eine beson­dere Moral, son­dern eine struk­turelle Posi­tion: Sie artikulieren eine War­nung, deren Wirkung sich ihrer Kon­trolle entzieht.

Liest man die prophetis­chen Erzäh­lun­gen nicht the­ol­o­gisch, son­dern metapho­risch, dann erzählen sie weniger von Gott als von ein­er Grundspan­nung men­schlich­er Psy­che im Angesicht kollek­tiv­er Gefährdung. Entschei­dend ist dabei eine oft überse­hene Unter­schei­dung: Es gibt Propheten, deren War­nung keine Wirkung ent­fal­tet. Und es gibt Propheten, deren War­nung wirkt.

Bei­de Typen lei­den. Aber sie lei­den auf unter­schiedliche Weise.

Der erste Typus ist ver­traut. Die War­nung ist for­muliert, begrün­det, oft ein­dringlich. Doch sie ver­hallt. Die Gesellschaft reagiert nicht, ver­schiebt, dele­git­imiert oder ignori­ert. Für die war­nende Per­son bedeutet das eine dop­pelte Belas­tung. Ein­er­seits bleibt das Wis­sen um die dro­hende Katas­tro­phe beste­hen. Ander­er­seits fehlt jede soziale Res­o­nanz. Die War­nung wird zur Pri­vat­last. Psy­chisch zeigt sich das häu­fig als Erschöp­fung, als Klage, als Rück­zug ins Doku­men­tieren oder in eine Hal­tung des Zeug­nis­able­gens. Nicht mehr verän­dern, nur noch fes­thal­ten.

Der zweite Typus ist irri­tieren­der. Hier wirkt die War­nung. Es kommt zu Umkehr, Reform, Ver­hal­tensän­derung. Der Unter­gang bleibt aus. Und doch kippt die Sit­u­a­tion psy­chisch nicht in Erle­ichterung, son­dern in Krise. Die war­nende Per­son ver­liert ihre innere Logik. Die eigene Rolle war exis­ten­ziell an den dro­hen­den Zusam­men­bruch gebun­den. Bleibt dieser aus, entste­ht eine Leer­stelle: Wofür war die War­nung da, wenn sie sich selb­st aufhebt?

Die bib­lis­che Min­i­mal­fig­ur für diesen zweit­en Typus ist Jona. Seine Geschichte ist keine Erzäh­lung über fehlende Wirkung, son­dern über unerträglichen Erfolg. Die Stadt hört, kehrt um, wird ver­schont. Jona reagiert nicht mit Freude, son­dern mit Wut, Rück­zug und Todeswun­sch. Psy­chol­o­gisch betra­chtet ist das kein Son­der­fall, son­dern eine präzise Beobach­tung: Auch gelin­gende War­nung kann Sinn zer­stören, wenn sie das eigene innere Nar­ra­tiv entwertet.

An dieser Stelle hil­ft der Blick auf die Grund­for­men der Angst, wie sie beschrieben hat. Rie­mann unter­schei­det vier grundle­gende Angstach­sen, die men­schlich­es Erleben struk­turi­eren: Angst vor Selb­st­wer­dung (Iso­la­tion), Angst vor Hingabe (Vere­in­nah­mung), Angst vor Wan­del (Insta­bil­ität) und Angst vor Notwendigkeit (Fes­tle­gung).

Diese vier Aeng­ste sind nicht pathol­o­gisch. Sie bilden Span­nungs­felder, in denen sich men­schliche Exis­tenz bewegt. Prob­lema­tisch wird es dort, wo eine Gesellschaft bes­timmte Aeng­ste sys­tem­a­tisch auf Einzelne ablädt.

Beim ersten Propheten­typ, dem wirkungslosen Warn­er, dominieren zwei Achsen. Zum einen die Angst vor Selb­st­wer­dung: Die Per­son ste­ht allein, ohne Res­o­nanz, ohne Kollek­tiv. Zum anderen die Angst vor Notwendigkeit: Die Katas­tro­phe erscheint unauswe­ich­lich, die War­nung wird zum Schick­sal­swis­sen. Bei­des zusam­men erzeugt eine schwere psy­chis­che Last, die kaum trag­bar ist, wenn sie nicht sozial geteilt wird.

Beim zweit­en Typus, dem Jona-Typ, ver­schieben sich die Achsen. Hier tritt die Angst vor Wan­del in den Vorder­grund: Die Welt verän­dert sich anders als erwartet, die moralis­che Ord­nung kippt. Hinzu kommt die Angst vor Hingabe: Die Kon­trolle über Sinn und Aus­gang wird abgegeben, an Gott, an die Gesellschaft, an Prozesse, die sich nicht mehr steuern lassen. Der Rück­zug unter die Riz­i­nusstaude ist psy­chol­o­gisch kein Trotz, son­dern ein Schutzre­flex.

Entschei­dend ist: Bei­de Propheten­typen scheit­ern nicht an Irrtum oder Übertrei­bung. Sie scheit­ern an der Nicht-Kon­gruenz von War­nung, Wirkung und Sinn. Und bei­de machen sicht­bar, was passiert, wenn Gesellschaften War­nung indi­vid­u­al­isieren.

Propheten, so gele­sen, sind keine Aus­nah­megestal­ten. Sie sind Mark­er. Sie zeigen an, wo gesellschaftliche Struk­turen psy­chis­che Grundspan­nun­gen nicht auf­fan­gen, son­dern auf Einzelne ver­schieben. Die drama­tis­che Reak­tion der Propheten ist kein per­sön­lich­es Ver­sagen, son­dern ein Hin­weis auf eine struk­turelle Schieflage.

Damit ist noch nichts poli­tisch entsch­ieden. Aber ein Grundgedanke ist gelegt: Wenn men­schliche Psy­che so gebaut ist, dass sowohl Nicht-Wirkung als auch Wirkung exis­ten­ziell desta­bil­isieren kön­nen, dann kann eine Gesellschaft nicht darauf bauen, dass Einzelne diese Span­nun­gen hero­isch tra­gen. Sie muss ler­nen, War­nung, Wirkung und Sinn kollek­tiv zu organ­isieren.

Der zweite Teil kann später fol­gen. Hier reicht die Ein­sicht: Die prophetis­chen Geschicht­en han­deln weniger von Schuld oder Gehor­sam als von der Zumu­tung, Angst allein tra­gen zu müssen.


Teil 2/3

work in progress

Von der prophetischen Zumutung zur sozial-liberalen Ordnung

Warum #FreeSpeech und #Agree2Disagree zusam­menge­hören

Wenn die prophetis­chen Fig­uren eines lehren, dann dies: Gesellschaften scheit­ern nicht pri­maer an fehlen­dem Wis­sen, son­dern an der Art, wie sie mit War­nung, Wirkung und Dis­sens umge­hen. Die psy­chis­che Ueber­forderung der Propheten ist kein indi­vidu­elles Dra­ma, son­dern ein struk­turelles Symp­tom. Genau hier set­zt die Begru­en­dung ein­er sozial-lib­eralen Ord­nung an.

Eine sozial-lib­erale Gesellschaft ist keine moralisch bessere Gesellschaft. Sie ist eine psy­chol­o­gisch real­is­tis­che. Sie nimmt ernst, dass Men­schen an bei­den Enden scheit­ern koen­nen: an Wirkungslosigkeit eben­so wie an Wirkung. Daraus fol­gt eine zen­trale Ein­sicht: Wed­er Wahrheit noch Sinn duer­fen an Einzelne delegiert wer­den. Bei­des muss sozial verteilt, prozessiert und abgesichert wer­den.

An dieser Stelle treten zwei Begriffe ins Zen­trum, die oft getren­nt, manch­mal gegeneinan­der aus­ge­spielt wer­den: Free Speech und Agree to Dis­agree. Isoliert betra­chtet, kip­pen bei­de. Zusam­men bilden sie ein sta­bil­isieren­des Span­nungs­feld.

Free Speech meint zunaechst nichts anderes als die insti­tu­tionell gesicherte Moeglichkeit, zu sagen, was gesagt wer­den muss, ohne Angst vor Sank­tion. In der prophetis­chen Meta­pher ist das die Voraus­set­zung dafuer, dass War­nung ueber­haupt artikulier­bar wird. Ohne Free Speech wer­den War­nun­gen unter­drueckt, pathol­o­gisiert oder krim­i­nal­isiert. Die psy­chis­che Last ver­schwindet nicht, sie wird nur unsicht­bar gemacht.

Doch Free Speech allein reicht nicht. Wo sie abso­lut geset­zt wird, entste­ht ein anderes Prob­lem: Die volle Last der Wirkung lan­det beim Sprech­er. Wer spricht, muss auch aushal­ten, was mit dem Gesagten geschieht. Zus­tim­mung, Ablehnung, Igno­ranz, Instru­men­tal­isierung. In ein­er solchen Ord­nung wer­den War­nende schnell zu Helden oder Feind­bildern. Bei­des ist psy­chisch tox­isch.

Hier kommt Agree to Dis­agree ins Spiel. Agree to Dis­agree ist keine Har­mon­isierung und kein Rel­a­tivis­mus. Es ist die insti­tu­tionelle Anerken­nung, dass Dis­sens beste­hen bleiben darf, ohne dass er sofort aufgeloest, entsch­ieden oder moralisch aufge­laden wer­den muss. Psy­chol­o­gisch bedeutet das Ent­las­tung. Nicht jede War­nung muss sofort siegen oder scheit­ern. Nicht jede Wahrheit muss sofort Kon­se­quen­zen erzwin­gen.

Erst im Zusam­men­spiel entste­ht das, was man ein Werte- und Entwick­lungsquadrat nen­nen kann. Jede dieser bei­den Hal­tun­gen hat eine Staerke und eine ent­gleisende Schat­ten­seite.

Free Speech ohne Agree to Dis­agree kippt in moralis­che Ueber­forderung. Alles darf gesagt wer­den, aber nichts wird gehal­ten. Der Sprech­er bleibt allein mit der Wirkung. Das Resul­tat ist Polar­isierung, Per­son­al­isierung und let­ztlich Erschoep­fung. Die prophetis­che Fig­ur wird hero­isiert oder ver­bran­nt.

Agree to Dis­agree ohne Free Speech kippt dage­gen in stille Autori­taet. Man darf sich zwar uneinig sein, aber nur ueber das, was zuvor sag­bar gemacht wurde. Kri­tik wird ent­waffnet, nicht durch Ver­bot, son­dern durch fre­undliche Irrel­e­vanz. Der Dis­sens wird toleriert, solange er fol­gen­los bleibt. Die prophetis­che Fig­ur wird inte­gri­ert, aber entk­ernt.

Das Entwick­lungsquadrat zeigt:
– Die Staerke von Free Speech ist Offen­heit. Ihre Gefahr ist Ueber­las­tung.
– Die Staerke von Agree to Dis­agree ist Entspan­nung. Ihre Gefahr ist Indif­ferenz.

Sozial-lib­er­al wird eine Ord­nung erst dort, wo bei­de Pole sich gegen­seit­ig begren­zen und tra­gen. Free Speech sorgt dafuer, dass War­nung artikulier­bar bleibt. Agree to Dis­agree sorgt dafuer, dass Wirkung nicht sofort indi­vid­u­al­isiert wird. Zusam­men erzeu­gen sie einen Raum, in dem Wahrheit gesagt wer­den kann, ohne dass jemand an ihr zer­bricht.

Damit schliesst sich der Kreis zur prophetis­chen Meta­pher. Eine sozial-lib­erale Gesellschaft braucht keine Propheten im hero­is­chen Sinn. Sie braucht Struk­turen, die ver­hin­dern, dass Men­schen in prophetis­che Rollen gedrängt wer­den. Wo Free Speech und Agree to Dis­agree gemein­sam gelebt wer­den, wird War­nung ent­per­son­al­isiert, Wirkung kollek­tiv getra­gen und Sinn offen gehal­ten.

Oder anders gesagt:
Nicht weil wir uns immer einig wer­den muessen, son­dern weil wir es oft nicht wer­den, brauchen wir bei­des. Die Frei­heit zu sprechen. Und die Frei­heit, uneinig zu bleiben.

Das ist keine Schwäche ein­er Gesellschaft. Es ist ihre psy­chis­che Reife.


Teil 3/3

work in progress

Gut. Ich gehe einen Schritt weit­er, aber ohne zu fan­tasieren.

Vor­ab klar und expliz­it:
Ich habe keinen direk­ten Zugriff auf eure früheren Chats zu den konkreten Aus­gestal­tun­gen von #Sogn­Valentin, dissent.is/TPP oder 2030.AutarkieIndex.org. Ich arbeite hier nur mit dem, was du jet­zt benennst und mit der bish­eri­gen the­o­retis­chen Her­leitung. Wo ich abstrahiere, sage ich es. Wo ich ver­mute, markiere ich es nicht – ich ver­mei­de es.

Was ich jet­zt lief­ere, ist deshalb kein Pro­jek­t­bericht, son­dern eine struk­turi­erte Anschlus­slogik: Wie aus der hergeleit­eten sozial-lib­eralen Grund­hal­tung konkretes soziales Han­deln wer­den kann, ohne in Betreu­ung, Ther­a­pie oder Tech­nokratik zu kip­pen.


Vom Propheten zur Praxis

Soziale Arbeit als Gestal­tung von Kom­mu­nika­tions­be­din­gun­gen

Wenn man Soziale Arbeit nicht als Arbeit am Kör­p­er, nicht an der Psy­che und nicht an Din­gen ver­ste­ht, son­dern als Arbeit am Sozialen, dann ver­schiebt sich der Fokus radikal. Es geht nicht um Hil­feleis­tun­gen, son­dern um Bedin­gun­gen, unter denen Kom­mu­nika­tion moeglich, kon­flik­t­fae­hig und nicht zer­sto­erend wird.

Die vorherige Analyse hat gezeigt:
Men­schen zer­brechen dort, wo War­nung, Wirkung und Sinn indi­vid­u­al­isiert wer­den. Eine sozial-lib­erale Ord­nung antwortet darauf nicht mit Moral, son­dern mit Struk­tur. Genau hier liegt die Anschlussstelle fuer konkrete Pro­jek­te.

Ich schlage deshalb drei Abschnitte vor. Nicht als Phasen, son­dern als gle­ichzeit­ige Ebe­nen sozialen Han­delns.


I. Sinn raeumlich binden – #SognValentin

(abstrahierte Lesart)

Ein Pro­jekt wie #Sogn­Valentin lese ich – ohne Details zu behaupten – als sinnliche Veror­tung von Dis­sens und Gedenken. Ein Ort, der nicht argu­men­tiert, son­dern ermoeglicht, dass Unter­schiedlich­es nebeneinan­der beste­hen kann.

Sozial gedacht ist das keine Kul­tur­ar­beit, son­dern Infra­struk­tur für Agree to Dis­agree.

– Ein Ort, der nicht entschei­det, son­dern haelt.
– Ein Ort, der Zeitlichkeit sicht­bar macht (Erin­nern – Gedenken – Erneuern).
– Ein Ort, der Sinn nicht aufloest, son­dern offen laesst.

In Bezug auf die prophetis­che Meta­pher:
Hier wird die psy­chis­che Last der Einzel­nen in einen Ort aus­ge­lagert. Nicht mehr die Per­son muss erin­nern, war­nen oder verzei­hen. Der Ort traegt diese Span­nung mit.

Das ist klas­sis­che Soziale Arbeit am Sozialen:
Nicht überzeu­gen. Nicht ther­a­pieren. Rah­men set­zen, in dem Unter­schiedlichkeit nicht eskaliert.


II. Dissens technisch halten – dissent.is / TPP

(abstrahierte Lesart)

Ein Pro­jekt wie dissent.is/TPP ver­ste­he ich – wiederum ohne Details zu unter­stellen – als kom­mu­nika­tive Infra­struk­tur, nicht als Mei­n­ungsmedi­um.

Der entschei­dende Punkt ist nicht, was gesagt wird, son­dern wie lange Dis­sens anschlussfae­hig bleibt.

Hier kommt die Verbindung von Free Speech und Agree to Dis­agree oper­a­tiv ins Spiel:

– Free Speech: Alles darf gesagt wer­den.
– Agree to Dis­agree: Nichts muss sofort entsch­ieden wer­den.

Soziale Arbeit bedeutet hier:
Kom­mu­nika­tion ent­drama­tisieren, ohne sie zu ent­poli­tisieren. War­nung darf ste­hen bleiben, ohne sofort Wirkung erzwin­gen zu muessen. Wirkung darf entste­hen, ohne jeman­den zu ver­schlin­gen.

In der prophetis­chen Logik ist das zen­tral:
Die War­nung wird ent­per­son­al­isiert. Sie geho­ert nicht mehr dem Warn­er, son­dern dem Raum.

Das ist keine Plat­tform­logik. Das ist soziale Infra­struk­tur.


III. Bedürfnisse materiell rueckbinden – 2030.AutarkieIndex / Kartoffel / Blockchain

(hier bewusst min­i­mal und vor­sichtig)

Du sprichst expliz­it von Kartof­feln als Asset und von Blockchain. Ich inter­pretiere das nicht tech­nisch, son­dern sozial.

Was hier sicht­bar wird, ist ein entschei­den­der Schritt:
Soziale Ord­nung braucht materielle Rueck­bindung, son­st bleibt sie abstrakt.

Die Kartof­fel ist in diesem Sinn kein Lebens­mit­tel, son­dern ein Beduerfnisanker: Nahrung, Ver­sorgung, Abhaengigkeit, Zyk­lus, Boden. Die Blockchain – vor­sichtig gesagt – ist nicht Tech­nolo­gie, son­dern Ver­trauen­sar­chitek­tur.

Sozial-lib­er­al gele­sen geht es hier nicht um Effizienz, son­dern um Fol­gen­des:
– Beduerfnisse wer­den sicht­bar gemacht.
– Ver­ant­wor­tung wird verteilt.
– Ver­trauen wird nicht moralisch einge­fordert, son­dern tech­nisch ger­ahmt.

Das ist hoch anschlussfae­hig an die prophetis­che Analyse:
War­nung vor Man­gel oder Abhaengigkeit wird nicht indi­vid­u­al­isiert, son­dern in ein Sys­tem ueber­set­zt, das ohne Helden­tum funk­tion­iert.


Zusammenfassend

Was sich hier abze­ich­net, ist kein Pro­jek­t­buen­del, son­dern eine kohärente soziale Prax­is:

  1. Orte, die Sinn hal­ten, ohne ihn festzule­gen.
  2. Medi­en, die Dis­sens tra­gen, ohne ihn zu eskalieren.
  3. materielle und tech­nis­che Struk­turen, die Beduerfnisse absich­ern, ohne Men­schen zu bevor­munden.

Das ist Soziale Arbeit im stren­gen Sinn:
Arbeit an den Bedin­gun­gen des Sozialen.

Und genau hier schliesst sich der Kreis zur sozial-lib­eralen Gesellschaft:
Nicht Frei­heit trotz men­schlich­er Zer­brech­lichkeit, son­dern Frei­heit wegen ihr.

Wenn du willst, koen­nen wir im naech­sten Schritt
– eines der drei Felder sehr konkret herun­ter­brechen,
– oder expliz­it zeigen, wo klas­sis­che Soziale Arbeit hier sys­tem­a­tisch zu kurz greift.

Kurz, hart, sys­tem­a­tisch.
Soziale Arbeit greift nicht punk­tuell, son­dern struk­turell zu kurz – genau dort, wo sie sich selb­st missver­ste­ht.

Wo Soziale Arbeit systematisch scheitert

  1. Ver­wech­slung von sozial und psy­chisch
    – Soziale Prob­leme wer­den indi­vid­u­al­isiert.
    – Kom­mu­nika­tion, Macht, Zugang und Legit­i­ma­tion wer­den zu „Befind­lichkeit­en“.
    – Ergeb­nis: Ther­a­pie statt Struk­tu­rar­beit.
  2. Hil­fe statt Gestal­tung
    – Fokus auf Fal­lar­beit, Betreu­ung, Inter­ven­tion.
    – Kaum Arbeit an Regeln, Infra­struk­turen, Set­tings.
    – Das Soziale wird repari­ert, nicht neu gebaut.
  3. Moralis­che Ueber­ladung
    – Soziale Arbeit tritt als gute Instanz auf.
    – Kri­tik wird nor­ma­tiv, nicht struk­turell.
    – Dis­sens wird päd­a­gogisiert statt gehal­ten.
  4. Angst vor Tech­nik
    – Dig­i­tale Infra­struk­turen gel­ten als fremd oder neolib­er­al.
    – Kom­mu­nika­tion­stech­nolo­gien wer­den den Plat­tfor­men ueber­lassen.
    – Das Soziale im Netz bleibt ungestal­tet.
  5. Angst vor Macht
    – Macht wird als etwas Fremdes oder Gefaehrlich­es behan­delt.
    – Statt Macht zu analysieren und neu zu verteilen, wird sie ver­mieden.
    – Damit bleibt Soziale Arbeit macht­los.
  6. Kurzfrist­logik
    – Pro­jek­te, Pro­gramme, Mass­nah­men.
    – Kaum langfristige soziale Architek­turen.
    – Keine Orte, Medi­en oder Sys­teme, die Zeit aushal­ten.
  7. Verengter Frei­heits­be­griff
    – Frei­heit als Schutz des Schwachen.
    – Nicht als Ermöglichung von Kon­flikt, Dis­sens und Risiko.
    – Agree to Dis­agree wird sel­ten aktiv organ­isiert.
  8. Missver­standene Pro­fes­sion­al­i­taet
    – Pro­fes­sionelles Han­deln = richtig han­deln.
    – Nicht: Bedin­gun­gen schaf­fen, unter denen Unter­schiedlich­es trag­fae­hig bleibt.
    – Das Soziale wird normiert, nicht offen gehal­ten.

Der blinde Fleck

Soziale Arbeit erken­nt men­schliche Zer­brech­lichkeit,
aber sie organ­isiert sie nicht sozial,
son­dern ver­sucht, sie indi­vidu­ell abzufed­ern.

Genau hier liegt der Bruch zu deinem Ansatz:
Du arbeitest nicht am Men­schen, son­dern an den Bedin­gun­gen des Miteinan­ders.

Anschluss (ohne Ausfuehrung)

Das, was du mit #Sogn­Valentin, dissent.is/TPP und 2030.AutarkieIndex andeutest, ist etwas, das Soziale Arbeit kaum ken­nt:

– Orte, die Sinn tra­gen
– Medi­en, die Dis­sens hal­ten
– Tech­nik, die Ver­trauen struk­turi­ert

Das ist nae­her bei als bei klas­sis­ch­er Sozialar­beit­sprax­is – wird aber sel­ten kon­se­quent umge­set­zt.

Verdichteter Satz

Soziale Arbeit scheit­ert dort, wo sie Men­schen hil­ft,
statt Gesellschaften so zu bauen,
dass Men­schen einan­der aushal­ten koen­nen.

Wenn du willst, gehen wir im naech­sten Schritt eine dieser acht Posi­tio­nen oper­a­tiv durch und zeigen, wie man sie anders machen kann.


Meta

1. Vergleichstabelle: prophetische Warnung und soziale Reaktion

ProphetAdres­satWar­nungReak­tionAus­gang
Jere­miaJerusalem (Eliten)Krieg, Zer­störungAbwehr, Dif­famierungZer­störung 587 v. Chr.
AmosNor­dre­ich IsraelSoziale UngerechtigkeitAusweisungUnter­gang 722 v. Chr.
EzechielExils­ge­meindeSym­bol­is­che War­nun­gengeringe WirkungExil sta­bil­isiert
NoahGesamte Men­schheitSint­flutIgno­ranzKol­laps, Restret­tung
JonaNiniveGerichtkollek­tive UmkehrVer­scho­nung

Quellen:

  1. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/22640/
  2. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/16023/
  3. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19904/
  4. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/24567/
  5. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/21758/

2. Systematische Uebertragung auf die Gegenwart

  1. Kli­ma
    – War­nung: wis­senschaftlich ein­deutig.
    – Block­ade: Macht (Lob­by), Zugang (Ungle­ich­heit), Legit­i­ma­tion (Desin­for­ma­tion).
    – Ergeb­nis: verzögerte Reak­tion.
  2. Krieg und Aufrues­tung
    – War­nung: Eskala­tion­slogiken bekan­nt.
    – Block­ade: sicher­heit­spoli­tis­che Rou­ti­nen, Feind­bilder.
    – Ergeb­nis: Pfad­ab­haengigkeit.
  3. Medi­en und Oef­fentlichkeit
    – War­nung: Ver­trauensver­lust, Polar­isierung.
    – Block­ade: Aufmerk­samkeit­saekonomie, Plat­tform­logik.
    – Ergeb­nis: War­nun­gen wer­den Con­tent.
  4. Aus­nah­me­fall heute (ohne Quel­len­be­leg, ana­lytis­che These):
    – Wirkung entste­ht nur, wenn War­nung gle­ichzeit­ig
    1. Macht erre­icht,
    2. kul­turell anschlussfae­hig ist,
    3. legit­i­ma­torisch nicht dele­git­imiert wird.
      – Genau das zeigt Jona.

Psychische Muster bei wirkungslosen Propheten

  1. Klage statt Aktivis­mus
    – Viele wech­seln von Inter­ven­tion zu Klage.
    – Nicht mehr: verän­dern. Son­dern: bezeu­gen.
    – Beispiel: , Klagelieder.
    Quelle: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/22640/
  2. Inter­nal­isierte Ohn­macht
    – Wirkungslosigkeit wird nicht exter­nal­isiert, son­dern verin­ner­licht.
    – Schuld, Selb­stzweifel, depres­sive Symp­tome.
    – Kein Zynis­mus, son­dern Erschoep­fung.
    Beispiel: unter dem Gin­ster­strauch.
    Quelle: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19977/
  3. Radikalisierung der Sym­bo­l­ik
    – Wenn Sprache nicht anschliesst, wird Hand­lung extrem.
    – Koer­per­liche Zeichen, Pro­voka­tion, Ueberze­ich­nung.
    – Risiko: Laecher­lichkeit oder Pathol­o­gisierung.
    Beispiel: .
    Quelle: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19904/
  4. Rueck­zug ins Rest­for­mat
    – Auf­gabe der Masse, Fokus auf einen kleinen Rest.
    – Arche, Schule, Text, Ueber­liefer­ung.
    – Wirkung ver­schoben in die Zukun­ft.
    Beispiel: .
    Quelle: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/24567/
  5. Bruch mit dem eige­nen Auf­trag
    – Offene Rebel­lion gegen Gott / Auf­trag / Rolle.
    – Wue­tende Ehrlichkeit statt from­mer Anpas­sung.
    – Psy­chisch sta­bil­isierend, nicht destruk­tiv.
    Kon­trast­folie: .
    Quelle: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/21758/

Verdichtete Diagnose (ohne direkten Quellenbeleg, analytische These)

– Diese Propheten zer­brechen nicht an der Wahrheit ihrer Botschaft.
– Sie zer­brechen an der fehlen­den sozialen Anschlussfae­higkeit.
– Ihre Psy­che reagiert nicht mit Zynis­mus, son­dern mit Klage, Rueck­zug oder Sym­bol­radikalisierung.
– Wirkungslosigkeit wird als exis­ten­zielle Zumu­tung erlebt, nicht als Kar­ri­ereprob­lem.

Ja. Iro­nis­cher­weise ja. Jona lei­det nicht weniger – nur aus einem anderen Grund.

Jona und die Propheten ohne Wirkung: psychische Parallele

  1. Gle­iche Aus­gangslage
    – Auf­trag ist erfu­ellt.
    – Botschaft ist kor­rekt.
    – Ergeb­nis entzieht sich der eige­nen Kon­trolle.
  2. Unter­schied der Wirkung, Gle­ich­heit der Reak­tion
    – Andere Propheten: keine Umkehr, Katas­tro­phe tritt ein.
    – : max­i­male Umkehr, Katas­tro­phe bleibt aus.
    – Psy­chisch: bei­des ist eine Kraenkung.
  3. Der entschei­dende Punkt
    – Jona lei­det nicht am Scheit­ern.
    – Jona lei­det am Erfolg, der seine innere Logik zer­sto­ert.
    – Seine War­nung war exis­ten­ziell gebun­den an Unter­gang.
  4. Psy­cho­dy­namik bei Jona
    1. Kon­trol­lver­lust
      – Die Geschichte laeuft nicht so, wie sie „Sinn machen sollte“.
    2. Moralis­che Kraenkung
      – Die Falschen kom­men davon.
    3. Erschoep­fung
      – Rueck­zug unter die Riz­i­nusstaude.
    4. Offene Aggres­sion
      – Klage, Wut, Todeswun­sch.
  5. Pointe
    – Propheten ohne Wirkung verzweifeln an der Welt.
    – Jona verzweifelt an Gott.
    – Psy­chisch ist das dieselbe Struk­tur: die Unvere­in­barkeit von Auf­trag, Sinn und Ergeb­nis.

Verdichteter Satz (ohne Quellenbeleg, analytische These)

Jona zeigt: Auch gelin­gende War­nung kann psy­chisch uner­traeglich sein, wenn sie das eigene Welt­bild sprengt.

Quellen:

  1. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/21758/
  2. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/22640/
  3. https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19977/

Hier praezise Ein-Satz-The­sen zur Auswahl. Alle blog­tauglich.

  1. Jona zer­bricht nicht an Wirkungslosigkeit, son­dern daran, dass seine War­nung wirkt und ihm damit die moralis­che Recht­fer­ti­gung des Unter­gangs entzieht.
  2. Der psy­chis­che Schmerz der Propheten entste­ht nicht aus dem Scheit­ern der Botschaft, son­dern aus dem Kon­trol­lver­lust ueber ihr Ergeb­nis.
  3. Jona zeigt: Auch erfol­gre­iche Kri­tik kann exis­ten­ziell kraenken, wenn sie das eigene Welt­bild wider­legt.
  4. Propheten ohne Wirkung verzweifeln an der Welt; verzweifelt an der Barmherzigkeit, die seine Logik zer­sto­ert.
  5. War­nung wird psy­chisch uner­traeglich, wenn sie nicht mehr richtet, son­dern verzei­ht.

Ohne direk­te Quel­len­belege: ana­lytis­che Verdich­tung auf Basis der Jona-Erza­ehlung.


Die Geschichte von Jona


Vorher aber ein paar Vorüberlegungen…


“Wir ziehen uns vor der Zukun­ft zurück und schauen ihr dabei ins Gesicht.”

Peter Weibel

Nein. Ich suche keine Vierfeld-Typologie um die Frage zu beantworten, warum Menschen und Gruppen von Menschen mit offenen Augen in ihr einfach zu vermeindendes Desaster laufen. NEIN.

Du suchst keine grund­sät­zliche Typolo­gie men­schlich­er (oder sozialer) Fehlo­ri­en­tierung, also vier Grund­for­men, wie Men­schen und Grup­pen gegen besseres Wis­sen auf ein ver­mei­d­bares Desaster zulaufen.

Dabei wäre das Muster sehr bekan­nt – in Mythen, Poli­tik, Ökonomie, Reli­gion, Psy­cholo­gie.
Der Punkt ist: Es geht nie um „Dummheit“, son­dern um struk­turelle Modi des Nicht-Umkehrens.

TypKern­mech­a­nis­musMot­toDynamikBeispiel
1. Ignori­erenWahrnehmungsver­weigerung„Wird schon gut­ge­hen.“Min­imierung von Angst durch Aus­blendungKli­mawan­del pri­vater Haushalt
2. Prof­i­tierenErhalt von Vorteilen„Warum ändern?“Sta­bil­isierung von Priv­i­legienÖlin­dus­trie, Lob­by­is­mus
3. Aus­nutzenAuf­bau eines Geschäftsmod­ells aus der Block­ade„Je länger sie warten, desto bess­er für uns.“Manip­u­la­tion, Fear-Econ­o­myPoli­tik­ber­ater, Speku­la­tion
4. Erstar­renÜber­forderung bei klarem Wis­sen„Wir wis­sen es – aber wir schaf­fen es nicht.“Sys­temis­che Läh­mungVer­wal­tung, grosse Organ­i­sa­tio­nen

Diese vier Grund­for­men sind sta­bil, skalieren von Indi­viduen bis Natio­nen und passen:

  • in sozialpsy­chol­o­gis­che Mod­elle (kog­ni­tive Dis­so­nanz, Sys­temjus­ti­fika­tion)
  • in poli­tis­che Mod­elle (sta­tus quo bias, vest­ed inter­est)
  • in mythis­che Mod­elle (Jona, Ninive, Exo­dus, Prophetenkri­tik)
  • in deine eigene Map/Matrix (Möglichkeit­en – Block­aden – Legit­i­ma­tion – Durch­set­zung)
  1. Ignori­eren
    Anord­nung: dif­fuse Rou­ti­nen
    Zugang: fehlende Ein­sicht
    Legit­i­ma­tion: Ver­harm­lo­sung
    Durch­set­zung: Pas­sives Weit­er­laufen
  2. Prof­i­tieren
    Anord­nung: sta­bil­isierte Priv­i­legien
    Zugang: selek­tiv­er Nutzen
    Legit­i­ma­tion: Eigen­nutz
    Durch­set­zung: Erhalt des Sta­tus quo
  3. Aus­nutzen
    Anord­nung: gezielte Kon­trolle
    Zugang: Ver­w­er­tung fremder Block­aden
    Legit­i­ma­tion: Mark­t­logik
    Durch­set­zung: Manip­u­la­tion
  4. Erstar­ren
    Anord­nung: Über­struk­turierung
    Zugang: fak­tis­che Unmöglichkeit
    Legit­i­ma­tion: Kom­plex­ität
    Durch­set­zung: Läh­mung

Die Geschichte von Jona | Die Textquellen:

Hier die drei zen­tralen Tex­tquellen – jew­eils mit aus­geschriebe­nen Links:

  1. Chabad Tanach (ortho­doxe Inter­pre­ta­tion)
    https://www.chabad.org/library/bible_cdo/aid/15768
  2. Sefaria Tanach (offene Textbib­lio­thek)
    https://www.sefaria.org/Tanakh
  3. Mechon-Mam­re (Hebräis­che Bibel, masoretis­ch­er Text)
    https://www.mechon-mamre.org/p/pt/pt0.htm
  4. Die Bibel in der Ein­heit­süber­set­zung
    https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/jona1.html
  5. Surah Yūnus (10. Sure) – mit Versen u a. zur Geschichte von Yūnus (Prophet):
    https://quran.com/10
  6. Al‑Qalam (68:48–50):
    https://quran.com/68

Die Storyline: Jona – die ganze Geschichte

  1. Auf­trag
    Gott schickt Jona nach Ninive, um die Stadt zur Umkehr aufzu­rufen.
  2. Flucht
    Jona flieht in die ent­ge­genge­set­zte Rich­tung (nach Tarschisch).
    Schiff, Sturm, Panik.
  3. Los
    Die Seeleute wer­fen Lose: Schuld = Jona.
    Jona bit­tet: „Werft mich ins Meer.“
    Sturm legt sich sofort.
  4. Fisch
    Ein gross­er Fisch ver­schluckt Jona.
    Drei Tage und drei Naechte im Bauch.
    Jona betet. Gott ret­tet ihn.
    Der Fisch spuckt ihn an Land.
  5. Zweit­er Auf­trag
    Wieder: „Geh nach Ninive.“
    Dies­mal gehorcht Jona.
    Er predigt: „Noch 40 Tage, dann wird Ninive zer­stört.“
  6. Umkehr
    Ninive glaubt, fastet, betet.
    Vom Koenig bis zum Vieh.
  7. Gottes Barmherzigkeit
    Gott ver­schont die Stadt.
  8. Jonas Aerg­er
    Jona ist wue­tend: „Darum bin ich geflo­hen – du bist barmherzig.“
    Gott laesst einen Riz­i­nusstrauch wach­sen und wieder ver­dor­ren.
    Lehrsatz:
    „Du hast Mitleid mit einem Strauch – sollte ich nicht Mitleid haben mit Ninive?“

Kurz:
Flucht – Fisch – Predigt – Umkehr – Barmherzigkeit – Lek­tion.

Woran erkennst du, dass eine Geschichte eine Metapher, ein Gleichnis, eine Lehrerzählung sein will?

Hier die kom­binierte, kom­pak­te und zugle­ich aus­führliche Ver­sion dein­er Frage:

Woran erkennst du, dass eine Geschichte eine Meta­pher, ein Gle­ich­nis, eine Lehrerzäh­lung sein will?

  1. Unmöglichkeit
    Die Erzäh­lung enthält Ele­mente, die real kaum vorkom­men: Übertrei­bun­gen, satirische Zus­pitzun­gen, groteske Details, sprechende Tiere, wun­der­same Abläufe.
    Diese Unmöglichkeit ist kein Fehler, son­dern ein Sig­nal: Der Text arbeit­et sym­bol­isch, nicht fak­tisch.
  2. Punk­t­ge­naue Pointe
    Die gesamte Struk­tur läuft auf eine einzige Ein­sicht zu.
    Gle­ich­nisse und Lehrerzäh­lun­gen haben am Ende immer einen klaren Dreh­punkt, der den Sinn auf­schliesst.
    Alles davor dient dazu, genau diese Pointe vorzu­bere­it­en.
  3. Typ­isierung statt Psy­cholo­gie
    Fig­uren sind Rollen, nicht Indi­viduen.
    Keine kom­plexe Innen­welt, keine biografis­che Tiefe.
    Ein König ist „der König“, ein Prophet ist „der Prophet“, ein Sohn ist „der Sohn“.
    Sie repräsen­tieren Hal­tun­gen, nicht Per­sön­lichkeit­en.
  4. Zweck­struk­tur
    Der Text zeigt spür­bar ein Lehrziel: Umkehr, War­nung, Kri­tik, Trost, Per­spek­tivwech­sel.
    Er will nicht „bericht­en“, son­dern bewe­gen.
    Die Details ste­hen nie für sich selb­st, son­dern funk­tion­ieren als Bausteine ein­er Lehre.
  5. Genre-Sig­nale
    Viele Texte markieren sich selb­st: Gle­ich­nis, Traum, Vision, Fik­tion, Märchen.
    Diese Mark­er zeigen: Die Erzäh­lung ist eine Form, kein Bericht.
    Sie ist eine Oper­a­tion, nicht eine Doku­men­ta­tion.

Kurz:
Eine Geschichte zeigt ihren Charak­ter als Meta­pher, Gle­ich­nis oder Lehrerzäh­lung durch Unmöglichkeit, Pointe, Typ­isierung, ein­deutige Lehrab­sicht und klare Genre-Sig­nale.

Die Interpretationen in den 3 monotheistischen Religionen:

  1. Jüdisch
    Fokus: Umkehr und Barmherzigkeit.
    • Jona ist ein wider­streben­der Prophet.
    • Ninive kehrt um, Gott vergibt.
    • Pointe: Gott hat Mitleid – sog­ar mit den Tieren.
    • Lehre: Kein Men­sch, keine Stadt, keine Gemein­schaft ist jen­seits der Umkehr.
      Ver­wen­dung: Yom-Kip­pur-Lesung am Nach­mit­tag.
  2. Christlich
    Fokus: Zeichen und Vor­bild.
    • Jona im Fisch = Sym­bol für Tod/Grab.
    • Drei Tage → typol­o­gis­che Verbindung zu Jesu Grab.
    • Ninive = Beispiel für echte Umkehr im Gegen­satz zu Israels Hartherzigkeit.
    • Lehre: Gott han­delt durch Umkehr und Gnade, nicht durch Zer­störung.
  3. Mus­lim­isch
    Fokus: Yūnus als vor­bildlich­er Prophet nach Reue.
    • Yūnus flieht, bereut, wird gerettet.
    • Seine Reue (dhikr im Fisch) ist ein Mod­ell für Glaubende.
    • Ninive (sein Volk) wird ver­schont, weil es rechtzeit­ig glaubt.
    • Lehre: Gottes Barmherzigkeit über­trifft sein Zorn; selb­st ein Prophet kann irren und wird wieder angenom­men.

Kurz:
Jüdisch: Umkehr.
Christlich: Typolo­gie.
Mus­lim­isch: Reue des Propheten.

Die Metapher der drohenden Katastrophe in der Kulturform der Moderne

Die Meta­pher der dro­hen­den Katas­tro­phe in der Kul­tur­form der Mod­erne

  1. Prob­lem
    Katas­tro­phen erscheinen als Prob­leme, nicht als Hin­weise auf falsche Ori­en­tierung.
  2. Risiko
    Alles wird in Wahrschein­lichkeit­en, Szenar­ien und Mod­ellen aufgelöst.
    Die Katas­tro­phe ist ein Risikoob­jekt, kein Ruf zur Kursän­derung.
  3. Man­age­ment
    Die Reak­tion ist Steuerung: Sanierung, Inter­ven­tion, Opti­mierung.
    Die Frage lautet nie „Umkehren?“, son­dern „Wie durch­s­teuern wir?“.
  4. Fortschritt
    Selb­st der Zusam­men­bruch wird als Fortschrittsmo­ment gele­sen.
    Krise = Anlass zur Inno­va­tion, nicht zur Rich­tung­sumkehr.

Kurz:
Die Mod­erne erken­nt Katas­tro­phen – aber nur als man­ag­bare Risiken, nicht als Gren­zen ihrer eige­nen Kul­tur­form.

Die Kul­tur­form der Mod­erne kann alles dif­feren­zieren, reflek­tieren und kri­tisieren – nur nicht die Gren­zen ihrer eige­nen Form.

Der eigene Zugang über #TheLuhmannMap & #TheStaubBernasconiMatrix

Wenn man die bei­den Tafeln — Map und Matrix — als gemein­same Lese­brille nimmt, entste­ht ein ein­fach­er, fast erzäh­lerisch­er Zugang:

Auf der Map sehen wir das Soziale als einen eige­nen Raum. Dieser Raum wird nicht von Men­schen gemacht, son­dern von Kom­mu­nika­tion. Und weil jede Kom­mu­nika­tion anders weit­erge­hen kann, ist das Soziale nie fest­gelegt. Es ist kontin­gent. Es kön­nte immer auch anders erscheinen, anders funk­tion­ieren, anders organ­isiert sein. Genau das zeigen die vier Kul­tur­for­men der Map: vier Weisen, wie Kom­mu­nika­tion sich his­torisch und struk­turell sta­bil­isiert hat.

Wir begin­nen ganz links, bei ein­er trib­alen Früh­form, die wir nur aus unser­er heuti­gen Posi­tion her­aus vorstellen kön­nen. Dann fol­gt die antike Welt, von der sich die Mod­erne bewusst abge­gren­zt hat. Und in der Mitte ste­ht die mod­erne Kul­tur­form selb­st, das eigene Jet­zt, das sich reflek­tieren, kri­tisieren und analysieren kann – bloss nicht die eige­nen Gren­zen. Rechts davon öffnet sich der Raum der möglichen näch­sten Kul­tur­form. Das Zeichen # markiert nicht eine Utopie, son­dern eine andere Real­i­sa­tion­sweise des Sozialen: eine Form, in der ein heutiges Prob­lem schlicht nicht mehr entste­ht, weil es nicht mehr erzeugt wird.

Sobald diese Bewe­gung sicht­bar wird, ist die Brücke zur Matrix leicht. Die Matrix zeigt, wie jedes soziale Sys­tem durch Machtver­hält­nisse struk­turi­ert ist. Macht heisst hier nicht Herrschaft, son­dern Möglichkeit: die Fähigkeit, Bedin­gun­gen so zu gestal­ten, dass Men­schen ihre Ziele ver­fol­gen kön­nen. In vier Dimen­sio­nen kann diese Möglichkeit freige­set­zt oder block­iert wer­den: Durch Anord­nung, durch Zugang, durch Legit­i­ma­tion und durch Durch­set­zung. Jede dieser Dimen­sio­nen trägt ein Ide­al mit sich: herrschafts­freie Struk­tur, gemein­same Ressourcen, inklu­sive Ver­fahren, gewalt­freie Umset­zung.

Wenn man mit Map und Matrix arbeit­et, sieht das auf den ersten Blick wie eine zeitliche Abfolge aus: erst trib­al, dann antik, dann mod­ern, dann #. Doch dieser Ein­druck hält nicht lange. Die For­men ste­hen nicht wie Sta­tio­nen auf ein­er geschichtlichen Lin­ie, son­dern wie ver­schiedene Weisen, das Soziale sicht­bar zu machen. Jede dieser For­men ist selb­st eine Erzäh­lung, eine the­o­retis­che Pro­jek­tion, ein Ver­such, die Kontin­genz des Sozialen in einem Bild zu hal­ten. Wir sprechen von Antike oder Mod­erne, aber was wir meinen, ist immer eine Art Mod­ell; eine inter­pretierende Rekon­struk­tion, die von unser­er eige­nen Posi­tion aus entste­ht.

Darum ist auch # keine „Zukun­ft“ in einem zeitlichen Sinn. # ist der Hin­weis darauf, dass sich die Ord­nung wieder öffnet, dass die Rei­he sich nicht fort­set­zt, son­dern sich auf­fal­tet. Das Lin­eare bricht weg und macht Platz für die Ein­sicht, dass Kul­tur­for­men nicht nacheinan­der kom­men, son­dern nebeneinan­der als mögliche Real­isierun­gen des Sozialen existieren, die wir erzäh­lend unter­schei­den. In dieser Per­spek­tive sind die For­men kein Fortschritt, son­dern ein Reper­toire: mögliche Kon­stel­la­tio­nen von Kom­mu­nika­tion, die alle im Raum der Möglichkeit­en von #soc liegen.

Die Tafeln laden genau zu dieser Bewe­gung ein:
Nicht die Geschichte nachzuerzählen, son­dern die eige­nen Erzäh­lun­gen als Erzäh­lun­gen zu erken­nen.
Nicht die näch­ste Form zu pla­nen, son­dern zu sehen, dass das Soziale schon immer mehr kann, als eine einzelne Kul­tur­form zugibt.

So löst sich die Lin­ie wieder auf – und Map und Matrix wer­den weniger zu einem Weg und mehr zu einem Raum, in dem man die eigene Beobach­tung ver­schieben kann.

Nächster Titel

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Nächster Titel

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Was passierte als Nächstes, wie Jesus vom Kreuze genommen worden ist?

  • Warum es bei Mose keine Aufer­ste­hung von den Toten hat geben kön­nen?
  • Warum die drei monothe­is­tis­chen Reli­gio­nen, welche weit mehr als nur Europa geprägt haben, eine radikal von “unten” her gedachte Geschicht­serzäh­lung pflegten?

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Auja! dieser Eintrag würde prima passen…

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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(…)

(…)

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

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Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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