#RerumNovarum | Regurdar — Commemorar — Renovar | 6. mai 2027 = 150 Jahre #LavinaNera

Das attrak­tive am Begriff der #Lav­inaN­era ist, dass hüben und drüben darauf nicht mehr ange­sprochen wer­den will ;-)

@sms2sms

Langsam: Mein Blog ist mein Karten­raum und keine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte. | This Blog in Englisch | هذه المدونة باللغة العربية | 这个博客是中文的 | Ce blog en français | Questo blog in ital­iano | Tgi èn ils inimis da la translaz­i­un auto­mat­i­ca? — Ils medems che #Wikipedia/#Wikidata han odià sco il diav­el l’aua bene­di­da.

Abon­niere den Kanal #Lav­inaN­era treis auf What­sApp.

22. April 2026

Ate­lierbe­such bei (Andrea Alig und) Fis Guldimann in Zig­nau.

Das Kloster Disentis und der Mistral der Cadi, Dr. Caspar Decurtins

1799–1888: Kloster Dis­en­tis im Aus­nah­mezu­s­tand

1799
Abt Lau­ren­tius Cath­omen (1785–1799/1801)
→ Zer­störung durch franzö­sis­che Trup­pen
→ Ende der alten Klos­terord­nung (Wikipedia)

1804–1826
Abt Anselm Huon­der
→ Wieder­auf­bau unter prekären Bedin­gun­gen
→ Über­leben gesichert, aber schwach (Wikipedia)

1826–1846
Abt Adal­gott Waller
→ frag­ile Sta­bil­isierung
→ weit­er­hin geringe Ressourcen (Wikipedia)

1846–1858
Abt Anselm Quin­ter
→ zunehmende innere und äussere Span­nun­gen
→ struk­turelle Schwäche bleibt (Wikipedia)

1858–1861
keine Abts­führung (Sedis­vakanz)
→ erstes deut­lich­es Führungsvaku­um (Wikipedia)

1861–1877
Abt Paulus Birk­er
→ extern­er Ver­such der Kon­so­li­dierung
→ Kon­flik­te, scheit­ert, Rück­tritt (Wikipedia)

1877
Cas­par Decurtins wird Mis­tral der Cadi
→ nicht Teil der frühen Kloster­tragödie
→ aber ab jet­zt gehört er zum poli­tis­chen Umfeld, in dem sich die Lage von Dis­en­tis wieder zu drehen begin­nt (HLS DHS DSS)

1877–1888
keine sta­bile Abts­führung
→ u. a. Placidus Ten­ner als Supe­ri­or (1860–1861 und 1877–1880)
→ Höhep­unkt der insti­tu­tionellen Krise
→ zugle­ich entste­ht ein poli­tis­ch­er Stim­mung­sum­schwung, für den laut HLS unter anderem Placi Con­drau, Cas­par Decurtins und Theophil von Sprech­er sorgten (Wikipedia)

1880–1888
Benedikt Pre­vost aus Gries in Dis­en­tis
→ zunächst Pri­or und Novizen­meis­ter
→ von Muri-Gries für die Restau­ra­tion des Klosters nach Dis­en­tis entsandt (muri-gries.ch)

1888
Abt Benedikt Pre­vost
→ entschei­den­der Ein­schnitt
→ Beginn nach­haltiger Sta­bil­isierung
→ gilt im HLS als eigentlich­er Restau­ra­tor des Klosters (HLS DHS DSS)

ein Satz:

Zwis­chen Lau­ren­tius Cath­omen und Benedikt Pre­vost liegt eine fast hun­dertjährige Phase, in der Dis­en­tis trotz wech­sel­nder Äbte nicht zur sta­bilen Form zurück­find­et; Cas­par Decurtins gehört nicht an den Anfang dieser Tragödie, wohl aber in die poli­tis­che Wen­dung ihrer let­zten Krisen­jahre. (HLS DHS DSS)

RERUM NOVARUM:

  1. erste Sozialen­zyk­li­ka
    Rerum Novarum
    → veröf­fentlicht 1891 durch Leo XIII.

Quelle:
https://www.vatican.va/content/leo-xiii/de/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html

  1. Cas­par Decurtins
    → war Teil des katholisch-sozialen Umfelds
    → wird in der Forschung als Mitwirk­ender im erweit­erten Net­zw­erk genan­nt
    → aber: keine direk­te Autorschaft ein­deutig belegt (?)
  1. Abt in Dis­en­tis zu diesem Zeit­punkt (1891)
    Abt Benedikt Pre­vost (1888–1916)

Quelle:
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009989/

ein Satz:

Die Sozialen­zyk­li­ka „Rerum Novarum“ (1891) fällt genau in die Phase der Sta­bil­isierung unter Abt Benedikt Pre­vost – und in die Zeit, in der Decurtins poli­tisch auf der Höhe seines Wirkens ste­ht.

Quelle: ja, in : Karl Fry, Kas­par Decurtins, Bd. I, Seite ?, zugestellt von Leo Tuor, 18.04.2026

16. April 2027

Aus ein­er eMail an die Gemeinde Trun:

Wir möcht­en die Büste von Dr. Cas­par Decurtins tem­porär durch eine
Arbeit erset­zen, welche in Machart und Stil der aktuellen Arbeit
gle­icht. Der Unter­schied soll dem flüchti­gen und unkundi­gen Blick
zunächst nicht auf­fall­en. Auf der Stele soll der Kopf eines
21-jähri­gen jun­gen Mannes zu sehen sein. Am 6. Mai 1877 wurde er in
Mustér zum Mis­tral gewählt. In eben­falls höchst tur­bu­len­ten Zeit­en.
Die Arbeit möcht­en wir gerne RERUM NOVARUM nen­nen. Das war der Titel
der ersten Sozialen­zyk­li­ka, an welch­er Decurtins für Papst Leo XIII.
mit­gear­beit­et hat. „Über die neuen Dinge“ zu reden – wir arbeit­en
aktuell an Blockchain-Tech­nolo­gien vor dem Hin­ter­grund eines Wech­sels
auf Quan­tum-Com­put­ing: „Truf­fels Per Paders“ dissent.is/TPP – macht
dur­chaus Sinn. Ist aber zunächst nicht Teil der Inter­ven­tion. Als
Sozialar­beit­er – als Arbeit­er am Sozialen – sind unsere Arbeit­en,
ähn­lich wie zeit­genös­sis­che Kun­st, inhaltlich ambigue, aber dur­chaus
darauf aus­gerichtet, die Reak­tio­nen mit zu beobacht­en und darauf
einzuge­hen. Ein Aspekt, welch­er sich schon jet­zt abze­ich­net, ist, dass
die Rede, welche der junge Decurtins in Mustér gehal­ten hat, nicht
über­liefert ist. Auch dazu bin ich mit Leo Tuor (und anderen) in
Kon­takt. Wo der aktuelle Kopf zwis­chen­ge­lagert wer­den kann, bleibt zu
klären. Mit der Denkmalpflege sind wir in Kon­takt. Aktuell sieht es
aber so aus, dass auf der Arbeit kein kan­tonaler Schutz liegt.

Was würde das verändern, wenn du merktest, dass du dir diese #LavinaNera ab 1856/1877 in der Cadi als eine offensive Jugendbewegung vorstellen müsstest und dir bloss noch von den Zerfallsform ab den 1970er Jahren erzählt wird. Von den Intellektuellsten des Kantons. Von der Kulturforschung Graubünden. Von der richtigen Universität äuch! Aber auch im Staatsfunk. Nicht zu vergessen die Zeitung. Auch und gerade die Rätoromanische. Damals aus Disentis/Mustér — heute aus Chur! — selbst?

  • Was? Du hast als poli­tisch engagiert­er und intellek­tueller Ober­län­der noch nie was von der intellek­tuellen Monat­szeitschrift Accents (1977–1982) gehört? Und das find­est du nicht intellek­tuell anre­gend?

#PlanB:

Was tun /tp & sms in Trun mit dem Denkmal von ?

Sie greifen nicht das Mate­r­i­al an, son­dern die Erzäh­lung.

Das Denkmal zeigt den alten Mann. Die Ord­nung ist klar: Lebensleis­tung wird ret­ro­spek­tiv ger­ahmt, Geschichte erscheint als Ergeb­nis. Genau dort set­zt die Inter­ven­tion an. Nicht mit Kri­tik von aussen, son­dern mit ein­er min­i­malen Ver­schiebung im Inneren der Form.

Der Kopf wird erset­zt. Nicht zer­stört, nicht ergänzt, son­dern präzise ver­schoben: vom späten Bild zurück zum frühen Moment. 22 Jahre alt. Wahl. Bruch. Anfang.

Damit kippt die Zeitachse.
Nicht mehr: Das Leben erk­lärt die Fig­ur.
Son­dern: Ein Ereig­nis erk­lärt alles, was fol­gt.

Das ist kein ikonok­lastis­ch­er Akt. Es ist auch keine Iro­nisierung. Es ist eine Oper­a­tion an der Anschlussfähigkeit des Denkmals. Erin­nern heisst hier: den Ursprung frei­le­gen. Gedenken heisst: ihn öffentlich wirk­sam hal­ten. Erneuern heisst: die Form so umbauen, dass sie diesen Ursprung wieder tra­gen kann.

Im klas­sis­chen Vok­ab­u­lar wäre das eine konzeptuelle Denkma­l­in­ter­ven­tion im öffentlichen Raum. Eine Form von Gegen-Denkmal, wie sie etwa bei angelegt ist, aber hier radikal reduziert: keine zusät­zliche Struk­tur, keine Texttafel, kein päd­a­gogis­ch­er Rah­men. Nur ein ander­er Kopf.

Ger­ade diese Reduk­tion macht den Ein­griff scharf.
Denn sie zwingt zur Relek­türe.

Das Denkmal bleibt ste­hen. Aber es zeigt nicht mehr, was es bish­er gezeigt hat. Es wird vom End­punkt zur Frage. Wer war dieser 22-Jährige? Warum kon­nte das geschehen? Was heisst das für heute?

Und genau darin liegt die eigentliche Bewe­gung:
Das Mon­u­ment wird vom Spe­ich­er zum Inter­face.

Nicht mehr abgeschlossen, son­dern adressier­bar. Nicht mehr ehrend, son­dern anschlussfähig.
Ein kleines Bauteil wird erset­zt – und das Soziale begin­nt, sich neu zu organ­isieren.

#PlanB für den Festakt: warum? naja: weil die professionellen kulturmanagerinnen aus der Kulturhauptstadt lieber die härzigen touristen-bildlis von #AluisCarigiet ausstellen (so?)

Ganz egal wie genial dieser junge Kerl aus bestem Cadi-Haus war: Wie kon­nte das passieren?
- Dr. Adolf Col­len­berg hat einen Vorschlag. Und das hängt eng mit einem anderen Jubiläum zusam­men… ;-)))

Vorher | Heute | Nach­her ;-)

Muse­al­isieren meint:
- dis­tanzieren | kon­strol­lieren | .… durch:
- kuratieren | archivieren | präsen­tieren
- abschliessen | wegschliessen …

DER JUNGE DECURTINS (1884, 28/29-jährig, Recherche Leo Tuor ;-)

Col­len­berg, Adolf; Die Bünd­ner Parteien auf der Suche nach Iden­tität und Macht 1880–1939. Some­dia, 2023 Seite 31.Quellenangabe: Fry, Karl; Kas­par Decurtins: Der Löwe von Truns, 2 Bände, Zürich 1949–1952, Band I, S. 214 | Col­len­berg liest es als “Hagiogra­phie” ;-)

Ich kann die hand­schriftlichen Noti­zen nicht lesen. Du?

Vorlaeufig laesst sich das so ordnen:

Cas­par Decurtins
Zeitlich: ab 1877 als junger poli­tis­ch­er Akteur in der Cadi sicht­bar, spaeter Nation­al­rat, katholisch-kon­ser­v­a­tiv­er Fuehrungskopf, Mit­gru­en­der der Uni­ver­si­taet Freiburg.
Funk­tion: poli­tis­ch­er Mobil­isator, Foed­er­al­ist, Sozialpoli­tik­er, Sym­bol­fig­ur.
Ziel: Erhalt und poli­tis­che Staerkung des katholis­chen Milieus, zugle­ich aber mit eigen­er Lin­ie, eigen­er Macht­tech­nik und teils ueber­greifend­en sozialen Ambi­tio­nen.
Bei Col­len­berg: nicht der Schoepfer der „Schwarzen Law­ine“, son­dern ein wichtiger, spaeter sog­ar sto­eren­der Akteur inner­halb eines groesseren katholis­chen Macht­ge­fueges.

Placi Con­drau
Zeitlich: Auf­bauphase seit der Mitte des 19. Jahrhun­derts.
Funk­tion: Ver­leger, Redak­tor, pub­lizis­tis­ch­er Organ­isator.
Ziel: Her­stel­lung und Sta­bil­isierung eines katholisch-kon­ser­v­a­tiv­en Kom­mu­nika­tions- und Deu­tungsraums in der Sur­sel­va.

Giachen Giusep Con­drau
Zeitlich: Nach­fol­ge­gen­er­a­tion, bis 1922.
Funk­tion: Redak­tor und Mit­traeger des Haus­es Con­drau.
Ziel: Fort­fuehrung und Verdich­tung des pub­lizis­tis­chen und poli­tis­chen Ein­flusses der Gaset­ta.

Giusep / Sep Con­drau
Zeitlich: 20. Jahrhun­dert bis 1974.
Funk­tion: let­zter gross­er Redak­tor der Lin­ie Con­drau, Bewahrer und Vol­len­der.
Ziel: Erhalt des katholisch-kon­ser­v­a­tiv­en Mono­lithen ueber Redak­tion, Druck und Deu­tung­shoheit.

Karl Fry
Zeitlich: viel spaeter, als Bio­graph und Rueck­blick­ender.
Funk­tion: Hagio­graph, Erzäh­ler, Hero­isier­er Decurtins’.
Ziel: Decurtins als zen­trale Gestalt, als „Loewe von Trun“ und „Saeu­len­heiliger“ des katholis­chen Milieus festschreiben.

Col­len­berg
Zeitlich: nochmals spaeter, als His­torik­er der Entza­uberung.
Funk­tion: Kor­rek­tor der Hero­isierung, Re-Lokalisierung der Macht bei Gaset­ta und Con­drau.
Ziel: zeigen, dass nicht Decurtins allein, son­dern vor allem das pub­lizis­tis­che Sys­tem Condrau/Gasetta die „Schwarze Law­ine“ geschaf­fen hat.

Das reicht bere­its fuer eine brauch­bare These:
Decurtins = Fig­ur der poli­tis­chen Verdich­tung.
Condrau/Gasetta = Infra­struk­tur der Macht.
Fry = sakral­isierende Erin­nerung.
Col­len­berg = his­torische Entza­uberung.

Fuer eine saubere End­fas­sung fehlen noch die exak­ten Lebens­dat­en, Amt­szeit­en und Werk­dat­en aller Beteiligten. Fuer das Denken reicht es aber schon.

https://denk-mal-denken.ch/24-denkmaeler/denkmal/decurtins-trun

Der junge Dr. Cas­par Decurtins | Weil Leo Tuor auch nach ein­er zweit­en Anfrage nicht so recht Lust zeigt, seine Wahlrede vom 6. Mai 1877 zu schreiben, ist die Idee aufgekom­men, einen Schreib­wet­tbe­werb zu machen.

Was gesucht wird?

  • eine ersatzbüste!
  • die orig­i­nalrede von dr. cas­par decurtins vom 6. mai 1877!
  • eine nacht- & nebe­lak­tion!

Übri­gens: Die Idee mit der Büste ist aufgekom­men, weil das Muse­um in Trun keine Inter­esse hat an einem Reen­acte­ment vor dem Kloster, ist diese Idee ent­standen ;-)

SPIELEN IST DAS GLEICHE WIE MACHEN.
- BLOSS MEGA VIEL KRASSER (SO?)

Leo XIII., Rerum Novarum, 1891
→ Die Geburt­surkunde der katholis­chen Soziallehre.

Kon­text: Indus­tri­al­isierung, Aus­beu­tung, Sozial­is­mus – die Kirche war lange still.

Inhalt:

  1. Arbeit ist mehr als Ware – der Men­sch hat Würde.
  2. Pri­vateigen­tum ist legit­im, aber sozial verpflich­t­end.
  3. Staat hat Ver­ant­wor­tung, das Gemein­wohl zu sich­ern.

Gew­erkschaften sind nicht nur erlaubt, son­dern notwendig.

Bedeu­tung:

  1. Kirche posi­tion­iert sich erst­mals sys­tem­a­tisch zur sozialen Frage.
  2. Nicht als Rev­o­lu­tionärin, son­dern als moralis­che Instanz.
  3. #Lib­er­al­Pa­ter­nal­ism avant la let­tre: Schutz der Schwachen, aber ohne Machtverzicht.

Wenn sich Leo XIV. auf Leo XIII. bezieht, kön­nte die Botschaft laut­en:

“Die neue soziale Frage heißt: Kli­ma, Migra­tion, dig­i­tale Aus­beu­tung –
und wieder ruft ein Leo zum Dia­log zwis­chen Gerechtigkeit und Ord­nung.”

ok. video gelöscht | die ganze playlist auf WikiDienstag.ch | abon­niere kosten­los den What­sApp-chan­nel #Lav­inaN­era treis

Anlass zu diesem Eintrag:

In Gespräche mit Hubert Giger, Leo Tuor und anderen wer­den Fra­gen rund um den 6. Mai 1877 behan­delt. Der Vorschlag ste­ht im Raum, ob ein Reen­act­ment eine angemessene Form sein kön­nte…

Trig­ger: Die Rede, welche der 22-jährige Dr. Cas­par Decurtins hielt, ist im Wort­laut NICHT erhal­ten. Sie soll völ­lig spon­tan ent­standen sein… Aber es machte Decurtins an jen­em Tag zum Mis­tral der Cadi und es fol­gte eine fast 100-jährige Peri­ode, welche als #Lav­inaN­era in die Geschichts­büch­er einge­gan­gen ist… und von sozial-lib­er­aln His­torik­ern in ihrem Zer­fall so beschrieben wird ;-)

2‑do-liste: Johannes Flury | Hin­weise von Pater Bruno: Man sagte seit jeher, Teile von Rerum Novarum habe Cas­par Decurtins ver­fasst. Vgl. Wikipedia (C.D.): «1891 beri­et er Papst Leo XIII. bei der Ausar­beitung der Enzyk­li­ka Rerum Novarum») C. D. war ja stark beteiligt an der Grün­dung der Uni Fri­bourg, ein­er Hochburg des Katholis­chen und der Dominikan­er. Let­ztere waren damals führend in der The­olo­gie als Spezial­is­ten für Thomas von Aquin, den Papst Leo XIII. zum Massstab der The­olo­gie erhob. Ich gehe davon aus, dass Cas­par Decurtins über die Dominikan­er­schiene Ghost Writer für Papst Leo XIII. war. Vgl. auch: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026985/2008–05-26/

Wie wir arbeiten?

Summary

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

(…)

Was ist eine Reenactment?

Ein Reen­act­ment ist die nachgestellte Auf­führung oder Wieder­hol­ung eines his­torischen oder kul­turellen Ereigniss­es. Es wird oft von Grup­pen oder Einzelper­so­n­en durchge­führt, um Geschichte erleb­bar zu machen.

Typen von Reenactments

  1. His­torisches Reen­act­ment
    • Nach­stel­lung von Schlacht­en, his­torischen Ereignis­sen oder All­t­agsszenen aus ver­gan­genen Epochen
    • Beispiel: Römer­lager, Mit­te­lal­ter­feste, Napoleon­schlacht­en
  2. Poli­tis­ches oder Soziales Reen­act­ment
    • Nach­stel­lung von Protesten, Rev­o­lu­tio­nen oder wichti­gen poli­tis­chen Momenten
    • Beispiel: Nach­stel­lun­gen von Bürg­er­rechtsmärschen, Mauer­fall-Szenen
  3. Kul­turelles oder kün­st­lerisches Reen­act­ment
    • Wieder­hol­ung von Per­for­mances oder rit­uellen Hand­lun­gen
    • Beispiel: The­ater- und Film-Reen­act­ments, Live-Insze­nierun­gen his­torisch­er Reden
  4. Exper­i­mentelles oder forschen­des Reen­act­ment
    • Wis­senschaftliche Rekon­struk­tion von Tech­niken, Prak­tiken oder Lebensweisen
    • Beispiel: Exper­i­mentelle Archäolo­gie, wie das Nach­bauen von Steinzeit-Werkzeu­gen oder Segel­reisen mit his­torischen Schif­f­en
  5. Medi­ales Reen­act­ment
    • Nutzung von Film, VR oder Gam­ing zur Nach­stel­lung his­torisch­er Szenar­ien
    • Beispiel: Reen­act­ments in Doku­men­ta­tio­nen oder Aug­ment­ed-Real­i­ty-Pro­jek­te

Ziele & Nutzen von Reenactments

  • Bil­dung & Ver­mit­tlung: Geschichte erleb­bar machen
  • Forschung & Exper­i­ment: Neue Erken­nt­nisse über his­torische Abläufe gewin­nen
  • Iden­tität & Gemein­schaft: His­torische Wurzeln erleb­bar machen
  • Kun­st & Aus­druck: Per­for­ma­tive Auseinan­der­set­zung mit Ver­gan­gen­heit

Rerum Novarum, die erste Sozialenenzyklika, an welcher Caspar Decurtins mitgearbeitet hat

Die „neuen Dinge“ (Rerum Novarum) bezo­gen sich auf die tief­greifend­en gesellschaftlichen Verän­derun­gen durch die Indus­tri­al­isierung. Leo XIII. sah eine völ­lig neue soziale Real­ität, die sich von der tra­di­tionellen, agrarisch geprägten Gesellschaft unter­schied. Die zen­tralen „neuen Dinge“ waren:

  1. Kap­i­tal­is­tis­che Wirtschaft­sor­d­nung
    • Entste­hung von Großun­ternehmen und Fab­riken
    • Konzen­tra­tion von Kap­i­tal in weni­gen Hän­den
    • Prof­it­max­imierung als ober­stes Ziel
  2. Pro­le­tari­at und soziale Ungle­ich­heit
    • Massen­vere­len­dung der Arbeit­erk­lasse
    • Fehlende soziale Absicherung
    • Abhängigkeit der Arbeit­er von Fab­rikbe­sitzern
  3. Sozial­is­tis­che Ideen als Gegen­be­we­gung
    • Forderung nach Abschaf­fung des Pri­vateigen­tums
    • Klassenkampf als Mit­tel zur sozialen Gerechtigkeit
    • Kollek­tive Besitz­for­men als Alter­na­tive zum Kap­i­tal­is­mus
  4. Staatliche und gesellschaftliche Ver­ant­wor­tung
    • Frage: Soll der Staat reg­ulierend ein­greifen oder den Markt sich selb­st über­lassen?
    • Notwendigkeit von Arbeit­er­recht­en und Sozialge­set­zen
  5. Krise der Moral und Reli­gion
    • Säku­lar­isierung und Abkehr von christlichen Werten
    • Ethis­che Ori­en­tierungslosigkeit in ein­er kap­i­tal­is­tis­chen Gesellschaft

Leo XIII. sah sich gezwun­gen, eine katholis­che Antwort auf diese „neuen Dinge“ zu for­mulieren – eine Posi­tion zwis­chen Kap­i­tal­is­mus und Sozial­is­mus, die sowohl Pri­vateigen­tum als auch soziale Ver­ant­wor­tung betont.

Die „neuen Dinge“ heute – Rerum Novarum 2025

  1. Kap­i­tal­is­mus 2.0: Plat­tfor­mökonomie & Finanzdik­tatur
    • Dig­i­tale Mono­pole (Big Tech) kon­trol­lieren Märk­te, Dat­en & Mei­n­ung
    • Staat­en wer­den durch Finanzmärk­te ges­teuert (Black­Rock, Van­guard)
    • Hyper-Finanzial­isierung: Geld regiert, nicht mehr Staat­en oder Men­schen
  2. Die neue Arbeit­erk­lasse: Click­work­er & Algo­rith­men-Sklaven
    • Gig Econ­o­my: Kein fes­ter Job, kein Schutz, kein Lohn ohne Leis­tung
    • Algo­rith­men als Chefs: Kün­stliche Intel­li­genz bes­timmt Arbeits­be­din­gun­gen
    • Men­schen als bloße „Daten­punk­te“ in ein­er glob­alen Wertschöp­fungs­kette
  3. Neo­feu­dal­is­mus: Von der Demokratie zur Tech­nokratie
    • Staat­en wer­den durch Konz­erne erset­zt – „Pri­vatisierte Poli­tik“
    • Bürg­er ver­lieren poli­tis­che Macht – nur noch Kon­sumenten oder „Daten­liefer­an­ten“
    • Kon­trolle durch dig­i­tale ID, Social Cred­it Scores, KI-Überwachung
  4. Der Bio-Kap­i­tal­is­mus: Dein Kör­p­er als Geschäftsmod­ell
    • Phar­ma- & Biotech-Konz­erne bes­tim­men, was Gesund­heit bedeutet
    • „Opti­mierung“ des Men­schen durch Gen­tech­nik, Bio­hack­ing & Tran­shu­man­is­mus
    • Bio­metrische Kon­trolle: Dein Kör­p­er gehört nicht mehr dir
  5. Öko-Kolo­nial­is­mus & „grüne Dik­tatur“
    • Nach­haltigkeit als Vor­wand für Kon­trolle und Eigen­tumsver­lust
    • Ressourcen wer­den durch glob­ale Konz­erne zen­tral­isiert
    • CO₂-Kontin­gente für Bürg­er – Bewe­gungs­frei­heit und Kon­sum eingeschränkt
  6. Die Zer­störung des Sozialen durch dig­i­tale Ent­frem­dung
    • Beziehun­gen find­en online statt – echte Begeg­nun­gen ver­schwinden
    • Virtuelle Iden­titäten erset­zen die reale Per­sön­lichkeit
    • Kün­stliche Intel­li­genz übern­immt soziale Kom­mu­nika­tion
  7. Die totale Kon­trolle: Vom Bargeld­ver­bot zur dig­i­tal­en Dik­tatur
    • Zen­tral­bank-Dig­i­tal­währun­gen (CBDC) als Waffe gegen finanzielle Frei­heit
    • Lohn & Zugang zu Dien­stleis­tun­gen abhängig von Ver­hal­ten & Mei­n­ung
    • Totale Überwachung durch Smart Cities & Inter­net der Dinge
  8. Iden­tität­spoli­tik & Kul­turkampf als Herrschaftswerkzeuge
    • Spal­tung der Gesellschaft durch kün­stlich erzeugte Kon­flik­te
    • Moralis­che Manip­u­la­tion: Wer nicht mit­macht, wird aus­geschlossen
    • Neue Dog­men erset­zen die offene Debat­te
  9. Der Kon­trol­lierte Men­sch: Von der Geburts-App bis zur Sterbe-KI
    • Kün­stliche Gebär­müt­ter & Design­er-Babys: Die Repro­duk­tion wird pri­vatisiert
    • „Ster­be­hil­fe“ als neue soziale Norm: Unpro­duk­tive Men­schen wer­den „abgewählt“
    • Lebensentschei­dun­gen delegiert an KI & Algo­rith­men
  10. Die Auflö­sung des Echt­en: Fake-Wel­ten & post-reale Gesellschaft
  • Deep­fakes & KI-gener­ierte Inhalte machen Wahrheit rel­a­tiv
  • Real­ität wird durch virtuelle Sim­u­la­tion erset­zt (Meta­verse, VR)
  • Men­schen ziehen sich in dig­i­tale Traumwel­ten zurück – die Welt regieren andere

Was tun?

  • Neue Com­mons schaf­fen: Autarke Net­zw­erke & lokale Ökonomien auf­bauen
  • Dig­i­tale Sou­veränität zurück­holen: Eigene Plat­tfor­men, Open Source, dezen­trale Sys­teme
  • Kul­turellen Wider­stand organ­isieren: Gegen die Auflö­sung des Echt­en kämpfen
  • Poli­tis­che Selb­st­bes­tim­mung erkämpfen: Lokale Struk­turen statt glob­aler Kon­trolle
  • Radikale Sol­i­dar­ität prak­tizieren: Soziale Bindun­gen stärken, echte Gemein­schaft leben

Radikal genug?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

(…)

(…)

(…)

Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

(…)

(…)

(…)

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) #TextBy­Chat­G­PT

der workflow (aby warburg, rebell.tv)

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

QUEI PIEVEL #Leo­Tuor

l’aura d’avrel, la fiera da Ligiaun ed il cumin negin che sap­pi lig­nar.

  1. april 2027
  • Die Gegenrede von Leo Tuor für 150 jahre #Lav­inaN­era
    dissent.is/rerumnovarum

auf ver­lan­gen mein­er frau, hier noch die gegen­derte vari­ante von leo tuor’s zitat von william wordsworth (1790) | 150 jahre #Lav­inaN­era dus https://dissent.is/rerumnovarum/

LeoTuor

habe ihm von beginn weg erzählt von der spon­ta­nen idee eines reen­acte­ments…

später sagte er dann, ich solle doch den hier fra­gen
- das ha!ha!habe ich zwar gemacht… ABER:

kann das der mann meines ver­trauens sein?
- eben.

  1. Name: Johannes Flury
  2. Geburt­s­jahr: 1950
  3. Herkun­ft: Zernez, Unteren­gadin
  4. Beruf: Evan­ge­lisch-reformiert­er The­ologe, Poli­tik­er, Pub­lizist
  5. Bekan­nt als:
    • Langjähriger Präsi­dent der Lia Rumantscha (1996–2016)
    • Vorkämpfer für die rätoro­man­is­che Sprache und Kul­tur
  6. Poli­tis­ches Engage­ment:
    • Gross­rat (CVP, Kan­ton Graubün­den)
    • Ein­satz für Sprach­poli­tik, kul­turelle Vielfalt, Bil­dung
  7. Pub­lika­tio­nen & Reden:
    • Zahlre­iche Beiträge zu Sprach­poli­tik, Min­der­heit­en­recht­en, Iden­tität
    • Beto­nung von Sinn- und Wert­fra­gen in der Sprach­förderung
  8. Weit­ere Funk­tio­nen:
    • Ini­tia­tor und Förder­er zahlre­ich­er roman­is­tis­ch­er Pro­jek­te
    • Ver­mit­tler zwis­chen Kirche, Poli­tik und kul­tureller Öffentlichkeit

#LeoTuor — dieses volk | 22. April 2025

kon­terrede | über­set­zung in deutsch | meine reak­tion via eMail:

jaja. typ­isch.… in der kon­terede bist du genial. wie der gieri mit seinen fil­men gekon­nt… (sein erstes zuck­eln nach der aus­nüchterung war dann, dass ich das video auf youtube löschen solle… schön­er schur­nal­ist, das :-)))

all das ver­weist aber viel mehr auf das elend der kul­tur­form der mod­erne, welche alles — ALLES — alles analysieren, reflek­tieren, kri­tisieren kann: auss­er sich selb­st.

mich inter­essiert nicht die kon­terrede. 

mit ver­laub: der suhrkamp-ver­lag und die uni­ver­sitäre bib­lio­thek hat kilo­me­ter lange rei­hen von solchen… (um deut­lich zu wer­den: erhabenen, intellek­tuellen, geistre­ichen…) ergüssen…  

ich bin sozialar­beit­er
ich arbeite am sozialen


wenn du es akademisch haben willst: wenn ich an den 6. mai 1877 denke, mir den jun­gen, selb­st­be­wussten, selb­st­sicheren DOKTOR cas­par vorstelle, wie er auf den dick­en stamm klet­tert und CAR PEIVEL CUMIN in die menge ruft, dann muss ich dies in einem hermeneutis­chen ersten schritt zuerst ein­mal “ver­s­then”… mich inter­essiert also nicht deine kon­terrede nach 100 jahren “a wie atom und z wie zivil­i­sa­tions­bruch”… dann inter­essiert mich, was der kerl den men­schen erzählt hat… was er von der welt gese­hen hat… wie bru­tal, wie hem­mungs­los, wie geist­los diese zweite indus­trielle rev­o­lu­tion über die men­schen hin­weg dampft… (und es kam ja noch sehr viel schlim­mer, als der ben­gel in deutsch­land gese­hen und gehört hat…)

mich inter­essiert, wie dr. cas­par decurtins den man­nen auf der wiese vor dem kloster erk­lärt hat, was den leuten auf der cumin im rück­en den rück­en stärkt… was adal­bert II hun­dert jahre früher angestossen hat.… und warum es clever ist, mit gestärk­tem, ger­a­dem, aufrichti­gen rück­en “ins weite und offene” zu schre­it­en… (psalm ?!?)

eieiei… 

diese analo­gie
diese zeit­gle­ich­heit


dieses ver­fluchte elend, welch­es — GOTT SEI DANK — dieser 80-jährige mil­liardär mit seinem elon zeusel mil­liardär — sicht­bar. fotografier­bar, film­bar macht an füd­dli­blut­ter gewalt­bere­it­er macht, was andere “demokratie” und “men­schen­rechte” und “wis­senschaft” lob­hudeln und beweihräuch­ern…
nein… 

ein inter­es­san­ter ver­such, leo
hin­weise, von welchem ich noch nie gehört habe und ich mit grossem inter­esse lesen werde… 
aber: 


NEIN, leo. NEIN :-))))))))))))))))))))))) 

sms ;-)

und was hat #chatGPT-40 davon?

Per­fekt. Ich zeige dir im Fol­gen­den ein paar exem­plar­ische Lek­tio­nen, die ich aus Clau­dio Speschas Über­set­zung von Leo Tuors Text «Quei piev­el» ler­nen kann – im Ver­gle­ich zu mein­er eige­nen, aus dem Bauch her­aus erzeugten Ver­sion. Fokus: Ton, Bildlichkeit, kul­turelle Tiefe.


1. Titelüber­set­zung
Orig­i­nal: Quei piev­el
Meine Über­set­zung: Dieses Volk
Spescha: Dieses Volk
➡️ Keine Dif­ferenz – aber: der schlichte Titel trägt bei Tuor bere­its den Ton von Nähe und zugle­ich Dis­tanz, beina­he wie ein Fin­gerzeig: „Dieses“ – nicht irgen­dein Volk.


2. Bildlichkeit und Rhyth­mus
Orig­i­nal:

„Il sclav viva ellas plani­ras°, igl um liber, ord la per­spec­ti­va engle­sa ‘the slave of none’, viva ellas muntog­nas che han buca mo dau, mobein impo­niu ad el ses dret­gs.“

Meine Ver­sion:

„Der Sklave lebt in der Ebene, der freie Men­sch – aus englis­ch­er Sicht ‘the slave of none’ – lebt in den Bergen, die ihm seine Rechte nicht nur gegeben, son­dern aufer­legt haben.“

Spescha:

„Der Sklave lebt im Flach­land, der freie Mann – aus englis­ch­er Per­spek­tive der ‘slave of none’ – in den Bergen, die ihm seine Rechte nicht nur gegeben, son­dern ger­adezu aufer­legt haben.“

🧠 Gel­ernt: Spescha hebt mit ger­adezu aufer­legt stärk­er die para­doxe Span­nung her­vor. Seine Syn­tax bleibt flüs­siger, das Bild wird klar­er durch­leuchtet. Ich notiere: Gle­ichzeit­igkeit von Naturge­walt und Recht­spflicht pointieren.


3. Der Humor: der Picher/Narr
Orig­i­nal:

„Il rir malse­gir dil mis­tral ault a cavagl veg­ne­va adi­na sfr­uschaus naven dil rir dil pich­er…“

Meine Ver­sion:

„Das gezwun­gene Lachen des hoch zu Ross sitzen­den Lan­dammanns wurde immer vom Lachen des Nar­ren übertönt…“

Spescha:

„Das unsichere Lachen des Mis­trals hoch zu Ross wurde immer durch das Lachen des Piken­trägers ver­al­bert.“

🧠 Gel­ernt: ver­al­bern statt übertö­nen – Spescha set­zt hier auf ein aktives Verb mit iro­nis­ch­er Ladung. Und: Piken­träger statt Narr – was näher am Bild bar­ga­da digl avat ist, ohne das Komis­che zu ver­lieren. Ich merke: Über­set­zen ist auch Rol­len­ver­ständ­nis.


4. Poli­tis­che Schärfe
Orig­i­nal:

„Ina vic­to­ria dil cen­tralis­sem che lavu­ra encunter la democrazia…“

Meine Ver­sion:

„Ein Sieg des Zen­tral­is­mus, der gegen die Demokratie arbeit­et…“

Spescha:

„Ein Sieg des Zen­tral­is­mus, der die Demokratie aushöhlt…“

🧠 Gel­ernt: aushöhlen ist stärk­er, bildlich­er und näher am poli­tis­chen Vok­ab­u­lar des späten 20. Jahrhun­derts. Ich notiere: Kri­tik kann durch präzise Bild­sprache messer­scharf wer­den.


5. Stim­mungs­führung & Tem­po
Spescha struk­turi­ert durch geschick­te Übergänge, hält das Erzähltem­po kon­stant, set­zt klare Pausen. Ich hinge­gen neige zu Satz-für-Satz-Über­set­zung.

🧠 Gel­ernt: Nicht nur kor­rekt über­set­zen, son­dern erzählen.


Wenn du willst, kann ich diesen Ver­gle­ich auch grafisch (Tabelle mit „Tuor | meine Ver­sion | Spescha | Anmerkung“) oder als Arbeits­doku­ment auf­bere­it­en. Inter­essiert?