Nulli concedit mors | Nichts entrinnt dem Tod | #NulliConcedo | #Erasmus #Hohlbein #Amerbach & der grosse Stinkefinger ;-)

Langsam: M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

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Anlass zu diesem Eintrag:

Die Arbeit von Eras­mus von Rot­ter­dam begleit­et mich, seit ich als 19-jähriger aus mein­er Täufer-Bub­ble gefall­en bin und in Ameri­ka bei den Amis­chen, den Quak­ern, den Hut­ter­ern, den Old Order Men­non­ites… und im Kapuzin­er Kloster Alt­dorf — bei Brud­er Paul Hin­der — meine aufgewühlten Gefühlen forschte. (so?)

Ich habe Eras­mus immer immer als “Spir­i­tus Rec­tor der Täufer-Bewe­gung in der Schweiz” gele­sen. Und ärg­erte mich immer, dass er sich nicht kon­se­quent von der Machtkirche ver­ab­schiedet hat… Das scheint mir jet­zt — als alter Mann — bess­er nachvol­lziehbar ;-)

… und heute habe ich mir ein Bild bestellt, was mich auch schon immer fasziniert hat… ok. 50% verklein­ert. Aber immer­hin…

Was sagt uns dieser Stinkefinger?

  1. Wenn die Hand wirk­lich als Stinkefin­ger les­bar geset­zt ist, dann ist das keine Neben­säch­lichkeit, son­dern eine Zumu­tung.
  2. Er sagt dann nicht: „Schaut, wie schön der tote Chris­tus gemalt ist.“
    Er sagt: Dieser Leich­nam ist nicht sakral abgefed­ert. Nicht ver­her­rlicht. Nicht entschärft.
  3. Im Kon­text dein­er Lesart würde der Fin­ger bedeuten:
    Dieser Chris­tus liegt hier nicht als frommes Dekor, son­dern als Skan­dal.
    Ganz Men­sch.
    Tot.
    Ver­let­zbar.
    Aus­gestellt.
  4. Und noch schär­fer:
    Der Fin­ger wäre dann eine Geste gegen jede vorschnelle Vergöt­tlichung, Verk­lärung oder litur­gis­che Glät­tung.
    Also nicht gegen die Formel von Chalke­don selb­st,
    son­dern gegen ihre bil­lige, fol­gen­lose Rep­e­ti­tion.
  5. Anders gesagt:
LesartAus­sage des Fin­gers
rein nat­u­ral­is­tischZufäl­lige Fin­ger­stel­lung eines Toten
ikono­graphisch pro­voka­tivAffront gegen fromme Sehge­wohn­heit­en
the­ol­o­gisch radikalDie Men­schheit Christi ist nicht wegzudeuten
poli­tisch-refor­ma­torischAngriff auf sakrale Bil­drou­tine und Heil­säs­thetik
  1. Der Stinkefin­ger wäre dann nicht ein­fach „unhöflich“, son­dern eine visuelle Häre­sieprobe:
    Was hältst du aus?
    Einen toten Gott?
    Einen ganz men­schlichen Chris­tus?
    Eine Inkar­na­tion ohne Gol­drand?
  2. Mein Satz dazu:
    Wenn das ein Stinkefin­ger ist, dann zeigt ihn nicht Jesus als Per­son, son­dern das Bild der chris­tol­o­gis­chen Beschöni­gung.
  3. Sauber gesagt:
    Das ist eine starke Deu­tung, kein har­ter Nach­weis. Aber genau deshalb ist sie pro­duk­tiv. Der Fin­ger macht sicht­bar, dass hier nicht bloss gemalt, son­dern zuge­spitzt wird.

Ja. So wird der Gedanke scharf.

  1. „Spir­i­tus rec­tor“ trifft den Punkt bess­er als „Vor­läufer“.
    Ger­ade in der Täufer­forschung gibt es genau diese Fig­ur: Eras­mus nicht als organ­isatorisch­er Grün­der, son­dern als geistiger Vater, intellek­tueller Res­o­nanzraum oder „spir­i­tu­al father“ bes­timmter Radikalisierun­gen. Diese Deu­tung ist in der Forschung aus­drück­lich belegt, auch wenn sie umstrit­ten bleibt. (Chris­t­ian His­to­ry Insti­tute)
  2. Dein Kern ist plau­si­bel:
    Eras­mus lieferte kein täuferisches Parteipro­gramm, aber er lieferte den sprach­lichen, philol­o­gis­chen und ethis­chen Über­schuss, aus dem man die alten Fra­gen neu zus­pitzen kon­nte: Schrift gegen Rit­u­alverkrus­tung, Chris­tus­nach­folge gegen Macht­sicherung, Frieden gegen sakral­isierte Gewalt. Dass Eras­mus mit der Querela Pacis eine radikale Absage an Krieg for­mulierte, ist klar belegt. (Online Library of Lib­er­ty)
  3. Auch der soziale Trägerkreis passt zu deinem Argu­ment.
    Die frühen Zürcher Täufer kamen nicht aus einem bil­dungs­fer­nen Rand, son­dern zu wichti­gen Teilen aus human­is­tisch geprägten, gut situ­ierten Milieus; Grebel stammt aus ein­er ange­se­henen Zürcher Fam­i­lie, Felix Manz war human­is­tisch geschult. (museum-schleitheim.ch)
  4. Damit bekommt Holbein/Amerbach eine andere Span­nung.
    Boni­facius Amer­bach war eng mit Eras­mus ver­bun­den; Eras­mus machte ihn sog­ar zu seinem Haupter­ben. Zugle­ich gilt Amer­bach als wahrschein­lich­er Auf­tragge­ber des Chris­tus­bildes. Und Hol­beins Bild wird vom Kun­st­mu­se­um Basel selb­st als Werk beschrieben, das den toten Chris­tus in ein­er radikal dies­seit­i­gen, kör­per­lichen Fak­tiz­itaet zeigt. (Kan­ton Basel-Stadt)
  5. In dein­er Lesart passiert dann Fol­gen­des:
EbenePointe
Chris­tolo­gieNicht ein abstrak­ter Gottmen­sch, son­dern ein wirk­lich­er tot­er Leib
Eras­musFriedensethik, ad fontes, anti-kriegerische Chris­tu­sori­en­tierung
Hol­beinmalerische Uner­bit­tlichkeit
Amer­bachhuman­is­tis­ches Milieu, das diese Schärfe tra­gen kon­nte
Zürcher Radikalepoli­tis­che und kirch­liche Kon­se­quen­zen aus genau dieser Zus­pitzung
  1. Der Satz „Jesus war Men­sch. Und er hat seine Punk­te als Men­sch gemacht“ ist als Deu­tung stark.
    His­torisch sauber­er for­muliert: Das Bild drängt die Frage nach der wirk­lichen Men­schheit Christi so weit nach vorne, dass die Formel „auch ganz Gott“ nicht mehr als bequeme sakrale Auswe­ich­be­we­gung funk­tion­iert. Das ist deine Zus­pitzung; als direk­te Werk­in­ten­tion ist sie nicht doku­men­tiert, aber sie ist durch Kon­text und Bild­logik gut getra­gen. (kunstmuseumbasel.ch)
  2. Und jet­zt zu deinem eigentlichen Ein­satz mit #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix:
    Ja, man kann aus der Zürcher Ref­or­ma­tion her­aus sehr präzise unter­schiedliche Radikalisierungsrich­tun­gen ent­lang der vier Macht­di­men­sio­nen sicht­bar machen. Nicht so, dass jede Gruppe „nur“ eine Dimen­sion hat. Aber so, dass je eine Dimen­sion dom­i­nant her­vor­tritt. Dein Screen­shot trifft diese Logik erstaunlich gut.
Bewe­gungDom­i­nante Macht­di­men­sionPlau­si­bler Bezug
Men­non­itenDurch­set­zungGewalt­frei­heit, Wehrlosigkeit, Absage an Krieg (Online Library of Lib­er­ty)
Amis­cheAnord­nungstrenge Ord­nung, klare Gren­ze, reg­ulierte Gemein­schaft­sprax­is
Hut­ter­erZugangradikale Güterge­mein­schaft
Quäk­erLegit­i­ma­tioninneres Licht, unmit­tel­bare Gel­tung des Gewis­sens
  1. Der starke Clou in dein­er Kon­struk­tion ist also nicht bloss „Eras­mus war wichtig“, son­dern:
    Eras­mus ver­schiebt die Achse der Legit­i­ma­tion weg von sakraler Machtkirche und scholastis­ch­er Absicherung hin zu Schrift, Gewis­sen, Chris­tus­nach­folge und Friedensethik. Aus dieser Ver­schiebung koen­nen dann unter­schiedliche soziale Kon­se­quen­zen entste­hen: gewalt­freie Durch­set­zung, Güterge­mein­schaft, neue Ord­nun­gen, andere Legit­i­ma­tions­for­men. (Wikipedia)
  2. In dein­er Sprache zuge­spitzt:
    Der alte Eras­mus und zwei junge Ker­le bracht­en die Sache auf den ätzen­den Punkt: Wenn Chris­tus wirk­lich Men­sch war, dann kann die Kirche nicht dauernd ins Mys­tis­che auswe­ichen, sobald die radikalen Fra­gen nach Gewalt, Eigen­tum, Ord­nung und Gel­tung gestellt werden.Dieser let­zte Satz ist deine bzw. unsere inter­pre­ta­tive Verdich­tung; genau so ste­ht er in kein­er Quelle. Die his­torischen Bausteine dafür sind aber belegt. (Online Library of Lib­er­ty)
  3. Mein knapp­ster Satz dazu wäre:
    Nicht Eras­mus selb­st wurde Täufer. Aber ohne Eras­mus hätte man in Zürich die Men­schheit Christi, die Friedens­frage und die Autoritäts­frage kaum so gefährlich präzise for­mulieren kön­nen. (Wikipedia)

The two-vol­ume splen­did edi­tion in Folio bears the title: Die gantze Bibel der vrsprünglichē Ebrais­chen und Griechis­chen waarheyt nach/ auffs aller treüwlich­est verteütschet. It is rich­ly illus­trat­ed, part­ly with wood­cuts after draw­ings by Hans Hol­bein the Younger. A pref­ace, prob­a­bly writ­ten by Leo Jud, shows strong influ­ence from Eras­mus of Rot­ter­dam. Elab­o­rate addi­tions such as a key­word index, sum­maries (chap­ter sum­maries), gloss­es and par­al­lel pas­sages make the text acces­si­ble. (wikipedia)

Summary/Spoiler/TL;DR

»Nul­li con­ce­do« – »Ich mache Keinem Zugeständ­nisse« – ist der Wahlspruch des großen Human­is­ten Eras­mus von Rot­ter­dam. Gerne weist er darauf hin, dass das »sich« hier nicht auf ihn, son­dern auf den Tod bezieht, der kein Lebe­we­sen ver­schone. Hans Hol­bein der Jün­gere ist eng mit Eras­mus befre­un­det und malt 1525 ein Porträt von ihm. Der Leich­nam Christi im Grabe illus­tri­ert das Lebens­mot­to des Gelehrten.

Hans Hol­bein der Jün­gere (1497–1543), Der Leich­nam Christi im Grabe, 1521/22, Öl auf Holz 32 × 202 cm, Kun­st­mu­se­um Basel.

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Hans Holbein der Jüngere

Hans Hol­bein arbeit­ete u. a. für Hans Froben und illus­tri­erte Büch­er wie Lob der Torheit von Eras­mus von Rot­ter­dam und Utopia von Thomas Morus

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Skandalkunst

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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