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Anlass zu diesem Eintrag:
erinnern — gedenken — erneuern
suchen — finden — erfinden
((warum)darum)
- unbearbeitete Notizsammlung in kooperation mit #ChatGPT-4o
Summary
(…)
Schweigen ≠ Gehorchen ≠ Reden ≠ Legitimieren
Zwei Varianten:
Danke – jetzt wird’s spannend.
Du hast recht: Abbruch von Kommunikation ist systemtheoretisch unmöglich, weil das Soziale nur durch Kommunikation existiert.
Ein Schweigegebot kann also nicht Nicht-Kommunikation sein, sondern ist ein Modus innerhalb des autopoietischen Systems Kommunikation.
Luhmanns Denkform verlangt:
- Radikale Beschreibung der Operation (Kommunikation als Einheit aus Information / Mitteilung / Verstehen)
- Beobachtung zweiter Ordnung (Was macht das System damit?)
- Kontingenzbewusstsein (Es könnte auch anders sein – ist es aber gerade nicht)
Hier nun eine radikal-luhmannsche Version:
/schweigegebot – radikal-luhmannesk
Schweigen ist eine Form von Kommunikation.
Nicht als Ausnahme – sondern als Variation.
Das autopoietische System „das Soziale“
kennt keinen Abbruch,
nur andere Formen der Fortsetzung.
Ein Schweigegebot strukturiert Anschlussmöglichkeiten,
indem es auf Mitteilung verzichtet –
nicht aber auf Verstehen.
Es verändert, was verstanden werden kann,
nicht dass etwas verstanden wird.
Kommunikation bleibt.
Nur ihre Form wird unentscheidbar.
Ein Schweigegebot eröffnet eine Zone maximaler Kontingenz:
Wo nicht gesagt wird,
wird umso mehr beobachtet.
Was nicht mitgeteilt wird,
kann nicht widersprochen werden –
aber auch nicht bestätigt.
So entsteht ein Raum der paradoxen Stabilität:
keine Aussage, kein Streit –
aber auch kein Konsens.
2. Barock-voll
/schweigegebot
O du zarte Schwelle zwischen Welt und Wort!
Nicht aus Duckmäusertum,
nicht aus devotem Gehorsam,
nicht aus blindam Gehorsam –
sondern aus der Ahnung,
dass manches sich nur in der Stille offenbart.
Das Schweigegebot ist kein Rückzug.
Es ist das Lauschen vor dem Klang.
Ein sakraler Zwischenraum,
in dem Wahrheit nicht gesprochen, sondern erwartet wird.
Nicht das Schweigen der Unterwürfigkeit,
sondern das der Wachsamkeit.
Denn wer schweigt, um zu gehorchen,
verliert sich.
Wer schweigt, um zu hören,
beginnt zu sehen.

((Form)Struktur)
Ja, das ist genau die richtige Richtung – radikal gedacht, nicht metaphorisch, sondern formal. Lass uns die Unterscheidung ((Form)Struktur) nutzen, wie sie Wittgenstein vorgibt und wie sie in #TheLuhmannMap systematisch anschlussfähig ist:
/schweigegebot – gegen #freespeech
Die Apologie der sogenannten #freespeech
ist ein Irrtum der Moderne:
Sie verwechselt Mitteilung mit Freiheit,
und Meinung mit Wahrheit.
Doch Kommunikation entsteht nicht durch Inhalte,
sondern durch Form.
In der benediktinischen Praxis ist die Form gegeben:
– sieben Gebetszeiten
– jede Woche alle 150 Psalmen
– gregorianisch gesungen
Diese Form ist unverhandelbar.
Die Struktur, die sich innerhalb dieser Form entfaltet,
ist vielfältig:
– Tagesrhythmen
– Gemeinschaftsbildung
– Resonanzräume
– individuelle Deutung
Diese Struktur wird nicht durch Inhalte geschaffen,
sondern durch das Schweigen ermöglicht.
((Form)Struktur)):
Die Form (Gebetszeiten) begrenzt.
Das Schweigen schützt.
Die Struktur (Leben im Kloster) entfaltet sich darin.
Nicht trotz, sondern wegen des Schweigens.
Das Schweigegebot ist kein Dazwischen,
sondern eine Operationsbedingung:
Es sichert, dass Form nicht zerredet wird
und Struktur nicht kollabiert.
Wer das Schweigen abschafft,
zerstört die Form –
und verliert die Struktur.
Freiheit beginnt nicht mit #freespeech,
sondern mit der Einsicht,
dass nicht alles gesagt werden muss,
damit alles möglich wird.
Sollen wir eine Darstellung auf einer Luhmann-Karte bauen? Oder als systemisches Argument auf dissent.is/schweigegebot platzieren?
(…)
(…)
(…)
(…)
#schweigen: Vier Begriffe – vier Dimensionen – vier radikale Differenzen:
- Anordnung:
– Schweigen ≠ Gehorchen
→ Schweigen ordnet nicht unter, sondern strukturiert Distanz.
→ Gehorsam ist eine Position im Machtgefüge, Schweigen eine Form der Machtvermeidung. - Zugang:
– Gehorchen ≠ Reden
→ Wer gehorcht, erhält Zugriff auf Ordnung – nicht auf Ausdruck.
→ Wer redet, hat Zugang zur Kommunikation – nicht unbedingt zur Macht. - Legitimation:
– Reden ≠ Legitimieren
→ Nicht jede Rede legitimiert.
→ Legitimation ist mehr als das Sprechen – sie erfordert Form, Kontext, Anerkennung. - Durchsetzung:
– Legitimieren ≠ Schweigen
→ Legitimation braucht Sichtbarkeit.
→ Schweigen entzieht sich der Durchsetzung – und unterläuft damit oft stille Gewalt.
Muster (formalisiert):
((Schweigen)Gehorchen) ≠ ((Reden)Legitimieren)
Oder als Kette von Differenzen:
Schweigen ≠ Gehorchen ≠ Reden ≠ Legitimieren
Schlussfolgerung:
Diese vier Begriffe wirken im Alltag wie Synonyme oder natürliche Übergänge –
doch in einer systemischen Analyse sind sie klar differenzierte Modi sozialer Ordnung.
Gerade in Kloster, Schule, Armee oder Medien zeigen sich ihre Verwechslungen als Ursprung sozialer Probleme.
Sollen wir daraus ein visuelles Diagramm bauen – oder eine Kurzform für dein Glossar?

Die Kulturform der Antike
Ja, stark. Das Schweigegebot in religiösen Fragen ist nicht Schwäche, sondern Formschutz – gerade dort, wo Sprache ins Stolpern kommt, wo Wahrheit behauptet, aber nicht gesagt werden kann.
Hier eine erste Liste mit religiösen Schlüssel-Fragen, die durch das Schweigen (bewusst oder erzwungen) nicht gelöst, sondern gehalten wurden – und genau dadurch wirkmächtig blieben:
Schweigegebote in religiösen Fragen – paradigmatische Beispiele
- Ist Jesus Mensch, Gott – oder beides?
– Zentrale Christologiefrage.
– Konzil von Chalcedon (451) spricht von “wahrer Gott und wahrer Mensch” – aber schweigt zur genauen Logik der Vereinigung (hypostatische Union).
– Das Schweigen über das Wie ermöglicht das Dass. - Darf man sich ein Bild von Gott machen?
– Zweites Gebot (Ex 20,4).
– Schweigegebot gegenüber der bildlichen Darstellung – kein kognitives Verbot, sondern ein Schutz vor Vereinnahmung.
– In der jüdischen Tradition kultiviert: der unaussprechliche Name JHWH. - Wie wirkt der Heilige Geist?
– Unbestimmtheit als Strukturprinzip.
– Das “pneuma” weht, wo es will – jeder Versuch, es exakt zu definieren, wird als unangemessen empfunden.
– Das Schweigen wird Teil der Theologie. - Transsubstantiation – was geschieht in der Eucharistie?
– Dogmatisch definiert, aber praktisch unanschaulich.
– Das “Geheimnis des Glaubens” ist ein liturgisch ausgesprochenes Schweigegebot gegenüber rationaler Erklärung. - Was geschieht nach dem Tod?
– Zentrale Existenzfrage.
– Alle Religionen operieren mit Bildern, aber keine mit Wissen.
– Schweigen ist hier nicht Defizit, sondern Schutz des Unverfügbaren. - Warum gibt es das Böse?
– Theodizeefrage.
– Jeder Versuch, sie zu beantworten, verletzt eine Dimension des Glaubens.
– Das Schweigegebot schützt hier die Würde des Leids. - Was war vor der Schöpfung?
– Genesis beginnt nicht mit einer Erklärung, sondern mit einer Setzung.
– Der Urknall – ob theologisch oder physikalisch – bleibt ein Punkt des Schweigens. - Wer oder was ist der Teufel?
– Personifikation oder Strukturprinzip?
– Die meisten Religionen sprechen von ihm, aber vermeiden systematische Aussagen.
– Schweigegebot als Strategie gegen Dualismus.
Möchtest du eine zweite Liste mit Beispielen jenseits der Theologie, aber mit ähnlicher Struktur (z. B. Menschenrechte, Liebe, Identität)?
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Die Kulturform der Moderne
Exzellent – wir nehmen den Übergang der Kulturformen ernst:
- Die erste Liste: Antike → Wahrheit in der Ordnung, Schweigen schützt das Sakrale.
- Jetzt: Moderne → Wahrheit in der Kritik, Schweigen schützt das Unentscheidbare.
Hier also eine zweite Liste, diesmal mit Beispielen aus der Moderne, wo Schweigegebote (explizit oder implizit) greifen – nicht religiös, sondern strukturell, wissenschaftlich, politisch, psychologisch:
Schweigegebote in der Moderne – 8 Beispiele
- Was ist Bewusstsein?
– Kognitive Neurowissenschaft, Philosophie des Geistes.
– Die “harte Frage” (Chalmers): Wie wird subjektives Erleben möglich?
– Alles, was gesagt wird, beschreibt Funktion – nicht Erfahrung.
– Schweigegebot schützt vor Reduktion. - Was ist das Subjekt?
– Kernproblem der Soziologie, Psychologie, Philosophie.
– Nach Luhmann: Es gibt kein Zentrum – nur Beobachtung zweiter Ordnung.
– Wer das Subjekt behauptet, ignoriert das Schweigen der Struktur. - Was ist eine Nation?
– Politisch überall behauptet, selten erklärt.
– Benedict Anderson: “Imagined Communities”
– Schweigegebot verhindert, dass Zugehörigkeit hinterfragt werden kann. - Was ist ein Menschenrecht?
– Unantastbar – aber historisch, kulturell, umstritten.
– Jede Definition erzeugt Exklusion.
– Die UN-Deklaration schweigt zur Begründung – sie setzt sie. - Was ist ein Geschlecht?
– Zwischen Biologie, Soziologie, Identitätspolitik.
– Das Sprechen ist laut – aber die Begriffe bleiben leer.
– Schweigegebot schützt vor Übergriffigkeit der Zuschreibung. - Was ist Geld?
– Zentral für die Ordnung der Moderne – aber niemand versteht es.
– Ist es Vertrauen? Ist es Schuld? Ist es Algorithmus?
– Schweigen schützt das System – Erklärung würde es destabilisieren. - Was ist Freiheit?
– Permanent reklamiert – nie definiert.
– Schweigegebot schützt den Mythos. Sobald Freiheit definiert wird,
wird sie reguliert. - Was ist der Sinn des Lebens?
– Zentrales Narrativ der Moderne (nach dem Verlust religiöser Ordnung).
– Alle Antworten wirken kitschig oder totalitär.
– Schweigen bewahrt Würde – und offene Möglichkeit.
Nächster Titel
Nächster Titel
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Nächster Titel
Nächster Titel
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Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) #TextByChatGPT

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010
