Was ist der Unterschied zwischen #Disruption und #Kulturwechsel?

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  1. DISRUPTION
  • Begriff aus Inno­­va­­tions- und Wirtschaft­s­the­o­rie
  • Markiert Bruch inner­halb der­sel­ben Kul­tur­form (≠: Mod­erne)
  • Logik: „etwas Neues ver­drängt etwas Altes“
  • Kurzfristig, tech­nolo­gie- und mark­t­getrieben
  • Bleibt im Raster der Mod­erne (≠), repro­duziert ihre Funk­tion­slogik
  1. KULTURWECHSEL (nach #TheLuh­man­n­Map)
  • Begriff für Über­gang zwis­chen Kul­tur­for­men (— → + → ≠ → #)
  • Markiert nicht Inno­va­tion im Sys­tem, son­dern Trans­for­ma­tion der gesamten Seman­tik
  • Logik: „andere Unter­schei­dung wird grundle­gend“
  • Langfristig, par­a­dig­ma­tisch und struk­tur­prä­gend
  • Hebt alte Selb­stver­ständlichkeit­en auf und etabliert neue Sin­nord­nung
  1. ZUSAMMENFASSUNG
  • Dis­rup­tion = internes Ereig­nis (Mod­er­nel­ogik bleibt erhal­ten)
  • Kul­tur­wech­sel = externes Ereig­nis (neue Kul­tur­form entste­ht)
  • Dis­rup­tion = ökonomisch-tech­nisch
  • Kul­tur­wech­sel = seman­tisch-struk­­turell

What is the difference between #prepping & #iaaw?

do not under­stand 2 fast ;-)

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work in progress
  • What is the dif­fer­ence between #prep­ping & #IAAW?
  • Tgei ei la dif­feren­za den­ter #prep­ping e #IAAW?
  • Was ist der Unter­schied zwis­chen #prep­ping und #IAAW?
  1. PREPPER
  • Per­so­n­en oder Grup­pen, die sich indi­vidu­ell auf Krisen vor­bere­it­en.
  • Fokus: Vor­räte, Über­leben­stech­niken, Selb­stschutz.
  • Meist pri­vat, teil­weise abgeschot­tet, mit Beto­nung auf Autonomie einzel­ner Haushalte.
  • Leit­mo­tiv: Angst vor Zusam­men­bruch → Selb­stver­sorgung.
  1. #IAAW (Inner Alpine Autarkie Wirtschaft)
  • Konzept aus deinem Doku­ment.
  • Fokus: gemein­schaftlich organ­isierte Ver­sorgung (region­al, sol­i­darisch, struk­turell).
  • Ziel: Trans­for­ma­tion von Wirtschafts- und Sozial­struk­turen, nicht nur Vor­rat­shal­tung.
  • Leit­mo­tiv: Resilienz + Com­mons + Autarkie → näch­ste Kul­tur­form.

Unter­schied in einem Satz:
PREPPER sich­ern indi­vidu­elles Über­leben, #IAAW baut gemein­schaftliche Struk­turen für ein gutes Leben in Krisen und darüber hin­aus.

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LesenMachtSexy @20min | oktober 2025

SCHWEIGENDE MEHRHEIT #GötzAly
ist das neue
SEI SEXY @20min @Verlegerverband
ist das neue
SEI CHARMANT @metamythos
ist das neue
SEI MUTIG @WIKIPEDIA
ist das neue
SAPERE AUDE #ImmanuelKa­nt


#tetralemma

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(stand der arbeit: copy/past des threads aus twit­ter…)

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Anlass zu diesem Eintrag:

Summary/Spoiler/TL;DR

Das Tetralem­ma ist eine sehr alte Denk­fig­ur. Sie besagt, dass es bei ein­er “binären Unter­schei­dung” zu min­destens zu 5 Posi­tio­nen kommt:

1. entwed­er | A
2. oder | ¬A
3. sowohl als auch | A ∧ ¬A
4. wed­er noch | ¬(A ∨ ¬A)
5. anders und anders als so | #

Aber das Prob­lem ist freilich viel drama­tis­ch­er… Nicht zu erwäh­nen, dass wir vor dem “Durch­bruch” zu #Quan­ten­com­put­ing ste­hen…

one bit = 0/1
one byte = 2⁸ = 256
one social bit = 1/2/3
one social byte = 3⁸ = 6561

“Während Maschi­nen rech­nen, kom­mu­niziert Kom­mu­nika­tion.”

@sms2sms
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Nulli concedit mors | Nichts entrinnt dem Tod | #NulliConcedo | #Erasmus #Hohlbein #Amerbach & der grosse Stinkefinger ;-)

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Anlass zu diesem Eintrag:

Die Arbeit von Eras­mus von Rot­ter­dam begleit­et mich, seit ich als 19-jähriger aus mein­er Täufer-Bub­ble gefall­en bin und in Ameri­ka bei den Amis­chen, den Quak­ern, den Hut­ter­ern, den Old Order Men­non­ites… und im Kapuzin­er Kloster Alt­dorf — bei Brud­er Paul Hin­der — meine aufgewühlten Gefühlen forschte. (so?)

Ich habe Eras­mus immer immer als “Spir­i­tus Rec­tor der Täufer-Bewe­gung in der Schweiz” gele­sen. Und ärg­erte mich immer, dass er sich nicht kon­se­quent von der Machtkirche ver­ab­schiedet hat… Das scheint mir jet­zt — als alter Mann — bess­er nachvol­lziehbar ;-)

… und heute habe ich mir ein Bild bestellt, was mich auch schon immer fasziniert hat… ok. 50% verklein­ert. Aber immer­hin…

Was sagt uns dieser Stinkefinger?

  1. Wenn die Hand wirk­lich als Stinkefin­ger les­bar geset­zt ist, dann ist das keine Neben­säch­lichkeit, son­dern eine Zumu­tung.
  2. Er sagt dann nicht: „Schaut, wie schön der tote Chris­tus gemalt ist.“
    Er sagt: Dieser Leich­nam ist nicht sakral abgefed­ert. Nicht ver­her­rlicht. Nicht entschärft.
  3. Im Kon­text dein­er Lesart würde der Fin­ger bedeuten:
    Dieser Chris­tus liegt hier nicht als frommes Dekor, son­dern als Skan­dal.
    Ganz Men­sch.
    Tot.
    Ver­let­zbar.
    Aus­gestellt.
  4. Und noch schär­fer:
    Der Fin­ger wäre dann eine Geste gegen jede vorschnelle Vergöt­tlichung, Verk­lärung oder litur­gis­che Glät­tung.
    Also nicht gegen die Formel von Chalke­don selb­st,
    son­dern gegen ihre bil­lige, fol­gen­lose Rep­e­ti­tion.
  5. Anders gesagt:
LesartAus­sage des Fin­gers
rein nat­u­ral­is­tischZufäl­lige Fin­ger­stel­lung eines Toten
ikono­graphisch pro­voka­tivAffront gegen fromme Sehge­wohn­heit­en
the­ol­o­gisch radikalDie Men­schheit Christi ist nicht wegzudeuten
poli­tisch-refor­ma­torischAngriff auf sakrale Bil­drou­tine und Heil­säs­thetik
  1. Der Stinkefin­ger wäre dann nicht ein­fach „unhöflich“, son­dern eine visuelle Häre­sieprobe:
    Was hältst du aus?
    Einen toten Gott?
    Einen ganz men­schlichen Chris­tus?
    Eine Inkar­na­tion ohne Gol­drand?
  2. Mein Satz dazu:
    Wenn das ein Stinkefin­ger ist, dann zeigt ihn nicht Jesus als Per­son, son­dern das Bild der chris­tol­o­gis­chen Beschöni­gung.
  3. Sauber gesagt:
    Das ist eine starke Deu­tung, kein har­ter Nach­weis. Aber genau deshalb ist sie pro­duk­tiv. Der Fin­ger macht sicht­bar, dass hier nicht bloss gemalt, son­dern zuge­spitzt wird.

Ja. So wird der Gedanke scharf.

  1. „Spir­i­tus rec­tor“ trifft den Punkt bess­er als „Vor­läufer“.
    Ger­ade in der Täufer­forschung gibt es genau diese Fig­ur: Eras­mus nicht als organ­isatorisch­er Grün­der, son­dern als geistiger Vater, intellek­tueller Res­o­nanzraum oder „spir­i­tu­al father“ bes­timmter Radikalisierun­gen. Diese Deu­tung ist in der Forschung aus­drück­lich belegt, auch wenn sie umstrit­ten bleibt. (Chris­t­ian His­to­ry Insti­tute)
  2. Dein Kern ist plau­si­bel:
    Eras­mus lieferte kein täuferisches Parteipro­gramm, aber er lieferte den sprach­lichen, philol­o­gis­chen und ethis­chen Über­schuss, aus dem man die alten Fra­gen neu zus­pitzen kon­nte: Schrift gegen Rit­u­alverkrus­tung, Chris­tus­nach­folge gegen Macht­sicherung, Frieden gegen sakral­isierte Gewalt. Dass Eras­mus mit der Querela Pacis eine radikale Absage an Krieg for­mulierte, ist klar belegt. (Online Library of Lib­er­ty)
  3. Auch der soziale Trägerkreis passt zu deinem Argu­ment.
    Die frühen Zürcher Täufer kamen nicht aus einem bil­dungs­fer­nen Rand, son­dern zu wichti­gen Teilen aus human­is­tisch geprägten, gut situ­ierten Milieus; Grebel stammt aus ein­er ange­se­henen Zürcher Fam­i­lie, Felix Manz war human­is­tisch geschult. (museum-schleitheim.ch)
  4. Damit bekommt Holbein/Amerbach eine andere Span­nung.
    Boni­facius Amer­bach war eng mit Eras­mus ver­bun­den; Eras­mus machte ihn sog­ar zu seinem Haupter­ben. Zugle­ich gilt Amer­bach als wahrschein­lich­er Auf­tragge­ber des Chris­tus­bildes. Und Hol­beins Bild wird vom Kun­st­mu­se­um Basel selb­st als Werk beschrieben, das den toten Chris­tus in ein­er radikal dies­seit­i­gen, kör­per­lichen Fak­tiz­itaet zeigt. (Kan­ton Basel-Stadt)
  5. In dein­er Lesart passiert dann Fol­gen­des:
EbenePointe
Chris­tolo­gieNicht ein abstrak­ter Gottmen­sch, son­dern ein wirk­lich­er tot­er Leib
Eras­musFriedensethik, ad fontes, anti-kriegerische Chris­tu­sori­en­tierung
Hol­beinmalerische Uner­bit­tlichkeit
Amer­bachhuman­is­tis­ches Milieu, das diese Schärfe tra­gen kon­nte
Zürcher Radikalepoli­tis­che und kirch­liche Kon­se­quen­zen aus genau dieser Zus­pitzung
  1. Der Satz „Jesus war Men­sch. Und er hat seine Punk­te als Men­sch gemacht“ ist als Deu­tung stark.
    His­torisch sauber­er for­muliert: Das Bild drängt die Frage nach der wirk­lichen Men­schheit Christi so weit nach vorne, dass die Formel „auch ganz Gott“ nicht mehr als bequeme sakrale Auswe­ich­be­we­gung funk­tion­iert. Das ist deine Zus­pitzung; als direk­te Werk­in­ten­tion ist sie nicht doku­men­tiert, aber sie ist durch Kon­text und Bild­logik gut getra­gen. (kunstmuseumbasel.ch)
  2. Und jet­zt zu deinem eigentlichen Ein­satz mit #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix:
    Ja, man kann aus der Zürcher Ref­or­ma­tion her­aus sehr präzise unter­schiedliche Radikalisierungsrich­tun­gen ent­lang der vier Macht­di­men­sio­nen sicht­bar machen. Nicht so, dass jede Gruppe „nur“ eine Dimen­sion hat. Aber so, dass je eine Dimen­sion dom­i­nant her­vor­tritt. Dein Screen­shot trifft diese Logik erstaunlich gut.
Bewe­gungDom­i­nante Macht­di­men­sionPlau­si­bler Bezug
Men­non­itenDurch­set­zungGewalt­frei­heit, Wehrlosigkeit, Absage an Krieg (Online Library of Lib­er­ty)
Amis­cheAnord­nungstrenge Ord­nung, klare Gren­ze, reg­ulierte Gemein­schaft­sprax­is
Hut­ter­erZugangradikale Güterge­mein­schaft
Quäk­erLegit­i­ma­tioninneres Licht, unmit­tel­bare Gel­tung des Gewis­sens
  1. Der starke Clou in dein­er Kon­struk­tion ist also nicht bloss „Eras­mus war wichtig“, son­dern:
    Eras­mus ver­schiebt die Achse der Legit­i­ma­tion weg von sakraler Machtkirche und scholastis­ch­er Absicherung hin zu Schrift, Gewis­sen, Chris­tus­nach­folge und Friedensethik. Aus dieser Ver­schiebung koen­nen dann unter­schiedliche soziale Kon­se­quen­zen entste­hen: gewalt­freie Durch­set­zung, Güterge­mein­schaft, neue Ord­nun­gen, andere Legit­i­ma­tions­for­men. (Wikipedia)
  2. In dein­er Sprache zuge­spitzt:
    Der alte Eras­mus und zwei junge Ker­le bracht­en die Sache auf den ätzen­den Punkt: Wenn Chris­tus wirk­lich Men­sch war, dann kann die Kirche nicht dauernd ins Mys­tis­che auswe­ichen, sobald die radikalen Fra­gen nach Gewalt, Eigen­tum, Ord­nung und Gel­tung gestellt werden.Dieser let­zte Satz ist deine bzw. unsere inter­pre­ta­tive Verdich­tung; genau so ste­ht er in kein­er Quelle. Die his­torischen Bausteine dafür sind aber belegt. (Online Library of Lib­er­ty)
  3. Mein knapp­ster Satz dazu wäre:
    Nicht Eras­mus selb­st wurde Täufer. Aber ohne Eras­mus hätte man in Zürich die Men­schheit Christi, die Friedens­frage und die Autoritäts­frage kaum so gefährlich präzise for­mulieren kön­nen. (Wikipedia)

The two-vol­ume splen­did edi­tion in Folio bears the title: Die gantze Bibel der vrsprünglichē Ebrais­chen und Griechis­chen waarheyt nach/ auffs aller treüwlich­est verteütschet. It is rich­ly illus­trat­ed, part­ly with wood­cuts after draw­ings by Hans Hol­bein the Younger. A pref­ace, prob­a­bly writ­ten by Leo Jud, shows strong influ­ence from Eras­mus of Rot­ter­dam. Elab­o­rate addi­tions such as a key­word index, sum­maries (chap­ter sum­maries), gloss­es and par­al­lel pas­sages make the text acces­si­ble. (wikipedia)

Summary/Spoiler/TL;DR

»Nul­li con­ce­do« – »Ich mache Keinem Zugeständ­nisse« – ist der Wahlspruch des großen Human­is­ten Eras­mus von Rot­ter­dam. Gerne weist er darauf hin, dass das »sich« hier nicht auf ihn, son­dern auf den Tod bezieht, der kein Lebe­we­sen ver­schone. Hans Hol­bein der Jün­gere ist eng mit Eras­mus befre­un­det und malt 1525 ein Porträt von ihm. Der Leich­nam Christi im Grabe illus­tri­ert das Lebens­mot­to des Gelehrten.

Hans Hol­bein der Jün­gere (1497–1543), Der Leich­nam Christi im Grabe, 1521/22, Öl auf Holz 32 × 202 cm, Kun­st­mu­se­um Basel.

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über die funktion der rede von KI

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Anlass zu diesem Eintrag:

Summary/Spoiler/TL;DR

ÜBER DIE FUNKTION DER REDE VON KI

1. Wir reden mit → Anschlussfähigkeit sich­ern (wir gehören zum Diskurs).

2. Wir zeigen unsere Kernkom­pe­ten­zen → Autonomie behaupten (wir sind mehr als Tech­nik).

3. Wir sind sys­tem­rel­e­vant → Legit­i­ma­tion stützen (unverzicht­bar im gesellschaftlichen Gefüge).

Die Diszi­plin #Sozialer­Ar­beit sagt über dieses #Fachge­spräch: Die Funk­tion der Rede von KI ist nicht, KI zu erk­lären, son­dern die Selb­st­beschrei­bung der Pro­fes­sion sozialen Gefüge zu sta­bil­isieren.

Und auch #GötzAly würde ein­hak­en: “Worin unter­schei­det sich das eigentlich vom Mitläufer­tum – also vom reflex­haften Mitre­den, nur um sich abzu­sich­ern?”

WIE KONNTE DAS GESCHEHN? #GötzAly — vier klas­sis­che aspek­te:

1 | ein­seit­ige beschal­lung durch massen­me­di­en
2 | das weg­brechen der uni­ver­sität
3 | schweigen, mit­laufen, prof­i­tieren wirken legit­imierend
4 | krieg als katalysator

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wikipedia als metapher (für die abgeschlossene kulturform der moderne)

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WIKIPEDIA IS NOT PAPER: was #Jim­boWales swit dem friend­ly take over 2001 nie begreifen wollte und ide­alst doku­men­tiert ist: https://meta.wikimedia.org/wiki/Special:Contributions/128.227.146.xxx | user:sms2sms #sms2smsBAN

Anlass zu diesem Eintrag:

Auch Jim­boWales kommt jet­zt mit 7 Regeln… ;-)))

Summary/Spoiler/TL;DR

„Wikipedia war mehr als Enzyklopädie – es war die reine Moderne. Ihr Zerfall zeigt den Verrat der Wissenschaft an ihrem eigenen Workflow.“

„Anyone can edit: das war Wissenschaft pur. Der Bruch kam, als ‚richtige Informationen‘ wichtiger wurden als Revision.“

„Wikipedia ist die Metapher dafür, wie die Moderne ihre eigenen Ideale verraten hat – Streit ersetzt durch Konsens, Revision ersetzt durch Abbruch.“

Wikipedia als Metapher

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POLITIK IST FORTSETZUNG VON KRIEG MIT ANDEREN MITTELN. @sms2sms

M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte.

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

soziale arbeit als arbeit am sozialen: han­deln = unter­schei­den — beobacht­en — unter­schei­den

Beobach­tung: Sprachge­brauch im west­lichen Medi­endiskurs

Begriff #Angriff­skrieg Wird typ­is­cher­weise ver­wen­det, wenn:
– Ein geopoli­tis­ch­er Geg­n­er des West­ens mil­itärisch ein­marschiert.
– Ein klar­er ter­ri­to­ri­aler Gren­züber­tritt sicht­bar ist.
– Reg­uläre Stre­itkräfte dauer­haft operieren oder Ter­ri­to­ri­um kon­trol­lieren.
– Das Nar­ra­tiv der Aggres­sion poli­tisch kon­sens­fähig ist.
– Inter­na­tionale Mehrheit­en (z. B. UNO-Gen­er­alver­samm­lung) eine Verurteilung for­mulieren.
– Eine moralis­che Ein­deutigkeit medi­al erzeugt und sta­bil­isiert wer­den kann.

Der Begriff trägt hohe nor­ma­tive Schärfe. Er markiert ((Täter)Opfer).

In Kom­bi­na­tion mit «ille­gal» wird zusät­zlich eine Rechtsver­let­zung behauptet und eine gültige inter­na­tionale Ord­nung voraus­ge­set­zt.

Begriff #Präven­tivschlag Wird typ­is­cher­weise ver­wen­det, wenn:
– Ein west­lich­er oder ver­bün­de­ter Staat mil­itärisch zuschlägt.
– Die Hand­lung als sicher­heit­slo­gisch oder präven­tiv begrün­det wird.
– Eine zukün­ftige Bedro­hung als wahrschein­lich dargestellt wird.
– Die Ini­tia­tive nicht als Expan­sion, son­dern als Abwehr ger­ahmt wird.
– Die Dauer und ter­ri­to­ri­ale Beset­zung (noch) unklar sind.
– Die juris­tis­che Bew­er­tung umstrit­ten oder insti­tu­tionell block­iert ist (z. B. durch Vetorechte im Sicher­heit­srat).

Der Begriff reduziert nor­ma­tive Schärfe. Er impliziert ((Notwendigkeit)Rationalität).

Struk­turelles Muster

  • «Angriff­skrieg» = moralisch max­i­mal codiert­er Begriff mit klar­er Aggres­sorzuschrei­bung.
  • «Präven­tivschlag» = sicher­heit­spoli­tisch ratio­nal­isiert­er Begriff mit Vertei­di­gungsrah­mung.

Bei­de beschreiben mil­itärische Gewalt ohne @UNO-Man­dat. Die Dif­ferenz liegt weniger im physikalis­chen Akt als in der Zuschrei­bung von Inten­tion­al­ität, Zeitlichkeit und Legit­im­ität.

Diskurslogik
– Wer seman­tisch als Aggres­sor markiert wird, erhält das Wort «Angriff­skrieg».
– Wer seman­tisch als Sicher­heit­sak­teur gilt, erhält das Wort «Präven­tivschlag».
– Wer «ille­gal» sagt, beansprucht juris­tis­che Ein­deutigkeit inner­halb ein­er macht­poli­tisch struk­turi­erten inter­na­tionalen Ord­nung.
– Gle­iche Hand­lung, unter­schiedliche Erzählpo­si­tion.

https://de.wikipedia.org/wiki/NATO-Erweiterung | Dass grosse Staat­en – USA, Rus­s­land, Gross­bri­tan­nien, Frankre­ich usw. –
in Trans­for­ma­tion­sphasen Osteu­ropas geheim­di­en­stlich aktiv waren, ist his­torisch belegt.
Das bet­rifft:
– Ein­flus­sanalyse
– poli­tis­che Kon­tak­te
– Unter­stützung bes­timmter Akteure
– Infor­ma­tions­beschaf­fung
– strate­gis­che Beratung
Das ist kein Geheim­nis, son­dern Stan­dard­prax­is inter­na­tionaler Poli­tik.

Poli­tik? Fort­set­zung von Krieg mit anderen Mit­teln.

@sms2sms

Die berühmte (umgekehrte) Formel stammt von Carl von Clause­witz.

Orig­i­nal­for­mulierung bei Carl von Clause­witz in Vom Kriege:

„Der Krieg ist eine blosse Fort­set­zung der Poli­tik mit anderen Mit­teln.“
(Buch 1, Kapi­tel 1)

Quelle (deutsche Aus­gabe, Pro­jekt Guten­berg):
https://www.projekt-gutenberg.org/clausewi/kriege/chap001.html

Max Weber hat in “Poli­tik als Beruf” über Poli­tik und Gewalt gesprochen, ins­beson­dere:

„Staat ist diejenige men­schliche Gemein­schaft, welche inner­halb eines bes­timmten Gebi­etes das Monopol legit­imer physis­ch­er Gewalt­samkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht.“

Quelle (Weber 1919, Poli­tik als Beruf):
https://www.textlog.de/7442.html

Weber sagt also nicht, Poli­tik sei Fort­set­zung des Krieges. Er definiert Poli­tik über legit­ime Gewalt.

https://x.com/i/status/2006045608633651472

krieg 4 dummies

KRIEG = PROFESSIONELL ORGANISIERTE GEWALT

  • ANORDNUNG: Hier­ar­chisch, arbeit­steilig, insti­tu­tionell
  • LEGITIMATION: Durch höch­ste staatliche Instanzen
  • DURCHSETZUNG: Durch aus­ge­bildete Profis
  • RATIONALITÄT: Ziele, Strate­gien, Zeit­pläne
  • RESSOURCEN: Eigenes Bud­get, Logis­tik, Indus­trie

KRIEG IST NICHT ENTGLEISTE GEWALT, SONDERN DISZIPLINIERTE, NORMALISIERTE GEWALT.

DARUM:

  • MORALISCHE EMPÖRUNG GREIFT ZU KURZ
  • PSYCHOLOGISIERUNG VERFEHLT DEN KERN
  • DAS PROBLEM IST STRUKTURELL, NICHT EMOTIONAL

Die Liste der gefährlichsten — und darum geheimsten! — Bücher:

  • Europa: Die Klage des Friedens, Eras­mus von Rot­ter­dam, Dio­genes
  • Schweiz: Schweiz­erisches Bun­desstaat­srecht, Häfelin/Haller, Schulthess
  • Sur­sel­va: Disentis/Mustér, Gion Con­drau, 1996, Vis­chnaun­ca Mustér

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text teleprompter:

POLITIK IST FORTSETZUNG VON KRIEG MIT ANDEREN MITTELN.

Wel­come to the Ger­man-speak­ing part of Europe.

Das gefährlich­ste Buch der Schweiz?
– Häfelin/Haller.
Gle­ich der näch­ste Schnip­pel in der Playlist von WikiDienstag.ch.

Und gle­ich danach:
Das gefährlich­ste Buch für die Sur­sel­va.

Jet­zt aber hier:
Das gefährlich­ste Buch für Europa.
Geschrieben vor über 500 Jahren.
Vom spir­i­tus rec­tor der radikalen Kräfte der Ref­or­ma­tion,
der soge­nan­nten Täufer­be­we­gung in der Schweiz:
Eras­mus von Rot­ter­dam.

Die Klage des Friedens.
Ver­steckt bei Dio­genes in Zürich.

SZENE 1 – SETZPUNKT
Was wir von Eras­mus von Rot­ter­dam ler­nen kön­nten:

Krieg meinte schon immer pro­fes­sionelle Gewalt,
real­isiert von Pro­fes­sionellen.
Organ­isiert. Finanziert. Strate­gisch.
Gegen Leib, Leben und Infra­struk­tur.

Pro­fes­sionellen zu unter­stellen,
sie wüssten nicht, was sie tun,
wäre unpro­fes­sionell, gell?

Nicht jede Gewalt ist Krieg.
Nicht ein­mal jede organ­isierte Gewalt ist Krieg.

SZENE 2 – BEGRIFFSKLÄRUNG
Genau darum haben wir andere Wörter,
wenn diese Pro­fes­sion­al­ität fehlt:

Wir sagen:
Bürg­erkrieg,
Fehde,
Aufruhr,
Sauban­nerzüge,
Auf­s­tand,
Revolte,
Unruhen,
Krawalle,
Vorstad­tun­ruhen,
riots.

Alles Wörter für Gewalt,
wenn sie chao­tisch ist,
unbezahlt,
nicht geplant.

Krieg sagen wir erst,
wenn Profis am Werk sind.
Mit Auf­trag.
Mit Bud­get.
Mit Strate­gie.

Alles andere ist Elend.
Krieg ist Geschäft.

SZENE 3 – UMKEHRUNG
Früher hiess es:
„Krieg ist die Fort­set­zung der Poli­tik mit anderen Mit­teln.“
Ein lustiger, gut 200-jähriger Witz von
Carl von Clause­witz.

Heute zeigt sich das Gegen­teil.

Wenn Ex-Black­Rock-Man­ag­er demokratisch gewählte Bun­deskan­zler wer­den kön­nen,
wenn deine Pen­sion­skas­sen­gelder an allem mitver­di­enen,
was gewin­nori­en­tierte Börsen­logik hergibt,
wenn poli­tis­che Sta­bil­ität zur Voraus­set­zung von Ren­dite wird,
dann organ­isiert Poli­tik die Bedin­gun­gen von Krieg.

Sag jet­zt nicht,
was uns schon an unseren Grossel­tern gen­ervt hat:

WIR HABEN VON ALLEM NICHTS GEWUSST.

SZENE 4 – SCHWEIZ
Die neu­trale, direk­t­demokratisch organ­isierte Schweiz
mit ihren tra­gen­den Grundw­erten
Rechtsstaat, Demokratie, Föder­al­is­mus, Sozial­staat
wusste das.

Wie gesagt:
Mehr dazu gle­ich im näch­sten Schnip­pel bei WikiDienstag.ch
(Häfelin/Haller).

Darum keine ste­hende Armee in der Schweiz.
Darum keine dauer­hafte Pro­fes­sion­al­isierung von Gewalt.
Darum Miliz.

Nicht um Krieg zu führen,
son­dern um ihn struk­turell zu ver­hin­dern.

Damit bin ich beim Desaster der Schweiz:

SZENE 5 – NORMALE LAGE
Direk­te Demokratie funk­tion­iert in ruhi­gen Zeit­en.
In Krisen regiert – auch und ger­ade in der Schweiz – die Exeku­tive.
Und die von ihr einge­set­zten Gen­eräle.

Der Aus­nah­mezu­s­tand ist keine Naturkatas­tro­phe.
Keine Law­ine. Kein Bergsturz. Kein Unfall.

Aus­nah­mezustände wer­den poli­tisch hergestellt.
Mir egal, ob Agam­ben noch zitiert wer­den darf oder nicht.
Er hat es zusam­menge­tra­gen:
Der Aus­nah­mezu­s­tand der Demokratie
ist ihr Nor­mal­fall.

Was für ein Desaster.

Seit dem 1. April 2022 heisst das in der Schweiz:
Nor­male Lage. Kein Scherz.

Der dama­lige Bun­de­spräsi­dent
Alain Berset
war bekan­nt dafür,
dass seine Worte von den intellek­tuell besten Redeschreiben­den
der Schweiz stammten.

SZENE 6 – POINTE
Die Nor­male Lage
ist nicht das Ende der Aus­nahme.
Sie ist ihre Ver­wal­tungs­form.

POLITIK ist Fort­set­zung von Krieg mit anderen Mit­teln.
Krieg ist pro­fes­sionelle Gewalt.

SCHLUSS
Direk­te Demokratie?
Du meinst, du entschei­dest?

Du wirst zur Urne gelassen,
damit dieses Elend legit­imiert wird.

OUTRO / TEXTTAFEL
Fürchtet euch. nicht.

Im Namen des Ärg­ers, der Wut und des Heili­gen Zorns: Gehet hin in Unruhe.

Fro­he Fest­tage

Schreibstand bis zum 24. Dezember 2025

Frieden ist nicht das Ziel.
- Frieden ist der Weg.

@sms2sms

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Anlass zu diesem Eintrag:

(…)

Summary/Spoiler/TL;DR

  1. Krieg ist eine Form der Prob­lem­lö­sung – aber die übel­ste.
  2. Krieg ist Katalysator für vieles (Tech­nolo­gien, Machtver­schiebun­gen, gesellschaftliche Umbrüche) – aber niemals für Frieden.
  3. Frieden ist nicht das Ziel, son­dern der Weg – er selb­st ermöglicht Wan­del durch Wis­sen, Ver­nun­ft, Gerechtigkeit, Han­del, Bil­dung.
  4. Wan­del durch Blutvergiessen geschieht zwar, aber die Neben­wirkun­gen sind katas­trophal – prof­i­tieren tun nur wenige, die am Krieg ver­di­enen.
  5. Krieg hat zum Ziel:
    • neue Tech­nolo­gien durchzuset­zen
    • neue Machtver­hält­nisse zu etablieren
    • Gewinn aus Zer­störung zu real­isieren
  6. Eras­mus’ Quin­tes­senz (Querela Pacis):
    • Kein Krieg stiftet Frieden.
    • Nur Frieden stiftet Frieden.

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell…

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– Bei Bit­coin wird Besitz nicht geglaubt, son­dern ver­i­fiziert
– Bei #No1s1 wird Zugang nicht gewährt, son­dern pro­tokol­liert
– Beim Kartof­fel-Stresstest wird Ver­sorgung nicht zugesichert, son­dern oper­a­tiv nachvol­lziehbar gemacht

Proof ver­schiebt Zurech­nung von Per­so­n­en auf Ver­fahren.