Das Kloster Disentis als Hort der Freiheit: 1877 — 2027

Kleine Timeline

  1. 1874 – Cas­par Decurtins pub­liziert seine Arbeit über Pater Placidus a Spescha.
  2. 1877 – Cas­par Decurtins wird Mis­tral (Lan­dammann) der Cadi.
  3. 1889 – Grün­dung der Uni­ver­sität Freiburg (Schweiz).

Nicht einmal das Museum will sich daran erinnern?

Chat­G­PT Image Sep 28, 2026, 09_56_19 AM
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Ein Vorschlag von /tp & sms ;-)

Ausgangslage

Aktuelle Termine

  • 6. Mai 2027 | 150. Jahre Wahl Kas­par Decurtins zum Mis­tral
  • Die bevorste­hende Eröff­nung:

Konkrete Umsetzungsidee

EINGANG

Die Arbeit von Johann Ritz wird einge­hüllt in gold­ene Sicher­heist­deck­en eingewick­elt. Kosten: 8 Stück: CHF 47.20. Peter the Apos­tle in Emer­gency Blan­kets | Inspi­ra­tion:

  • Bien­nale Arte Venezia 2026 · Nord­maze­donien
  • Artist: Velimir Zer­novs­ki
  • Pietà in the Emer­gency Blan­kets / Will My Eyes Be Closed or Open?
  • Kura­toren: Tihomir Top­u­zovs­ki und Aman­da Boet­zkes.
  • Ort: Ex Cap­pel­la Buon Pas­tore, Castel­lo 77, Venedig.

VITRINEN IM ZUGANG ZUM MUSEUM

Es wer­den aus­gewählte Büch­er rund um die bevorste­hen­den Anlässe aus­gewählt und aus­gestellt.

VITRINEN KLOSTERARBEITEN

Aktuell hat die Uni­ver­sität Fri­bourg das Por­trait von Co-Uni­ver­sitäts­grün­der Dr. Cas­par Decurtins ins Archiv ver­schoben. Diese Vit­rine ste­ht direkt gegenüber dem Fen­ster von Papst Pius XIII. In diese Vit­rine wird auss­chliesslich das Bild von Decurtins gestellt.

In die zwei Vit­ri­nen dazwis­chen kuratiert Tina Piazzi Kloster­ar­beit­en zusam­men mit eige­nen Arbeit­en und Lei­h­gaben von zeit­genös­sisch Arbei­t­en­den Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern.

VITRINE PATER PLACIDUS A SPESCHA

Die Vit­rine wird bis auf weit­eres belassen… obwohl ;-)))

Kosten? — Keine!

Zugang genügt (so?)

Metatext (1. Brainstorming)

Das Kloster Disentis als Hort der Freiheit. 1877 — 2027

Im Jahr 1877 kämpft der erst 21-jährige Cas­par Decurtins im Bünd­ner Grossen Rat für die Wieder­her­stel­lung der Selb­st­ständigkeit des Klosters Dis­en­tis.

Karl Fry schildert in sein­er Decurtins-Biografie eine bemerkenswerte par­la­men­tarische Auseinan­der­set­zung: Decurtins erin­nert daran, dass das Kloster nicht nur eine religiöse Ein­rich­tung ist. Es gehört zur Geschichte der poli­tis­chen Eigen­ständigkeit der Cadi.

«Die ‹Casa de s. Placi› verkör­pert ein eigen­tüm­lich­es Stück rätis­ch­er Geschichte. Sie ist ein alter Hort bünd­ner­isch­er Frei­heit.»

#Cas­parDe­curtins dissent.is/RerumNovarum

Fry beschreibt in sein­er HagiografWie?, wie Decurtins damit die Kloster­frage zu ein­er Frage der Frei­heit macht. Seine abschliessende Bitte lautet:

«Helfen Sie uns das Kloster erhal­ten, indem Sie ihm die dazu nötige Frei­heit gewähren.»

Bemerkenswert ist, wer sich anschliessend zu Wort meldet: Theophil Sprech­er von Bernegg, ein Protes­tant. Er unter­stützt die Forderung nach Rück­sicht­nahme auf die andere Kon­fes­sion und nach Frei­heit für das Kloster. Die Wieder­her­stel­lung wird in dieser Sitzung noch nicht endgültig beschlossen. Aber die poli­tis­che Kon­stel­la­tion hat sich verän­dert.

Was ist ein Hort der Freiheit?

Karl Fry erzählt diese Geschichte als Heldengeschichte des jun­gen Decurtins. Wir müssen diese Insze­nierung nicht übernehmen, um ihre gesellschaftliche Sprengkraft zu erken­nen. 1877 wird eine Frage gestellt, die sich heute erneut stellen lässt:

  • Wer ver­fügt über die Zukun­ft ein­er Insti­tu­tion?

Der Staat? Die Eigen­tümer? Die Geldge­ber? Die Men­schen, die in ihr leben und arbeit­en?

Ein Kloster ist nicht bloss ein Gebäude, das erhal­ten, ver­wal­tet, touris­tisch erschlossen oder muse­al­isiert wer­den kann.

Es ist eine über Jahrhun­derte entwick­elte Kul­tur­form. Nicht als Frei­heit von jed­er Ver­ant­wor­tung. Son­dern als Frei­heit, eine andere gesellschaftliche Ord­nung zu erproben, zu leben und weit­erzuen­twick­eln.

Ein Kloster­mu­se­um kön­nte genau diese Frage ver­spun­den:

ERINNERN — GEDENKEN — ERNEUERN