Setting im 2. Webinar 21.09.2017 #SmartCuration | was war kritik? und warum das nicht mehr geht: https://goo.gl/L6iSJi
Work in Progress | 03.10.2017–19:10h — Aufsetzung Eintrag | aktueller Stand: 14.05.2018–10:49h — Short– Link zu diesem Dokument: https://goo.gl/8oxG3w…
Akademisch erzogen, wurde ich von Kindern der GENERATION FLAKHELFER (Heinz Bude). Kriegstraumatisierte Jugendliche, welche nicht psychotherapeutisch ruhig gestellt worden sind, sondern den erfahrenen Horror in ihrem Vaterland “der Dichter und Denker” direkt auf einem leer gewordenen Lehrstuhl an einer Universität in ihrer Muttersprache aufgearbeitet haben. (so?)
Wikipedia gibt es seit 2001. Wikidata seit 2012. Die Wikimedia-Foundation wurde mit ihren vielen Projekten — welche allesamt kollaborative Schreibsysteme anbieten — zu einer der einflussreichsten offenen Netzwerke, ganz unter dem Radar von “professionellem Informationsjournalismus & ihren Kanonensegner von der Universität” (sms2sms).
Was ist ein BAN auf Wikipedia? Und was ist #sms2smsBAN? #chatGPT erklärt ;-)
Das Zentrum ist überall. Die Peripherie nirgends. Nikolaus von Kues
Warum ich leicht verspätet erst zu Wikipedia gekommen bin, aber meine Arbeiten gleichzeitig mit Lizenzen von Creative Commons ausgezeichnet habe?
Als Konvertit der Kulturform der Moderne war ich noch von der Autorität durch Autorenschaft überzeugt. Ein Text hatte einen Urheber. Expertise legitimierte. Wer schrieb, stand ein. Das offene Netz war für mich kein Ort der Auflösung, sondern der Selbstvergewisserung. Seit 1995 pflegte ich eine Umgebung im offenen Web, ein eigenes Blog, ein neugieronautisches Logbuch meiner nächtlichen Streifzüge durchs weh!weh!weh!. Das passte zur Aufklärungsgeste: den Ausgang aus selbstverschuldeter Unmündigkeit dokumentieren.
2001 geschieht zweierlei.
Mit Ward Cunningham und dem Wiki-Prinzip wird Autorschaft operativ relativiert. Der Text gehört niemandem. Er ist Version, nicht Werk. Qualität entsteht nicht durch Setzung, sondern durch Revision.
Gleichzeitig entsteht Creative Commons. Das Werk bleibt Werk. Der Autor bleibt Autor. Aber er öffnet rechtlich den Zugang.
Ich war offen – aber noch modern.
Zwischen 2002 und 2005 machte ich eine doppelte Erfahrung. Ich ärgerte mich, wenn meine Expertise in Wikipedia editiert wurde. Das war der possessive Reflex: Wissen als Eigentum. Kompetenz als Legitimation. Der Edit fühlte sich wie Infragestellung an.
Und zugleich erlebte ich, wie genau diese Eingriffe meine Perspektive verbesserten. Texte wurden robuster. Argumente präziser. Anschlussfähigkeit höher. Multiperspektivität war keine Verwässerung, sondern Stärkung.
Hier verschiebt sich etwas Grundsätzliches.
In der Industrialisierung basiert Wert auf rivalisierenden Gütern. Wer etwas besitzt, entzieht es anderen. Handeln bedeutet physische Intervention. Hand anlegen.
In der Informationsgesellschaft sind Daten und Wissen nicht-rival. Sie werden nicht weniger, wenn man sie teilt. Im Gegenteil: Sie gewinnen durch Zirkulation. Wissen stabilisiert sich durch Widerspruch. Es verbessert sich durch Differenzintegration.
Der Handlungsbegriff verändert sich.
Du kannst nicht nicht unterscheiden. Du kannst nicht nicht beobachten. Du kannst nicht nicht handeln.
Jede Unterscheidung führt eine Differenz ein. Jede Beobachtung ist Reentry einer Differenz in das Unterschiedene. Und jedes Handeln ist Anschlussoperation im Sozialen.
Ich verdanke Wikipedia viel.
1989 HTML. 2001 Wikipedia & Creative Commons. 2008 Blockchain.
Die Auseinandersetzung, der Streit, letztlich auch #sms2smsBAN haben meine Positionen geklärt und mir selbst geholfen, in eine #NextSociety zu wechseln.
Ich nenne es Soziale Arbeit. Arbeit am Sozialen. Nicht an Psychen. Nicht an Körpern. Nicht an Dingen.
Die ganze Playlist auf wikidienstag.ch. Vloggendes Schreiben.
und als einstimmung empfehlen sie ein ganz übles teil — ebenfalls vom staatsfunk — welche das übel schon im namen trägt: CLIC. ein schnösel in schmutigen kleidern, geht mal 2 nächte gucken, ob das kloster eine mögliche zukunft für ihn sein könnte. er macht dort eine ich!-ich!-ich-schnippselserie und… ach… :-/
BEST PRACTICES: the 4x3 of Collab
#SmartSetting 1. Computer mediated Communication and 2. Acceptance to work on a common Question (Lemma, Topic, Question) and 3. Commitment without binding
#CommunityCare 1. To be a Party Host and 2. To be a Traffic Cop (Not Police Officer) and 3. Always be a Full-time Enabler
#NextNotability 1. One valid sitelink and 2. Open available references and 3. It is needed to make Data, Information, Knowledge in other items more useful
#Blockchain 1. Anyone can verify. 2. Sovereignty is local-first. 3. If a network cannot stand alone, it cannot scale.
Mein Ziel (“Message”) für das Gespräch von heute Abend:
Wikipedia von 2001 — 2007 eine Möglichkeit gezeigt, was dieses aktuelle, dominant gewordene, nächste Kommunikationsmedium auch noch ermöglicht. Mit einfachsten Mitteln: HTML https:// @ und #
Es lohnt sich noch heute, zu verstehen zu suchen, was diese Möglichkeiten sind.
Ich arbeite an verschiedenen Projekten, welche diese Möglichkeiten nutzen: Wir nennen es “Xerokratische Aktionsformen”.
Im Juni 2019 kam es zu einer Eskalation auf der Diskussionsseite einer Projektseite eines Projektes des Wikimedia Deutschland. Wie ich von der Idee des Projektes zum ersten Mal gehört, bin ich “spontan” an der Decke gewesen: Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass sich die Trägerorganisation so aktivistisch in die Editierarbeit eingemischt und gezielt zu verändern gesucht hat.
In der Zwischenzeit ist dieses deutsche Pilot- und Impulsprojekt auf globalem Level implementiert. CEO Kathrin Maher hat in Interviews und Tweets bestätigt, dass die Editierarbeit bei Wikipedia koordiniert werde mit der WHO. Mir wurde damals innerhalb von wenigen Stunden die Berechtigung auf unbeschränkte Zeit entzogen, innerhalb der deutschsprachigen Wikipedia zu editieren. Mein ziemlich altes Lemma zu meinem eigenen Namen wurde so gründlich wegeditiert, dass es als “gelöscht” bezeichnet werden kann. Meine Arbeit wird — typisch für den Umgang mit Kritik — in die Schmuddelecke von “rechts”, Verschwörungstheorie und Schwurbelei gerückt.
Eine solche Sperrung wird innerhalb der Wikipedia als “Ban” bezeichnet. Und weil mein Username zu jener Zeit User:sms2sms hiess, heisst es hier #sms2smsBAN.
Der Streit selbst, wird mit #ZDFwikipedia bezeichnet: Wikimedia Deutschland (WMDE) — Spindoctor der Aktion ist der heutige ZDF-Verwaltungsrat und damals auf dem Weg, Professor an der Universität Innsbruck zu werden, ein engagierter Blogger von Netzpolitik.org im Leonhard Dobusch — hat vorgeschlagen, die deutssprachige Wikipedia näher an das öffentlich-rechtliche Fernsehen ZDF zu bringen. Wogegen ich mich heftigst gewehrt habe…
Das tönt zunächst kompliziert. Ist es nicht wirklich. Aber ein paar Worte sind damit schon geklärt. Vielleicht noch ein Wort zu meiner Person? Nicht nötig. Es geht um Argumente. Die NZZ hat mich 2020 eingeladen, zwei Texte zu machen zu Wikipedia und Wikidata. Den ersten haben sie abgedruckt…
Wikipedia entsteht, in dem Menschen und Bots (“Helferlein”) editieren. Jedes Lemma hat eine “Vorderseite”, eine “Versionsgeschichte” und eine “Rückseite”.
Es gibt verschiedene Orte, wo “über” Wikipedia geredet werden kann. Der wichtigste Ort darfür ist meta.wikimedia.org. Ich selbst habe dort WikiDienstag entwickelt. Aber es gibt auch weniger “wichtige” Orte, wo zum Beispiel Projekte koordiniert wird. Zum Beispiel ein Projekt der Wikimedia Deutschland koordiniert wird, was heute WIKI LOVES BROADCAST genannt wird. Das Projekt wird von Benutzer:Wikiolo und Jan-David Franke (WMDE) (Quelle, welche erst im November 2021 auf meta.wikimedia.org wurde.)
Wichtig für heute Abend:
Die Eskalation fand auf einer “Rückseite” einer Koordindationssseite statt: Also ausserhalb der eigentlichen Wikipedia.
Und es handelt sich dabei um ein Projekt, was explizit von der Trägerorganisation von Wikipedia — also der Wikimedia — vorangetrieben wurde.
ZUM ANLIEGEN DES PROBLEMS
Als Sozialarbeiter — als ein Arbeiter am Sozialen — wurde ich in Berlin sozialisiert. Der Projekttitel von Wikimedia Deutschland, dass Wikipedia Radio, TV, Zeitung — also “Broadcast” — lieben soll, ist mir gänzlich unnachvollziehbar: Die ganze Aufarbeitung von Holocaust wurde immer und immer wieder auf das Problem der sogenannten “Massen Leitenden Medien” zurückgeführt.
Die Möglichkeit von Wikipedia war für mich als junger Sozialarbeiter eine riesige Faszination…
WISSENSCHAFTLICHES WISSEN SCHAFFEN Damit habe ich mich in zwei Bücher beschäftigt… (…)
ZUM VERSTÄNDNIS VON WIKIPEDIA
WISSENSCHAFTLICHES WISSEN SCHAFFEN Damit habe ich mich in zwei Bücher beschäftigt… (…)
#dfdu DIE FORM DER UNRUHE Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010 | Anfragen und Vermittlungen laufen ausschliesslich über speakerbooking.ch/stefan-m-seydel | mehr über Stefan M. Seydel auf der Unternehmensseite #dfdu AG: dfdu.org/sms
BEST OF…
The best in collaborative work. Learned from working with Wikipedia/Wikidata:
#SmartSetting
Computer mediated Communication
Acceptance to work on a common Question (Lemma, Topic, Question)
Commitment without binding
#CommunityCare
To be a Party Host
To be a Traffic Cop (Not Police Officer)
Always be a Full-time Enabler
#NextNotability
One valid sitelink
Open available references
It is needed to make Data, Information, Knowledge in other items more useful
#Xerocracy (Meta)
Find a Solution & adopt it
Don’t fix what isn’t broken
If you can’t fix the broken: Find a next Solution
Die Studie von Laura Dobusch und Leonhard Dobusch, veröffentlicht in der Zeitschrift “Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie” im Jahr 2022, untersucht das Thema Offenheit und Geschlossenheit innerhalb von „offenen“ Online-Gemeinschaften, insbesondere im Kontext von Plattformen wie Open Source Software und Wikipedia. Die Autoren argumentieren, dass Offenheit und Geschlossenheit nicht als Gegensätze auf einem Kontinuum zu verstehen sind, sondern sich gegenseitig bedingen und charakteristische Offenheit-Geschlossenheit-Konfigurationen in Online-Gemeinschaften bilden.
Die Forschung zeigt, dass trotz des Versprechens der Offenheit durch Plattformen wie Open Source Software und Wikipedia, diese oft Mängel in der Diversität sowohl der Beiträge als auch der Beitragenden aufweisen. Dies führt zu einer Exklusion, die dem Offenheitsanspruch dieser Gemeinschaften widerspricht. Die Autoren entwickeln eine Typologie dieser Konfigurationen, um zu verstehen, wie spezifische Formen der Offenheit tatsächlich zu bestimmten Schließungen führen oder sogar darauf angewiesen sind.
Die Arbeit hinterfragt die Annahme einer allgemeinen, umfassenden Offenheit und plädiert stattdessen für ein differenzierteres Verständnis von Offenheit, das spezifische Geschlossenheiten einschließt, welche für das Funktionieren von „offenen“ Online-Gemeinschaften notwendig sind. Diese Perspektive hilft, die Komplexität und die ambivalenten Dynamiken von Inklusion und Exklusion in digitalen Gemeinschaften besser zu verstehen und kritisch zu reflektieren.
Für die Zitierung der Studie von Laura Dobusch und Leonhard Dobusch in einem Artikel können Sie folgendes Format verwenden, das sich an die gängigen Standards wissenschaftlicher Arbeiten anlehnt:
APA-Stil (7. Ausgabe): Dobusch, L., & Dobusch, L. (2022). Wie offen sind „offene“ Online-Gemeinschaften? Inklusion, Exklusion und die Ambivalenz von Schließungen. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 74(Suppl 1), 257–281. https://doi.org/10.1007/s11577-022–00836‑5
Deutsche Zitierweise: Dobusch, Laura und Dobusch, Leonhard: Wie offen sind „offene“ Online-Gemeinschaften? Inklusion, Exklusion und die Ambivalenz von Schließungen. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 74 (Suppl 1) (2022), S. 257–281. Online verfügbar unter https://doi.org/10.1007/s11577-022–00836‑5.
Die von Ihnen vorgeschlagenen Unterscheidungen – Closed, Gated, Open, Free – bieten ein interessantes Schema, um verschiedene Grade von Zugänglichkeit und Offenheit in Online-Gemeinschaften zu analysieren. Hier ist eine kurze Kommentierung und Einordnung dieser Begriffe im Kontext der von Laura Dobusch und Leonhard Dobusch diskutierten Themen:
1. Closed
Definition: Eine „Closed“-Gemeinschaft ist vollständig abgeschlossen und für Außenstehende nicht zugänglich. Informationen, Interaktionen und Mitgliedschaften sind streng kontrolliert und beschränkt.
Kommentar: In einer „Closed“-Gemeinschaft gibt es strikte Barrieren, die den Zugang und die Teilnahme stark einschränken. Dies kann durch rechtliche, technische oder soziale Mechanismen erfolgen. Solche Gemeinschaften fördern Exklusivität und oft auch eine homogene Mitgliederstruktur.
2. Gated
Definition: „Gated“ bezieht sich auf Gemeinschaften, die Zugangsbeschränkungen haben, aber unter bestimmten Bedingungen neuen Mitgliedern die Teilnahme erlauben. Oft müssen potenzielle Mitglieder bestimmte Kriterien erfüllen oder von bestehenden Mitgliedern eingeladen werden.
Kommentar: Diese Art von Gemeinschaft kann als partiell offen betrachtet werden. Sie erlaubt eine kontrollierte Öffnung, bei der bestimmte Schutzmaßnahmen oder Qualitätskontrollen aufrechterhalten werden. Das Gating kann dazu dienen, eine gewisse Qualität der Beiträge oder Sicherheit der Gemeinschaft zu gewährleisten.
3. Open
Definition: Eine „Open“-Gemeinschaft ist grundsätzlich für alle zugänglich, kann jedoch bestimmte Regeln und Normen haben, die die Art und Weise der Teilnahme steuern.
Kommentar: „Open“-Gemeinschaften fördern Inklusivität und Diversität, indem sie grundsätzlich geringe Hürden für den Zugang bieten. Allerdings können interne Regeln und die Dynamik der Gemeinschaft bestimmte exkludierende Effekte haben, wie Dobusch und Dobusch diskutieren. Die Autoren argumentieren, dass „Open“ nicht automatisch Diversität und Gleichheit bedeutet, da offene Strukturen auch spezifische Ausschlüsse bedingen können.
4. Free
Definition: „Free“ impliziert eine völlige Freiheit in der Teilnahme, ohne jegliche Beschränkungen. Dies kann sich auf den Zugang, die Nutzung, die Modifikation und die Weitergabe von Inhalten und Ressourcen beziehen.
Kommentar: Freie Gemeinschaften streben die maximal mögliche Offenheit an, was oft mit einer Philosophie der totalen Inklusivität und des Teilens einhergeht. Sie können jedoch auf Herausforderungen stoßen, wenn es um die Moderation von Inhalten und die Aufrechterhaltung einer konstruktiven Gemeinschaftsdynamik geht.
Einordnung der Haltung von Dobusch/Dobusch
Laura Dobusch und Leonhard Dobusch würden wahrscheinlich argumentieren, dass die Begriffe „Open“ und „Free“ nicht notwendigerweise eine echte Offenheit oder Freiheit garantieren, da diese Zustände oft von inhärenten Geschlossenheitsstrukturen begleitet werden. Sie betonen, dass „Offenheit“ oft spezifische Geschlossenheiten einschließt, die notwendig sind, um bestimmte Funktionen oder Qualitätsstandards in „offenen“ Gemeinschaften aufrechtzuerhalten. Dieses Verständnis würde besonders gut zu den Begriffen „Open“ und „Gated“ passen, da es die Ambivalenz von Offenheit und die notwendigen Geschlossenheitsaspekte hervorhebt, die in realen Gemeinschaftsstrukturen existieren.
Bauzen…
Vorbereitung/Sammeln
ja. markus und dirk sind im modus PAPIER.
wenn sie könnten, würden auch sie weg editieren, löschen, blocken, ausschweigen…
Es geht darum, diese Stärken zu kennen, sie zu benennen und unter der aktuellen Zerfallsform in ihrer ganzen, vitalen Lebendigkeit frisch zu entdecken: SEI MUTIG re:loaded #ForTheWeb