wikipedia als metapher (für die abgeschlossene kulturform der moderne)

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WIKIPEDIA IS NOT PAPER: was #Jim­boWales swit dem friend­ly take over 2001 nie begreifen wollte und ide­alst doku­men­tiert ist: https://meta.wikimedia.org/wiki/Special:Contributions/128.227.146.xxx | user:sms2sms #sms2smsBAN

Anlass zu diesem Eintrag:

Auch Jim­boWales kommt jet­zt mit 7 Regeln… ;-)))

Summary/Spoiler/TL;DR

„Wikipedia war mehr als Enzyklopädie – es war die reine Moderne. Ihr Zerfall zeigt den Verrat der Wissenschaft an ihrem eigenen Workflow.“

„Anyone can edit: das war Wissenschaft pur. Der Bruch kam, als ‚richtige Informationen‘ wichtiger wurden als Revision.“

„Wikipedia ist die Metapher dafür, wie die Moderne ihre eigenen Ideale verraten hat – Streit ersetzt durch Konsens, Revision ersetzt durch Abbruch.“

Wikipedia als Metapher

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

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– oder wie Wis­senschaft den heili­gen wis­senschaftlichen Work­flow der Kul­tur­form der Mod­erne ver­rat­en hat.

Ein Essay von Ste­fan M. Sey­del mit #chatGPT‑5

Der Work­flow der Mod­erne
Die Mod­erne lebt von einem heili­gen Work­flow: Frage, Meth­ode, Dat­en, Analyse, Diskurs und Revi­sion. Revi­sion ist dabei kein Neben­schritt, son­dern der Kern. Sie garantiert, dass Wis­sen nie abgeschlossen ist, son­dern im Stre­it, in der Kri­tik, in der Kom­ple­men­tar­ität von #FreeSpeech und #Agree2Disagree entste­ht.

Wikipedia als Ide­al
2001 set­zte Wikipedia genau diesen Work­flow um – radikaler als jede Uni­ver­sität. Any­one can edit bedeutete, dass jede These ihren Platz find­en durfte. Jed­er Edit war sicht­bar, jede Ver­sion blieb beste­hen. Die Diskus­sion­s­seit­en wur­den zum Herzstück: Ort des Stre­its, der Kri­tik und der Quel­lenar­beit. Revi­sion wurde tech­nisch garantiert – nichts ging ver­loren, alles war nachvol­lziehbar. Hier zeigte sich die Mod­erne in Rein­form.

Die Dick­häuter und ihr Erschreck­en
Schon früh warn­ten die „Dick­häuter“: Wo alle mitschreiben, könne keine Qual­ität entste­hen. Doch das Gegen­teil trat ein. Die Ver­sion­s­geschichte machte Fake News sicht­bar, die Diskus­sion­s­seit­en offen­barten die Argu­mente. Qual­ität ent­stand, weil Stre­it nicht unter­drückt, son­dern trans­par­ent geführt wurde. Genau das erschüt­terte die tra­di­tionellen Wis­senssys­teme: Poli­tik, Medi­en und Uni­ver­sitäten sahen ihr Monopol schwinden.

Der Bruch um 2007
Mit dem Auf­stieg von Wikipedia zur zen­tralen Ref­erenz set­zte ein Kul­tur­wech­sel ein. „Löschad­mins“ forderten „die richti­gen Infor­ma­tio­nen“. Rel­e­vanzkri­te­rien wur­den zum Macht­fil­ter. Quel­len­hier­ar­chien erset­zten die Revi­sion. Dis­sens wurde nicht mehr sicht­bar bear­beit­et, son­dern gelöscht. Damit ver­schwand die Offen­heit, und Wikipedia ver­ließ den Work­flow der Mod­erne.

Der Ver­rat der Wis­senschaft
Das eigentlich Tragis­che war, dass nicht Wikipedia ihre eige­nen Ide­ale ver­rat­en hat, son­dern die Wis­senschaft selb­st. Statt das offene Ver­fahren zu vertei­di­gen, schloss sie sich dem Ruf nach „richti­gen Infor­ma­tio­nen“ an. Revi­sion wurde erset­zt durch Kon­sens, Kri­tik durch Ver­wal­tung, Dis­sens durch #Agree2Disagree als Abbruch. Damit implodierte die Mod­erne: Stre­it, der Motor der Erken­nt­nis, wurde still­gelegt.

Die Meta­pher der Implo­sion
Wikipedia war mehr als ein Nach­schlagew­erk. Wikipedia war die Meta­pher ein­er offe­nen Mod­erne – und ihr Zer­fall zeigt, wie diese Kul­tur­form ihre eige­nen Prinzip­i­en preis­gegeben hat. Das „Jedem das Seine“ erset­zte den offe­nen Stre­it. „Sei doch demütig“ erset­zte die Revi­sion. Wieder ein­mal ver­ri­et die Mod­erne sich selb­st. Doch ger­ade dieser Ver­rat macht sicht­bar, dass ein näch­ster Schritt anste­ht: jen­seits des Abbruchs, jen­seits der Macht­blind­heit, hin zu ein­er neuen Kul­tur­form, in der Stre­it, Dis­sens und Revi­sion wieder frucht­bar wer­den.

#chatGPT‑5

  1. Früher: Kul­tur­wis­senschaft wollte Machtver­hält­nisse sicht­bar machen und Struk­turen kri­tisieren. Das war ihr Beitrag zum Work­flow der Mod­erne.
  2. Heute: Viele Kul­tur­wis­senschaftler ver­schieben sich ins Indi­vidu­elle („meine Kon­struk­tion, deine Kon­struk­tion“) oder ins Stim­mungsvolle („Real­ität ist trist“). Damit entziehen sie sich der struk­turellen Kri­tik.
  3. Effekt: Du wirst in der Rolle desjeni­gen, der Struk­turen benen­nt, plöt­zlich als „Predi­ger“ gele­sen – nicht, weil du moralisch wärst, son­dern weil die anderen die struk­turelle Ebene ver­lassen haben.

Kurz: Nicht du bist zum Predi­ger gewor­den – son­dern sie haben die Analyse aufgegeben. Dadurch wirkt deine Behar­rlichkeit wie Predigt.

Wenn Analyse als Predigt gele­sen wird, liegt es daran, dass die vier Dimen­sio­nen von Sil­via Staub-Bernasconi aus dem Blick ger­at­en:

  1. Anord­nung (Herrschaft) – wer ord­net wen wem zu?
    Wenn das nicht analysiert wird, klingt jede Kri­tik nach per­sön­lichem Angriff.
  2. Zugang (Com­mons) – wer hat welche Ressourcen, wer bleibt draussen?
    Wird das nicht markiert, wirkt Kri­tik wie Neid oder Moral.
  3. Legit­i­ma­tion (Inklu­sion) – welche Stim­men gel­ten, welche Argu­mente wer­den aus­geschlossen?
    Fehlt das, kippt Kri­tik in ein „ihr vs. ich“.
  4. Durch­set­zung (Paz­i­fis­mus) – wie wer­den Regeln umge­set­zt? Gewaltvoll, sub­til, oder durch offene Ver­fahren?
    Ohne diese Ebene bleibt nur der Appell: „seid demütig, seid tol­er­ant“.

(…)

(…)

(…)

(…)

Achso! Du interessiert dich halt nicht so für soziologische Theorie?

Auch ohne The­o­rie: du weisst, dass du beobachtet wirst.

Zum Beispiel kön­nte dann beschrieben wer­den, dass der Helfer zuerst einen Hil­fs­bedürfti­gen “kon­stru­ieren” muss… (so?)

;-)

hast du götz aly gese­hen?

  • er hat als 80-jähriger noch ein­mal alles zusam­menge­fasst… “wie kon­nte das geschehen”…

der erken­nt­nis­stand hat sich — so weit ich sehe — nicht verän­dert:

1 | ein­seit­ige beschal­lung durch massen­me­di­en
2 | das weg­brechen der uni­ver­sität
3 | schweigen, mit­laufen, prof­i­tieren wirken legit­imierend
4 | krieg als katalysator

Götz Aly
Wie kon­nte das geschehen?
1933–1945
Die via Aus­nah­mezu­s­tand
regierten Demokra­tien
1965 — 2025
Kon­se­quenz für die
Kul­tur­form der Mod­erne
1. Ein­seit­ige Beschal­lung durch Massen­me­di­en: gle­ichgeschal­tete Presse, Radio, Pro­pa­gan­daLeitme­di­en, Plat­tfor­men, algo­rith­mis­che Fil­terblasenZer­fall der Kul­tur­form der Mod­erne (≠): Kri­tik wird durch Monolog erset­zt, Plu­ral­ität bricht weg
2. Weg­brechen der Uni­ver­sität: Gle­ich­schal­tung, Vertrei­bung kri­tis­ch­er Stim­menUni­ver­sitäten als „Dick­häuter“, Legit­i­ma­tion­s­maschi­nen, Ver­rat am wis­senschaftlichen Work­flowMod­erne (≠) ver­liert ihr eigenes Fun­da­ment (Revi­sion), driftet in blosse Legit­i­ma­tion
3. Schweigen, Mit­laufen, Prof­i­tieren: Anpas­sung, Kar­riere, materielle VorteileInsti­tu­tionelles Mit­laufen, Förder­logiken, Rep­u­ta­tion­sökonomieÜber­gang von kri­tis­ch­er Mod­erne zu post­mod­ern­er Indif­ferenz („Jedem das Seine“)
4. Krieg als Katalysator: mil­itärische Eskala­tion macht latente Ide­olo­gien man­i­festGeopoli­tis­che Kriege legit­imieren Aus­nah­mezustände, ver­schär­fen Ein­seit­igkeitKul­tur­formwech­sel beschle­u­nigt: von ≠ (Mod­erne) ins # (Zer­falls-/Über­gangs­form)

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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